Diez in alten Ansichten

Diez in alten Ansichten

Auteur
:   Fred Storto
Gemeente
:   Diez
Provincie
:   Rheinland-Pfalz
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3446-0
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Diez in alten Ansichten'

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49. Bühls Kalksteinbruch mit Ringofen in der Diezer Au um 1890. Gearbeitet wurde täglich vierzehn Stunden an sieben Tagen in der Woche. Die Sonntagsruhe wurde erst am 1. Juli 1892 eingeführt. Die Belegschaft steht für ein Gruppenbild, in ihrer Mitte Unternehmer Bühl. Am anderen Lahnufer wird gerade ein zweiter Ringofen, in dem der gebrochene Kalkstein gebrannt wird, aufgebaut. Der hohe Schornstein ist bereits fertiggestellt.

50. Das Zivilkasino in der Luisen(Louise-Seher)straße wurde im letzten Vierte! des 19. Jahrhunderts errichtet und von der 'Diezer Casinogesellschaft' betrieben. Das geräumige Gebäude enthielt neben der Bewirtschaftung Lese- und Musikräume sowie einen grofsen Theatersaal rnit kompletter Bühne, auf der viele Vorstellungen stattfanden, Auch eine Kegelbahn war vorhanden. Im grotsen Garten konzertierten im Sommer Militärkapellen. Höhepunkt der winterlichen Ballsaison war der Neujahrsball. Nur den Mitgliedern und deren Gäste - meist Offiziere der Diezer Garnisou - waren Zutritt zum Casino und Teilnahme an den Veranstaltungen gestattet. Nach Auflösung der Casinogesellschaft in den zwanziger Jahren und verschiedener Benutzung bis zum Zweiten Weltkrieg wurde das Haus 1960 niedergelegt.

51. Der Dienstag-Kegelclub der Casinogesellschaft feierte Karneval 1906 ein japanisohes Blütenfest. Das war für die Angehörigen der Diezer Haute Volée ein guter Anlaß, sich fotografieren zu lassen. Und so kamen auf das Bild (von oben links nach unten rechts) in der ersten Reihe: Apotheker Hilgers, Ferdinand Martenstein, Paul Baltzer und Carl Pfeiffer. Zweite Reihe: Direktor Rauschenberger , Dr. Mossen, Frau Mossen, Schmidt vom Bergerhof und Frau, Frau Georg Baltzer und Eduard Thielmann. Dritte Reihe: Georg Baltzer, Lehrer Straube von der Kadettenanstalt, Tierarzt Werner, Ferdinand Burbach, Emil Baltzer und Willi Thielmann. Vierte Reihe: Frau Eduard Thielmann, Minni Baltzer geborene Muhr, Frau Rauschenberger, Frau Hilgers, Reichsbahndirektor a.D. Braun, Frau Werner, Frau Emil Baltzer und Frau Willi Thielmann geborene von Collrnann-Schatteburg,

52. In böser Erinnerung bleibt das besonders schlimme Hochwasser am 4. und 5. Februar 1909, das überall schwerste Schäden verursachte. Tauwetter und Dauerregen ließen innerhalb weniger Stunden Lahn und Aar hoch anschwellen. Bald schon waren die unteren Stockwerke der Rosen-, Altstadt-, Canal-, Schul-, Unter-, Wilhelm- und Pfaffenstraße sowie alter Markt, Kasernen- und Marktplatz völlig überflutet. In der Wilhelmstraße drang das Wasser bis zur Pfeiffer'schen Mühle vor. Unser Bild zeigt einen Nachen in der unteren Rosenstraße vor dem Hause Hemming. Seine Besatzung hält die Verbindung mit den in ihren Häusern festsitzenden Einwohnern aufrecht, während ein Floßfahrer auf dem Wasser kutschiert.

