Die Mühlen der 'Mühlenregion Nordsachsen' in alten Ansichten Band 1

Die Mühlen der 'Mühlenregion Nordsachsen' in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Manfred Wilde und Hans-Joachim Böttcher
Gemeente
:   Mühlen der 'Mühlenregion Nordsachsen', Die
Provincie
:   Sachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6341-5
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2-3 weken (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Die Mühlen der 'Mühlenregion Nordsachsen' in alten Ansichten Band 1'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

39 Jesewitz, Leipziger Straße 10. Bockwindmühle. Nachdem 1898 der Müller Mönicke durch Selbstmord verstarb, erwarb dessen Mühle der Müller Gustav Steinberg. Er war bis dahin Besitzer einer Bockwindmühle in Wölpern, die ihm abgebrannt war. Das Erbe des Müllers trat 192 7 dessen Sohn Artur an. 33 [ahre, also bis zu seinem Tod im [anuar 1960, betrieb dieser die Bockwindmühle. In ihr wurde gemahlen, geschrotet und gequetscht. Wenn es der Wind erlaubte, geschah das mit Windkraft; die ganze Familie mußte immer helfen, die Mühle am Sterz in den Wind zu drehen. Wehte dieser nicht, erfolgte der Antrieb der Mahlwerke mit Elektroenergie. Auf den Erhalt der Flügellegte Mül-

Ier Artur Steinberg bis zuletzt immer Wert. Nun nicht mehr benötigt, wurde vier [ahre nach dem Tod des Müllers die Bockwindmühle abgebrochen.

40 Kattersnaundorf. Bockwindmühle. Nachdem im Iahre 1828 der Müllermeister Carl Friedrich Nietzschmann von den Gemeinden Kattersnaundorf und Grabschütz gegen Übernahme eines jährlichen Erbzinses in Höhe von 5 Talern den Anger auf der Götter-Mark erhalten hatte, baute er hierauf eine Bockwindmühle und 1830 ein Wohngehöft. 1898 wurde der Müller Otto Petzsche in Grabschütz Besitzer. Diese Bockwindmühle kippte 1942 während eines Sturmes um und wurde in der Folgezeit auch nicht wieder aufgebaut. Das Foto zeigt das zur Mühle gehörende Wohnhaus mit einem angelehnten typischen Mühlstein aus dieser Mühle.

41 Kertitz. Wassermühle. Diese Mühle trug früher im Volksmund den Namen Grubenmühle, später auch Froschmühle, der später auch auf die hier eingerichtete Gaststätte überging. Bereits im beginnenden 18. Jahrhundert war sie mit einer Gastwirtschaft kombiniert. Bis zurn jahre 1826 besaß sie der Wassermüller Christian Klemm, der sie dann aber für 800 Taler verkaufte. 1913 ging sie, nunmehr bereits mit Gastwirtschaft, in den Besitz des Gastwirtes Franz Körner über. Zu diesem Zeitpunkt war die Mühle aber wohl bereits stillgelegt. Nach 1950 wurde die Gastwirtschaft als LPG- Kulturhaus genutzt und schließlich um 1980 abgerissen.

42 Klitzschmar. Bockwindmühle. Auf der Gemarkung dieses Dorfes bestanden zwei Windmühlen und eine jüngere motorgetriebene Industriemühle. Die Erbauung dieses zweiten Mühlenstandortes im Ort mit dem dazugehörigen Gehöftes erfolgte um 1825. Bereits 1829 erwarb ein Christoph Kamm vom Windmüller Gottfried Werner diese Bockwindmühle für 2 420 Taler und sie blieb bis zum Abriß im April 1968 im Besitz dieser Familie Kamm. Nachdem das Mühlengehöft an das Stromnetz angeschlossen war, wurde auch das Mühlwerk aufElektroantrieb umgestellt. Bis um 1 953 hatte

man noch Mehl gemahlen, dann bis zur Stillegung um 1960 nur noch geschrotet. Das Foto zeigt die Anlage im [ahre 1932.

