Die Trambahnen Münchens in alten Ansichten

Die Trambahnen Münchens in alten Ansichten

Auteur
:   Martin Korsch
Gemeente
:   Münchens, Die Trambahnen
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1886-6
Pagina's
:   152
Prijs
:   EUR 19.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Die Trambahnen Münchens in alten Ansichten'

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EINLEITUNG

An dieser Stelle soll nicht auf die Geschichte der Münchner Straßenbahn eingegangen werden. Sie ist zum einen zu umfangreich, um auf dem geringen, zur Verfügung stehenden Platz abgehandelt werden zu können, zum anderen wurde auf sie bereits in zahlreichen Büchern eingegangen; ein Literaturverzeichnis in diesem Buch gibt Hinweise auf derartige Werke. Mein Anliegen ist es vielmehr, diese zumeist sachlichen, nüchternen Texte mit historischem Bildmaterial zu illustrieren. Des weiteren möchte ich Münchnern und denen, die zwar nicht in dieser Stadt wohnen, sie aber dennoch kennen und schätzen gelernt haben, einen kleinen Ausflug in die Vergangenheit Münchens ermöglichen. Nicht nur auf das eigentliche Motiv, die Straßenbahn, wird im Text eingegangen, sondern auch auf historische Gebäude, Straßen und Plätze. Denjenigen aber, die speziell an der Münchner Trambahn Interesse haben, bietet dieses Buch eine Fülle bisher unveröffentlichter alter Ansichtskarten und Fotos mit detailierten Beschreibungen. Ihre Reihenfolge beschreibt eine Fahrt mit der Trambahn durch München, wobei auch auf von Knotenpunkten des Gleisnetzes ausgehende andere Strecken eingegangen wird. Trotz des großen Umfangs meiner Sammlung war es mir nicht in allen Fällen möglich, auf bisher unveröffentlichte Fotos zurückzugreifen zu können. Ich war zumindest bemüht, die bereits bekarmten Ansichtskarten auf ein Minimum zu reduzieren.

Im folgenden nun die Reihenfolge der Straßen, Plätze

und Brücken, die man auf der Fahrt durch München sieht; in Klammern sind die Strecken und Streckenendpunkte angegeben, die unabhängig von der Fahrt noch zusätzlich beschrieben werden: Hauptbahnhof (Arnulfstraße, Pasing), Stachus, Kaufinger Straße, Marienplatz, Sendlinger Straße, Sendlinger Tor, Goetheplatz (Goethestraße, Theresienwiese, Sendlinger Berg, Plinganser Straße, Holzapfelkreuth), Wittelsbacher Brücke, Kolumbusplatz, Nockherberg, Reichenbachbrücke, Sendlinger Tor, Stachus, Lenbachplatz (Stiglmaierplatz, Neuhausen, Karclinenplatz, Barer Straße), Promenadeplatz, Maximilianstraße, Maxmonument, Maximiliansbrücke, MaxWeber-Platz (Ismaninger Straße, Bogenhauser Brücke, Ostbahnhof), Wiener Platz, Rosenheimer Berg, Ludwigsbrücke, Isartor, Tal, Marienplatz (Viktualienmarkt), Weinstraße, Theatinerstraße, Odeonsplatz (Schillermonument), Ludwigstraße, Siegestor und Schwabing.

Bei der Auswahl der Ansichten war ich darauf bedacht, sämtliche Strecken möglichst vollständig in ihrer Gesamtlänge darzustellen; zwischen manchen Fotos aber klaffen noch erhebliche räumliche Lücken, die ich bis zum Abschluß meiner Arbeiten nicht schließen konnte. Speziell in Schwabing, Neuhausen und Giesing ist dies der Fall. Ansichtskarten aus diesen Stadtteilen sind sehr selten. Ganz fehlen Ansichten der Dampftram Stiglmaierplatz/Grünwaldpark; von ihr gibt es nur wenige Fotos, die auch größtenteils schon veröffentlicht sind. Es gäbe also

