Die Mühlen der 'Mühlenregion Nordsachsen' in alten Ansichten Band 2

Die Mühlen der 'Mühlenregion Nordsachsen' in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Manfred Wilde und Hans-Joachim Böttcher
Gemeente
:   Mühlen der 'Mühlenregion Nordsachsen', Die
Provincie
:   Sachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6360-6
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Die Mühlen der 'Mühlenregion Nordsachsen' in alten Ansichten Band 2'

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49 Paupitzsch. Bockwindmühle. Gelegen an der Straße von Paupitzsch nach Seelhausen. Erbaut wurden diese erste und einzige Bockwindmühle und das Gehöft hier im Dorf im [ahre 1883 von dem aus Eilenburg stammenden Müllermeister Otto Weiser, der hier gleichzeitig eine Bäckerei betrieb. Er und desssen Sohn, der Bäckermeister Oswald Weiser, verkauften aber bereits 1918 die Mühle an den Paupitzscher Bauern Rübrich, der sie unmittelbar darauf demontierte und sie nach außerhalb verkaufte. Bis zuletzt wurde sie ausschließlich mit Windantrieb betrieben. Der Bäckereibetrieb wurde gleichzeitig mit stillgelegt und ist vom Was-

sermüller Hahn auf sein Grundstück verlegt worden. Das gesamte DorfPaupitzsch mußte 1 975/76 dem Braunkohlentagebau der Grube Goitzsehe weichen und wurde abgebrochen. Die Abbildung aus demJahre 1909 zeigt vor derTür stehend den Windmüllermeister Otto Weiser. Davor mit Pferdegespann seinen 1882 geborenen Sohn Oswald Weiser und Ehefrau.

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50 Pehritzsch, Mühlweg 3. Bockwindmühle. Hoch über dem Ort und schon von weither sichtbar, steht das Außenbereichgrundstück der ehemaligen örtlichen Mühle. Es ist nur wenige Jahrzehnte her, daß man Anfang 1960 die dort stehende Bockwindmühle abbrach. Das Foto zeigt diese Mühle im [ahre 1953, als auch noch nicht das heute die Grundstückansicht prägende hohe Motormühlgebäude stand. In diesem ist im übrigen auch heute noch eine vollständige Mahlmühlentechnik erhalten. Am Anfang des 10. Jahrhunderts war die Mühle im Besitz von Heinrich Weinert, dem Max Kehling folgte. Letzter Mühlenbetreiber war der Müller OUo

Wolf. Noch bis 1 956 betrieb er die Mahlwerke, während danach bis 1971 nur noch geschrotet wurde. Seither ruht der Mühlenbetrieb.

51 Peterwitz. Bockwindmühle. Nachdem im [ahre 1868 der Müller Wilhelm Richter vom Kaufmann Samuel Herzberg ein 10 Morgen großes Ackerstück für

1 700 Taler auf Peterwitzer Flur erworben hatte, erhielt er im folgenden [ahr ein Attest zum Aufbau einer Bockwindmühle auf diesem Grundstück, gelegen zwischen Lissa und Peterwitz. Die Bockwindmühle erwarb er aus Storkwitz, wo er sie demontieren ließ und hier zusammen mit einem Mühlengehöft neu errichtete. Der letzte hier tätige Windmüller war der Enkel des Erbauers, Erhard Richter, der diese Mühle noch bis um 1 953 mit Windkraft betrieb. Im [ahre 1946 brach in einem Sturm ein

Flügelblatt ab, trotzdem wurde noch einige [ahre mit drei Flügeln weiter gemahlen. Geschrotet wurde noch bis 1985. Das Gehöft ist noch bewohnt, die Mühle besteht nur noch aus ei-

nem ruinösen Torso, den die Abbildung zeigt.

52 Pressel, Neumühle 1. Wassermühle 'Neumûhle' . 1801 verkaufte die Gemeinde an den Müller Carl Friedrich Hartmann ein Grundstück zur Errichtung einer Mahl- und Schneidemühle. Damit ist diese Wassermühle eine der jüngsten der Region. Obwohl mit einem großen Mühlteich versehen, war ihre Einrichtung jeweils eingängig ausgelegt, die durch ein Wasserrad angetrieben wurde. Schon 1864 modernisierte man die Mühle durch Errichtung eines Dampfkessels zum Betrieb der Schneidemühle. Kurz danach kam die Mühle in den Besitz von Franz Kühne. Unter dessen Sohn Theodor brannte die Mühle

1 91 9 ab (die Ansichtskarte zeigt den Zustand zuvor). Nach ihrem Neuaufbau wurde sie nur noch als Sägemühle betrieben; 1960 stellte man in ihr den Betrieb ein.

53 Proschwitz. Dommitzscher Straße 4. Wassermühle. Dieses früher im kursächsischen Amt Wittenberg gelegene Dorfhatte bereits seit einigen hundert [ahren eine Wassermühle. Im [ahre 1821 war sie sogar mit vier Gängen ausgestattet und war damals eine der leistungsfähigsten Mühlen ihrer Art. Von ihrer Leistungsfähigkeit her verkleinert, war sie in den ersten Jahrzehnten unseres [ahrhunderts im Besitz des Müllermeisters Richter, der sie aber in Folge der Weltwirtschaftskrise verkaufen mußte. Der neue Besitzer verpachtete sie ab etwa 1935 an die Müllerfamilie Ecknig, die sie auch bis zur Stille-

gung 1 959 in Betrieb hielt. Gemahlen wurde Roggenund Weizenmehl ausschließlich für Kundenmüllerei, aber auch geschrotet. Bis zuletzt wurde mit Wasserradantrieb, in den letzten

[ahren bei Bedarf auch mit einem kleinen Dieselmotor, gemahlen. Um 1965 wurde die Mühle abgebrochen und an dessen Stelle ein Wohnhaus errichtet. Die Abbildung zeigt das vereiste

Wasserrad um 1940 mit dem letzten Müllermeister Kurt Ecknig.

