Diez in alten Ansichten

Diez in alten Ansichten

Auteur
:   Fred Storto
Gemeente
:   Diez
Provincie
:   Rheinland-Pfalz
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3446-0
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Diez in alten Ansichten'

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69. Der von den französischen Truppen besetzte 'Brückenkopf Koblenz' schloß die Stadt Diez ein, Die Grenze zum unbesetzten Gebiet lag zwischen Diez und Limburg. Hier war ein französischer Kontrollposten eingerichtet. Unscr Bild zeigt französische und deutsche Soldaten im März 1919 friedlich nebeneinander an der Bahnschranke beim Freiendiezer Bahnhof (heute Diez-Ost). Ein Pferdefuhrwerk passiert gerade die 'Demarkationslinic'. Die beiderseits mit Ahornbäumen bestandene. nach Limburg führende Chaussee ist noch nicht bebaut.

70. Die 1920 durch Brand völlig zerstörte 'Nassauische Marmorfabrik' im Seelhofer Feld, der jetzigen Oraniensteiner Straße. In diesem Steinmetzbetrieb, der zum ehemaligen Diezer Zuchthaus gehörte und später von dem Unternehmen Dyckerhoff übernommen wurde, waren sogenannte Züchtlinge mit der Verarbeitung von Rohmarmor beschäftigt. Heute steht dort das Verwaltungsgebäude der Main-KraftWerke. Hinter den Häusern auf der anderen Straßenseite ist der alte Friedhof zu erkennen, dessen rechte Seite von der alten Stadtmauer begrenzt wird. Die Schloßbergstraße führt geradewegs zur Lindenallee, vorbei an dem im Bild oben links stehenden Israelitischen Waisenhaus, nach Oranienstein.

71. Die vom stellvertretenden Bürgermeister Robert Heek und seinem niederländischen Freund Baron Dr. Van der Hoop van Slochteren nach dem Ersten Weltkrieg eingeleitete Hilfsaktion brachte 1921 siebzig unterernährte Diezer Schulkinder zur Erholung in die Niederlande. Dort wurden sie unentgeltlich verpflegt. Frau Anna Posthumus Meyjes-Star Numann, die 'holländische Großmutter', wie sie liebevoll von den Kindern genannt wurde, betreute auf ihrem Gut Riniastate bei Oudekirkdam allein dreißig Kinder. Die anderen waren in Alkmaar, Ede, EIst, Den Haag, Leiden, Woerden, Ravenstein, Zutphen und Zwolle sowie in der Provinz Friesland untergebracht. Gut erholt, wohlgenährt und neueingekleidet kehrten die Kinder nach einem längeren Aufenthalt nach Diez zurück.

50 jährige Jubi!äumsfeier des Gesangvereins .. Germania" in Freiendiez, om 29., 30. Juni und 1. Juli 1912.

72. In Freiendiez, an der Straßengabelung nach Limburg und Wiesbaden, stand einst vor der Metzgerei von Karl Groß das Kaiser-Wilhelm-Denkmal. In den neunziger Jahren wurde es zur Erinnerung an den siegreichen Feldzug von 1870-1871 und die Freiendiezer Veteranen, die daran teilgenommen hatten, errichtet. Nachdem es im Verlauf vieler Jahrzehnte als fester Begriff in den Sprachgebrauch der Freiendiezer eingegangen war, mußte 'das Denkmal' Ende 1950 zusammen mit dem Geschäftshaus Groß einer Straßenabrundung weichen. Es wurde damals oberhalb der 'Vatersruh' auf dem Freiendiezer Kolben aufgestellt und fristet dort ein klägliches Dasein. Hoffentlich wird es eines Tages wieder dort stehen, wo es hingehört, 'am Denkmal'!

73. Das alte Freiendiezer Schulhaus mit seiner hohen Steintreppe verdeckte noch die dahinterstehende evangelische Kirche. Es wurde irn Jahre 1930 niedergelegt. Hier unterrichtete unter anderen auch der Mundartdichter Rudolf Dietz die Freiendiezer Schuljugend. Interessiert schauen Schmied Sartorius und Altbauer Römer von der ehemaligen Dorfschrniede her dem Fotografen zu.

74. Wer erinnert sich heute noch an das 'Café Lehmann'? Diese kleine Konditorei befand sich in Freiendiez am Denkmal. Sie existierte nur von 1920 bis 1926. In der Haustür steht die bekannte und beliebte Oma Lehmann mit einem Enkelkind.

75. 'Der Christian un de Kunerad, die koome haam vom Diezer Maad', so beginnt eines der zahlreichen Gedichte des unvergeßlichen Mundartdichters Rudolf Dietz, der von 1883 bis 1898 als Lehrer an der Freiendiezer Volksschule lehrte und wirkte. Ihm zu Ehren wurde 1932 die Oberdorfstraße in 'RudolfDietz-Straße' umbenannt. Spätnachrnittags, als man die umbenannte Straße besichtigte, entstand unsere Aufnahme mit Rudolf Dietz zwischen seinem Sohn und Rektor Fritz Ullius auf einer Haustreppe stehend, Burgermeister Ludolph und Gemeinderechner Römer stehen im Vorgarten. Auch Oma und Opa und die auf dem Wege zum täglichen Milchholen befindlichen Kinder nahmen an diesem Ereignis teil. Besonders interessant ist der Bliek in die noch unveränderte Rudolf-Dietz-Straße.

76. Vom 30. Juli bis zum 1. August 1929: 600Jahrfeier anläßlich der Verleihung der Stadtrechte durch Kaiser Ludwig IV. am 24. November 1329 zu Parma. Auf dem Kasernenplatz war eine Freilichtbühne errichtet, auf der wiederholt unter lebhafter Anteilnahme der Bevölkerung das von der Diezer Dichterin Anny Schaefer verfaßte Schauspiel: 'Sophie Hedwig, die Mutter des Volkes' aufgeführt wurde. Als Darsteller wirkten mehr als zweihundert Personen, hauptsächlich Diezer Bürger und Bürgerinnen, mit. Am 31. Juli fand ein großer Festzug mit über zwanzig Wagen und Fußgruppen in historischen Gewändern und Uniformen statt. Gleichzeitig wurde das im renoviertcn Schloß Oranienstein eingerichtete Nassauische Heimatmuseum eröffnet.

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