53. Diese Aufnahme zeigt nur ein Stück der Hochwasserkatastrophe von 1909: An dem Kandelaber einer Gaslaterne auf dem überschwemmten Marktplatz hat ein vollbesetzter Kahn angelegt, während ein selbstgebautes Floß längsseits gegangen ist. Auf der rechten Seite werden Bewohner der Gastwirtschaft Stoll im ersten Stockwerk über eine Leiter versorgt. Davor ragt noch ein Teil eines Schippenkarrens aus dem Wasser. Die Fluten der zurückgestauten Aar haben bereits ihre Umfassungsmauern erreicht und teilweise überschritten. Bis an die ehemalige Bäckerei und Gastwirtschaft Schwarz (heute Volksbank) reicht das Wasser. Ein Möbelwagen der Spedition Auer Hl am Obermarkt steht 'auf dem Trocknen'. Der Guckenberg im Hintergrund ist noch nicht bebaut.

Dies.

Eoienfttaße.

54. Ein Bliek in die Rosenstraße zeigt um 1909 am linken Bildrand die umgebauten Häuser Thielmann und Seckel. Auf der anderen Straßenseite ist das noch unveränderte Geschäftshaus von Jacob Jäger zu erkennen. Die Passanten sehen aufmerksam dern Fotografen zu.

55. Die 'Städtische höhere Mädchenschule' wurde am 29. April 1912 eröffnet. Vierzig Mädchen wurden angenommen, die ein jährliches Schulgeld von einhundert Mark zu entrichten hatten. Die Schule befand sich im ehemaligen 'Lazarett' der Garnison an der unteren Canalstraße vor dem Pfarramt St. Peter. Leiter war Direktor Wilhelm Rauschenberger, der bald schon von Dr. Franz Liesau abgelöst wurde. Ostern 1923 erfolgte die Vereinigung dieser Mädchenschule mit der Städtische Realschule. Das 1912 aufgenommene Gruppenbild zeigt die erste Schulklasse mit Direktor Dr. Liesau und den Lehrerinnen Sidonie Krücke, Johanna Laux, Elisabeth Woyzeck und Lotte Schrnidt,

56. Auf seinem Rückflug vom Kaisermanöver in Bad Homburg v.d.H. nach Köln mußte der Reichsluftkreuzer Z. II am 24. April 1910 wegen ungünstigen Wetters in der Nähe des Blumenröder Hofes bei Limburg notlanden. Das erste Bataillon des in Diez garnisonierten 9. Rheinischen Infanterieregimerits NI. 160 sicherte und bewachte das Luftschiff. Als am Mittag des folgenden Tages besonders starke Windstöße einsetzten, riß sich das unbemannte Luftschiff aus seiner Verankerung los und flog lahnaufwärts davon.

57. Hier am Webersberg bei Weilburg zerschellte der stolze Reichsluftkreuzer Z. IJ am 25. Aprill910 um 13.10 Uhr. Eisenbahnsonderzüge brachten daraufhin Tausende von Schaulustigen zur Unglücksstätte. Viele Andenkenjäger versahen sich dort mit Aluminiumstreben und Ballonhautfetzen des gestrandeten Luftschiffes. Noch Tage danach waren Soldaten des Mainzer Pionierbataillons Nr. 21 mit Bergung und Abtransport der Wracküberreste beschäftigt. Z. II hatte eine Besatzung von elf Mann und war 130 Meter lang. Der Durchmesser betrug 13 Meter. Die Zuladung durfte 4 000 Kilo nicht überschreiten. Gefüllt war das Schiff mit 15 000 Kubikmetern Wasserstoffgas, verteilt in siebzehn Zellen. Zwei Vierzylinder-Benzinmotore zu je 130 PS, die auf vier Dreiblattdruckschrauben arbeiteten, verliehen dem Luftschiff eine Geschwindigkeit von 45 Stundenkilometern.

58. 'Tollkühne Männer in ihren fliegenden Kisten' nahmen am Kaisermanöver 1911 teil, das mit der Erstürmung des Mensfelder Kopfes abgeschlossen wurde. Auf dem Altendiezer Exerzierplatz der Diezer Garnisen waren zwei Fliegerhallen errichtet für die als Beobachter eingesetzten Maschinen. Unser Bild zeigt den Niederländer Fokker vor seinem Goedecker-Flugapparat am 18. September 1911.

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