Die Mühlen der 'Mühlenregion Nordsachsen' in alten Ansichten Band 2

Die Mühlen der 'Mühlenregion Nordsachsen' in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Manfred Wilde und Hans-Joachim Böttcher
Gemeente
:   Mühlen der 'Mühlenregion Nordsachsen', Die
Provincie
:   Sachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6360-6
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Die Mühlen der 'Mühlenregion Nordsachsen' in alten Ansichten Band 2'

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39 Krostitz, Dübener Straße 2. Bockwindmühle. Gelegen an der Straße von Krostitz nach Rackwitz, auf der Gemarkung des Ortsteiles Groß Krostitz, am sogenannten Grenzweg. Erbauungsjahr der Mühle und der dazugehörigen Gehöfftanlage war inschriftlich in der Mühle 1735, wobei sie auf einer vom Gut des Bauern Wackernagel abgetrennten Ackerfläche errichtet wurde. Bereits 1814 war sie im Besitz der Familie Selle und blieb es bis nach 1945. Bis etwa zur Mitte des 19. [ahrhunderts war dieses Gehöft dem Rittergut Lemsel(!) erbzins- und frondienstpflichtig. Mit ausschließlich Windantrieb wurde bis 1938 gemahlen, dann aber

aufElektroantrieb umgestellt. Die technische Einrichtung bestand aus Walzenstuhl, Schrotgang, Wurfsichter, Haferquetsche und Elevator. Die Bockwindmühle wurde 1965 stillgelegt, nachdem hier zuletzt auch nur noch geschrotet worden war. Mehl wurde bis 1 958 gemahlen, aber keine Handelsmüllerei. Letzter Müller und Besitzer war Helmut Radecker. Abriß der Bockwindmühle erfolgte im Winter 1988/89. Zum Mühlengehöft gehörte eine 14 Morgen Land umfassende Landwirtschaft. Die Aufnahme zeigt das Gehöft und die Mühle um 1950.

40 Krostitz. Karl-Liebknecht-Straße 59. Bockwindmühle. Die zum Ortsteil Klein-Krostitz und zum hiesigen Rittergut gehörende Windmühle wurde im [ahre 1702 vom Mitbesitzer des Rittergutes, Carl Christoph Wackernagel, erbaut. 1760 war hier [ohann Gottfried Thieme Windmüller. Letzter hier tätiger Müller und Besitzer war Louis Richard Eckhardt, dessen Vorfahren diese Mühle bereits seit 1824 in Besitz hatten. Bis 1928 erfolgte der Müllereibetrieb ausschließlich mit Windantrieb, dann erfolgte der Einbau eines Dieselmotors, der auf der Leipziger Messe gekauft worden war. Betrieben wurde die

Mühle bis zum [ahre 1940 und schließlich 1948 abgebrochen. Zur Mühle gehörten eine Bäckerei die Brot mit auslieferte und eine 34 ar Land umfassende Landwirtschaft.

41 Kupsal. Hausnummer 17. Turmwindmühle. Dieser Mühlenstandort mit dem dazugehörigen Gehöft wurde im [ahre 1850 begründet. Bereits im [ahre 1848 erwarb dafür der Mühlenbesitzer Gottlob Kunze vom Bauerngut Nr. 3 in Kupsal einen Feldplan für 40 Taler und bebaute diesen dann mit einer 'Holländischen Windmühle'. Der übernächste Besitzer wurde im [ahre 1883 Hermann Louis Polter, dessen Initialen noch heute in der Wetterfahne davon künden. Letzte Besitzerin und gleichzeitige Betreiberin wurde im Erbfall im [ahre 1948 das Fräulein Elfriede Polter. Nach 1985 wurde die Mühle als Wohn-

sitz umgebaut und teilweise verfremdet. Das besondere am Korpus ist die polygonale Gestaltung als 1 7 eckiger Baukörper. Ursprünglich gehörte zum Mühlengehöft eine 11 Morgen Land umfassende Landwirtschaft. Die Abbildung zeigt die Mühle im [ahre 1980.

