Dießen am Ammersee in alten Ansichten Band 1

Dießen am Ammersee in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Dr. Thomas Raff
Gemeente
:   Dießen am Ammersee
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1999-3
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Dießen am Ammersee in alten Ansichten Band 1'

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19. Ein Bliek in die Zinngießerwerkstatt Babette Schweizer. In der Mitte arbeitet Willi Schweizer wie berichtet wird, damals meist im weißen Hemd und mit Krawatte! - ganz links 'Tante Anna', dann Maria Stallhofer und rechts die spätere Frau Gebertshamrner/Schondorf. Man ist gerade damit beschäftigt, zinnerne Kruzifixe zu löten.

20. In der Herrenstraße anno 1894 bei der Kupferschmiede Doll (heute Elektro Seitz); damals wurde teilweise noch vor dem Haus gearbeitet. An dieser Stelle des Marktes waren, wenn man den alten Hausnamen glaubt, einstmals mehrere Schmieden konzentriert (im Haus der späteren Bäckerei Höbel, beim Friseur Kotzbauer, dessen Haus um 1700 'beim Altschlosser' genannt wurde, und bei der Bäckerei Glasbrenner, wo ein Nagelschmied war). Im Hintergrund erkennt man das alte, kleine Bauernhaus, das bald darauf dem neuen Gebäude der Zinngießerei weichen mußte.

21. Diese wohl um 1910 entstandene Aufnahme zeigt dasselbe Haus wie die vorige Abbildung. Aus der Kupferschmiede ist, den Verhältnissen der Zeit entsprechend, ein 'Installationsgeschäft' geworden. Der Giebel hat ein 'bäuerliches' Bundwerk mit zwei Butzenscheibenfenstern vorgeblendet bekommen. Ein Fresko von Sebastian Wirsching (1876-1940) zeigt die Flucht der Dießener Bürger vor den Schweden auf die Schilfinsel Erlaich im Dreißigjährigen Krieg (1632). Das Haus hat, wie so manches in dieser Zeit, ein wohlhabenderes, gediegeneres Aussehen erlangt. Voll Stolz ließ sich der Eigentümer mit seiner Familie davor fotografieren.

22. Das alte Häuschen 'beim Brein' wurde so benannt nach einem ehemaligen Bewohner, dem im Jahre 1727 verstorbenen Kramer Simon Brein. Es war immer ein reizender Blickfang, wenn man die Herrenstraße heraufkam, wurde aber leider 1955 abgebrochen. Der Neubau (HudIer) paßt sich der Umgebung und der städtebaulichen Situation sehr gut an. Das 'Breinhäusl' bestand aus zwei aneinandergebauten Kleinbauernhäusern, die bereits zur Zeit ihrer Errichtung (wohlim 18. Jahrhundert) an dieser wichtigen Stelle des Marktes, unterhalb des mächtigen Klosterrichterhauses, ungewöhnlich klein gewirkt haben mögen.

23. Bliek auf ein Haus in der Hofmark, das mit seinem üppigen Blumenschmuck, den gefälligen, für die Zeit der Jahrhundertwende se typisohen Ornamenten über der Tür, den Fenstern und im Giebel einen anschaulichen Eindruck von jener Zeit vermittelt. Man war froh und stolz, auf dem Lande zu leben, die nervösen und blassen Städter kamen heraus zur Sornmerfrische und schätzten die einfachen Gasthäuser und Privatquartiere. Ruhig muß es damals in Dießen gewesen sein, die seltenen knatternden Automobile wurden noch bestaunt, abends setzte man sich zu einem Schwätzchen auf die 'Sunnabank' vors Haus, um zu schauen, wer kommt und geht, und um gesehen zu werden.

