Die Mühlen der 'Mühlenregion Nordsachsen' in alten Ansichten Band 2

Die Mühlen der 'Mühlenregion Nordsachsen' in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Manfred Wilde und Hans-Joachim Böttcher
Gemeente
:   Mühlen der 'Mühlenregion Nordsachsen', Die
Provincie
:   Sachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6360-6
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Die Mühlen der 'Mühlenregion Nordsachsen' in alten Ansichten Band 2'

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9 Bad Düben, Alaunwerksweg. Windkunst des Alaunbergwerk -Gradierwerkes. 1557 erstmalig erwähnt, war das mit kriegsund wirtschaftsbedingten Unterbrechungen betriebene Schwemsal-Dübener Alaunbergwerk zeitweise das bedeutendste seiner Art in Deutschland. Im Zuge einer Verlegung des Werkstandortes 1827 -182 9 auf die Flur der Mark Mühldorf wurde ein Gradierwerk zum Verdichten der Alaunlauge errichtet. Das Aufpumpen der Lauge auf das etwa 13 Meter hohe und 50 Meter lange Gradierwerk erfolgte durch die auf dem Foto sichtbare 'Windkunst' , die das hydraulische Pum-

pensystem bewegte. 1886 erzwang die wirtschaftliche Lage die Schließung des Alaunbergwerkes. Das Werk mit seinem weithin sichtba-

rem Gradierwerk mit Windkunst brannte 1901 ab; die Ursachen dafür wurden nie geklärt.

10 Bad Düben, Wittenberger Straße. Wassermühle 'Hammerrnûhle'. 1315 ersterwähnt, wurde die Mühle als Hammerwerk für Raseneisenstein gegründet. Nach 1650 erfolgte der Einbau eines Sägewerkes und 1689 eines Mahlganges. 1792-1796 kam es zu einer generellen Erneuerung der gesamten Mühle. Da ihr Besitzer Neuhof den damals beachtlichen Besitz als Freigut betrachtete und einen aufwendigen Lebensstil führte, mußte seine Witwe den Besitz 1852 meistbietend verkaufen. Damals gehörten zu dem gutsartigen Gehöft eine Mühle mit zwei Mahlgängen, eine Ölmühle, eine Schneidemühle, eine

Branntweinbrennerei, eine Kiefernsamendarre, etwa 200 Morgen Feld, Wiesen, Gärten und Teiche, 1 70 Morgen Wald mit einer Jagd sowie eine Torfgräberei.

Schon um 1900 nicht mehr als Mühle genutzt, brannte das Hauptgebäude 1966 vollständig ab.

11 Badrina. Bockwindmühle. Gelegen an der von Badrina nach Wannewitz führenden Straße. Urkundlich bereits im [ahre 1618 als zum Rittergut gehörende Gärtner- und Häuslerstelle aufgeführt, ' ... Daß Windmüller heußlein .. .', hatte 1 Groschen und 6 Pfennig jährliches Opfergeld an die Pfarre in Lindenhain zu zinsen. Bereits 1884 war mit der Mühle eine Bäckerei verbunden, die aber um 1 91 6 stillgelegt wurde. Im [ahre 1924 wurden an der Mühle vom Mühlenbauer Schröter aus Lindenhain die Ruten erneuert. Nach der Besetzung von Badrina durch amerikanische Truppen im April

1945 wurde der Mühlenbetrieb zunächst fortgeführt, dann aber irn Iuli von der neuen russischen Besatzungsmacht für einige Zeit verboten. Letzter hier arbeitender Besitzer war von

1907 bis 1949 der Müllermeister Franz Wolkwitz. Bis zur Stillegung der Mühle 1949 wurde ausschließlich mit Wind gemahlen. Die technische Ausstattung bestand lediglich aus einem

Schrot- und einem Mahlgang. Mit dem Mühlengehöft war eine kleine Landwirtschaft mit 27 Morgen Acker verbunden.

