Diez in alten Ansichten

Diez in alten Ansichten

Auteur
:   Fred Storto
Gemeente
:   Diez
Provincie
:   Rheinland-Pfalz
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3446-0
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Diez in alten Ansichten'

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29. Der im Jahre 1895 angelegte israelitische Friedhof, von dem die Aufnahmeeinen Teil zeigt, hat die Zeit der Judenverfolgungen unbeschadet überdauert. Er liegt im sogenannten Diezer Forst unterhalb des Fachinger Weges so versteekt, daß viele Diezer von seiner Existenz nichts wissen.

30. Fotograf Bender senior überlieferte uns mit diesem Bild eine interessante Darstellung der Ecke Wilhelmstraße-Luisen(Louise-Seher)-Straße um 1885. Im Vordergrund ist der Mühlgraben zu erkennen. Das Haus am linken Bildrand gehörte zu der Gärtnerei Oser & Co. Es steht heute hinter der Nassauischen Sparkasse. Der Garten mußte später dem Neubau des Postgebäudes weichen. Die frühere Luisenstraße führte die 'Zingel' hinauf und endete auf halber Höhe in einer Lehmgrube mit Ziegelbrennerei. In der Bildmitte steht das sogenannte Institut von Bismarck. Der Garten des Bender'schen Hauses (rechts) ist heute von der Rathaus-Apotheke überbaut.

31. Das Mädchenpensionat Lieber-Dietz-von Bismarck in der Luisenstraße. Der Besuch des 'Instituts', wie es genannt wurde, blieb ausschließlich sogenannten höheren Töchtern vorbehalten, von denen sich 1873 einige stolz dem Fotografen stellten. Das Institut wurde bereits 1909 aufgelöst. Heute ist in diesem Gebäude die Verbandsgemeindeverwaltung untergebracht.

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32. Im Jahre 1896 wurde an der Ecke Luisenstraße-Bahnhofstraße (wie der obere Teil der heutigen Wilhelmstraße damals noch hieß) das 'Kaiserliche Postamt' eröffnet. Fast prunkvoll erscheint uns heute der Eingang, den ein gekrönter Reichsadler aus rotem Sandstein bewachte. In den frühen sechziger Jahren verlegte man den Eingang auf die linke Gebäudehälfte. Damit verschwand gleichzeitig die schöne Bildhauerarbeit. Sowohl vor dem Postgebäude als auch vor dem angrenzenden Kaufhaus Hugo Schmidt (heute Nassauische Sparkasse) befanden sich hübsche Ziergärten. Beachtenswert ist auch die Baumreihe und der Mühlgraben auf der linken Seite.

33. Obwohl noch nicht sehr alt, zeigt uns diese Aufnahme bereits ein Stück Vergangenheit. Der Mühlgraben, seit über sechshundert Jahren zum Diezer Stadtbild gehörend, mußte dem wachsenden Verkehr weichen. Mit der Verbreiterung der Wilhelmstraße wurde er überdeckt und wird heute als Bürgersteig benutzt. Schade, denn rnit dem Mühlgraben ging unserer Stadt ein Stück Romantik verloren. Das schöne Haus rechts wurde niedergelegt und an seiner Stelle ein Zweckbau (Möbel-Guhr) errichtet.

34. Wohnhaus mit Fotoatelier des 'Hofphotographen' Karl Bender in der Wilhelmstraße. In diesem kleinen Atelier entstanden eine Vielzahl der Postkarten und Bilder, die uns heute Kermtnis geben von den Ereignissen und den Aussehen unserer Stadt in früherer Zeit. Die Brillanz der Bilder ist erstaunlich, wenn man den Stand der Fototechnik jener Zeit bedenkt. Dem Vernehmen nach soll Karl Bender ftir die Ermittlung exakter Belichtungszeiten stets ein Kätzchen bei sich geführt haben, nach dessen lichtempfindlichen Augen und Pupillenveränderung er die erforderliche Zeit schätzte. Eine kuriose, aber sehr erfolgreiche Methode, wie alle seine Bilder beweisen.

35. Dieses noch unverputzte Gebäude, in dem sich heute die Büros der Stadtverwaltung befinden, wurde um 1880 von der Baufirma BaJtzer als Mietwohnhaus errichtet. Von 1894 bis 1897 wohnte hier der Kommandeur des in Diez stationierten 11. Bataillons des 6. Rheinischen Infanterieregiments NI. 68, von einem Posten bewacht, dessen Schilderhaus am linken Eingang stand. Das Nebengebäude Mies (heute Nassauische Sparkasse) wurde erst 1899 erbaut. Die Wilhelmstraße war mit einer Reihe junger Bäume bepflanzt. Im Vordergrund ist ein kleines Stück Mühlgraben zu erkennen.

36. Im Sommer 1916 bot sich dem Fotografen diese idyllische Ecke an der oberen Wilhelmstraße in Diez: Der Mühlgraben ist noch nicht überdacht. Seine Wasser betreiben die alte Untermühle links und die neuere Obermühle Pfeiffer im Hintergrund. Auf der kleinen Brücke steht Ingenieur Karl Raab, Leipzig, mit seiner Frau und Tochter. Rechts steht eine der alten Gaslaternen. Beide Mühlen existieren nicht mehr. Heute befinden sich dort die Autowerkstatte Müller und der Tengelmann-Markt.

37. Unter großer Anteilnahme der Bevölkerung wurde am 14. Juli 1907 am Kuhn'schen Haus, genannt 'Zum grünen Baum' (heute Schuhhaus Held), eine Gedenktafel für die Fürstinnen Albertine Agnes und Henriette Amalie von Nassau-Diez-Oranien enthüllt. Anlaß war das 200jährige Bestehen der Diezer Neustadt, deren Gründerinnen die genarmten Fürstinnen waren. Das Haus 'Zum grünen Baum' mit den drei wunderschönen, geschnitzten Erkern gehört zu den ersten der Neustadt. Es wurde bereits 1696 fertiggestellt. Bis heute blieb es unverändert.

38. Unser Bild zeigt das Stammhaus der bedeutenden Kaufmannsfamilie Heek in der Wilhelmstraße vor dem Umbau im Jahre 1885. Die Haustür ist leicht über die breite Steintreppe zu erreichen. Die aufstehenden Steinpfeiler schützten die Treppe vor Beschädigungen durch vorüberfahrende Fuhrwerke, indem sie die eisenbereiften Wagenräder abwiesen. Neugierig sehen auch hier wieder Kinder dem Fotografen bei der Aufnahme zu. In diesem Hause wurde auch Robert Heek (1873-1958) geboren, der spätere Altbürgermeister, Museums- und Bibliotheksleiter, Königlich Niederländische Vizekonsul und Ehrenbürger der Stadt, dem Diez in kultureller Hinsicht vieles zu verdanken hat.

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