Diepholz in alten Ansichten Band 3

Diepholz in alten Ansichten Band 3

Auteur
:   Wilfried Gerke
Gemeente
:   Diepholz
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6737-6
Pagina's
:   84
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Diepholz in alten Ansichten Band 3'

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60. Links: Der katholischen Christkönigkirche fehlte zunächst noch derTurm. 1967 wurde er gemauert, imAugust gerichtet, im Dezember wurden die Glocken geweiht. Der Aufbau umfasste auch eine Erweiterung der Kirche, die durch die Konsekration des Altars noch vor Weihnachten beendet wurde. Motor der Entwicklung war der aus dem Rheinland stammende Pfarrer Schmidt, der auch für pfarrhaus, Altersheim und Gemeindehaus sorgte.

Rechts: Die katholische Kirche präsentierte sich so nach der Erweiterung um den Chor mit den hohen Rundbogenfenstern, die im Kontrast zu den kleinen Fenstern des Schiffes stehen. Die Ansichtskarte wurde von dem Heimatvertriebenen Johannes Böhm verlegt, der an der Mühlenstraße einen Laden für Zeitschriften und Tabakwaren betrieb und 1951 den ersten Schachverein in Diepholz gründete. - Bereits 1947 versammelten sich als erste kleinere Glaubensgemeinschaften die Anhänger der Christian Science und die Neuapostolischen (in der Landwirtschaftsschule an der Grafenstraße ) .

61. Bild oben: Zahlreiche Weiden, Wiesen und Felder wurden in Bauland umgewandelt. Das Gesinde verschwand aus dem Sozialgefüge, die menschliche Arbeitskraft wurde durch Maschinen ersetzt. An die Stelle der Pferde traten Traktoren mit erheblich mehr PS, und ein Mähdrescherfahrer erledigte die Arbeit mehrerer Leute. Die Zahl der Zugmaschinen im Landkreis Grafschaft Diepholz wuchs von 438 (1949) über 1448 (1954) auf 2932 (1959). Die Zahl der von der Landwirtschaft Abhängigen sank von 1950 bis 1961 um 27%. Schon 1963 gab es in der Stadt Diepholz nur noch 132 Pferde.

Bild links: Arbeit im Moor wie hier durch den Torfstecher war schwerste körperliche Anstrengung. Gerade in der Kriegs- und Nachkriegszeit halfen sich viele Haushalte damit über die Kohlenknappheit hinweg, doch schon 1950 sah man erheblich weniger Leute im Diepholzer, Heeder und Aschener Moor. Die traditionelle, anstrengende Methode, Heizmaterial zu beschaffen, wurde durch die bequemere Beschaffung von Kohle und Gas abgelöst. Torf wurde, wenn überhaupt noch, industriell abgebaut. Teile der Diepholzer Moorniederung stehen inzwischen unter Schutz.

62. Lehrer Gustav Freitag unterrichtete 1949 die 3. Klasse derVolksschule Sankt Hûlfe-Heede. Die Klassen waren groß in der Nachkriegszeit und es war eine erhebliche organisatorische Kunst, die durch die Flüchtlinge und Vertriebenen stark angewachsene Schülerzahl in dem alten Schulgebäude unterzubringen. 47 Kinder in einer Klasse - das reichte in der Regel für Frontalunterricht und gruppenweise Beschäftigung.

63. Um 1961 marschierten die Kameraden durch Sankt Hülfe. Auch eine Abordnung der Bundeswehr war dabei und Mitglieder der benachbarten Kyffhäuservereine mit ihren Fahnen. Die ehemaligen Soldaten von der Kyffhäuserkameradschaft Sankt Hülfe-Heede unter Gustav Freitag waren stets die zuverlässigsten Teilnehmer bei den Gedenkstunden am Volkstrauertag.

64. Geradezu ernst ging es zu diesem Zeitpunkt (noch!) zu, als 1957 Erntekönigin IngeAngelbeck geborene Klausing und Erntekönig Friedrich Wiechering den Erntekranz präsentierten. Natürlich machte sich später auch die Wirkung des Sankt Hülfer Korns aus der Brennerei BIome bemerkbar. Die Damen trugen Kleid oder Rock, an der Haustûr steht eine Frau in weißer Kittelschürze zur Feier des Tages. Damenhosen waren noch nicht in Mode.

65. So wurde l 957 die Erntekönigin in Sankt Hülfe abgeholt. Dass keine Pferde mehr verwendet wurden, kennzeichnet den inzwischen eingetretenen technischen Fortschritt in der Landwirtschaft. Kurz vorher waren die neuen KfzKennzeichen eingeführt worden, die das bisherige BN (für Britische Zone Niedersachsen) ersetzten. Als die Bundesrepublik Deutschland ] 955 souverän wurde, war die Abkürzung BN nicht mehr zeitgerecht, und die Landkreisverwaltungen vergaben eigene Kürzel wie DH für den Kreis Grafschaft Diepholz und SY für den Kreis Grafschaft Hoya mit Sitz in Syke.

66. Heinrich Hoffmann war der Kutscher des Maikönigs Ludwig Wiechering und seiner Frau Erna, 'gekrönt' 1959, hier arn HofNagel-Langner (später Huntemann) . Das Schützenfest der Sankt Hülfer und Heeder, seit 1974 gefeiert von der 'Maifeier von 1498 «v: geht auf den Edelherrn Rudolf von Diepholz zurûck, der das Wettschießen auf einen Holzvogel, den 'Papagoy', genehmigte.

67. Der Sankt Hülfer Karneval des Männer-Gesangvereins mit dem tänzerischen Nachwuchs 1976. An der Spitze marschierte Anke Wiechering-Sudmann. Die Kostüme erinnern zwar an den rheinischen Karneval, doch die Sankt Hülfer bemühten sich mit Erfolg darum, Eigenständiges zu schaffen. Führend waren Prinz, Vorstand, Festausschuss und Siehener-Rat. Unerlässlich war die Hofkapelle Rudi Grodtke.

68. Friedrich Wiechering, einer von vielen Einheimischen, die seit 1960 den Sankt Hülfer Karneval des Männergesangvereins bereicherten und den Grundstein zu einer jahrzehntelangen Tradition legten. Der Saal von Lohaus (heute Castendieck) bildete von Anbeginn das geeignete Forum. Hier trat Wiechering am 4. Februar 1967 als der 'Bedröbbelte' auf.

69. Das war der Sankt Hülfer Karneval Ende der siebziger [ahre mit den 'Hupfdohlen' Kerstin Bockhop. Monika Oehlmann, Anette Wüppenhorst, Birte Krümpelmann, Sonja Behnisch (Leiterin), Andrea Miehalski und Anke Wiechering. Vordere Reihe: Gudrun Langner, Anja Rechtem, Ines Peter und Eva Wagner. Das Bild erinnert wieder an das sportliche Engagement, das in Diepholz eine lange und erfolgreicheTradition hat.

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