Die Mühlen der 'Mühlenregion Nordsachsen' in alten Ansichten Band 2

Die Mühlen der 'Mühlenregion Nordsachsen' in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Manfred Wilde und Hans-Joachim Böttcher
Gemeente
:   Mühlen der 'Mühlenregion Nordsachsen', Die
Provincie
:   Sachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6360-6
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Die Mühlen der 'Mühlenregion Nordsachsen' in alten Ansichten Band 2'

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19 Dommitzsch/Obermühle, Pretzscher Straße

1 9. Wassermühle. Entstanden ist diese Mühle aus dem Besitz der Komturei des Deutschen Ordens hier in der Stadt. Der Antrieb der zuletzt sechs Mahlgänge erfolgte über ein, später zwei oberschlächtige Wasserräder. In jüngerer Zeit erfolgte an deren Stelle der Einbau einerTurbine. Gleichsam gehörten zum Besitz noch eine Schneidemühle und eine Bäckerei. Ältester namentlich bekannter Betreiber der Mühle war um

1649 als Pächter der Müllermeister Baltzer Lindener. Wenige Jahrzehnte später ließ 1681 der Landkomtur Maximilian von Stein die

Mühle von Grund auf erneuern.Ab 1866 bis zur Stillegung im [ahre 1981 war sie zuletzt über mehrere Generationen im Besitz der bekarmten Müllerfamilie Schlobach. Die Aufnahme zeigt das letzte hölzerne Mühlrad.

20 Dommitzsch/Breite Mühle, Leipziger Straße 66. Wassermühle. Diese Mühle wurde ursprünglich auf Grund und Boden der Komturei des Deutschen Ritterordens errichtet, wobei deren Betreiber dieser auch noch lange zinsplichtig dafür waren. Sie wurde mit einem, später auch zwei unterschlächtigen Wasserrädern angetrieben. Da als Teich nur eine Ausweitung des Mühlbaches diente, war häufig Wasserknappheit gegeben. Im Zeitraum von 1713/14 wurde die Mühle vom Obermüller Michael Matthis neu erbaut. 1914 erfolgte ein erneuter Abbruch und vollständiger Neubau unter dem Müller-

meister Ernst Hartmann. Letzter Müller und Besitzer war bis zur Stillegung 1 972 Hans Bethge. Die Aufnahme zeigt den baulichen Zustand um 1900.

21 Eilenburg, Mühlplatz 1-2. Wassermühle 'Beutelmiihle'. Diese auf dem Mühlwerder stehende Mühle führte ihren Namen nach dem ehemals üblichen Verfahren des Mehlsiebens in Beutel. Die Mühle war eine Gründung des Mittelalters.

1 701 ging sie aus Landesin Privatbesitz über. Ehemals auch Walkmühle, war sie bis zum Umbau 19251926 noch Mahl- und Schneidemühle und besaß

drei Wasserräder; danach für die viergängige Mahlmühle nur noch eins, aber auch einen Motorantrieb. 1931 ging die Mühle in den Besitz von Fritz Alltag über. Auch nach der fast völligen Zerstörung der Mühle 1945 betrieb er in einem Gebäude einen kleinen Mühlbetrieb bis in die fünfziger Jahre. Die Graphik zeigt die Ansicht der Mühle von der StadtseiteimJahr 1938.

22 Eilenburg, Leipziger Straße 28-30. Wassermühle 'Vordermûhle' . Ehemals auf der Stadtseite des vorderen Mühlgrabens stehend ist auch diese Mühle eine sehr frühe Gründung gewesen. Sie besaß 61;.4 Mahlgänge und unter anderem auch die Malzschrotgerechtigkeit. Ihr Antrieb erfolgte Jahrhunderte mit drei Wasserrädern und erst seit dem 20. Jahrhundert mit nur einem. 1840 kam die Mühle aus Landes- in Privatbesitz. Die vom Müller Kuhne gegründete Papiermühle wurde nach einem Brand 1875 durch den damaligen Besitzer Donat Bruno Wagner neu aufgebaut (das Foto zeigt den Betrieb im Hintergrund).Wohl dank dieser Pappenfabrik die Weltwirt-

schaftskrise überstehend, kam der gesamte Betrieb 1929 in den Besitz der Familie Duerkop. Bis auf das Wohn- und Verwaltungsgebäude wurde die Mühle 1945 zerstört.

23 Falkenberg,OT Hachemühle, Nr. 1. Wassermühle 'Hachemûhle'. Ihren Namen führt die Mühle nach einer früheren Besitzerfamilie, von der [ohann Georg Hache als letzter für den Anfang des 18. [ahrhunderts überliefert ist. Mehrere Generationen im Besitz der Familie Wildgrube, in deren letzten [ahren die Mahl- und Schneidemühle aber schon nicht mehr arbeitete, erwarb

1 93 1 Curt Händler die Hachemühle. Ursprünglich war sie eine mit einem

o berschlächtigen Wasserrad angetriebene Mühle, die ihre Antriebsenergie von einem aus den Quellwiesen gespeisten kleinen Teich erhielt. 1945/46 hat man die alte Schneidemühle, auf

Grund des damaligen Bedarfes für Schnittholz, noch einmal in Betrieb gesetzt. Später elektrifiziert, wurde die Schneidemühle bis etwa 1962 (dem Eintritt Curt Handler's in die LPG) be-

trieben. Heute befindet sich in dem Mühlgehöft ein Hotel mit Gaststätte.

