Diepholz in alten Ansichten Band 3

Diepholz in alten Ansichten Band 3

Auteur
:   Wilfried Gerke
Gemeente
:   Diepholz
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6737-6
Pagina's
:   84
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Diepholz in alten Ansichten Band 3'

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10. Bild oben: So sah die Hinterstraße mit dem Burgmannshaus des Gärtners König im Iahre 1966 aus. Es gab noch keinen Bürgersteig, aber einen Flickenteppich von neuem Parkplatz an einem Maschendrahtzaun, gepflastertem Streifen für die Auffahrt, Kopfsteinpflaster und Sandstreifen an der Maner des Superintendenturgartens. Wie mächtig dagegen wirkt das heutige Ärztehaus, das Fachwerkfreund Steuerberater Otto Siernon an die Stelle des eher geduckt erscheinenden König'schen Hauses erstellen ließ!

Rechts: Die Hinterstraße an einem stillen, sonnigen Sommertag in nördlicher Richtung mit den Häusern Nr. 13, 12, 11 (Traufseite), 10, 9 (heute Verbindung zur Bahnhofstraße ), 8 (heute Parkplatz Krapp). Das Fachwerkhaus links wurde durch ein kirchliches Bürohaus ersetzt, in dem auch Konfirmandenunterricht erteilt wurde. Erst später wurde die Straße dichter befahren, als die Lange Straße zur Fußgängerzone bzw. Einbahnstraße umgebaut und Parkmöglichkeiten geschaffen wurden.

11. Eine sangesfrohe Schar hielt Barbara Gadow in der Kantorei der evangelischen St.-Nicolai-Kirche zusammen. Die von ihr streng geschulte Chorgemeinschaft wurde zu großen Werken motiviert wie hier am 5. Dezember 1980 zum Weihnachtsoratorium von Iohann Sebastian Bach. Frau Gadow zog Solistinnen. Solisten und Instrumentalisten aus größeren Städten zu den festlichen und beeindruckend gelungenen Aufführungen heran, bei denen die Kirche stets gefüllt war.

12. Diepholz singt! Hier der stimmgewaltige und erfreulich aktive Männergesangverein zu seinem 75-jährigen Jubiläum mit einer bis ins 1899 zurückreichenden Tradition. Vorsitzender Niemeier und Dirigent Ziemann waren in den fünfziger Iahren beherrschende Persönlichkeiten. Neben der Stimmbildung und den Auftritten spielte stets das gesellschaftliche Leben eine bedeutende Rolle. N eben den kirchlichen Chören verfügt Diepholz auch schon lange über einen gemischten Chor und ferner über Chöre in Heede und in dem besonders sangesfreudigen Sankt Hülfe. 1953 konstituierte sich ein Mandolinenchor, ein Orchester, das auch dem Kreissängerbund angehört.

13. Helge Bredemeyer war nicht nur die Kirchenchronistin von St. Nicolai seit den sechziger [ahren, sondern leitete auch die Arbeit der (evangelischen) Christlichen Pfadfinderinnen und Pfadfinder (VCP). Eine Gruppe nahm am Pfingstlager in Bassum 1976 (Foto) teil, aber ebenso wurden internationale Begegnungen ermöglicht. Angesichts der Hochflut von Angeboten wollte die Pfadfinderschaft stets eine rettende, sinngebende Arche für Kinder und Jugendliche darstellen.

14. Im Iahre 1976 brannte es in der 1806 fertig gestellten St. Nicolai-Kirche. Die Flammen hinter der Altarwand schlugen zum Dach hinaus, der Altar wies Brandspuren auf Veranlasst wurde das Feuer durch einen technischen Schaden, dessen Gefáhrlichkeit nicht erkannt worden war. Ein weiterer Mangel wurde erst später deutlich, als Veränderungen im Untergrund zu Setzungen und Rissen in der Ostwand führten, die 2003 beseitigt wurden.

