Diepholz in alten Ansichten Band 3

Diepholz in alten Ansichten Band 3

Auteur
:   Wilfried Gerke
Gemeente
:   Diepholz
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6737-6
Pagina's
:   84
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Diepholz in alten Ansichten Band 3'

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70. Im Oktober 1973 besuchte der 1969 gewählte Bundeskanzler Willy Brandt das damals noch selbständige Sankt Hülfe und posierte vor den Fotografen und den Schaulustigen auf dem Hof Aufurth mit seinem hübschen Fachwerkhaus. Die regionale Gastronomie testere er im Hotel Lohaus, dem Traditionslokal der Jägerschaft und einst beliebten Ziel Diepholzer Spaziergänger, die dort Kaffee tranken. Rechts neben Brandt MdB OlafSchwencke, links (mit dunkler Brille) Bundeslandwirtschaftsminister JosefErtl. Im folgenden Frühjahr trat Brandt von seinem Amt zurück.

71. Großes Interesse fanden die Reitturniere wie das Kreisturnier am 26. und 27. Mai 1956 auf dem Platz hinter Lohaus - ein Verdienst vor allem des Reitvereinsvorsitzenden und 1960 verstorbenen Bauunternehmers Friedrich Fangmeier in der Nachfolge von Fritz Oehlmann (Oehlen). Die Zuschauer(innen) stehen dicht gedrängt an den Absperrungen. Das größte Interesse fand die damals bekannte Springreiterin Renare Freytag aus Verden (Aller). Ebenfalls hinter dem Hotel war 1927 der erste Tennisplatz im heutigen Diepholzer Stadtgebiet angelegt worden.

72. Die Hengemühle wurde wie alle Wassermühlen von dem in den fünfziger Iahren einsetzenden Mühlensterben betroffen. Vor allem aber wurde die Hunte reguliert und dadurch die Hengemühle von der Wasserzufuhr abgeschnitten. Das Wasserrad stand' auf einmal still', wie es in Eichendorffs Mühlenlied heißt. Die Mühle verfiel, doch gerade die Atmosphäre der Ruine steigerte ihre Romantik. Das verwunschene Gebäude an dem allmählich überwucherten Pflasterweg, das von der Sägemühle übrig gebliebene Sägemehl, die alten Bäume, das rostige Rad, der dunkle Mühlenkolk - das war ein seltenes, inzwischen leider untergegangenes Ensemble!

73. Das blieb übrig von der Hengemühle in Ossenbeck, nach der abgebrannten Diepholzer Stadtmühle der letzten Wassermühle im heutigen Diepholzer Stadtgebiet. Das mächtige Wasserrad ließ der Eigentümer vom Mühlengebäude und Mühlenkolk entfernen und als letzte Erinnerung an eine Iahrhunderte alte Tradition in der Nähe der regulierten Hunte deponieren. Diese in unserer Region mittelalterliche Form der alternativen Energie hatte ausgedient.

74. Eine Klasse derVolksschuleAschen 1947 mit dem jungen Klassenlehrer Horst Leski. Nach der Statistik vom 15. Mai 1948 wurden 123 Jungen und 96 Mädchen in vier Klassen unterrichtet. Unter den 219 waren 84 Flüchtlinge und 16 Evakuierte. Horst Leski war vom 1. Mai 1947 bis zum Sommer 1950 in Asehen und ging dann als Hauptlehrer nach Brockum. 1957 zum Schulrat ernannt, verließ er den Landkreis. Er verfasste später Bücher zur Geschichte der Schulreformen und ihrer Behandlung durch die Verwaltung besonders in Niedersachsen. Seine erste Arbeit aber war einAufsatz über den Brockumer Markt 1890-1930 im Diepholzer Kreisblatt am 29. und 30. Oktober 1953.

7 S.Anfang der siebziger Iahre nahm GeorgWarnecke (Aschen-Sille) dieses Foto auf. Es zeigt einen Bohlweg. der beim Ausbau der Dadau westlich des Hofes Gr. Mehrholz durch einen Bagger angeschnitten worden war. In den folgenden [ahren kam der Moorarchäologe Hajo Hayen aus Oldenburg regelmäßig im Sommer zu Ausgrabungen, durch die er im Aschener MoorTeile eines vorgeschichtlichen Verkehrsweges vom Hohen Sühn durch das Moor ins KreisgebietVechta erforschte. Hayens Verdienst besteht auch darm, dass er einen Teil des Weges nicht ausgrub, sondern für spätere Zeiten mit neuen Methoden unter Schutz stellen ließ.

76. Die das Ortbild prägende Fohringsche Windmühle am nördlichen Ortsrand von Asehen war ein Galerieholländer (hier als Ruine um 1980).1877/78 gebaut, erhielt sie 1886 eine Lokomobile, weil der Müller vom Wind unabhängig werden wollte. 1884 wurde ein Sägewerk angegliedert. 1947 wurde die Mühle voll auf Strom umgestellt. Das Mühlensterben ging aber auch an ihr nicht vorbei. Der Schornstein wurde 1955 abgebrochen. 1957 wurden die 20 m langen Flügel an den Müller Henke in Labbus bei Sulingen verkauft. Der letzte Müller Fohring war von 1919 bis 1933 Kreistagsmitglied für die Deutsch-Hannoversche Partei.

77. Unsere Reise in die Vergangenheit ist beendet. Sie mag Fantasien freigesetzt haben, und deshalb passt das Foto von Thea Hucke (18931970) gut an den Schluss. Die Malerin aus der Steinstraße, die sich in Berlin hatte ausbilden lassen, verlor durch einen Luftangriff auf Hannover ihr Atelier mit zahlreichen Arbeiten. Sie kehrte daraufhin nach Diepholz zurück und machte mit Ausstellungen und ihrer pädagogischen Tätigkeit in der Volkshochschule Osnabrück auf die von ihr so genannte 'absolute Malerei' aufmerksam. Dachdeckermeister und Mäzen Adolf Iacobs gebührt das Verdienst, dass das Andenken an sie bewahrt geblieben ist. Das Foto mit der Künstlerin, ihrer Staffelei und dem Blumenbild hat die Berufsfotografin Anneliese Helm (FotoPetersen) aufgenommen.

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