Diepholz in alten Ansichten Band 1

Diepholz in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Wilfried Gerke
Gemeente
:   Diepholz
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6504-4
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Diepholz in alten Ansichten Band 1'

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49 Die Bahnhofstraße mit dem großen Gebäude der Kreissparkasse von 1913 (heute: Standortverwaltung der Bundeswehr) und dem rechts daneben stehenden Altbau von 1889 (heute:

Parkplatz). 1956 zog die Kasse in das erheblich größere Gebäude an der Ecke Wellestraße / Prinzhornstraße um. Das Sparkassenwappen am bisherigen Gebäude wurde entfernt und am Neubau angebracht. Links FotoPeters en, heute Inhaberin Anneliese Helm, deren Sammeltätigkeit zahlreiche Abbildungen in diesem Buch zu verdanken sind. Viele Bildquellen sind auf die Originalplatten ihres Vorgängers Petersen zurückzuführen.

SO Die Bahnhofstraße verband seit 1 873 den neuen Bahnhof 'mit dem Ort'. Das wohltuend symmetrisch konstruierte Haus Nr. 33 vorn wurde drei [ahre später von Zimmermeister Heinrich Bargeloh errichtet. Die Straße bildete lange Zeit den vertrauten Weg für die Mittel- und später für die Realschüler, die mit der Bahn aus Lemförde, Lembruch, Barver und anderen Orten der Umgebung kamen. Leben kam auf die Straße, wenn Gänseherden, oft auch aus dem Kreis Vechta, zum Bahnhof getrieben wurden. Erst die Einrichtung der Fußgängerzone in der Langen Straße hat dazu geführt, daß die Bahnhofstraße zu den verkehrsreichsten Straßen der Stadt gehört.

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51 Am 1 S. Mai 1873 wurde Diepholz auf neue Weise mit der weiten Welt verbunden:

Zum ersten Mal konnte die Eisenbahnstrecke von Osnabrück nach Bremen durchgehend von Passagieren befahren werden. 'Jungfrauen' schmückten die erste Lok. Ein Empfangskomitee stellte sich fotogen zum Empfang auf Die Postkarte könnte damals hergestellt worden sein. Diepholz entwickelte sich beinahe zu einem Bahnknotenpunkt, denn 1923 wurde die Strecke über Sulingen nach Nienburg in Betrieb genommen. Geplant war vor dem Ersten Weltkrieg auch eine Fortführung dieser West -OstBahn über Lohne ins Emsland, was aber an der geringen Wirtschaftlichkeitserwartung scheiterte.

52 Ein Haus war fertig Grund für die Handwerker, sich zur Erinnerung für den Auftraggeber stolz vor das Werk zu stellen. Hier ist es der Bau des Tierarztes Gustav Meyer in der Grafenstraße mit seiner großzügigen Veranda und dem Fachwerkgiebel. Fast ein reines Männerbild - die Frauen sehen von höchster Stelle aus den Fenstern im Dacherker. Die Tochter des Medizinalrats, Wilma Meyer, war eine begabte Sängerin, die in Diepholz bei Veranstaltungen vor und besonders in den zwanziger [ahren ein gern gesehener Gast war. Die Grafenstraße erhielt ihren Namen erst kurz nach der Jahrhundertwende, denn vorher gab es hier nur Feldwege wie den Burslopp.

S3 Die Grafenstraße zwischen Haus Meyer und landwirtschaftlicher Winterschule in Richtung Bahnhofstraße. Daß die Straße noch in ihren Anfängen steckte, zeigen die schmalen Bürgersteige und die jungen Bäume mit ihren Stützen. Die Verbindung vom Bahnhof zur Straße nach Sulingen war recht still. Die heutige Kapelle der Freikirchlichen Gemeinde war damals noch ein Stall, das Landbundhaus (heute unter anderem Unterhaltungsverband Hunte) stand noch nicht. Die Gebäude der Landwirtschaftlichen Winterschule (später:

Landwirtschaftsschule) auf der rechten Seite dienten noch bis 1998 als Landwirtschaftskammer.