24. Die ehemalige Gaststätte 'Staltacher-Hof" (heute 'Klosterhof") war am Ende des 18. Jahrhunderts der Sitz der bedcutenden Dießener Kaufmannsfamilie von Schorn und wurde, im Unterschied zum unteren Schorn'schen Haus (heute Höfle), 'zum Oberschorn' genannt. Von hier aus betrieben die Großkaufleute ihren ausgedehnten Hausierhandel, vornehmlich mit Produkten, die in Dießen und Umgebung in Heimarbelt hergesteJlt wurden, zum Beispiel Devotionalien, Strohhüte, Bander und Borten, aber auch Druckwerke, wie Gebetbücher. Die Windfahne, die sich noch heute dort dreht, stammt angeblich vorn Dach des gegenüber liegenden Taubenturrns.

25. Der 'Taubenturm' , das ehemalige Haupteingangstor zum Augustinerchorherrenstift Dießen, hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich. In Teilen wohl noch auf das Mittelalter zurückgehend, erhielt er seine heutige Form im 18. Jahrhundert, als das Kloster seine größte Pracht entfaltete. In früheren Jahrhunderten 'Fron-' oder 'Frauentor' genannt, bekam er nach 1800 den Namen 'Taubenturm' , angeblich weil in seinem obersten Stockwerk damals Tauben gezüchtet wurden. Die interessante Aufnahme (um 1910) zeigt noch die Reste eines Maueranschlusses an der rechten Ecke des Taubenturms:

Der links stehende Stadel, der im Jahre 1628 errichtet wurde , hatte ursprünglich östlich des Turms ein Gegenstück, das schon vor langer Zeit abgebrochen worden ist.

TAUBENTURM.

26. Im Jahre 1925 erwarb der 'Heimatverein Dießen und Umgebung e.V.' den damals noch bewohnten und ziemlich heruntergekommenen Taubenturm. Nach langem juristischen Hin und Her wurde der Turm schließlich 1932 vom letzten Mieter geräumt und sollte danach als 'Heimatmuseum' verwendet werden. Mit verschiedenen Leihgaben und Spenden wurde in einem der Stockwerke eine gemütliche 'Herdstube' eingerichtet, von der das Foto die Sitzecke zeigt. Das Museum stand aber unter dem Unstern der Zeit, war nur sehr selten zu besichtigen, die Ausstellungsgegenstände wurden mehrfach ausgelagert und zerstreut. Heute dienen die drei übereinanderliegenden Räume dem Heimatverein für wechselnde Kunst- und heimatkundliehe Ausstellungen,

27. Wieder einmal (wohl 1907) mußte die dem Wetter besonders ausgesetzte Westfassade der Klosterkirche renoviert werden. Vor dem Eingang hat sich Pfarrer J.A. Hugo mit den Handwerkern zum 'Gruppenbild' postiert; man beachte, wie sie alle ein für ihre Tätigkeit typisohes Gerät (Schaufel, Pinsel, Harnmer, und so weiter) in die Hand genommen haben! Die Fassade mit ihren schlichten Proportionen und der leichten Schwingung im Grundriß ist ein leiser, aber verheißungsvoller Auftakt für die Pracht, die den Besucher im Inneren der berühmten Kirche erwartet.

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28. So sah um 1900 der Bliek in den sogenannten 'inneren Klosterhof' aus. Die ehemaligen Stiftsgebäude gehörten damals der Span'schen Brauerei, die hier das beliebte Gasthaus 'Zur Klosterbrauerei' betrieb. Seit 1917 sind diese Gebäude Eigentum der Kongregation der Barmherzigen Schwestern vom heiligen Vinzenz von Paul, die den zum 'äußeren Klosterhof' gelegenen Trakt 1934 in der heutigen Form erweiterten. Im Vordergrund ist etwa die Stelle, wo seit dem 12. Jahrhundert die alte Stiftskirche 'ad Sanctam Mariam' gestanden hat, die erst abgebrochen wurde, als der prachtvolle Neubau des Joharm Michael Fischer 1739 vollendet und eingeweiht war.

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