24 Freiroda, Radefelder Straße 14. Bockwindmühle. Eine der beiden hier im Ort bestehenden Windmühlen, gelegen am östlichen Ortseingang aus Richtung Radefeld auf der südlichen Straßenseite. Der aus Wiederitzsch stammende Müller Christfried Parthey kaufte im Iahre 1838 vom Gutsbesitzer [ohann Christian Thebus in Freiroda für 300Taler ein Stück Feld von 1 Y2 Morgen und erbaute darauf eine Bockwindmühle und das Gehöft. Letzter hier arbeitender Müller und Besitzer war Erich Wurche, der

1984 verstarb. Die alte Mühle brannte um 1 91 7 durch vermutete Brandstiftung ab. Aus dem Berliner Raum wurde eine dort demontierte Mühle am Standort der abgebrannten 1918 neu aufgebaut. Sie war im

Verhältnis der hier im Kreis vorhandenen Mühlen die Größte, mit einem Flügelraddurchmesser von etwa 20 m, wobei üblich 17 m waren. Bis zur Stillegung 1960 wurde noch mit Wind, bei Bedarf auch schon mit Elektroantrieb gemahlen. Die technische Ausstattung bestand aus Mehl- und Schrotgang und zwei Mischmaschinen. Der Mühlenkorpus ist heute (1996) noch ruinös erhalten. Das Foto zeigt die Mühle nach dem Wiederaufbau mit dem Müllermeister Wilhelm Parthey (mit Hut) und den Mühlenbauern im [ahre 1917.

25 Gallen, Zur Mühle 1. Paltrockwindmühle. Im [ahr 1 744 als Bockwindmühle errichtet, baute Müller Paul Eckardt diese 1924 zur Paltrockwindmühle um und setzte später noch seitliche Lagerräume an. Probleme der Platzgewinnung zur Unterbringung moderner Mühlentechnik und um die Ausrichtung der Mühle in den Wind mittels Windrose erleichtern zu wollen, waren in der Regel die Ursachen für einen derartigen Mühlenumbau.Ab 1934 war die Mühle einige [ahre mit Ventikanten- Flügel ausgerüstet, die sich jedoch nicht bewährten. Wenn auch nicht mehr voll ausgelastet, arbeitete die Mühle unter dem letzten Müller Helmut Eckardt und seiner

Frau bis 1982 mit Windkraft und bis 1986/87 mit Elektroenergie. Heute ist die Mühle ein Wochenendhaus und beherbergt nur noch eine geringe technische Ausstattung.

26 Glaucha, DorfstraBe 83. Bockwindmühle. 1748/49 lieB diese Mühle der Niederglauchaer Rittergutsbesitzer Accisrat J.T. Koch errichten. Einige [ahre verpachtet, erwarb sodann Christian Friedrich Wolkwitz die Mühle. 1927 erhielt diese unter Oswald Wolkwitz (ihn zeigt das Foto von 1924/25 im Kreis seiner Familie) einen elektrischen Antrieb. Im [ahr 1949 baute der Müller zusätzlich eine Motormühle mit dazugehörigen Nebenanlagen in das ehemalige Auszugshaus ein. Seit jener Zeit wurde in der Windmühle nur noch geschrotet. Mit diesem Wandel vollzog sich der Wechsel von der

Kunden- zur Handelsmüllerei. Die bis 1 961 betriebene Motormühle hat man 1974 wieder demontiert. Die 1963 durch Sturmschaden geschädigten Flügel wurden 1983 unter Müller Arthur Wolkwitz erneuert und sodann auch wieder genutzt.

27 Glesien. Hallesche Straße 31. Bockwindmühle. Gelegen an der Straße von Glesien nach Werlitzsch, auf der Gemarkung des Glesiener Ortsteiles Schweiditz. Erbaut wurden die Mühle und das Gehöft 1852 von Gottlob Stock, nachdem er vom Bauern Gottfried Wirth in Schweiditz für 350Taler

1 Y2 Morgen Feld dafür gekauft hatte. Später kam die Mühle über die Familie Goldacker im [ahre 1902 in den Besitz des Müllers Oskar Ohme, von dem sie

1 937 in den Besitz des Landwirts Kurt Gau und seiner Frau überging. Später wird der aus Gerbisdorf stammenden Müller Otto Kohlmann letzter Besitzer.

Bereits um 1 930 wurde auch ein Dieselmotor als Zusatzantrieb eingebaut. Bis dahin wurde ausschließlich mit Windkraft angetrieben. 1938 wurde aufElektroantrieb umgestellt, parallel

dazu aber bis 1 942 noch mit Wind gemahlen. Die Ruten wurden um 1960 demontiert. Gemahlen wurde bis 1962 noch Mehl für die LPG, dann bis zur Stillegung 1 968 nur noch geschrotet.

Durch Sturm wurde 1 978 diese Mühle umgeworfen. Die technische Ausstattung bestand aus Walzenstuhl, Schrot- und Mahlgang und Elevator. Das Aquarell zeigt den Zustand im Iahre 1945.

28 Glesien. Ernst-Thälmann-Straße 58. Einer der drei im heutigen Dorf Glesien gelegenen Mühlenstandorte, gelegen auf der Gemarkung des heutigen Glesiener Ortsteiles Ennewitz. Begründet wurde dieser Mühlenstandort im [ahre 1840 durch den Müllermeister [ohann Christian Böhme. Nachdem er in diesemJahrfür 150Taler 1 Morgen und 88 Quadratruthen Feld vom Ennewitzer Bauern [ohann Christian Thielemann erworben hatte, errichtete er hier die Mühle und sein Wohn- und Wirtschaftsgehöft. Letzte Besitzerin wurde 1 937 Gerda Müller, die dann nach 1945 mit ihrem Mann Erich Voß die Mühle weiter betrieb. Nachdem zuletzt nur

noch geschrotet wurde, hat man 1962 die Mühle endgültig durch die LPG stillgelegt. Die Mühle selbst ist 1996 in einem ruinösen Zustand erhalten.

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