Diepholz in alten Ansichten Band 2

Diepholz in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Wilfried Gerke
Gemeente
:   Diepholz
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6660-7
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Diepholz in alten Ansichten Band 2'

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69 Die von der Hunte gespeiste Hengemühle bestand aus mehreren Werken. Die Mahlmühle wurde schon 1356 in einer Urkunde erwähnt und war bis 1944 in Betrieb. Uralt war auch die Ölmühle für Leinsamen, die bereits 1570 existierte und erst 1959 eingestellt wurde. Relativ kurz arbeitete die Schneidemühle, nämlich 'nur' von 1866 bis 1958. Wie alle Wassermühlen bereitete auch die Hengemühle der Landwirtschaft wegen des Staurechts häufig Schwierigkeiten, da das gestaute Oberwasser die Wiesen überschwemmte. Die Verwaltung musste daher

immer wieder den Klagen nachgehen, das Stauziel überprüfen und die Schütte (Schützen) an die Kette legen.

Diese Karte wurde am 3 1. Dezember 1921 geschrie-

ben und berichtet von der Geburtstagsfeier einer Großmutter in Diepholz mit ' 14 Personen zu Tisch'.

70 Im Ortsteil Ossenbeck, der verwaltungsmäßig mit der Gemeinde Aschen verbunden war, stand das Gasthaus Strathemeyer, heute Schreiber. Hier versammelten sich die Ossenbecker Schützen schon im Iahre 19 0 0, und hier 'floss' derVerkehr vorbei in Richtung Diepholz und Vechta. Wer etwa von der Musterung oder vom Großmarkt von Diepholz nach Aschen ging, kehrte gern hier (oder schon im 'Stadt Oldenburg' auf der Ovelgänne) ein, stärkte sich hochprozentig und hielt ein Schwätzchen am liebsten mit Schreibers Emmi, der humorvollen Wirtin, die einen Diephol-

zer geheiratet hatte und dadurch für den weiteren Bestand der Gastronomie sorgte. Im Mai 1913 veranstaltete der Osnabrücker Pilot GustavTweer ganz in der Nähe ein Schaufliegen.

71 Das Gasthaus von Wilhelm Milbe präsentierte sich ländlich-schlicht. Der Mercedes steht für die Verbindung zur neuen Zeit, das Fachwerkgebäude rechts ist ein Überbleibsel des 19. Jahrhunderts. Wie ein Schaufenster aussah, was Raffgardinen (im Dachgeschoss) waren, wie kundenfreundlich ein Fahrradgeländer angebracht war - all das zeigt uns dieses auf den ersten Blick weniger aussagekräftige Bilddokument aus Aschen, das erst 1974 seine Selbständigkeit als Gemeinde aufgeben musste und mit der Stadt Diepholz vereint wurde, aber bis heute durch seine

ländlich geprägte Außenlage etwas Besonderes mit Ortsvorsteher, Schule, Heimatverein, Schützenverein und Feuerwehr geblieben ist.

72 Ende 1922 wurde ein Platz für das Aschener Kriegerdenkmal geebnet. Dabei wurde eine Tonurne mit ungefähr 200 Silbermünzen aus dem Hochmittelalter gefunden, nachdem schon 1 892 ganz in der Nähe 70 Münzen ausgegraben worden waren. Im Mai 1923 war das von der Firma Gebhardt in Herrenhausen geschaffene Ehrenmal fertig. Es war von einem Löwen gekrönt, der für Treue und Mut der gefallenen Soldaten stand.

1 921 war ein Findling aus der Aschener Heide nach Diepholz geschafft worden, der an der dortigen Landwirtschaftsschule

zum Denkmal für die über hundert gefallenen Schüler bestimmt wurde und damit das älteste Ehrenmal für Gefallene des Ersten Weltkriegs in der heutigen Stadt Diepholz ist.

73 Dietrich Castendieck aus Bremen erbaute 1819 ein Gasthaus am Nordrand Sankt Hülfes in Richtung Jacobidrebber. 1823 verkaufte er es an Friedrich Lohaus. Die Familie Lohaus entwickelte das Anwesen zu einem Hotel mit einem Veranstaltungssaal (1939), legte Tennisplätze und Sportplatz an (1927), ermöglichte Reitturniere (seit 1956) und empfahl das Haus als Vereinslokal zum Beispiel für den Turnverein (seit 1950Turnund Sportverein) Sankt Hülfe-Heede, den Reitund Fahrverein Scharnhorst Sankt Hülfe-Heede (seit 1926) und die Jägerschaft. Lohaus machte die

Gartenwirtschaft zum beliebtesten Ausflugslokal der Umgebung, das gern zum Kaffeetrinken aufgesucht wurde. In den fünfziger und sechziger Iahren lud ein großes Schild mit

dem Danebrog und in der Landessprache dänische Touristen zum Verweilen ein. Die Autobahn Hansalinie zog diese Gäste ab.

74 Fritz Grelle baute im Iahre 1868 die Sankt HülferWindmühle an der Stelle einer abgebrannten Ölund Graupenmühle, die dart van 1782 bis 1865 gestanden hatte. Später ging sie an Fritz Runge über, der nebenan ein Sägewerk baute. Im Frühjahr 1938 verkaufte der Müller Grelle den oberen Teil, die Kappe mit den Flügeln, da wie überall ein Motar die Windkraft ersetzt hatte. 1958 wurde der Mühlenbetrieb eingestellt. Im Stadtgebiet steht sonst nur noch die Ruine einer holländischen Windmühle, und zwar die von Fohring in Aschen.

st Hulfe· Mühle.

75 Kein Lohne-, sondern ein Dümmerkahn liegt hier in den zwanziger Iahren nicht vor Anker, sondern an Land. Doch es handelte sich um einen Einheitstyp, der für Flachgewässer geschaffen war, mit Flachboden und zum Staken. So konnte man über den See und auf der Lohne fahren, die Fischnetze überprüfen, Heu transportieren, mit der Familie einen Ausflug machen. Solche schmucklosen, doch beeindruckend altertümlich wirkenden, schwarzen Kähne sah der Verfasser noch in den siebziger Iahren des 20. Iahrhunderts bei dem Fische-

reipächter in Hüde und ein letztes Exemplar auf der Vorderlohne ein paar Iahre zuvor mitten in Diepholz. Im Iahre 2001 hat der agile Diepholzer Georg Türke solch einen Kahn

nach alten Fotos und Beschreibungen neu zimmern lassen. Bei der Jungfernfahrt machte er einen leicht lenkbaren und beweglichen Eindruck.

76 Hochbetrieb am Diepholzer 'Haussee " dem Dümmer, in den fünfziger Iahren. Das Wirtschaftswunder mit dem Wunsch, nach den entbehrungsvollen Kriegs- und Nachkriegsjahren vieles nachzuholen, hinterlässt seine Spuren. Der Drang zur schnellen Schifffahrt ist spürbar. Paddelboote reichen nicht allen mehr, sie werden zu Segelbooten erweitert. Am Ufer stehen mehr als zwanzig Menschen vielleicht aus Osnabrück, Münster, Herford, Minden oder Bielefeld und blieken auf den See und sein westliches, das Oldenburger Ufer. Im Schatten der Bäume hat sich eine Gruppe zu einem Picknick niedergelassen. Manches etwas schlichter als heute, aber auch schon eine 'Spaßgesellschaft' ! Gäste

kamen mit Fahrrädern, Autos, Motorrädern, aber auch mit der Bahn, denn Lembruch erfreute sich noch eines Bahnhofs.

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