Diepholz in alten Ansichten Band 1

Diepholz in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Wilfried Gerke
Gemeente
:   Diepholz
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6504-4
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Diepholz in alten Ansichten Band 1'

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S9 Am 28.Aprill923 nahm die Aufbauschule ihren Unterricht im Gebäude der bisherigen Präparandenanstalt auf, und schon am 2. Oktober 192 S feierte sie das Richtfest für den ersten Erweiterungsbau. Er war gewissermaßen ein bodenständiges Diepholzer Gewächs: der Bauplan von Regierungs-Baumeister Henrich vom Hochbauamt, die Handwerker Einheimische, die Buntglasfenster gestiftet vom 'Flcckcn'. von den

Eltern, vom Kreis und von Siegfried Wilhelm Fontheim, zwar in London wohnhaft, aber durch seine Vorfahren und sein Mäzenatentum mit Diepholz eng verbunden. Bezogen wurde das Gebäude imApril 1927.

60 Das 'Haus Niedersachsen', im Volksmund 'Niedersachsenhaus', ist im Iahre 1906 van KaufmannAlfred Schwarze auf dem Grundstück Hindenburgstraße 57 erbaut worden. Es ist von verschiedenen Stilmerkmalen geprägt: Heimatschutzbewegung, englisches Landhaus, Jugendstil. Die Familie Schwarze stammte aus Drebber und entfaltete ihre Tätigkeit im Getreide-Überseehandel mehr und mehr in Bremen. Das Haus steht seit 1924 im Dienst des Landkreises und beherbergte schon die Wohnung des Landrats und des Oberkreisdirektors, Kreisbildstelle, Katastrophenein satz- Leitstelle, Kreisarchiv und Entnazifizierungsamt.

Diepholz.

61 Ein Blick über die Römlingstraße zum Kreiskrankenhaus am 29. Juni 1950. Die untere Bildhälfte vermittelt einen recht ländlichen Eindruck mit seinen durch Zäune abgetrennten Wiesen, den mit Schlaglöchern übersäten Weg und den Baracken, die an die Kriegszeit erinnerten. Selbst vor dem Krankenhaus an der Ecke der Stüvenstraße befand sich ein (hier nicht zu sehender) großer Gemüsegarten zur Selbstversorgung. Seit 1959 wurde das Krankenhaus mehrfach vergrößert bzw. völlig neu gebaut und ist heute das beeindruckendste Gebäude, wenn man aus Richtung Sulingen über die Bahnbrücke fährt.

62 Ein Omnibus mitAnhänger beherrscht die Bildmitte. Das Fahrzeug gehörte dem Betrieb des OstpreußenFlüchtlings Walther ]öres in Hannoversch-Ströhen, der in der Notzeit eine Marktlücke entdeckt, den Liniendienst über Wagenfeld, Rehden und Wetschen besonders für Schülerinnen und Schüler aufgenommen hatte und jahrelang auch ein Reisebüro an der Langen Straße unterhielt. ]öres erkannte den wachsenden Bedarf auch auf dem Sektor der Vergnügungsreisen, wie die Tourismusbranche früher genannt wurde. Wenn die Schranken an der Bahnstrecke östlich der Stadt 'runter' waren, freuten sich die jungen Fahrgäste, mußten sie doch wieder mal zu spät zur Schule kommen.

63 Das Säuglingsheim an der Stüvenstraße wurde Anfang 1929 zusammen mit dem Kreiskrankenhaus fertiggestellt. Es war in erster linie dem Ehrgeiz, der Initiative und der langjährigen Hartnäckigkeit der Frau des Landrats von Wuthenau zu verdanken. ]ung-Diepholz badete kostenlos am 'Deutschcn Eek' in der Lohne, kostenpflichtig in der Flußbadeanstalt südlich des Hotels Stadt Osnabrück und hier - gut beaufsichtigt im Plantschbecken am Säuglingsheim. Noch war kurzgeschnittenes Haar modern, bald daraufwurden die Gretchenzöpfe propagiert.