nur wenig zu ergänzen. Dafür widmete ich dem Akkulokschleppbetrieb zwischen Schillermonument (Maximiliansplatz) und Galeriestraße (1900 bis 1906) etwas mehr Raum. Diese Betriebsart war in den bisher erschienenen Büchern etwas unterrepräsentiert. überwiegend sind auf den Ansichtskarten Triebwagen der Typen A 1.1 und A 2.2 abgebildet. Dieser Triebwagentyp von 1898 bis 1902 in der außerordentlich hohen Stückzahl von 250 beschafft, bestimmte lange Zeit die Szene bei der Münchner Trambahn; erst 1958 bis 1960 wurden die letzten Wagen dieses Typs und deren Umbaunachfolger A 3.1 und A 4.2 aus dem Verkehr gezogen. Nur einer, Tw. 256, Typ A 2.2, wird als historischer Wagen aufbewahrt und ist trotz seines Alters von 80 Jahren noch betriebsfähig. Die Triebwagen der ersten Beschaffungsserie (Typ Z) und auch die später angeschafften Fahrzeuge (Typ B, C, E) sind nur vereinzelt auf Ansichtskarten zu sehen im Gegensatz zu den A-Triebwagen. Ähnlich ist die Situation bei den Beiwagen: die'ehemaligen Pferdebahnwagen vom Typ a und 0 dominieren bis Anfang der zwanziger Jahre. Wo es möglich war, habe ich auf Ansichtskarten mit anderen Wagentypen zurückgegriffen, also mit Fahrzeugen vom Typ Ö, c, e und f. Abschließend möchte ich all denen meinen Dank aussprechen, die mir bei der Entstehung meines Buches tatkräftig geholfen haben. Hierzu zählt Frau Glaser vom Siemens-Museum in München, von der ich eine Reihe interessanter Fotos zur Verfügung gestellt bekam; ferner gilt mein Dank den Damen Kathrin

Luttner, Karin Aigner, Susanne Huschik und Ingrid Reithofer aus München, die mich mit Korrekturlesen und konstruktiver Kritik unterstützten. Auch Herr Günther Klebes aus Erlangen soll nicht unerwähnt bleiben, der mich letzlich zu diesern Buch anregte und mir zahlreiche Tips zum Entstehen meines Erstlingswerkes gab.

LITERATURVERZEICHNIS

Sappel, Albrecht und Jeanmaire-dit-Quartier, Claude:

Städtische Straßenbahn München, Verlag Eisenbahn, Gut Vorhard, Villigen, Schweiz, 1979.

Höltge, Dieter: Deutsche Straßen- und Stadtbahnen, Band 1, Bayern, Verlag Wolfgang Zeunert, Gifhorn, 1977.

Schattenhofer, Michael: 100 Jahre Münchner Straßenbahn 1876-1976, Neue Schriftenreihe des Stadtarchivs München, Band 60, 2. Auflage, a.V., München,1976.

Wasil, Heinrich: Münchner Tram, Alba Buchverlag, Düsseldorf, 1976.

Klebes, Günther: Die Straßenbahnen Bayerns in alten Ansichten (Bildband), Verlag Europäische Bibliothek, Zaltbommel, Niederlande, 1980.

Bufe, Siegfried: Trambahn in München (Bildband), Fachbuchverlag Gerda Bufe, München, 1977.

Centralbahnhoi.

1. Die erste Ansicht zeigt den 1847 von Friedrich Bürklein erbauten und von Jakob Graff 1876 bis 1884 erweiterten Hauptbahnhof von der Bayerstraße aus. Sie dürfte um 1895/96, kurz nach der Elektrifizierung der Weißen Linie (XII) nach Giesing, entstanden sein; der Pferdeturmwagen links deutet auf noch andauernde Arbeiten hin. Der Pferdebahnwagen vorne rechts ist auf der Gelben Linie (IX) unterwegs, er kommt von der Ismaninger Straße in Bogenhausen und hat hier seine Endstation. Der Wagen davor dürfte zur Weißen Linie (1) zum Gründwaldpark gehören. Auf dem Gleis zum Stachus die Rote Ringlinie (Il).

2. Einem aufmerksamen Beobachter wird nicht entgehen, daß diese Ansicht zumindest am selben Tag wie die vorhergehende entstand. Deutlich wird dies unter anderem an dem Turmwagen - die Deichseln stehen im gleichen Winkel ab und auch die Leiter links sehen wir an der selben Stelle. Auf dem elektrifizierten Gleis links ein Triebwagen Typ Z 1.22 (Baujahr 1895) mit einem umgebauten Pferdebahnwagen als Beiwagen (Typ b 1.43). Eingesetzt ist der Zug auf der Weißen Linie (XII).