43 Kölsa. Bockwindmühle. Hier bestanden über einen längeren Zeitraum gleichzeitig zwei Windmühlen auf der Gemarkung des Ortes. Die Besonderheit bestand darin, daß bei den Mühlen kein besonderes Mühlengehöft bestand, sondern daß diese mit zu traditionellen Bauerngehöften im Ort gehörten. Diese Mühle gehörte zum Bauerngehöft Lissaer Straße 8

in Kölsa, lag selbst als Paltrockwindmühle an der Straße von Kölsa nach Wiedernar auf der Kirchmark. Erbaut wurde sie im [ahre 1845 vom Windmüller Gottfried Gottlob Giesler in Kölsa, der dafür vom Rittergutsbesitzer in Glesien, dem

Kammerherrn Carl Adam Traugott von Wuthenau, ein Stück Land erhielt. Letzter Besitzer und hier arbeitender Müller war der 1 939 verstorbene Karl Kötter. Bis zuletzt hat man sie mit Wind betrieben, daneben bei Bedarf auch mit Elektromotor. Der Abbruch der Mühle erfolgte um 1955. Das Bild zeigt um 1 930 die Mühle mit dem Müllermeister Karl Kötter.

44 Kossa, Windmühlenweg 2. Turmwindmühle. Als wohl eine der frühesten Turmwindmühlen der Region wurde diese Mühle 1847 errichtet und kurz danach vermutlich auch das Gehöft. Um 1875 erwarb der Müller Hugo Tietze die Mühle. Er betrieb diese mit Hilfe seiner beiden Söhne, OUo der 1899 ins Sägewerk Kassa überwechselte sowie Max. Nach dem Tod des Vaters 1 915 betrieb Max Tietze (das Bild von 1943 zeigt unter anderen auch ihn) ab 1 918 die Mühle bis 1 959. Da die Turmwindmühle eigenartigerweise ein Lehmbau war, nahm durch Wassereinwirkung ein großes Mauerstück schweren Schaden. Da dieser damals nicht

zu beheben war, trug man die Mühle 1978/80 teilweise ab. Den Rest ließ man in sich zusammenstürzen, so daß an dieser Stelle heute ein großer Lehmberg ist.

45 Kreuma, Hausnummer 32. PaltrockwindmühIe. Im [ahre 1749 erteilte der sächsische Kurfürst und König von Polen, Friedrich August, dem aus Kyhna stammenden Windmüller Christoph Dornbusch die Genehmigung zur Erbauung einer Windmühle vor dem Dorf Kreuma. Wohl ein Nachfolger dieser ersten Mühle hier wurde um 1905 zu einer PaltrockwindmühIe umgebaut. Deren Flügel sindimJahre 1953 demontiert und der Antrieb auf Elektromotor umgestellt wurden. Abgebrochen wurde die Mühle im [ahre

1 975. Letzter Besitzer der auch gleichzeitig hier Müller war, ist bis 1 955 Otto Kuhne gewesen der dann an

den Bauern Günter Fuchs Mühle und Gehöft verkaufte. Letzterer verpachtete die Mühle bis zur Stillegung im Oktober 1960 an den Müller und Umsiedler aus Schlesien Günther Klose. Bis

zuletzt wurde hier für Bauern Mehl gemahlen und geschrotet. Die technische Ausstattung bestand aus zwei Schrotgängen, Walzenstuhl, Haferquetsche und Elevator. Die zum Mühlen-

.'

gehöft gehörende Landwirtschaft umfaßte 3, 1 3 ha Eigenturnsland. Die Abbildung aus dem [ahre 1955 zeigt die Mühle während der Erntezeit mit Getreide-

puppen.

