Diepholz in alten Ansichten Band 3

Diepholz in alten Ansichten Band 3

Auteur
:   Wilfried Gerke
Gemeente
:   Diepholz
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6737-6
Pagina's
:   84
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Diepholz in alten Ansichten Band 3'

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50. Oben: Irn Iahre 1974 nahm der Fotograf dieses Bild auf. Er stand am Ufer der Lohne in der Nähe des Oderwegs. Wo seit 2003 die Brücke der Südost-Entlastungsstraße den Bliek versperrt, konnte man weit über acht Iahrhunderte den Schlossturm betrachten. Viele Iahre lang blieben die früheren Weidepfáhle in ihrer verwitterten Würde erhalten. Während der Oderweg bereits voll erschlossen und das Gebiet Enge Straße damit weitgehend bewohnt war, folgte die gegenüber liegende Schlossstraße-Süd erst mehrere Iahre später. Gepaddelt wird immer noch zwischen Dümmer und Diepholz.

Unten: Nah am Wasser gebaut war das 'Hotel Stadt Osnabrück'. Neben der Gastwirtschaft war hier einAnIeger für Kanus und Paddelboote und die Möglichkeit, die Natur unter Bäumen zu genießen. Auf dem rechten Lohneufer legte Tischlermeister Louis Schierbaum später einenAnleger an, über den Boote aufs Wasser gelassen wurden. Beliebt war das Paddeln in Richtung Dümmer oder lieber zurück mit der nicht sonderlich spürbaren Strömung. 1977 wurde das Hotel in 'Trakehnerhof" umbenannt, etwa zwei Jahrzehnte später geschlossen.

5 1. Die vom Architekten Werner Schöttler geplante 'Badeanstalt' wurde mit gefiltertem Lohnewasser gespeist. Am 26. April 1969 stellten die Stadtwerke auf Leitungswasser um. Die Sprunganlage mit Plattformen in 5 und 10m Höhe wurde an heißen Tagen mit Besucherandrang gesperrt. Das Bad war ein Treffpunkt der Geschlechter, ein Ort zur Demonstratien von Mut, Ausdauer und Schönheit. Im Gebäude mit der Uhr befanden sich die Umkleiden, die Kasse und eine Verkaufsstelle für Eis und Getränke. Links davon stand ein Tischfußballspiel. Über alles regierte Bademeister Willi Hunte, ein schlanker Herr in Weiß - von der Schirmmütze bis zu den Schuhen. Wachen Blicks regierte er sein Reich, und wenn er seine Trillerpfeife benutzte, spähten die Gäste nach dem Übeltäter, der das Missfallen Huntes erregt hatte.

1963/64 wurde die Schwimmhalle auf dem Scheurenkamp gebaut und rechtzeitig zur Wintersaison eröffnet. Klug platziert, wurde die Einrichtung von vielen Schülerinnen und Schülern genutzt, stand aber auch der gesamten Bevölkerung zur Verfügung. Das Sportabitur war endlich nicht mehr mit einer Fahrt nach Lohne verbunden. Letztlich wurde damit erstmals das Schwimmen in der kalten Iahreszeit ermöglicht, denn das Freibad wurde dann geschlossen, wenn der Bademeister als Marktmeister fungierte und den Großmarkt betreute.

52. Oben: Diepholz wuchs nach eigener Wahrnehmung in amerikanischern Tempo. Als seit 1 956 die Garnison der Bundeswehr entstand. wurde als größtes das Wohnviertel an Moorstraße, Willenberg, Möldersstraße und Lüderstraße hochgezogen. Bauherrin war die vom Bund getragene Bonner Wohnbau GmbH, die mit Diepholzer Firmen zusammenarbeitete und so das heimische Handwerk und seine Arbeitsplätze sicherte. (Foto vom Sommer 1958).

Unten: Noch ländlich sah derWillenberg nahe der Lüderstraße in den fünfziger Iahren aus, Dazu trugen das alte Pflaster, der nur angedeutete 'Bürgersteig' (ohne Hochbord, Rinnstein und Gully), dieTelegraphenFreileitung und die schlichte Straßenlampe bei. Vor dem Fachwerkhaus auf der linken Seite fuhr jemand mit einer Milchkanne am Fahrradlenker in Richtung PohL

53. Oben: So sah es kurz nach dem Baubeginn des Gemeindezentrums St. Michaelis aus. Von der Mischmaschine wurde der Beton per Schubkarren zur Bodenplatte gefahren. Die Häuser im Hintergrund wurden seit Ende der dretßiger Iahre zunächst für Wehrmachtangehörige gebaut. Davor sieht man die Herrenweide. ehemals im Besitz der Edelherren von Diepholz. Die weiße Häusergruppe halblinks war das WOl111- und Geschäftshaus Volbert (Haushaltwaren, Porzellan, Fahrräder). Ganz links Häuser an der Maschstraße. Der Michaelisweg existierte noch nicht.

