Diez in alten Ansichten

Diez in alten Ansichten

Auteur
:   Fred Storto
Gemeente
:   Diez
Provincie
:   Rheinland-Pfalz
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3446-0
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Diez in alten Ansichten'

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39. In der unteren Wilhelmstraße stand das Geschäftshaus der Gebrüder Levita, deren Inhaber sich unserem Fotografen stellten. 1904 wurde das Haus um zwei Stockwerke vergrößert. Nach dem Weggang der jüdischen Inhaber 1938, übernahm Firma Schulz & Meerganz die Textilhandlung. In dem Gebäude befinden sich heute die Tabakwarengroßhandlung Thiel (Klein) sowie das Antiquitätengeschäft Küster.

40. Welcher Betrachter vermutet auf den ersten Bliek, daß dieses Bild die Buchhandlung Meckel an der Ecke Wilhelmstraße-Rosenstraße darstellt? Der Senior Philipp Heinrich Meckel, mit seinem Sohn vor dem Gebäude auf 'Meckels Eek' stehend, gründete 1871 in Holzappel ein Papier- und Schreibwarengeschäft, das später nach Diez verlegt wurde. An vier Fenstern stellten sich drei Generationen der Familie Meckel und dazu das Personal dem Fotografen. Das Gebäude wurde 1905 niedergelegt und dafür ein Geschäftshaus errichtet. Die 'Buch-, Kunst-, Papier- und Luxuswarenhandlung' Ph.H. Meckel zeigte am 1. November 1907 die Eröffnung ihres neuen Ladenlokals ergebenst an. Seit diesem Zeitpunkt erschienen fast sämtliche heimatkundlichen Veröffentlichungen im Verlage Ph.H. Meckel, Diez.

41. Herr von Honthorst, Hofmarschall Ihrer Königlichen Hoheit, der Großherzogin von Luxemburg, Adelheid von Nassau, eröffnete am 13. Mai 1911 die 'Oraniensteiner Ausstellung' im Hotel Viktoria. Für diese, auf Betreiben des späteren Bürgermeisters von Diez, Robert Heek, zustandegekommene Ausstellung, stellten viele Diezer und auswärtige Bürger Möbel, Porzellan, Bilder, Gold- und Silberwaren sowie viele andere Einrichtungsgegenstände zur Verfügung, die einst zum Inventar des Schlosses Oranienstein gehörten und auf Napoleons Befehl zu Beginn des 19. Jahrhunderts versteigert wurden. Die mit Pickelhaube, Zylinder und Strohhut an der Feier teilnehmenden Bürger zeigen recht anschaulich ein Bild der damaligen Mode. Besonders hübsch anzusehen ist die Dame mit Kinderwagen im Vordergrund.

42. Dieses Bild wurde 1885 vom St. Peter aus aufgenommen. Es zeigt die noch freistehende ehemalige Stadtmauer mit dem daraufgesetzten Pavillon im Garten des Hauses Eberhard. Die freie Fläche bis zur Lahn war zu Beginn des vorigen Jahrhunderts Teil der großen Obstanlage des Kreisarztes DI. Friedrich August Adrian Diel, der als Deutschlands größter Promologe galt und Eigentümer des späteren Hauses Eberhard war. Hier im kleinen Pavillon schrieb er seine siebenundzwanzig Bände umfassende 'Bestimmung der deutschen Kernobstsorten'. Ihm zu Ehren nannte man eine besonders saftige Birnensorte 'Diels Butterbirne'. Von 1894 bis 1896 wurde auf diesem Gelände von der Wasser- und Schiffahrtsverwaltung der Diezer Hafen angelegt.

