Diez in alten Ansichten

Diez in alten Ansichten

Auteur
:   Fred Storto
Gemeente
:   Diez
Provincie
:   Rheinland-Pfalz
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3446-0
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Diez in alten Ansichten'

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Auguste-Victoria-Krankenhaus. Oiez.

59. Das 1862 am Guckenberg erbaute Diezer Hospital entsprach mit seinen zwanzig Krankenbetten in sechs Räumen schon bald nicht mehr den Bedürfnissen der Stadt. Daher wurde 1908 mit einem Krankenhausneubau begonnen. Die Bauaufsicht führte Techniker Bartholornae. Nach zweijähriger Bauzeit wurde das 'Auguste-Viktoria-Krankenhaus', wie es unser Bild zeigt, eingeweiht. Die Baukosten beliefen sich auf etwa 250000 Mark. Die Krankenpflege war dem Diakonissenmutterhaus Bern übertragen und die ärztliche Leitung übernahm DI. Braun. Unterstützt wurde das Krankenhaus besouders durch den von den Frauen und Jungfrauen der Stadt gegründeten 'Krankenhausverein', der nicht weniger als 610 Mitglieder zählte.

60. Im Jahre 1805 gründete Wilhelmine Friederike Sophie, die Gemahlin des Fürsten Wilheims V. von Nassau-Diez-Oranien, in diesem Gebäude in der reehten Canalstraße die sogenannte Industriesehule. Darin wurden Diezer Knaben und Madehen lernend und arbeitend erzogen. Leider bestand diese vorzügliche Einriehtung nur wenige Jahre. Das Haus ging 1820 in den Besitz der Stadt Diez über und fand als Volksschule Verwendung. Seit dieser Zeit heißt die ehemalige Canalstraße Schulstraße. Unser Bild zeigt das Schulhaus im Jahre 1910.

61. Kaum wiederzuerkennen ist das alte Schulhaus nach Freilegung und Renovierung des prächtigen Fachwerks. Von 1934 bis 1945 befand sich hier die Städtische Mittelschule. Nach dem Zweiten Weltkrieg war hier wiederum die Realschule untergebracht, die nach der Fertigstellung des neuen Schulzentrums im Schläfer dort ihre endgültige Bleibe fand. Im Erdgeschoß des ehemaligen Schulhauses befindet sich heute das renommierte Speiserestaurant 'Zu den Drei Musketieren'.

Diez

Wilhelm - Strahe mil Rezeptur

62. Vor dem Ersten Weltkrieg hatte die Wilhelmstraße noch keine Verkehrsprobleme. Handkarren und Pferdefuhrwerke beherrschten das Bild, auf dem uns das Gebäude im Vordergrund rechts interessiert: das Hotel 'Hof von Holland'. Es zeigt sich hier in seiner ältesten Form. Über dem mit einem Glasdach versehenen Eingang hangt eine elektrische Bogenlampe, was im Jahre 1910 eine besendere Attraktion bedeutete. Gegenüber, im heutigen Blumenladen Loseries, befand sich damals die Gastwirtschaft 'Zum Deutschen Haus'.

63. Ein Großfeuer vernichtete in der Nacht zum 13. Juli 1912 das alte Hotel 'Hof von Holland' vollständig. Erst am nächsten Morgen konnten Feuerwehrleute den Brand unter Kontrolle bringen. Unser Bild zeigt die von der Diezer Feuerwehr gestellte Brandwache vor dem zerstörten Gebäude, das als 'Kurhotel' von Hotelier Karl Hautzel1913 im modernen Stil wieder aufgebaut wurde. Im Berghang hinter dem Haus legte man einen Berggarten mit Terrasse an. Dieser endete unmittelbar am Hainwald, der damals noch bis weit über das heutige Finanzgebäude reichte. Park- und Hainstraße waren noch nich tangelegt.

64. Am 8. August 1914, um 8.30 Uhr, marschierten die Kompanien des Bataillons 1/160 feldrnarschmäßig in grauen Uniformen zum Verladen an den Güterbahnhof. An der am Postamt errichteten Ehrenpforte wurden Offiziere und Soldaten von Bürgermeister Scheuern und Landrat Max Duderstadt verabschiedet. Vorn Einsatz an der Westfront kehrten sie nicht wieder in die Diezer Garnison zurück, Die vorn Fotograf Karl Zimmerman (genannt 'Pinne-Karl') gemachte Aufnahme zeigt die 160er beim Ausmarsch in der Wilhelmstraße, begleitet von der Diezer Bevölkerung.

65. Von den Auswirkungen und Entbehrungen des Ersten Weltkrieges blieb auch die Diezer Bürgerschaft nicht verschont. Unsere am 13. Mai 1916 entstandene Aufnahme zeigt Hausfrauen, die vor dem Metzgerladen des Carl Thomas geduldig auf die Zuteilung einer kargen Fleischration warten. Die Häuser Thomas, Christe und Philippar im Hintergrund wurden niedergelegt, um später Neubauten Platz zu machen.

66. Vor dem Textilgeschäft A. Koenigsberger sind anläßlich einer Parade auf dem Marktplatz im Dezember 1918 Angehörige der französischen Militärregierung in Diez vorgefahren. Im Wagen sitzen unter anderen: Oberst Gaube (+) und Rittmeister Graignic (++), der Administrateur Militaire des Unterlahnkreises. Diezer Schulkinder nutzen die Gelegenheit, mitfotografiert zu werden und nehmen Aufstellung neben und hinter dem Automobil.

67. Im Dezember 1918 rückten die ersten französischen Besatzungstruppen in Diez ein und bezogen die Stadtkasernen und Schloß Oranienstein, Die Stadtwache wurde im Eckhaus Velde, RosenstraßeMarktstraße (später Schmiemann), eingerichtet. Auf der Ecke steht das Wachhäuschen mit dem Posten. Beim links stehenden Haus Bühl führt noch eine mächtige Steintreppe zu der portalähnlichen Haustür. Unser Bild zeigt beide heute vollständig umgebauten Häuser im Juni 1917. Davor dekoriert gerade Oberst Bertrand verdiente französische Soldaten.

68. Jeden Morgen, Punkt 10.00 Uhr, zog die Wache des französischen Infanterieregiments Nr. 125 in der Rosenstraße auf. Unter Trommelwirbeln und Clairongeschmetter wird vor der auf dem Diezer Schloß gehißten Trikolore präsentiert. Als Zuschauer Diezer Buben, die sich das altägliche Schauspiel nicht entgehen ließen.

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