Diepholz in alten Ansichten Band 3

Diepholz in alten Ansichten Band 3

Auteur
:   Wilfried Gerke
Gemeente
:   Diepholz
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6737-6
Pagina's
:   84
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2 - 3 werkdagen (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Diepholz in alten Ansichten Band 3'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

,04i1

30. Das Aulagebäude (rechts im Bau) der GFS von 1962 war wie Alt- und Mittelbau durch ein niedrigeres Zwischenstück verbunden. Im Erdgeschoss betrat man die Aula, die von der Elternschaft sogar mit einer kleinen Orgel ausgestattet worden war und eine Bühne aufwies: an der Hofseite befand sich ein Gymnastikraum. 1974 wurden alle Gebäude mitsamt der Turnhalle an die Grundschule an der Hindenburgstraße und die Sonderschule abgetreten, weil die GFS einen Neubau auf dem Scheurenkamp bezog.

31. Viele Iahre prägte der aus Ostpreußen stammende Oberstudienrat Paul Ziemann mit Chor und Orchester das Musikleben an der Graf-Friedrich-Schule (hier bei der Einweihung des Aulagebäudes) . Die GFS verfügte auch über eine Bläsergruppe. Eine lange Reihe von Abiturientenjahrgä:ngen wurde mit dem gefühlvoll-feierlichen Lied 'Nun zu guter Letzt' nach bestandener 'Reifeprüfung' 'ins Leben' verabschiedet. Zu den Rednern gehörte viele Iahre lang der Vorsitzende desVereins der Ehemaligen, Bundestagsabgeordneter Richard Ey (Quernheim).

32. Karneval in Diepholz? Schon vor dem Ersten Weltkrieg existierte für kurze Zeit eine Karnevalsgesellschaft, die sogar einen Rosenmontagszug inszenierte. Eine Klasse 5 der GFS feierte 1960 Karneval wie viele andere, besonders in Kindergärten und Grundschulen. Am Rosenmontag nach der Schule zogen die Kinder zu Privathäusern und in die Geschäfte mit dem alten plattdeutschen Heischespruch: N'Amd, n'Amd, Fastnachtamd is lanae nich wii' en, von'n Jaor nich.

33. Das Laienspiel fand in den Schulen eine solide Basis. An der Graf-Friedrich-Schule beispielsweise erwies sich Studiendirektor Hasso Apitz als erfolgreicher Förderer. Vom Krippenspiel (hier 1959) bis zu Inszenierungen von Friedrich Dürrenmatt ('Romulus der Große') und Curt Goetz ('Die spanische Fliege') führte er Regie. Besonders seine späteren Kollegen Manfred Redetzky und Klaus Stolle (dieser mit Produktionen eigens komponierter Musicals) setzten seine Arbeit fort.

34. Im Iahre I 958 wurde das Kreiskrankenhaus zur Stüvenstraße hin erweitert. Das war eine Folge des Ausbaus der technischen Möglichkeiten, der Zunahme der Bevölkerungszahl, der Lebensverlängerung, natürlich des 'Wirtschaftswunders' mit seinen finanziellen Möglichkeiten. Im selben Iahr wurde das Schwesternwohnheim an der Amelogenstraße bezogen, in dem auch Schwesternschülerinnen eine Unterkunft geboten wurde.

3S. Die Steinstraße - hier im Iahre 19 S 8 - war zwarTeil der B 214 nach Lingen, aber das Pflaster war sehr uneben und für Radfahrer eine Qual von der Mühlenstraße (im Hintergrund) vorbei am Salon Ernst (rechts) bis zum Pohl, von wo die Bundesstraße dann über den Parkweg aus der Stadt hinausführte. Gerbermeister Müller fand so viele abgefallene Radkappen von Autos, dass er eine Sammlung anlegte. Zu sehen sind vom Haus Georg Hucke aus auch das Geschäftshaus Samenfeld links und querstehend das Haus Lührmann.

I'

36. Im Sommer 1974 errichtete die Deutsche Bundespost einen Richtfunkmast am Lappenberg. Die Plattform erreichte 42,S m, die Spitze 45 m, womit der Mast die Spitze des Schlossturms überragte. In dem angrenzenden Gebäude befanden sich Büroräume der Fernmeldeverwaltung. Die rasche Bauweise war in Diepholz neu; sie symbolisierte den Drang zum schnellen, rationellen Bauen wie schon früher die Conrainer oder Bungalows im schulischen Bereich und dann die Flachdachhäuser oder die Fertigbauweise der Diepholzer Fertighaus GmbH.

37. Das Haus Bahnhofstraße 33 wurde 1876 von Zimmermeister Friedrich Bargeloh an der Ecke der späteren Friesenstraße errichtet. Seine Erben verkauften es an Heinrich Fischer, der dort eine Kohlenhandlung einrichtete, indem er das Lager im rückwärtigen Bereich anlegte. Früher wurde in Diepholz mit dem ortsnahen Torf geheizt. Erst die Bahnverbindung (seit 1873) ermöglichte einen erschwinglichen Zugang zur Steinkohle, die später durch Öl und vor allem Erdgas abgelöst wurde. 1963 wurde das Haus durch einen Neubau ersetzt.

38. Bild links: Im Iahre 1965 - zur Zeit von Mittelschulrektor Herbert Major - wurde der Erweiterungsbau der Mittelschule an der Schlossstraße feierlich eröffnet. Hier führt Konrektor Dr. Hans Gerke durch die Räume. In der Mitte Bürgermeister Bernhard Langhorst (1961-1979), der spatere Ehrenbürger und einzige Ehrenbürgermeister (Devise: 'Wo ich bin, ist vorne.') Langhorst gehörte der FDP an und war Landwirt auf dem Moorhäusern. Seine Agrarflächen bildeten einen Grundstock des großen Baugebiets Dustmühle, das seit den siebziger Jahren erschlossen wurde. Rechts: Die Feier zur Einweihung des Mittelschulanbaus vereinte hier Pastor Iosef Schmidt von der katholischen Gemeinde, den ehemaligen Bürgermeister und Stadtdirektor Gustav Brüning, Konrektor Dr. Hans Gerke und Mittelschulrektor LR. Paul Friedrichs. Brüning waren wichtige Maßnahmen zur Stadtförderung zwischen 1910 und 1950 wie Freibad, Aufbauschule und Fliegerhorst mit zu verdanken. Dr. Gerke entwickelte von 1967 bis 1998 das Kreisarchiv, und Friedrichs, der im Februar 1945 wegen einerstaatsgefährdenden' Äußerung ins KZ gesperrt worden war, wurde führender Mann der Entnazifizierung in Diepholz seit 1946 und leitete die Mittelschule von 1946 bis 1953.

39. Erkennen Sie dieses Haus? Es ist inzwischen rundum verklinkert. Die Straßenfront ist verändert durch Schaufenster und eine breite Eingangstür. Baum, Strauch und Zaun sind verschwunden. Es handelt sich um das Gebäude Bahnhofstraße 27 aus dem Iahre 1882. Friseurmeister Köhne baute es nach seinen Bedürfnissen um. Heute arbeitet dort im selben BerufVolker Metten. Zwar wird die Bahnhofstraße gern befahren, doch es gibt so stille, besonnte Sonntage, dass Stadtbibliothekar Klaus Seehafer sich in einer Skizze vorstellen konnte, dass die Szene sich urplötzlich nach Art von 'High Noou' in eine Abenteuerbühne verwandeln könnte.

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Leveringsvoorwaarden | © 2009 - 2019 Uitgeverij Europese Bibliotheek