12 Dahlenberg/Dorfmühle. Wassermühle. Diese ebenfalls vom angestauten Grenzbach angetriebene ehemalige Wassermühle wird bereits im [ahre 1534 urkundlich erwähnt und war über viele Jahrhunderte dem Rittergut Leipnitz zinspflichtig. Um 1930 kaufte der um 1966 verstorbene Müller Oskar Krämer von der Familie Kampfhenkel die Mühle und betrieb sie noch selbst bis zum [ahre 1965. Zuletzt wurde sie durch eine Wasserturbine angetrieben, nach 1960 aber nur noch für die LPG geschrotet. Auch eine Holzschneidemühle mit einem Gatter gehörte zur technischen Ausstattung. Heute noch bietet das verlassene Gehöft mit dem noch durch

das Grundstück verlaufenden Mühlgraben einen romantischen Anblick, der aber eine dringend notwendige Rekonstruktion nicht verbergen kann.

13 Delitzsch/Mühlenstandorte mit Bestands- und Erwähnungszeitraum

1. Strohmühle

2. Vorderste Bergmühle vor dem Viehtor

3. Hintere Mühle am Werbensehen Weg

4. Mühle vor dem Viehtor aufHospitalfeld

5. Mühle auf dem Sand am Heiligbrunnen

6. Mühle vor dem Viehtor

7. Mühle in der Bitterfelder Vorstadt

8. Mühle in der Naundorfer Sandmark

9. Mühle auf der Superintendentenhufe

10. Windmühle zu Naundorf

11. Windmühle am Queringer Weg

12. Mühle auf der Elberitzrnark

13. Mühle in der Leipziger Vorstadt am Neutor

14. Mühle auf der Elberitzrnark

15. Wassermühle zu Elberitz

16. Hausmühle 1 7. Stadtmühle

18. Schademühle

19. Spitelmühle

20. Pfeffermühle

21. Wassermühle zu Naundorf

22. Walzenmühle in der Leipziger Vorstadt

23. Dampfmahlmühle in der Chausseestraße

1552-1858 1536-1891 1536-1904 1748-1890 1719-1903 1880-1886 1846-1900 1866-1891 1833-1920 1560 1832-1935 1849-1902 1846-1890 1855-1922 1501-1921 1367-1475 1411-1903 1349-1494 1454 1405-1486 1363-1895 1875-1929 1856-1868

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14 Delitzsch/Elberitzmühle. EIberitzstraße 14. Wassermühle. Diese vom Lober angetriebene, 1501 urkundlich erstmalig erwähnte Wassermühle bildet den Rest der gleichnamigen spätmittelalterlichen Ortswüstung. Im [ahre 1791 verkaufte die Stadt Delitzsch die bis dahin immer nur von ihr verpachtete Mühle für 700 Taler an den Müller Andreas Freywald. 1803 erhielt die Mühle auch die Schankkonzession für eine Gastwirtschaft. Die Wassermühle selbst war bis 1909 unter dem Besitzer Friedrich Hermann Stansch in betrieb. 1921 ist das Mühlwerk abgebrochen und die Gastwirtschaft erweitert worden, die noch heute besteht. In jüngerer Zeit wur-

de auf einem Teil des zur Mühle gehörenden Grundstückes ein Freibad errichtet, das heute von der Stadt Delitzsch betrieben wird.

15 Delitzsch/Naundorfer Mühle, Naundorfer Weg. Wassermühle. Diese vom Lober angetriebene Mühle findet als 'molendinum in Nuendorf' im [ahre 1363 ihre urkundliche Ersterwähnung und war als Lehen für das Rittergut Schenken berg ausgetan. 1551 brannte die Mühle nieder, wurde aber im gleichen [ahr vom Müller Peter Stock wieder neu erbaut. Wenige [ahre später wurde 1588 die Stadt Delitzsch mit der Mühle belehnt, die sie bis zum [ahre

1 796 nur noch verpachtete, aber sie auch 1 713 von Grund auf neu erbaute. Schließlich erwarb im [ahre 1895 die Stadt Delitzsch vom letzten Müllermeister Carl Friedrich Weise das Wasser- und Mühlrecht und

legte die Mühle still. Heute bietet das alte Mühlengehöft in seinem baulichen Zustand nur noch einen traurigen Anblick. Die Aufnahme zeigt den Zustand um 1912.