64 Diakonissen vom Mutterhaus Salem betreuten einige der jüngsten Diepholzerinnen und Diepholzer vom [ahre 1929 an. Für die Heutigen ist besonders interessant, welche Sitzmöbel es damals für Kinder gab: das Kinderstühlchen mit Spieltisch, die Schaukelpferde mit einer RundumSicherung, für die Größeren eine Bank. Wandfriese wie im Hintergrund waren damals beliebt auch in Form von Scherenschnitten. Die damaligen Volksschüler haben Klassenfotos in ihren Klassenräumen aufbewahrt, auf denen solche Schattenrisse mit ihrer klaren Gestaltung ebenfalls zu sehen sind.

65 Die Freiwillige Feuerwehr trug noch nach der Kaiserzeit Pickelhauben. Hier erprobte sie die Spritze vermutlich auf dem Marktplatz in der zweiten Hälfte der zwanziger [ahre. Der Platz bewies damit wieder einmal seine vielseitige Verwendbarkeit. Bei dem schräg stehenden Herrn in der Mitte dürfte es sich um den Feuerwehrhauptmann Wilhelm Harms handeln, der die Wehr von 1921 bis 1933 kommandierte.Am 7.Juni 1925 richtete die Diepholzer Feuerwehr das Gau-Feuerwehrverbandsfest für den Regierungsbezirk Hannover aus. Inzwischen hat die Diepholzer Wehr ihren 100. Geburtstag gefeiert und ihre Aufgaben weit über das Löschen von Bränden hinaus erweitert.

66 Schon 1920 plante ein Mitglied des Kriegervereins einen Heldenhain auf dem Friedhof In einem Denkmalswettbewerb siegte 1921 der Vorschlag 'Tiefenwirkung' nach dem Vorbild einer

Skulptur auf dem Bremer Friedhof Rinsberg. Eine Sammlung ermöglichte die Einweihung der in Dresden hergestellten Gruppe 'Die Wacht' am 14. Mai 1922. Der Heldenhain wurde aber nicht

auf dem Friedhof, sondern neben dem Marktplatz angelegt. Markige Worte wurden damals gesprochen, und das Denkmal sollte nicht nur die Gefallenen ehren, sondern auch die Hoffnung auf eine

Revision des Kriegsergebnisses wachhalten.

67 Großflugtage wirkten auch damals wie Magneten auf eine technikbegeisterte Bevölkerung. Ob am 18. Juli 1926 bei Diepholz mit Flügen zum Dümmer oder am 26. Mai 192 7 bei Drentwede - es war 'was los'. Den Diepholzer Flugtag auf dem Eschfeld planten das Verkehrsamt Osnabrück und der Magistrat von Diepholz. Attraktiv waren nicht nur drei Flugzeuge, sondern auch ein Fallschirmspringer. Ein junger Mann aus der Umgebung war so flugbegeistert, daß er sich auf Routen in der Sowjetunion einsetzen ließ. Bei einem dieser Flüge stürzte er im Kaukasus ab. 1936 und wieder 1956 wurde Diepholz Luftwaffengarnison.

68 Im [ahre 1914 wurden die Gebäude des Rittergutes Falkenhardt neu gebaut. Der Hof erhielt durch die Toranlage ein wehrhaftes, mittelalterliches Aussehen. Falkenhardt war früher ein Vorwerk der Münte. Bis zur Gemeindereform 1974 gehörte es zur GemeindeAschen. Eine Brennerei und eine Preßhefefabrik verarbeiteten die Produkte der Ländereien, die nicht nur in der Umgegend, sondern auch bei Rehden lagen. Dankenswerterweise hat der Eigentümer Freiherr von Wagner den alten Charakter der Umgebung erhalten, der sich noch im Grundwort des Namens findet: Falkenwald.

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