Die Mühlen der 'Mühlenregion Nordsachsen' in alten Ansichten Band 1

Die Mühlen der 'Mühlenregion Nordsachsen' in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Manfred Wilde und Hans-Joachim Böttcher
Gemeente
:   Mühlen der 'Mühlenregion Nordsachsen', Die
Provincie
:   Sachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6341-5
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2-3 weken (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Die Mühlen der 'Mühlenregion Nordsachsen' in alten Ansichten Band 1'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

19 Doberschütz, Eilenburger Straße 1. Turmwindmühle. 1888 zerstörte ein Blitzschlag und ein erst zu spät bemerkter Brand die Mühle des Müllers Herber. Nach dem Neuaufbau in den Besitz der Familie Dautz gelangt, war Oswald Dautz der letzte Müller der die Mühle betrieb (mit Windund Motorantrieb ). Infolge seines Todes wurde das Grundstück getrennt und verkauft; die Mühle baute man 1973 zu einem Wohnhaus völlig um. Es kann angenommen werden, daß diese Mühle die ist, welche schon 1672 unter Michael Klemm als Bockwindmühle erwähnt wurde. 1813 unter Adolf Karnagel abgebrannt, wurde sie als Turmwindmühle neu erbaut. Damals hatte sie zwei Gänge sowie

einen Schneidegang. Schon 1826 fiel diese Mühle aber auch schon wieder unter Gottlieb Glausch einem Feuer zum Opfer, so daß sie neu erbaut werden mußte.

20 Döbernitz, Eilenburger Chaussee 3. Bockwindmühle. Eine urkundliche Ersterwähnung erfährt die Bockwindmühle hier im [ahre 1702, wo sie sich wohl noch im Besitz des Rittergutes befand und verpachtet war. Später ging sie in privaten Individualbesitz über. Letzter Besitzer wurde 1 91 0 der Zimmermann Bernhard Krernpler, der sie zeitweise auch verpachtete. Ab etwa 1 930 wurde die Mühle mit Elektroantrieb ausgestattet und die Flügel entfernt. Um 1948 war sie durch Blitzschlag stark beschädigt worden und bald darauf abgerissen.

21 Schenkenberg/Dörfchemnühle. Wassermühle. Diese vom Lober angetriebene Wassermühle stellte wohl den Siedlungsrest einer mittelalterlichen Ortswüstung dar und wurde selbst 1442 urkundlich erstmals erwähnt. Sie lag dann in der Gemarkung von Schenkenberg, aber topographisch sehr viel näher an Benndorf. Im [ahre 1 720 erbaute der Wassermüller Christian Härtel die Wasserölmühle von Grund aus neu auf. Mitte des 19. [ahrhunderts wurde wegen des Wassermangels eine Dampfmaschine als Zusatzantrieb eingebaut, von der auf dem Gemälde noch der Schornstein und das be-

nachbart gelegene Wirtschaftsgebäude mit dem Flachdach künden. Bereits um 1900 wurde der Mühlenbetrieb eingestellt. Nachdem das Gehöft durch mehrere Hochwasser stark

beschädigt worden war, wurde es schließlich 1967/68 vollständig abgebrochen. Das Gelände ist heute nur noch von Wiese und Strauchwerk bedeckt.

22 Durchwehna, Dorfstraße 7. Wassermühle. Diese Mühle ist erst seit 1 750 nachgewiesen. Damals und im nachfolgendemJahrhundert hieß die Besitzerfamilie Hönemann. Später waren es dann die Schlobach und zuletzt die Montan-Union. Für 1826 ist erwähnt, daß die Mühle drei oberschlächtige Wasserräder und zwei Gerinne aufwies; sie hatte einen Mahlgang, einen Schneidegang mit einer Säge sowie eine (nicht betriebene) Ölmühle. Abgesehen von der normalen Änderung der Betriebseinrichtung brachte das 20. Jahrhundert, als letzte wesentliche Veränderung, daß 1947/48 unter dem letzten

Müllenpächter Erich Böttger ein neues Mühlgebäude ( das Bild zeigt es) mit Einrichtungen zum Mahlen, Futterschroten und Gräubchenschälen, erbaut wurde. 1995 brach man das ge-

samte Mühlgehöft ab, so daß nur noch der Mühlteich von der Existenz dieser Mühle zeugt.

23 Eilenburg, Mühlplatz 3-4. Wassermühle 'Schloßmiihle'. Diese Mühle (der Stich von 1850 zeigt sie im Vordergrund) dürfte wohl im Mittelalter gegründet worden sein; bis 192 3 war sie die alleinige Trägerin des Wasserrechtes des Mühlgrabens. Erst kurz vor 1850 erhielt die Mühle jedoch ihren letzten Standplatz auf der Schloßseite neben der Neumühle. Die Mühle besaß damals vier Mahlgänge und war damit die kleinste Wassermühle der Stadt. Bis 1701 ist die Mühle in landesherrschaftlichen Besitz gewesen; die Pächter erhielten nur ein Viertel des Gewinnes. Zacharias Weise war der erste private Inha-

ber. In den Jahrhunderten sehr oft die Besitzer wechselnd ist Wilhelm Grune bis 1919 ihr letzter privater Betreiber gewesen.

24 Eilenburg, Mühlplatz 3-4. Wassermühle 'Neumiihle'. Auch diese Mühle (die Zeichnung von E. Schmidt von vor 1 938 zeigt sie auf der Stadtseite des Mühlgrabens), ist sehr alt.