16 Delitzsch/Walzenmühle. Leipziger Straße 26. Dampf- und Elektromotormühle. Nachdem bereits im [ahre 1856 eine erste Dampfmahlmühle in der Delitzscher Chausseestraße errichtet worden war, kam 1875 dieser zweite Standort dazu. Erbaut wurde die Letztere von der Firma Gebrüder Schaaf OHG hier aus der Stadt auf einer außerhalb der Stadt, unmittelbar an der Halle-Sorauer Eisenbahnlinie gelegenen Feldparzelle. Wenige Zeit später wurde eine repräsentative Wohnvilla für den Besitzer in unmittelbarer Nachbarschaft im Stil des Neoklassizismus errichtet. Dieser folgte 1890 im westlichen Anschluß des großen Mühlengebäudes der Neubau ei-

ner etwa 15m hohen Silound Speicheranlage für das Getreide. Unter dem Kaufmann und Ingenieur Friedrich Bauer als Besitzer blieb sie bis zur Weltwirtschaftskrise 1 92 9 in Betrieb, dann

aber wurde sie stillgelegt. Später sind die Räumlichkeiten ab 1 934 für den Reichsarbeitsdienst, für Rüstungszwecke und als Lager genutzt worden. Die zeitgenössische Abbildung

zeigt von links beginnend das Silo-, das Mühlen- und das Wohngebäude.

17 Doberschütz, Eilenburger Straße 48. Bockwindmühle. Diese Mühle soll 1846 errichtet worden sein. Schon Ende des letzten Jahrhunderts im Besitz der Müllerfamilie Fischer, betrieb die Mühle in unserem Jahrhundert etwa fiinf Iahrzehnte Waldemar Fischer (geboren 1879, gestorben 1954); er war damit ihr letzter Müller. Nach seinem Tod verfiel die Mühle schnell und stürzte angeblich Anfang 1957 bei einem Sturm um. Die Holzteile der Mühle wurden daraufhin zerschnitten und als Feuerholz genutzt. Der Mühlenstandort nahe des örtlichen Badesees ist heute als solcher nur noch durch die Wirtschaftgebäude des Mühlengehöftes erkennbar.

18 Dommitzsch/Lindemühle. DorfstraBe 33 im Ortsteil Mahlitzsch. Wassermühle. Die älteste bekannte urkundliche Erwähnung bezeichnet die Mühle im [ahre 1464 als 'lindemoel' , wobei namentlich erst um 1655 ein Müllermeister Michael Klebe als Pächter aufgeführt wird. Bis in das 1 9. Jahrhundert hinein war sie Lehn- und Zinsgut des Rittergutes Leipnitz bei Dahlenberg. Die Schneidemühle wurde im Iahre 1900 von Karl Wilhelm Schladitz erbaut. Die alte Mahlmühle wurde 1923/24 abgerissen und durch einen Neubau 1924 ersetzt. Die neue technische Einrichtung bestand dann aus einem Horizontal-

gatter für die Schneidemühle und für die Mahlmühle aus einem Plansichter, einfachen Walzenstuhl, Graupenschälmaschine, Haferquetsche und Schrotgang. Angetrieben wurden

diese durch zwei oberschlächtige Wasserräder. Bis 1945 erfolgte die Elektroversorgung des Gehöftes durch einen wassergetriebenen Generator. Der gesamte Mühlenbetrieb wur-

de 1964 stillgelegt und später abgebrochen. Die Abbildung zeigt das Gehöft vor demAbriB 1924, rechts die Mahlmühle und links die Schneidemühle.

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