3. Um 1896/97 wurde Triebwagen 14 (Typ Z-.3l) mit Beschilderung für die Weiße Linie (XII) vom Hauptbahnhof zum Ostfriedhof auf einer Schiebebühne im Betriebshof Schäftlarnstraße aufgenommen. Die Wagen vom Typ Z waren die ersten elektrischen Straßenbahntriebwagen Münchens. Leider scheint es heutzutage nicht mehr möglich zu sein, Technik mit einem Hauch Ästhetik zu verbinden allein die Gitter an den Plattformen dieses Wagens bilden einen Blickfang, an dem sich das Auge ein wenig erfreuen kann. (Foto: Siemens-Museum, München.)

4. Der südliche Vorplatz des Hauptbahnhofs bot zum Zeitpunkt der Aufnahme (etwa 1907) noch nicht den Anblick eines von zahllosen Autos verstellten Platzes - hier war noch Platz genug für alle. Die Entwicklung aber überholte die Planung der Städtebauer von damals. Heute ist im Gesamtbereich des Hauptbahnhofs Platz ein sehr kostbares Gut. Zwischen dem südlichen Seitenflügel des Bahnhofs und dem Postamt Bayerstraße sieht man noch einen Teil der alten Bahnsteighalle. Vorne ein Wagen der Linie 9 zum Westend, weiter hinten ist neben dem stadteinwärts fahrenden Triebwagen die Abzweigung in die Goethestraße der damaligen Weißen Linie (XII) nach Giesing zu erkennen.

5. Der größte Teil der Ansichten des Münchner Hauptbahnhofs wurde von der Baycrstraße aus aufgenommen. Hier nun eine seltenere Ansicht von der Prielmayerstraße aus nach Südwesten. Sie entstand Mitte der zwanziger Jahre. Vorne ein Zug der Linie 17 nach Schwabing zum Nikolaiplatz (Tw Typ D, Umbau aus Typ C von 1926-1931, Bw Typ c). Die Liniennummer des nachfolgenden Zuges ist nicht erkennbar. Der Triebwagen gehört aufgrund des Schleppdaches und der Anzahl der Seitenfenster zum Typ E.

Herrnann Tietz, 1\ünchen

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6. Abgesehen von Veränderungen des Bahnhofplatzes, der Schützenstraße, die heute Fuïsgängerzone ist, und dem sowohl andersartigen als auch verstärkten Individualverkehr würde eine heute aufgenornmene Ansicht des Kaufhauses Hertie noch genauso aussehen wie auf dieser Aufnahme von 1905/06. Auch den Zweiten Weltkrieg überstand das Gebäude praktisch unversehrt, es beherbergt nach wie vor dasselbe Kaufhaus, für das es 1905 gebaut wurde. Der A-Triebwagen rechts ist unterwegs zur Dachauer Straße/ Arnulfstraße.

7. Einen interessanten Ausschnitt aus dem Betrieb zeigt uns diese Ansichtskarte, die um 1905 entstand. Links rangiert Triebwagen 258 (Typ A 2.2, ausgemustert 1960); das 'Stangerl', wie der Stromabnehmer spöttisch genannt wurde, zeigt noch in die verkehrte Richtung. Der Wagen wird soeben an den Beiwagen (Typ 0) angekuppelt. Rechts Triebwagen 130 (Typ A 1.1, ab 1949 Tw 152, ab 1953 Werkstattwagen 65, Typ W 8.1,a 1956). Zu welcher Linie er gehört bleibt offen - erst ab 1906 wurden 'arabische Liniennummern' eingeführt, bis dahin bezeichnete man die Linien mit Farben und führte Nummern nur in den Dienstbüchern.

8. Etwas Kitsch, wie er sowohl damals als auch heute üblich war und ist, soll hier auch nicht fehlen. Die zwei Münchner Kindl auf dem fliegenden Koffer sind jedenfalls eindeutig diesem Genre zuzuordnen. Trotz der vielen Autos, die man hier bereits sieht, entstand diese Ansicht schon etwa zwischen 1908 und 1912. Der Triebwagen Typ B ist auf der Ringlinie 2 in Richtung Stachus/Sendlinger Tor unterwegs.

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