54 Radefeld. Gartenstraße 51. Bockwindmühle. Begründet wurde dieser Standort im [ahre 1839, nachdem der Müllermeister Kristian Friedrich Schmidt vom Radefelder Ortsschulzen Adam Bergmann ein

1 Y2 Morgen großen Feldstück erworben hatte und darauf eine Gehöft und die Mühle errichtete. Im [ahre

1 939 ging sie in den Besitz der aus Oberthau kommenden Müllerfamilie Ehrenberg über, in deren Besitz sie bis zum Abbruch auch blieb. Letzter Besitzer und Betreiber war der Müllerund Bäckermeister Franz Ehrenberg. Die technische Einrichtung bestand aus einem Walzenstuhl, Schrot-

gang und Haferquetsche. Gemahlen wurde fast ausschließlich für Bauern aus Radefeld und Gerbisdorf. Bis 1957 war die Mühle in Betrieb, der Abbruch erfolgte 1958.

55 Rödgen. Bock- und Paltrockwindmühle. Hier bestand seit etwa 1 740 ein Bockwindmühlenstandort. Erster bekannter Besitzer war der 1 759 verstorbene Müllermeister Christian Lehmann. Die alte Mühle wurde um 1925 durch Sturm umgebrochen und im folgenden [ahr durch eine neue Bockwindmühle ersetzt. Das Schicksal dieser Mühle schien besiegelt, nachdem am 4. Dezember 1943 ein abgeschossener amerikanischer Bomber in unmittelbarer Nähe zerschellte und die Mühle stark beschädigt wurde. Nach der Reparatur aber, wurde der Müllereibetrieb noch bis 1957 fortgesetzt. Letzter

Müller und Besitzer war bis 1 957 Willy Ohme. Die technische Ausstattung der Mühle umfaßte Mahl- und Schrotgang, Haferquetsche und Graupenschälmaschineo In der Folgezeit wurde sie trotz geplanter Rekonstruktionsabsichten schließlich 1990 abgebrochen.

56 Roitzsch. Mühlenweg 1 . Bockwindmühle. Gelegen nördlich der Dorflage. Dieser Mühlenstandort ist als solcher bereits auf einer Karte aus dem [ahre 1753 gekennzeichnet. Im [ahre 1889 kaufte der aus Weidenhain stammende und sein Handwerk in Belgern gelernte Müllermeister Franz Bräunig vom Müller Wilke diese Mühle und das noch im Rohbau stehende Gehöft. Letzter hier arbeitender Besitzer war dessen Schwiegersohn, der 1964 verstorbene Alfred Kunath, der selbst kein gelernter Müller war. Gemahlen wurde bis zur Stillegung 1940 ausschließlich mit Windantrieb, wobei der Sterz mit

Hilfe einer Kuh gedreht wurde. Aufgrund des auch auf der Abbildung erkennbaren schlechten baulichen Zustandes wurde die Mühle schließlich im [ahre 1940 abgebrochen. Zum Mühlengehöft gehörte im Nebenerwerb eine 12 Morgen Land umfassende Landwirtschaft.

57 Roitzsch. Straße des Friedens 18. Bockwindund Motormühle. Gelegen südlich der Dorflage. Da dieser Mühlenstandort auf einer Karte aus dem [ahre 1851 noch nicht verzeichnet war, ist eine Erbauung wohl erst um 1865-1870 anzusetzen. Bereits im ausgehenden 19. Jahrhundert war mit der Mühle eine Bäckerei verbunden. Ausschließlich mit Wind wurde bis um 1925 gemahlen, dann wurden die Ruten demontiert, der Mühlenkorpus untermauert und der Antrieb auf Elektromotor umgestellt. Der letzte hier arbeitende Windmüller war der 1 970 verstorbene Bäkkermeister und Müller Wal-

ter Schmager, der 1 913 gemeinsam mit seinen Eltern diese Mühle und das Gehöft von einem Müller Forkert erworben hatte. Am 2. März 1 938 brannte die Mühle abends durch Fahrlässigkeit eines Gesellen bis auf die Grundmauern nieder. Bereits im Folgejahr war dann, etwa 25m nördlich, eine neue moderne dreigeschossige 2t Motormühle aufgebaut. Gemahlen wurden hier Gries, Weizen und Roggen bis 1965, dann wurde aber nur noch bis 1972 geschrotet. In jüngerer Zeit wurden in das Mühlengebäude Wohnungen eingebaut.

58 Roitzschjora,Am Flugplatz 2. Bockwindmühle. Der Überlieferung nach soll diese Mühle um 1820 erbaut worden sein. 1835/36 wurde sie von außerhalb Roitzsch durch den Müllermeister [ohann Christian Friedrich Stannebein an ihren heutigen Standplatz umversetzt. Um 1890 kam die Mühle in den Besitz von Ernst Schulz, der sie 1 92 0 an seinen Sohn Paul übergab. Dieser betrieb die Windmühle bis 1954. Seit den dreißiger [ahren erfolgte das bei Windflaute mit Dieselmotorantrieb. Da es mit diesem Betriebsprobleme bei Kälte und Hitze gab, wurde an seiner Stelle 1942 ein Elektroantrieb installiert. Ab 1954 erfolgen das

Schroten und Quetschen in einem Motormühlengebäude. Die reguläre Arbeit stellte man in diesem 1960 ein: in Nachbarschaftshilfe wurden die Maschinen jedoch noch gelegentlich bis 1976 betrieben.

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