Dießen am Ammersee in alten Ansichten Band 1

Dießen am Ammersee in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Dr. Thomas Raff
Gemeente
:   Dießen am Ammersee
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1999-3
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Dießen am Ammersee in alten Ansichten Band 1'

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Diessen am Ammersee

9. Seit der glänzenden Zeit des Rokoko war für den von Westen nach Dießen Ankommenden die Kloster- und spätere Pfarrkirche das erste sichtbare Gebäude. Diese um 1910 entstandene Aufnahme gibt den Eindruck noch ziemlich unverändert wieder. Der barocke Turm der von Johann Michael Fischer erbauten und 1739 eingeweihten Kirche war 1827 durch Blitzschlag abgebrannt und zwanzig Jahre später durch jenen unpassenden Spitzturm ersetzt worden, den die Aufnahme zeigt. Die Spitzhaube mußte 1968 wegen Einsturzgefahr abgetragen werden, und nach langem Hin und Her wurde in den Jahren 19851 86 ein neuer, nach alten Darstellungen in barocken Formen rekonstruierter Turm errichtet.

10. Bliek vom Marktplatz in die Prinz-Ludwig-Straße. Das Rathaus links vorne wurde 1704 vom damaligen Klosterbaumeister Michael Natter als Privatgebäude für einen hiesigen Bierbrauer errichtet. Nachdem das alte Rathaus, das an der Stelle des heutigen Marktplatzes gestanden hatte, baufällig geworden war, erwarb der Magistrat des Marktes 1786 das Gebäude, um es als Rathaus zu verwenden. In den Jahren 1862-1879 diente es als Sitz eines Landgerichtes, das aber bald aufgehoben wurde. Seither dient das stattliche Gebäude wieder als Rathaus. Die neugotische Madonna an der Ecke wurde 1864 aufgestellt.

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11. Hier auf dem Marktplatz kreuzen sich die beiden Straßen, an denen sich im hohen Mittelalter der Ort Dießen entwiekelt hat. Das Rathaus ist, wie der Vergleich mit dem vorigen Bild zeigt, in unserem J ahrhundert mehrmals neu bemalt worden. In dem links erkermbaren Gasthof 'Allgäuer Hof' war schon seit über 300 Jahren für das leibliche Wohl der Bürger und Reisenden gesorgt worden, bevor das historisch bedeutende Gebäude mitsamt seinen eindrucksvollen Kellergewölben vor wenigen Jahren abgebrochen wurde. Im 16. Jahrhundert stand an derselben Stelle eine Papiermühle, deren Papier als Wasserzeichen das Gemeindewappen, den sogenannten Fischermartl, trug.

12. Bliek in die Prinz-Ludwig-Straße , die in früheren Jahrhunderten Markt- oder Wirtsgasse hieB, wegen der vielen Gasthäuser, die an ihr lagen (und zum Teil noch liegen). Im 19. Jahrhundert setzte sich der Name Gänsgasse durch, weil vor dem heutigen Gasthof 'Alte Post' damals ein Gänse- und Ententeich lag. Die Reihe der schiefen Kleinbürgerhäuser , von denen heute keines mehr erhalten ist, war ein beliebtes Motiv für die seit etwa 1870 häufig anzutreffenden Freilichtmaler und dann auch für die Fotografen. Am rechten Bildrand erkennt man gerade noch das 'Seerichterhaus' , das bedeutendste profane Baudenkmal des Marktes DieBen.

13. Das Zentrum der Marktgemeinde an der Kreuzung der beiden Straßen, die den alten Ort bildeten. Bliek nach Süden in die Johannisstraße; vorne links erkennt man noch die Ecke des alten Gasthofs Gattinger; dahinter das damals gerade eröffnete moderne Kaufhaus des Herrn Anton Heilrath. Der stolze Jugendstilbau mit dem geschwungenem Steilgiebel steht dominierend an der Stelle der ehemaligen Marktmühle, einer der zahlreichen Mühlen, die es ehedem in Dießen gab. Die Postkarte wurde wohl1910, sozusagen als Reklame für das neue Kaufhaus, herausgegeben.