42 Laue. Sausedlitzer Straße. Bockwindmühle. Der Windmüller Christian Beltzig erhielt am 5. März 1720 vom hiesigen Rittergut die Konzession zur Erbauung einer Windmühle, gelegen an der Grenze der Sausedlitzer und Paupitzscher Gemarkung, auf dem Flurstück Hinter-Bienitz. Das zum Bau notwendige Eichenholz darf er aus dem Rittergutswald holen. Er erhielt drei zinsfreie [ahre und durfte eine Kuh mit der Gemeindeherde treiben lassen. Im Iahre 1908 kaufte der aus Holzweißig stammende Müller und Landwirt August Stephan diese Bockwindmühle mit dem Gehöft, betrieb sie bis 1 91 2. Während eines Sturmes im [ahre

1912 wurde die Mühle um-

gerissen, aber in der Folgezeit nicht wieder aufgebaut. Zum Mühlengehöft gehörte eine 2 ha Eigenland umfassende kleine Landwirtschaft. Die Abbildung zeigt das Gehöft im Iahre 1908.

43 Lehelitz. Dübener Straße 23. Bockwindmühle. In einer Lehmwand im Dachgeschoß des Wohnhauses des Mühlengehöftes ist das Baujahr inschriftlich mit 1730 angegeben. Letzter Müller und Besitzer war bereits 1 915 und dann bis zur Stillegung der Müllermeister Hugo Hüpers. Ab 1931 wurde hier nur noch geschrotet und schließlich

1 935 die Mühle ganz stillgelegt. In den letzten [ahren wurde parallel zum Windantrieb auch bereits mit Elektroantrieb gemahlen. Der Abbruch erfolgte wegen baulicher Schäden im [ahre 1941 und wurde vom Mühlenbauer Schröder aus Lindenhayn vorgenommen. Zum Mühlengehöft gehörte eine 10 Morgen Land um-

fassende Landwirtschaft. Bereits um 1 91 0 bestand hier die Gastwirtschaft mit der irreführenden Bezeichnung 'Zur Holländermühle', die bis 1960 bestand. Im [ahre 192 7 wurde

hier auch eine Aral- Tankstelle vor dem Gasthof eingerichtet.

44 Lindenhain. Bockwindmühle. Die Anfànge dieses Mühlenstandortes lassen sich bis in das [ahr 1741 zurück verfolgen. Dort erhielt der Müllermeister [ohann Gottlob Nitzschke vom Rittergut Klein Wölkau einen Vererbungsbrief über die Mühle und das dazugehörige Gehöft als Zinsgut. Im Zeitraum von etwa 1795 bis 1809 befand sich diese Mühle im Besitz des Müllermeisters [ohann David Conrad, nach dessen Tod sie für 1800 Taler an dessen Witwe und deren neuen Ehemann [ohann Christoph Parthay überging. 1909 wurde der Müller Alfred Reuter Besitzer, der hier noch 1939 arbeitete. Letzter Müller war bis zu seinem Tod Viktor Berger, der sie bis um 1 968,

aber nur noch mit Elektroantrieb und zum Schroten, betrieb. Neben der Mühle bestand ab etwa 1902 hier im Ort auch ein Mühlen-

baubetrieb, der dieses Handwerk über mehrere Generationen bis um 1960 bewahrte und sein Tätigkeitsbereich weit über die

Kreisgrenzen hinaus ausdehnte. Die Abbildung zeigt die Mühle in der Zeit um 1910.

45 Mockrehna, Zehnweg 6. Bockwindmühle '[ahri'. Das nördlliche Ortsende bildete ehemals ein Mühlgrundstück, auf dem zwei schon für die Mitte des 18. Jahrhunderts nachgewiesene Bockwindmühlen standen. Soweit wie feststellbar, waren beide Mühlen immer in einer Besitzerhand. Für den Anfang des 19. [ahrhunderts war das Christoph Parthei, dem durch Einheirat Friedrich Ernst Helm folgte und sodann Traugott August Krug. Von dessen Sohn Alfred erwarb 1 91 2 der Müller Paul [ahn das Grundstück. Damals stand angeblich nur noch eine der Mühlen. Kurz nachdem diese 1923 elektrifiziert wurde, brannte sie ab; als Ursache wurde darum ein Kurzschluß angenommen.

