Diepholz in alten Ansichten Band 3

Diepholz in alten Ansichten Band 3

Auteur
:   Wilfried Gerke
Gemeente
:   Diepholz
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6737-6
Pagina's
:   84
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Diepholz in alten Ansichten Band 3'

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40. Oben: Eine Folge des wirtschaftlichen Aufschwungs war der Bau der Kreissparkasse mit der mächtigen Eingangshalle (1 956), an einem nicht ganz warmen Tag um 16.43 Uhr aufgenommen. Den Hintergrund bilden die Allgemeine Ortskrankenkasse und die Baufirma Niemeyer. Das Blumenbeet um die Straßenlaterne, die kleine Birke im Vordergrund und die Uhr rnit dem Pfennig setzten interessante Akzente.

Unten: Vom AOK-Gebäude blickte man hinüber zur Kreissparkasse Grafschaft Diepholz und zum Gebäude der Deutschen Bundespost in derWelle. In diesem 'Regierungsviertel' lagen früher die Gärten in dem feuchten Gelände der 'Welle', doch im Zuge des wirtschaftlichen Aufbaus wurde die Post an die Ecke Prinzhorn-/Wellestraße in einen Neubau verlegt. Planungen für eine Bebauung relehen bis in die dreißiger Iahre zurück. Die Volksbank stand zum Zeitpunkt der Aufnahme noch an der Grafenstraße.

41. Das 'Central-Theater' an derWellestraße wurde 1952 eröffnet. Später kamen die beiden zweistöckigen Häuser mit der Rats-Apotheke (1959), der Dresdner Bank (1969) und der Quelle-Filiale hinzu. Das 'Central- Theater' von 'KinoMeyer' war nach der 'Schauburg' von 'Conny' Bruns am PohllFlöthestraße (1913) das zweite Lichtspieltheater in Diepholz. Ihm folgten an der Maschstraße die 'Schürzenhof-Ltchrspiele' (1957), die - umbenannt in 'Film-Casino' 1963 schon wieder geschlossen wurden.

42. Das Staatliche Gesundheitsamt im Osten des 'Regierungsviertels' wurde 1958 bezogen. 'Kunst am Bau' gab es damals schon mit der Plastik eines Kormorans von Edith von Sanden-Guja, einer Künstlerin, die im letzten Kriegsjahr von Ostpreußen an den Dümmer nach Hüde geflüchtet war. Das Gebäude umschließt nach römischem Vorbild einen stillen Innenhof Im Hintergrund zeigen die Gärten noch die Berechtigung der Bezeichnung 'Gartenstraße' ,doch sind aus den früheren Nutzgärten überwiegend Rasenflächen und Ziergärten geworden.

43. Im Iahre 192 9 trennte sich die Diepholzer Maschinenfabrik von Fritz Schöttler mit einem Neubau auf dem Esch von der Schöttlerschen Maschinenfabrik an der damaligen WilheImstraße (seit 1933 Hindenburgstraße). Die SCHÖMA und die DIEMA stellten mehr und mehr Diesellaks her, die besonders in Asien und Europa auf Plantagen, bei der Bundesbahn, im Bergbau, in Steinbrüchen und bei Tunnelbauten eingesetzt wurden. Dass zunächst auch noch andere Segmente eine Rolle spielten, zeigen die Aufschrifien der DIEMA, aufgenommen von einer Wohnung im Hause Eschfeldstraße 21. Die Fabrikgebäude wurden nach dem Ende der Firma um 1980 durch Wohnhäuser ersetzt.

44. Bauen scheinbar ohne Ende war die Devise seit 1949. Neben neuen Baugebieten wurden Baulücken geschlossen. Hier ein Bliek auf die Arbeit der Zimmerleute am Wohnhaus der Kreissparkasse an der Eschfeldstraße, im Hintergrund das neue Gebäude für Bedienstete der Deutschen Bundesbahn. Als dieses Foto über ein Iahrzehnt nach dem Krieg entstand, wohnten in dem Standort des Fotografen, einem Drei-Familien-Haus aus der Vorkriegszeit, sechs Mietparteien, unter ihnen mehrere 1946 vertriebene Schlesier aus dem Breslauer Raum.

45. Nie wieder eine Uniform anziehen - das dachten viele Kriegsheimkehrer 1945 und später. Doch 1956 wurde Diepholz wieder eine Garnison mit Fliegerhorst und Standortverwaltung (1957). Vor dem Kreishaus gab die Bundeswehr ein Platzkonzert, das der Sympathiewerbung dienen sollte. Die Angehörigen der Luftwaffe waren wie ihre britischen NATO-Kameraden (bis 1963) stets wohlgelitten und integrierten sich bald in die Bevölkerung. Die Bundeswehr wurde zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor und Arbeitgeber auch für die Umgebung.

4-6. Der Grundstein zum neuen Kreishaus wurde am 14-. Oktober 1952 gelegt. Im Ianuar 1954- wurde das Verwaltungszentrum bezogen und zwei Monate später die erste Sitzung des Kreistags eröffnet. Damals kam man mit einigen Parkplätzen vor dem Hauptgebäude aus. Das Foto entstand 1969; vorn in der Mitte war noch Gartenland, noch fehlte das Einkaufszentrum an der Schömastraße (zwischen der Schöma ganz links und dem Lokschuppen der Deutschen Bundesbahn).

47. Am 8. Mai 1963 sprach Bundeswirtschaftsminister Prof. Ludwig Erhard ('Mr. Wirtschaftswunder') vor dem Kreishaus. Er war der künftige Bundeskanzler als Nachfolger Konrad Adenauers. An dem sonnigen Frühlingstag öffneten die Verwaltungsbediensteten die Fenster und genossen ihre Logenplätze. Wenig mehr als vier Iahre später konnten sie dort den nächsten Bundeskanzler Dr. Kurt Georg Kiesinger beobachten und hören.

48. Noch aus dem [ahre 1908 stammte das erste Diepholzer Krankenhaus. Zuletzt war es Altersheim (bis 1966 städtisch, dann Innere Mission). Hier zwischen Willenberg und LüderstraBe gab der Bläserchor ein Konzert für die noch mobilen Seniorinnen, für die Sitzgelegenheiten nach draußen gestellt worden waren. Sogar zwei edel gestaltete Stühle aus der Epoche des Jugendstils standen zur Verfügung.

49. Vom Herbstorkan im November 1972 blieb dieses marode Bauernhaus auf dem Willenberg nicht verschont. Den Fotografen reizte der Gegenstand zwischen dem abgedeckten Dach und dem zerstörten Giebelfîrst einerseits und der Werbetafel, die Fortschritt und Stabilität verhieß. Das giebelständige Haus hatte den Wirtschaftsteil an der Straße, über der Groot Döör eine Tûr, durch die Lagergut vom Ackerwagen auf den Speicherraum der Deele gereicht werden konnte.

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