1 77 8 wurde sie völlig erneuert. Damals besaß sie vier Mahlgänge; auch eine Schneide-, eine Stampf- sowie eine Ölmühle gehörten dazu. Erst 1840 kam die Neumühle aus Landes- in Privatbesitz. Ihr letzter private Inhaber war ebenfalls Wilhelm Grune. Noch bevor er 1 91 9 starb, mußte er seine beiden Mühlen in der 'Vereinigten Schloß- und NeumühlenwerkeAG' zusammenfassen. Im Strudel der Inflationszeit ist der Be-

trieb 1923 stillgelegt und

1 92 6 in Einzelteilen zergliedert, zwangsversteigert worden. Die Stadt erwarb die eigentlichen Mühlgebäude, die letztlich 1 945 völlig zerstört und abgebrochen wurden.

~ ~------ -

-:;~.... ~-==:----~

-.--_.-

25 Eilenburg, Leipziger Landstraße 12. Turmwindmühle 'Bechermühle' . Erbaut 1868 durch den Mühlenbauer und Müller H. Bierbaurn, erwarb sie von diesem August Becher (ihn und seine Frau zeigt unter anderen das Bild von 1912).1947 kam die Mühle in den Besitz der Müllerin Elfriede Klinger, die diese mit ihrem Mann Wolfgang betrieb. Durch Kriegseinwirkung 1945 geschädigt, konnte die Mühle nur noch elektrisch angetrieben werden. Vorwiegend als Umtauschmüllerei betrieben, wurden in einem Nebengebäude mittels einer Hammermühle in den letzten Betriebsjahren Schrotungen

für Großbetriebe von ganzen Maiskolben, Erdnüssen, Zuckerrübenschnitzel, Milokerne und anderen ausgeführt. Durch Brandstiftung 1962 der Hammermühle geschädigt, war eine Arbeit

nicht mehr möglich, so daß man den gesamten Mühlbetrieb einstellte. 1994 wurde die Mühle umfassend saniert.

26 Eilenburg, Mansberg

1 2. Bockwindmühle 'Heinze'. 1869 verpachtete der Wöllmener Karl Jope die ihm gehörige Mühle an den ebenfalls aus Wöllmen stammenden Müllermeister Friedrich Heinze. Dieser scheint im Folgejahr sodann die Mühle gekauft zu haben. Schon 1869, aber auch in späteren [ahren, kaufte Heinze zu seinem Mühlbesitz mehrere in der Nachbarschaft befindliche Grundstücke dazu. Es läßt sich nachvollziehen, daß er auch 1871 das damalige Wohnhaus vergrößerte. Über die Mühle ist dagegen um so weniger bekannt.

1 918 noch erwähnt,

scheint sie spätestens 1 92 1

abgebrochen worden zu sein. Das einzige erhaltene beschädigte Foto, zur besseren Haltbarkeit aufleinen aufgezogen, zeigt den Müller Heinze mit seiner Familie. In jüngerer Zeit wurde der ehemalige Mühlenstandort mit einem Wohnhaus überbaut.

27 Falkenberg, Am Fuchsberg. Bockwindmühle. Auf dem ehemaligen Weinberg Fuchsberg wurde 1835 eine Bockwindmühle sowie wohl etwas später ein dazugehöriges Mühlgehöft errichtet. In den ersten [ahrzehnten unseres [ahrhunderts war sie im Besitz der weit verbreiteten Müllerfamilie Schöley, und nach dem Tod des letzten Müllers, Wilhelm Schöley, wurde das Grundstück 1960 verkauft. Der neue Besitzer ließ den intakten Mühlbau 1962 mittels zweierTraktoren umziehen; das Holz wurde verfeuert. Heute erinnern an die Mühle nur noch die feldsteinernen Bocklagersteine, verfallende Mühlstei-

ne sowie das Wohngehöft. Die Graphik einer Winterlandschaft von vor 1 937 von Kurt Rieger zeigt noch das Gehöft mit Mühle.

28 Freiroda, Schkeuditzer Straße 23. Bockwindmühle. Eine der beiden im Ort bestehenden Windmühlen, gelegen am westlichen Ortsausgang nach Kursdorf, auf der südlichen Straßenseite. Die Bockwindmühle hat als Baujahr 1820 vermerkt, wobei sie wohl aber erst 1870 hier nach Freiroda versetzt wurde. Um 1896 Beschädigung durch Blitzschlag und darauffolgender Umbau der Bockwindmühle. 1899 wird der Müller Fritz BerndorfBesitzer. Letzter hier tätiger Müller und Besitzer war Helmholt Berndorf, der 1988 verstarb. Bis 1923 wurde ausschließlich mit Wind, dann bis 1966 bei Bedarf auch mit einem 15 PS Elektromotorantrieb gemahlen. Der Durchmesser des Flügelkreuzes betrug 17m. Der Sterz wurde

1923 und die Flügelletztmalig 1936, das Mühlendach 1951 und 1985 erneuert. Stillgelegt 1966 wurde dann 1974 die gesamte Technik ausgebaut. Ab 1985 wurde im zunehmenden Maße der Bestand der Mühle gesichert und mit einem Wochenendhaus unterbaut und 1996 mit neuen Flügel versehen. Die Mühle selbst ist noch windgängig, wobei sich aber der Mühlenkorpus nicht mehr drehen läßt. Das Bild zeigt die Mühle im Iahre 1934 mit dem Müllermeister Berndorf.

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Leveringsvoorwaarden | © 2009 - 2019 Uitgeverij Europese Bibliotheek