Nach dem einzigen erhaltenen, aber extrem vergilbten Foto von um 1 915 fertigte der Künstler Volker Pohlenz eine Zeichnung an; neben der Mühle zeigt diese auch das 1923 umgebaute

Wohnhaus noch im alten Zustand.

46 Mörtitz, Waldweg 6. Bockwindmühle. Der Überlieferung nach soll diese Mühle um 1674 errichtet worden sein. 1917, also während des Ersten Weltkrieges, erwarb der Müller Ernst Vogelgesang die Mühle mit einer kleinen dazugehörigen Landwirtschaft. Er betrieb diese durch die wirtschaftlich schwere Nachkriegszeit und der Weltwirtschaftskrise bis 1935/36. Ein Verkauf des Grundstückes scheiterte damals, da der Käufer die vereinbarten Raten nicht zahlen konnte und das Mühlgrundstück letztlich an Familie Vogelgesang zurückfiel. Um an dem Mühlstandplatz ein neues Haus

errichten zu können, wurde die alte verfallene Mühle 1953 abgerissen. Heute erinnern nur noch die großen im Grundstück liegenden Findlinge, also die ehemaligen Bocklagersteine, wie

auch ein Mühlstein, an die Vergangenheit des Grundstückes.

47 Mörtitz, Straße am Denkmal. Bockwindmühle 'Mensdorf". Über die Geschichte dieses östlich weit vor Mensdorf (1 936 mit Mörtitz zu einem Großdorf vereinigt) befindliche Mühlengrundstück hat sich kaum etwas überliefert. In den ersten Jahrzehnten des Jahrhunderts befand sich das Grundstück im Besitz des Bäckers und Müllers Otto Schuster. Da er Bäckermeister war, kann angenommen werden, daß er die Mühle nur als Nebenerwerb zu seinem eigentlichen Gewerbe betrieb. In den [ahren des Zweiten Weltkrieges wurde die Mühle an den Mörtitzer Bauer Krause verkauft. Da

dieser im Krieg fiel, ist die Mühle nicht mehr in Betrieb gesetzt worden. Sich selbst überlassen, verfiel die Windmühle immer mehr; wohl Mitte der fünfziger [ahre soll sie dann abgetragen worden sein. Das Foto der Mühle muß also lange davor entstanden sein.

48 N eiden. Dorfstraße

11 a. Bockwindmühle. Dieser Mühlenstand wurde mit dem Gehöft wohl im [ahre 1835 begründet. Ältere Karten weisen an diesem Standort keine Mühle aus. Die 1996 als Torso noch erhaltene Mühle wurde inschriftlich 1835 erbaut, das Gehöft und Haus 1836 aus dem Rüstmaterial der Mühle. Letzter Besitzer und Betreiber war Erich Geithner. Mit Windantrieb wurde bis 1927 gemahlen, ab 1923 parallel dazu auch bereits mit Elektromotor. Die Ruten wurden 1927 demontiert. Die technische Ausstattung bestand ursprünglich nur aus einem Mahl- und einem Schrotgang, eine Graupenschälmaschine kam um

1890 und ein Walzenstuhl 1923 dazu. 1943 erfolgte eine starke Modernisierung der Mühle, wobei alle Böden entfernt und teilweise neu eingezogen wurden, eine Haferquetsche, ein

weiterer Schrotgang und ein Sichter dazu kamen. Bis 1960 lief sie als Privatbetrieb, dann erfolgte die Bewirtschaftung durch die LPG. Mehl wurde bis 1 964 gemahlen, dann bis zur Still-

legung 1 976 nur noch Mischfutter. Zum Gehöft gehörte noch um 1940 eine 2,5 ha Land umfassende Landwirtschaft. Die Abbildung zeigt die Mühle im [ahre 1927.

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