Dingelstädt an der Unstrut in alten Ansichten

Dingelstädt an der Unstrut in alten Ansichten

Auteur
:   Norbert Günther
Gemeente
:   Dingelstädt an der Unstrut
Provincie
:   Thüringen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5786-5
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Dingelstädt an der Unstrut in alten Ansichten'

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29. Diese alte Postkarte vermittelt uns eine schöne Ansicht des Karbschen Berges mit Bliek auf das Franziskanerkloster, der Klosterkirche und den 150jährigen Linden. Deutlich sind rechts neben der Kirche die Grotten des 'Heiligen Grabes' und der 'Heiligen Helena' zu erkennen. Fast in der Bildmitte befindet sich die Lourdesgrotte. Unterhalb des Berges ist das Kurhaus, im Volksmund auch 'Kaffehaus' genannt, zu sehen. Links gelangte man zu der Gastwirtschaft 'Zum FelsenkeIler' .

30. Alljährlich von Weihnachten bis zu Maria Lichtmeß zog eine gewaltige Krippe viele Besucher, und vor allen Familien mit ihren Kindern, an. Diese Weihnachtskrippe füllte den ganzen Chorraum der Kirche aus und war die größte im Eichsfeld. Ein riesiges Hintergrundgemälde vervollständigte das Gesamtbild. Es waren vor allem die Franziskaner, die die Geburt Jesu in Form einer Weihnachtskrippe einführten.

31. Die Ölbergrotten, die in Tuffstein ausgeführt sind, befinden sich am östlichen Aufgang zum Kerbschen Berg. Eine Grotte zeigt die drei schlafenden Jünger und die andere die Blutschwitzung Jesu. Die Grotten wurden 1897 gebaut. Rechts im Bild ist noch der ehemalige Springbrunnen zu sehen. Nach dessen Stillegung wurde auf ihm eine Franziskusstatue aufgestellt,

32. Die ursprüngliche Inneneinrichtung der Klosterkirche gab den Sakralbau eine besondere Wirkung. Auf dem Hochaltar befand sich eine eindrucksvolle Kreuzigungsgruppe. Auf dem linken Nebenaltar stand eine Marienstatue und auf dem Rechten eine Antoniusstatue. Die nach den Seiten offenen Beichtstühle waren kunstvoll rnit Schnitzereien versehen.

33. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde das Interesse an sportlicher Betätigung immer größer. 1882 fand im Gasthof 'Zum König zu Preußen' (ehemaliges Kinogebäude) die Gründungsversammlung des Turnsvereins statt. Erst 1932 konnte das Frauenturnen trotz zahlreicher Widerstände durch Gustav Backhaus und der Lehrerin Regina Knieb ins Leben gerufen werden. Die Aufnahme stammt vom großen Turnfest 1928.

34. Im Jahre 1911ließ der damalige Bürgermeister Fromm das Riethgelände zu einem Erholungspark mit zwei Teichen anlegen. Im hinteren Bereich wurde eine Tennisanlage gebaut. Zum Gedenken der Bürgermeister Theodor Dirichs, Richard von Hagen und Ferdinand Fromm wurde später in der Parkanlage ein Gedenkstein aufgestellt. Wahrscheinlich handelt es sich hier um den damals in der Mühlhäuser Straße befindlichen Meilenstein.

35. Im Jahre 1925 wurde die wichtigste Brücke, im Volksmund auch 'Große Brücke' genannt, erneuert. Die alte Brücke war dem zunehmenden Straßenverkehr nicht mehr gewachsen, Außerdem fehlte der Bürgersteig, und so kam es vor, daß wegen des schlechten Straßenzustandes im Brückenbereich die Männer auf dem zum Weg Saal im Deutschen Haus ihre Tanzpartnerinnen auf Händen über die schlammige Brücke tragen mußten.

36. Wie ein Lauffeuer durcheilte Dingelstädt die Nachricht, als am 16. Dezember 1920 infolge starker Vereisung in der Nähe des Bahnhofes Silberhausen ein schweres Eisenbahnunglück passierte. Diese Eisenbahnlinie bildete die Verbindung vom Kaliwerk Hüpstedt zum Bahnhof Silberhausen. Die Züge bestanden aus mehreren Güter- und Personenwagen. Der Zug stürzte einer großen Böschung hinunter. Dabei wurden vierzehn Menschen getötet und neun Personen schwer verletzt.

37. In unmittelbarer Nähe der Stadt, im Nachbarort Kefferhausen, entspringt die Unstrut, ein Fluß, der später bei Naumburg in die Saale mündet. Im Bereich des Wehres wird der Flußlauf geteilt. Über einen Mühlgraben gelang ein Teil des Flußwassers zur 'Orgelmühle' und trieb dort das Mühlrad an. In dieser Zeit hatten noch zahlreiche Bewohner Gänse, die morgens zum Fluß getrieben und gegen Abend wieder abgeholt wurden.

38. Mit dem Bau der Wasserleitung 1926/27 verloren die Brunnen im Stadtgebiet ihre jahrhundertalte Bedeutung. Im natürlichen Gefälle wurde das Wasser von der Quelle in Kefferhausen in den Hochbehälter am 'Stadtwald' geleitet. In den späteren Jahren erfolgte dann noch eine Zuspeisung vom 'Großen Born'. Auf dem Bild sind die fleißigen Erbauer des Hochbehälters zu sehen. Von dort floß das Wasser über das Leitungssystem in die Häuser.

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