Diessen am Àmmersee.

trassenparrie,

14. Diese Aufnahme, die um 1900 entstanden sein dürfte, zeigt den Bliek in die Herrenstraße, die ihren Namen von den 'Klosterherren' hat, welche jahrhundertelang durch sie den Markt betreten und verlassen haben. Ganz rechts am Bildrand erkennt man noch das alte Haus, an dessen Stelle bald darauf das noch heute stehende der Zinngießerei Schweizer (Abbildung 18) errichtet wurde, Das linke Haus ist das des Friseurs Kotzbauer und trägt an seiner Ostseite ein Fresko des Dießener Malers Kar! Vorhölzer (1810-1887), darstellend die Aufnahme der ftinfjährigen heiligen Meentildis in das Kloster Dießen im Jahre 1136. Der Vergleich mit dem nächsten Bild zeigt, daß sich fast jedes Haus in den ersten dreißig Jahren unseres Jahrhunderts verändert hat.

15. Foto von 1931. Die Herrenstraße ist inzwischen gepflastert worden, das Haus Kotzbauer aufgestockt und seine Firstrichtung um 90 Grad gedreht worden. (Das Fresko blieb dabei erhalten; es wurde erst 1976 durch Arno Fischer mit einem neuen Bild desselben Themas übermalt.) Der Postbote, der gerade die Straße überquert, hat wohl weder links noch rechts geschaut, weil damals die Wahrscheinlichkeit noch sehr gering war, daß gerade ein Auto vorbei brausen würde.

16. Auf diesem Bild ist rechts das Gebäude der 'Volksbank Dießen' zu sehen. Sie war 1906unterdem Namen 'Gewerbe- und Genossenschaftskassa der Innung DieBen und Umgebung eGmbH' gegründet und 1924 in 'Gewerbe- und Landwirtschaftsbank' umbenannt worden. 1930 erwarb die Bank das Haus 'beim Moaritz und KistJer Kar!' in der Herrenstraße, seit 1940 heißt sie 'Volksbank DieBen'. 1968 wurde das alte Haus abgebrochen und durch den heutigen Neubau ersetzt. Links wirbt ein Schild für die damals sehr beliebte 'Conditorei von Ludwig Spitzenberger' (heute 'Marienapotheke'). Der links im Bild erkennbare Nußbaum erfror in dem sehr kalten Winter 1929/30.

17. So bot sich um 1917 der Bliek die Herrenstraße bergaufwärts dar. Am rechten Straßenrand erkennt man die Bäckerei Höbel, das Haus Höckenreiner (wo schon seit weit über 200 Jahren nachweislich das Glaserhandwerk ausgeübt wird), das traufseitig zur Straße stehende Haus 'beim Unterschorn' (das damals noch nicht seinen kleinen Erker hatte), die Zinngießerei Schweizer, und so weiter. Die Straße führt auf das winzige 'Brein-Häuschen' zu, von dem noch bei Bild 22 die Rede sein wird.

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18. Haus der 'Zinnspielwaarenfabrikation B. Schweizer, Inh. Adam Schweizer' (so steht es auf dem Schild neben der Eingangstüre) in der Herrenstraße. Das Gebäude steht heute noch weitgehend so, wie es diese Aufnahme von 1909 zeigt, hat aber im Jahre 1956 einen reichen, sich den Proportionen gut einfügenden Freskoschrnuck erhalten. Die Familie posiert voller Stolz im Garten und in den Fenstern ihres Anwesens. Die Zinngießerei Schweizer wurde schon 1796 in Dießen gegründet und versendet ihre Waren (vor allem Kleinzinn, Devotionalien, Spielzeug) seit bald 200 Jahren in die weite Welt.

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