Dingelstädt an der Unstrut in alten Ansichten

Dingelstädt an der Unstrut in alten Ansichten

Auteur
:   Norbert Günther
Gemeente
:   Dingelstädt an der Unstrut
Provincie
:   Thüringen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5786-5
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Dingelstädt an der Unstrut in alten Ansichten'

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DINGELSTÄDT

Krankenhaus

9. Ein wohl heute noch repräsentatives Gebäude der Stadt, das Krankenhaus, steht in der Birkunger Straße. Erst durch umfangreiche Geldsammlungen des damaligen Pfarrers Anton Thraen konnte das Gebäude gebaut werden. Dem Krankenhaus gab man den Namen 'St.-Elisabeth-Krankenhaus'. Die Ordensschwester, die 'Grauen Schwestern' genannt, übten die Krankenpflege aus. In der Hauptgiebelfront ist die Statue der heiligen Elisabeth zu sehen. 1930 wurde das Krankenhaus durch einen Flügeltrakt wesentlich erweitert.

10. Als Dingelstädt noch von Stadtmauern umgeben war, konnten größere Frachtwagen nicht durch alle Stadttore, sondern nur über die Furt in der Gartenstraße in die Stadt gelangen. An diese Durchfahrt schließen sich die 'Schießbahn' und der 'Schweinsrasen' an. Bevor das spätere Schützenhaus am Sportplatz gebaut wurde, fanden hier die Schützenfeste statt.

11. Die Lippestraße war seit je her schon eng bebaut gewesen. Die Wohnhäuser auf der südlichen Seite, meist alte Bauerngehöfte, haben ihre Zufahrt zu den Scheunen und Stallungen von der Straße Hinter den Höfen. Erst 1863 erfolgte eine Verbindung zur Kefferhäuser Straße. Durch das quer zur Lippe stehende Haus vom Bauern Werkmeister wurde eine Durchfahrt geschaffen und so verläuft seit dieser Zeit der Verkehr unter dem ersten Stock des Wohnhauses hindurch.

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12. Der Anger lag früher außerhalb der Stadtmauern. Erst mit dem Aufkommen der Märkte erhielt er eine größere Bedeutung. Im Jahre 1838 waren alle Häuser am Anger beim großen Stadtbrand vom Feuer vernichtet worden. Gerade in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts war der Anger einer der wichtigsten Geschäftsplätze. Es gab hier zwei Gastwinschaften, zwei Fleischereien, zwei Kolonialwarengeschäfte, Drogerie, Bäckerei, Friseur, Weberei und Schürzenfabrik, Konfektionsgeschäft, Maßschneiderei, Eisenhandlung und ein Korb- und Kinderwagengeschäft.

13. Im Vordergrund sehen Sie drei Frauen in typischer Eichsfelder Sonntagstracht. Dahinter ist deutlich die im neogotischem Stil gebaute evangelische St.-Apostel-Johannes-Kirche zu erkennen. Sie wurde 1864/65 aus Bruchsteinen gebaut. Fenster und Türen sind mit rotem Sandsteineingefaßt. Am 3. Februar 1864 erfolgte die Konstituierung der kleinen evangelischen Diasporagemeinde. Zu diesem Zeitpunkt gab es achtzig evangelische Bewohner in der Stadt.

14. Erst nachdem die Stadtmauern ihre Bedeutung verloren, wurde der an die Stadt angrenzende Feldweg schrittweise ausgebaut. Anfang des 19. Jahrhunderts war das Gelände noch relativ sumpfig. Das Gebiet nannten die Bewohner damals 'Im Froschtümpel' . 1824 ließ Pfarrer Heinevetter 25 Linden anpflanzen um die unschöne Häuserreihe nördlich der St.-Gertrudis-Kirche zu verdecken. Beim großen Stadtbrand 1838 wurden die zahlreichen Wasserlöcher mit Brandschutt aufgefüllt und zehn Jahre später das erste Haus, die Gaststätte 'Zur Linde', gebaut.

15. Einer der zahlreichen traditionsreichen Gasthöfe in der heutigen Geschwister-SchollStraße war der Gasthof im Haus 'Zum goldenen Löwen'. Das Gebäude brannte 1904 ab und wurde danach neu aufgebaut. Später befand sich die Gastwirtschaft im linken Hotgebäude. Wie in anderen Gasthöfen auch, wurde eine Kegelbahn betrieben. Im rechten Hof teil hatte die Familie Stammeier ihr Bäkkerei- und Konditorgeschäft. Im vorderen Wohnhaus waren einige Jahre die Geschäftsräume der Sparkasse.

16. Auch im Bereich der 'Großen Brücke' hatten sich zahlreiche Geschäftsleute niedergelassen. Zu erkennen sind links das Fachwerkhaus der Fleischerei Dölle (1993 abgerissen), das Putzgeschäft Vogt und rechts im Vordergrund die Buchhandlung Hugo Wetze!. Dieses Bild stammt voraussichtlich aus dem Jahre 1920.

17. Dieses Foto zeigt einen idyllischen Winkel der Stadt. Im rechten Gartenbereich befand sich der öffentliche Bleichrasen. Vom Wehr beginnend führt ein Mühlgraben einen Teil des Flußwassers zur 'Großen Mühle'. Besonders die Bewohner am Wehr hatten immer wieder unter dem Hochwasser zu leiden. Das Wasser drang dann in die Keller und sogar bei einigen Häusern bis in die Wohnstuben ein. Die letzte große Hochwasserkatastrophe war am 15. Juli 1956. Heute ist das Wehr anders gestaltet und hohe Mauern schützen die Häuser vor eventuellen Überflutungen.

18. Nur wenige Meter von der Hauptstraße entfernt führt ein romantischer Weg am 'Mühlgraben' entlang. Das Wasser wurde für den Antrieb, später nur noch zum Anlauf der Malwerke benutzt. Heute säumen große Birken den Fußweg, die auf diesem Bild noch nicht zu sehen sind. An einer Hauswand befindet sich eine sehr schöne, über einhundert Jahre alte hölzerne Sonnenuhr.

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