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S4 Der Kohlhöfen lag ursprünglich vor dem nördlichen Stadttor, der Lappenberger Pforte, war aber der älteste Siedlungskern, da von ihm aus das angrenzende Eschfeld beackert wurde, das teilweise als Platz für den Frühlings- und für den Großmarkt und für Zirkusveranstaltungen reserviert geblieben ist. Dieses kleine Wohnquartier mit giebelständigen Häusern war nach dem Krieg jahrelang besonders belastet, weil hier der Schwerlastverkehr der Bundesstraße 69 auf schmalen Fahrbahnen ohne Bordsteinkanten durchbrauste. Der Bau der Autobahn Hansa-Linie und die Erklärung zur Einbahnstraße haben die Anlieger deutlich entlastet.

SS Die Villa Schwarze (Auf dem Esch 1) wurde 1878 erbaut. Der Eigentümer, Kaufmann Otto Schwarze, hatte Sinn für das Schöne, für die Malerei und für die Gartenkunst. Leider ließ die Stadt den zweistöckigen neoklassizistischen Bau Ende der sechziger [ahre abreißen. Da war er nicht mehr 'modern', sondern ein alter 'Kasten', der nur Geld kostete und die Verbreiterung der Bundesstraße und die Anlage von Fuß- und Radwegen verhinderte. Die Bäume des Gartens stehen noch zwischen Bremer Eck (hier im Hintergrund) und Marktplatz, doch ist der Charakter der ursprünglichen Anlage nicht mehr zu erkennen.

S6 Friedrich Becker baute 1872 den ersten Saal auf dem Esch. Dieser in der nationalen Begeisterung über die Gründung des Reiches 'Kaiserhalle' genannte Versammlungsort wurde 1892 von Gastwirt Ernst Vogelsang erweitert. Der Betrieb war Vereinslokal des Kriegervereins und bildete einen Mittelpunkt des gesellschaftlichen Lebens. Hier sprach Dr. Gustav Stresemann im Reichstagswahlkampf 1912 vor über eintausend Zuhörerinnen und Zuhörern, hier wurde Theater gespielt, musiziert, von Friedel Hoppenburg dasTanzen gelehrt und im Weinkeller manche Flasche geleert. Foto aus den fünfziger [ahren.

57 Die Wilhelmstraße hieß ursprünglich 'Kuhdarrnn' , weil sie als Viehtrift ins Diepholzer Bruch diente. Ihren 'vornehmeren' Namen erhielt sie nach dem Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 am 22.März 1874aufAnregung des Kriegervereins, der damit den König von Preußen und ersten Deutschen Kaiser ehren wollte. Links das Staatliche Forstamt (heute im Eigentum des Landkreises) , rechts die königliche Präparandenanstalt zur Vorbereitung auf das Lehrerseminar. Sie bestand bis 192 2. 1933 wurde die Straße in 'Hindenburgstraße' umbenannt, weil Hindenburg damals Reichspräsident war und um 1895 im Manöver einige Tage dort im Quartier gelegen haben soll.

Diepholz.

Wilhelm - Strasse.

58 So sah die Aula der Präparandenanstalt und der Aufbauschule aus. Die Orgel und der Flügel dienten dazu, die künftigen Lehrer fit zu machen für ihre Nebenämter als Organisten in den ländlichen Gemeinden der preußischen Provinz Hannover.

In der ersten Montagsstunde trafen hier Lehrer und Präparanden zusammen, um eine christliche Morgenfeier abzuhalten. Auf diese Weise wurde gleichzeitig ein Teil des Religionsunterrichts geübt, in dem häufig Kirchenlieder gesungen wurden, damit die Gemeinde sich nicht auf die Stimme des Pastors verlassen mußte. In der NS-Zeit wurde die Orgel demontiert.

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