Unten: Landessuperintendent Degener hielt die Festansprache bei der Grundsteinlegung für die St.-Michaelis-Kirche im Iahre 1962. Auf der Tribüne war ein schlichter Tisch als Altar aufgestellt und mit Blumen geschmückt. Degener assistierten Superintendent Bobzien und Pastor Spreckelsen. Rechts die Kirchenvorstandsmitglieder Kläning und Niemeyer mit Zylinder, der damals von mehreren Herren des Kirchenvorstands getragen wurde. Auch bei Beerdigungen gehörte er selbstverständlich noch zur allgemein erwarteten Kleidung.

54. Oben: Dieses Foto wurde 1962 vom St.-Michaelis-Kirchturm aus aufgenommen. Viel hat sich seitdem nicht verändert. Besonders die am Anfang der fünfziger Iahre errichtete Mühlenkampschule in der Mitte ist vertraut. Doch das Gelände links hinter der Schule am Essmannskamp ist noch nicht bebaut und rechts auf dem freien Gelande hinter dem Friseursalon Dieckmann fehlen die 'Schokoladenhäuser' , die nach ihrem ungewöhnlichen Putz so genannt wurden.

Unten: Diese Reihenhäuser an der Herrenweide sind ein Produkt des [ahres 1966. Damals war die Arbeit des Schornsteinfegers noch weitgehend mit dem Anlegen der Leiter, dem Herumsteigen auf Dächern und dem Fegen der Kamine verbunden. In den sechziger [ahren kündigte ein Meister im schwarzen Anzug und mit schwarzem Zylinder sein Kommen durch eine Kreidezeichnung mit Leiter und Datum an. Die Kinder fragten noch gern: 'Wer fürchtet sich vorm schwarzen Mann?' 'Niemand!' erklang die Antwort, wurde er doch als Glücksbringer angesehen.

55. Das Südende des Willenbergs war schon im 16. Jahrhundert besiedelt. Dort stand der Hof 'auf dem Ohrde', plattdeutsch 'Uffenohrde'. 1950 ließ der Besitzer das uralte, nach Aussage des Diepholzer Hauschronisten Oskar Schröder beinahe mittelalterlich anmutende Haus abbrechen und einen Neubau errichten. Der Hof, der am Stadtrand stand, wurde durch die Neubaugebiete Enge Straße und Samenfeldstraße von den benachbarten landwirtschaftlichen Flächen getrennt. 1996 wurden diese Fotos aufgenommen, die die Gebäude im Stadium des Abbruchs zeigen.

56. Über die B 214 wurde 1966 die Brücke der Umgehungsstraße gebaut. Während der Arbeiten wurde der Verkehr umgeleitet, und ein Citroën (das 'Studentenauto' , 'Ente' genannt), ein VW-'Käfer' mit großer Heckscheibe und ein VWTransporter tasteten sich auf der Behelfsstrecke voran. Zwar konnte die Brücke Ende der sechziger Iahre benutzt werden, doch die Umgehungsstraße im Zuge der B 51 wurde erst im Juni 2003 fertig, und derWest-Ost-Verkehr nutzte weiterhin die Steinfelder und die Hindenburgstraße durch die Stadt am Kreiskrankenhaus vorbei.

57. Die Färberei Fiebinger in der Kolkstraße eröffnete nach dem Ersten Weltkrieg. Aus diesem Fachwerkgebäude zog die Firma später um, wie das Schild 'Unser Geschäft befmdet sich ab heute im Nebenhaus' bezeugt. Mit der Gründung des Cordi -Markts von Irnmega (gebildet aus lateinisch cors = Herz und Diepholz) 197 4ließ sich die chemische Reinigung und Färberei in dessen Neubau auf dem Gelände der früheren Großschlachterei Finke nieder. Aus der Firma Fiebinger wurde die Reinigung Sommer, die in Famihenhand blieb.

58.Auch ein Opfer der Abräummentalität wurde im Iahre 1967 die 1878 gebaute Villa Schwarze. Die Familie Schwarze war von Mariendrebber 1826 nach Diepholz gezogen, harte später ein Haus an der Langen Straße gekauft und 1899 verkauft. 1871 und 1882 erwarb die Firma Ledeboursttaße 7 und 6 für ein Kontorhaus dieser bedeutenden, vor allem in Bremen tätigen Getteidehandelsfrrma. Die hier abgebildete Villa Schwarze auf dem Esch war ein Hort der Kulturpflege. Ihr Garten enthielt wenvolle Gehölze.

59. Im September 1951 weihte der zuständige ErzbischofDr. Berning das Gotteshaus für die katholische Gemeinde am Weizenkamp, die durch Kriegsfolgen entstanden war. 1944/45 bildeten vor allem evakuierte Rheinländer, seit Mitte 1946 vertriebene Schlesier den allergrößten Teil, seit 1956 kamen Bundeswehrangehörige dazu. Von nur wenigen Familien stieg die Seelenzahl bis 1950 auf fast 1500. Die Lutheraner bildeten weiterhin die absolute Mehrheit. Beide Konfessionen traten sich weithin mit Verständnis gegenüber - eine gute Voraussetzung für ökumenisches Handeln.

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