43. 'Das Gewehr über!' Stramm steht die Prinzengarde der Karnevalskampagne des Jahres 1900 vor dem Prinzenpalais, dem Hotel 'Hof von Holland', das damals von J.c. Weber gepachtet war. Am großen Gala-Umzug beteiligten sich am Fastnachtssonntag immerhin achtundzwanzig Gruppen, darunter neben anderem auch die Fußtruppen der Engländer und Buren, das Österreichische Abgeordnetenhaus, die Diezer fidelen Studenten, die Bäcker- und Metzgerinnungen und schließlich ein herrlicher Blumenwagen mit Blumenkönigin, der von der Diezer Kunst- und Handelsgärtnerei Oser gestellt wurde.

Kastrnttntnt.

6russ aus der 6arnison Diez a. d. Eabn.

44. Diese 'Grußpostkarte aus der Garnison Diez', zeigt die ehemals Städtischen Kasernen im Silberfeld an der Straße nach Oranienstein um 1905 mit den dazugehörigen zwei Pulverhäuschen am Rande des Stadtwaldes HAIN. Die Kasernen wurden mehrfach durch An- und Neubauten erweitert und sind heute noch ein Teil der Diezer Garnison. Auf dem noch unbebauten Gelände hinter den Kasernen befinden sich heute die Adelheld- und Schöne-Aussieht-Straße mit ihren Häusern.

45. Dem Kasernengelände schloß sich der Kalksteinbruch mit Kalkbrennerei der Diezer Unternehmer May und Urban an, dessen Kalkfelsen von der nach Oranienstein führenden Straße bis hoch zum jetzigen Diezer Ehrenfriedhof reichten. Der durch Schwarzpulversprengungen gewonnene Rohkalkstein wurde in den drei Schachtöfen gebrannt. Von der gesamten Anlage ist nichts mehr vorhanden. Heute steht dort der Bauhof der Firma Fuckert-Grehn, Das oben auf dem Kalkfelsen stehende 'Ruinchen' wurde ebenfalls längst abgebrochen.

46. Das 'Ruinchen' , wie man es früher liebevoll nannte, gehörte seit 1795 als 'Lusthäusgen' zur urnfangreichen Oraniensteiner Schloßparkanlage. Der Planer, Friedrich Ludwig von Skell, war einer der bedeutendsten Gartenarchitekten seiner Zeit. Er schuf unter anderem auch den Münchner Englischen Garten und den Schloßgarten zu Schwetzingen. Auf dem Bild sehen wir ein zierliches, achteckiges Bruchsteingebäude mit gotischen Fensteröffnungen. Es fiel 1886 der Kalkindustrie zum Opfer.

Kalkwerk und Steinoruch b.i Hahnstätten.

Kalk-u.Marmorwerke lWIüllEr & SchnEidEr

G. m. b. H.

OIE Z a. lahn.

Ring- und Töchterofen bei Di~z.

47. Auf der gegenüberliegenden Lahnseite befand sich der Kalkstein- und Marmorbruch der Firma Müller & Schneider, in dem der berühmte 'Edelfels'-Marmor in grauen, rosa und roten Farbtönen gewonnen wurde. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde dieser Marmorbruch wegen Unrentabilität aufgegeben. Das einstige Bruchgelände ist heute mit Autowracks vollgestopft.

48. Weiter stadteinwärts an der Auller Straße hatte sich um 1890 die Diezer Kalkindustrie etabliert. Wie die Aufnahme erkennen läßt, sind die alten Schachtöfen durch moderne Ringöfen ersetzt worden, die ein kontinuierliches Kalkbrennen ermöglichten. Aus dem ständig anfallenden Lehmabraum entstanden Ziegelsteine, die gleichzeitig in den Ringöfen gebrannt wurden. Die beiden ersten Ringöfen vor der naeh Heistenbach abzweigenden Straße gehörten den Kalkwerken Müller & Schneider. Die unterhalb des St. Peter angelegten Ringöfen standen im Eigentum der Firmen Bühl und Baltzer. Auf der linken Seite jenseits der noch nicht kanalisierten Lahn ist die erste Städtische Kaserne zu erkennen.

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