Dießen am Ammersee in alten Ansichten Band 1

Dießen am Ammersee in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Dr. Thomas Raff
Gemeente
:   Dießen am Ammersee
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1999-3
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Dießen am Ammersee in alten Ansichten Band 1'

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29. Der Tiefenbach, der hier unter der 'Hochbruck' einen rauschenden Wasserfall bildet, hat dem Ort Dießen seinen Namen gegeben, denn auf althochdeutsch bedeutet 'diezo ' das Tosen eines Wasserfalls, und jene Grafenfamilie, die sich hier (an der Stelle des späteren Klosters) niedergelassen hatte, nannte sich in den Urkunden des 11. und 12. Jahrhunderts 'ze Diezen', also 'am Wasserfall'. Es muß über diesen Bach schon zur Römerzeit eine Brücke gegeben haben, da die Römerstraße vom Brenner nach Augsburg durch das Gebiet der Gemeinde verlief. Schon 1490 wird für diese Brücke der Name 'Hochbruck' überliefert. Die Postkarte ist 1916 abgestempelt.

30. Das Wohnhaus der noch heute florierenden Druckerei Jos. C. Huber in der Johannisstraße. Die 'Graphische Kunst- und Verlagsanstalt' wurde 1890 von Josef Carl Huber gegründet und gab seit 1891 eine eigene Zeitung, die 'Dießener Nachrichten', heraus (weitergeführt von der Buchdruckerei Reisinger von 1908-1933 als 'Ammersee-Post', seit 1945 als 'Ammersee-Kurier'). Der kleine Laden war damals die einzige Stelle in Dießen, wo man Bücher, auch Schulbücher, kaufen konnte. Eingangstür und Schaufenster sind heute verschwunden, sonst hat sich das Haus seit dieser Aufnahme (1909) kaum verändert.

31. Im Jahre 1887 wurde in der Johannisstraße die Maßschneiderei Köglmayr gegründet. Das Foto entstand 1902 anläßlich der Eröffnung des Modehauses Köglmayr an derselben Stelle. Das alte Haus wurde durch einen quergestellten geschweiften Giebel erweitert und erhielt dadurch einen stattlicheren, sozusagen städtischeren Charakter. Giebel und Erker, Fensterläden und Oleanderbäumchen sind aber inzwischen der 'modernen Sachlichkeit' geopfert worden.

32. Bliek von oben in die Mühlstraße, deren Bebauung sich bis heute gar nicht so sehr verändert hat. Und doch: was für ein Unterschied zwischen damals und heute! Die Müllabfuhr, gezogen vom Ochsengespann 'Maxi und Wast!', kommt gerade vorbei, es ist Zeit für ein Schwätzchen mit dem Drogisten Siebold; behäbige Bauernhäuser säumen die Straße. Wenn man ein paar Schritte weiter geht, fällt links der Bliek zwischen zwei Birken auf das 'Lederer-Haus' (Abbildung 34). Die Birken stehen längst nicht mehr , aber die großen Kastanien am rauschenden Mühlbach spenden noch heute der Straße Schatten.

33. Das Haus 'beim Schäffler Krabler' in der Mühlstraße ist - wenn auch stark verändert - heute noch in der Nähe des Maibaums erhalten. Damals lief der Mühlbach offen vor dem Haus vorbei, und der Schäffler legte seine Fässer und Bütten zum Quellen hinein, Es gab immer großen Krach, wenn die Lausbuben die Fässer losbanden und den Bach hinunterschwimmen ließen. Das kleine Mädchen, das im Vordergrund in Richtung Maibaum schaut, ist die Mutter von Frau Jaschhof.

34. Das in etwas veränderter Form noch gut erhaltene 'Gerber-' oder 'Lederer-Haus' wurde nach einer Bauinschrift im Jahre 1721 für den Gerber Magnus Singer neu errichtet. Der hohe und für die hiesigen Verhältnisse steile Giebel mit den holzvergitterten Fenstern diente zur luftigen Aufbewahrung des Leders. Die stimmungsvolle Aufnahme entstand wohl um 1925. Es hat in Dießen mehrere Gerbereien und Färbereien gegeben, woran der Name dieses Hauses und das ganz in der Nähe davon gelegene 'Färbergaßl' erinnern.

35. Bliek in die 'Fischerei', den am Seeufer gelegenen Ortsteil, wo die alten Fischerhäuser seit eh und je ohne genaue Ordnung, sozusagen kreuz und quer stehen. Es handelt sich um die Stelle kurz bever man zum Marienplatz kommt; die beiden damals noch jungen Kastanien sind inzwischen zu großen Bäumen herangewachsen und haben - Zeichen unserer Zeit! - eine Litfaßsäule zur Nachbarin bekommen. Das Bild gibt gut den kleinbäuerlichen Charakter Dießens wieder, wie er noch bis in unser Jahrhundert bestand. Die Dächer der Häuser waren damals vielfach noch mit Holzschindeln gedeckt und mit großen Steinen beschwert.

36. Im Jahre 18.99 feierte die Dießener 'Feuerstutzengesellschaft' ihr 300jähriges Jubiläum. Aus diesem Anlaß kam seine königliche Hoheit Prinz Ludwig von Bayern (der dann von 1913 bis 1918 als König Ludwig Hl. regierte und 1921 in Ungarn starb) zu Besuch, und ihm zu Ehren wurde die ehemalige 'Gänsgasse' in 'Prinz-Ludwig-Straße' umbenannt. Bei derselben Gelegenheit wurde auch aus der seit Jahrhunderten so genarmten 'Judengasse' die 'Schützenstraße'. Die Postkarte zeigt eine Ansicht Dießens vom See aus, das Gemeindewappen, ein Bild des Prinzen Ludwig, sowie Ansichten der alten und neuen Schießstätte.

37. Die auf dem kurz vor 1900 entstandenen Foto sichtbare 'alte Schießstätte' war in der Mitte des 18. Jahrhunderts errichtet und von der Dießener Schützengesellschaft bis zum Ende des vergangenen Jahrhunderts benützt worden. Das Gebäude lag aus Sicherheitsgründen ganz am Südrand des Ortes, und man schoß von dort aus auf Scheiben, die noch weiter südlich im Moor standen. 1896 bezogen die Schützen ihre neue Schießstätte (oberhalb des heutigen Wohnstifts), wo sie seither ihre Treffen abhalten. Die 'alte Schießstätte' wurde dann vom 'Evangelischen Verein', einem Zusammenschluß der Protestanten der Ammerseegegend, erworben und zur Kirche umgebaut. Am 29. Juli 1900 fand die Einweihung statt.

38. Das kleine Häuschen 'beim Schrolln' neben der evangelischen Kirche steht schon lange nicht mehr. Die Aufnahme muß vor 1925 entstanden sein. Die alte Linde breitet auch noch heute ihre mächtigen Äste aus und ist in die Liste der geschützten Naturdenkmäler eingetragen worden.

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