46 Krippehna, Wölkauer Straße 22. Bockwindmühle. Im [ahre 1848 war diese vom Müller Gottlob Freygang als Filialmühle errichtete Bockwindmühle einsatzfähig. Dazu wurde 1863/65 ein Gehöft erbaut. 1866 erwarben den Besitz Freygangs Tochter Pauline und deren Ehemann, der Müller Friedrich August Kuhne und von diesen

1902 ihr Sohn Paul. Da ab

1 939 die Mühle auch mit Elektroenergie angetrieben werden konnte, baute man 1952 die desolaten Flügel ab. In jenem [ahr ging die Mühle in den Besitz von Oswald Kuhne über. Ab

1 957 Obermeister aller Müller des Kreises Eilenburg, betrieb er als letzter Müller die Mühle bis 1980, als er altershalber den Betrieb einstellen mußte. Auf Grund von schweren Bau-

schäden, so der Bruch des Mehlbalkens und der Bockschwellen, wurde 1995 begonnen, die Mühle abzutragen.

47 Krostitz, Mutzschlenaer Straße 16. Bockwindund Motormühle. Ehemals zum heute in Krostitz aufgegangenen DorfHohenleina gehörig. Der Mühlenstandort wurde 1870 vom Müllermeister Ferdinand Griebsch begründet. Bereits kurz nach 1900 muß sie wohl einem Unglück zum Opfer gefallen sein. 1904 kaufte der Müllermeister Richard Müller das Grundstück und erwarb im Raum Eilenburg eine gebrauchte Bockwindmühle, demontierte und brachte sie mit mehreren pferdefuhrwerken hierher und ließ sie wieder aufbauen. Er betrieb auch weiterhin als einziger bis zur Stillegung 1948 diese Windmühle. Die Mühlsteine wurden bei Bedarf vom Müller selbst geschärft. Ausgestattet war die Windmühle mit einem Walzen-

stuhl, Schrot- und Mahlgang. Bereits um 1922 wurde auf dem Grundstück auch eine Motormühle errichtet, die parallel bei Windstille betrieben wurde. Letzte Besitzerin und Mülle-

rin in der Motormühle war bis 1960 Ruth Schwanitz. Im [ahre 1967 wurde die Bockwindmühle, die Motormühle und das alte Wohnhaus abgerissen und auf dem Grundstück aus

den Abbruchsteinen ein neues Wohnhaus erbaut. Die Abbildung zeigt die Landung eines Luftballons auf dem Gehöft im [ahre 1937.

48 Kyhna, Windmühlenweg 1 a. Bockwindmühle. Diese nordöstlich vom Dorf gelegene Mühlenstelle befindet sich auf der Gemarkung des Ortsteiles Klein Kyhna. Begründet wurde dieses Mühlengehöft im [ahre 1828, wo es zusammen mit einer halben Hufe Land vom Bauerngut des [ohann Gottlieb Dorn in Klein Kyhna abgetrennt wurde und in den Besitz seines Sohnes überging. Die heute rekonstruiert noch vorhandene Bockwindmühle wurde wohl bereits im [ahre 1825 erbaut und befand sich bis zuletzt ausschließlich im Besitz der Familie Dorn. Bereits 1882 machte sich die Erneuerung einer Bockschwelle notwendig. 1 92 8 erfolgte der

Einbau eines Walzenstuhles, 1931 der einer Mischmaschine und 1 932 wurde der Betrieb mit Windkraft eingestellt und ein EinzylinderDieselmotor für den Antrieb eingebaut. Die Mühleneinrichtung bestand aus Walzenstuhl, Quetsche, Schrotgang, Mahlgang, Mischmaschine, Reinigung und Elevator. Noch bis zumJahre

1 955 wurde hier Mehl gemahlen und bis 1984 vom letzten Müller Kurt Dorn geschrotet. Heute is die Mühle als Einzeldenkmal unter Schutz gestellt.

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Leveringsvoorwaarden | © 2009 - 2019 Uitgeverij Europese Bibliotheek