15. An der Südwestecke des Juwelier- und Uhrengeschäfts Bruns warb 1956 ein Schaukasten der 'Schauburg' für den Besuch einesWestern-Films, gegenüber war 'Paradieks Ecke' mit dem Werbeschild für den VW-Service (um die Ecke an der Mühlenstraße, damals einem Teil der B 214). Die Weihnachtsbeleuchtung zeigt die Geschäfte von Diestelhorst, Hoffmann, Thaga usw. Um die Lange Straße für den Fernverkehr mit 'Brummis' offen zu halten, war ein Parkverbot für die Ostseite verfügt worden.

16. Oben: Anfang 1974 war die Lange Straße immer noch von ihrem Charakter als Durchgangsstraße mitten in der Stadt geprägt. An der Westseite parkten Autos, deren Fahrer(innen) die umliegenden Geschäfte wie Schlossdrogerie Otto Hoffmann, Thams & Garfs, SchuhSeegers, Brillen-Schmitz, Elektro- Wiegmann und Fruchthaus Böse aufsuchten oder sich im Café Haselhorst (Inh. Gerhard Barg) niederließen. Das Café war beliebt, weil der leicht erhöhte Bliek auf die Straße dem Stadtgeflüster reiche Nahrung bot.

Rechts: Eine Ecke, in deren Umgebung Jahrhunderte lang die Diepholzer Lokalpolitik 'gemacht' wurde. Das beherrschende Gebäude ist das letzte an dieser Stelle gebaute Rathaus. Nach der Sitzung besuchten Ratsmitglieder das Fachwerkhaus links, die 'Gastwirtschaft zum deutschen Hause' mit Bäckerei Scheland und Café Wiechers, wo der Gastwirt, der 'deutsche (oder lange) Herrnann'. mit flotten Sprüchen die in Ratssitzungen aufgeheizte Atmosphäre erträglich machte und Ratsmitglieder manche Entscheidung intern anbahnten. 'Diepholz bietet viel' warb das Transparent für eine Gewerbeschau. Im Hintergrund Werbung für die 'Schauburg' am Pohl, das erste Diepholzer Kinogebäude (1913). Das Häuschen rechts vom Rathaus Lange Straße 13 - wurde irnApril 1969 abgerissen.

17. c.F. Lehnkering & Sohn war eins der ältesten Geschäftshäuser in Diepholz. Die Firma wurde 1854 gegründet, und nach knapp einem halben Iahrhundert (1903/04) wurde an der Langen Straße ein Neubau errichtet. Das für den Bedarf der ländlichen Bevölkerung eingerichtete Geschäft, das zunächst auch Galanterie- und Kolonialwaren, Geschirr, Lampen und Vasen anbot, spezialisierte sich allmählich auf alles, was mit Stoffen zu tun hatte. 1961 wurde die Firma geteilt; vom alten Einrichtungshaus wurde das Textilhaus in einem Neubau an derWellestraße getrennt.

18. Im Iahre 1980 brannte es im ersten Stock des 1936 gebauten Textilhauses Horn an der Langen Straße. Die Freiwillige Feuerwehr unter Brandmeister Müller (hier in der Mitte mit Megaphon) rückte an und bekam den Schwelbrand schnell in den Griff. Zunehmend musste sich die Feuerwehr nicht nur um Leben und Gebäude kümmern, sondern auch um die Umwelt, was ihr mit finanzieller Hilfe des Stadtrates gelang. Zwischen den Geschäftshäusern Horn und Stüven entstand 1957 die erste Passage 'nach großstädtischem Vorbild' (Diepholzer Kreisblatt, 3. August 1957).

19. Ein wenig Weihnachtsromantik am Bremer Eck 1956. Die Festbeleuchtung am Baum wurde ergänzt durch eine Kugellampe und die beleuchteten Wegweiser nach Oldenburg und nach Bremen. Das Ensemble der Fachwerkhäuser von Albers/Stolle, Antrecht und des Stalles von Schwarze ist längst verschwunden, der kleine Platz umgestaltet, das Pflaster durch Asphaltdecken ersetzt, das damalige Südende der B 69 (mit dem Vorfahrtschild) Einbahnstraße gewordenzur Beruhigung der Anlieger, die keinen Lkw mehr im Haus befürchten müssen. Das Blaubasaltpflaster konnte bei Feuchtigkeit die Wirkung der Bremsen erheblich beeinträchtigen.

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