Dingelstädt an der Unstrut in alten Ansichten

Dingelstädt an der Unstrut in alten Ansichten

Auteur
:   Norbert Günther
Gemeente
:   Dingelstädt an der Unstrut
Provincie
:   Thüringen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5786-5
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Dingelstädt an der Unstrut in alten Ansichten'

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49. Nur wenige Jahre nach der Gründung des Turnvereins 1882 Dingelstädt fand 1896 ein großes Turnfest statt. Mit Musik marschierten die Turner durch die Hauptstraßen der Stadt. Diese Foto zeigt den unteren Teil der Bahnhofstraße. Rechts sind noch die damals so typischen kleinen Wohnhäuser mit ihren Vorgärten zu erkennen. 1904 wurden auch diese Häuser durch das Großfeuer vernichtet.

50. Unterhalb des 'Schweinsrasen' war die erste nichtöffentliche Badeplatz. In der angestauten Unstrut tollten besonders die Jungen im Flußwasser herum. Kritisch betrachtete der damalige Pfarrer Leineweber dieses 'sündige' Treiben. Sonntags tönte ein Dormerwetter von der Kanzel herunter. Das öffentliche Baden war aber nicht mehr aufzuhalten. 1935 wurde in der Stadt ein großes Freibad eröffnet.

51. Weit überragt das Hauptportal der St.-Gertrudis-Kirche die Dächer der Stadt. Erbaut wurde die Pfarrkirche, im Volksmund auch 'Große Kirche' genannt, Mitte des 19. Jahrhunderts. Die Gemeinde war auf dreitausend Einwohner angewachsen und die alte Kirche reichte für die hohe Zahl der Gläubigen nicht mehr aus. Auf Grund der schlechten Standsicherheit der Fundamente konnte nie ein richtiger Kirchenturm gebaut werden. Im sogenannten Notturm sind die Glocken untergebracht.

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52. Die Größe der St.-Gertrudis-Kirche wird durch die dargestellte Innenansicht deutlich. Sie ist dreischiffig. Die im neogotischen Stil erbaute Kirche besitzt besonders künstlerisch gestaltete Chorfenster. Sie stellen einige Szenen Mariens und des Jesuskindes dar. Auch die bleiverglasten Außenfenster beeindrukken mit ihren bildlichen Darstellungen der acht Seligkeiten.

53. Die große Empore nimmt die ganze Breite des hinteren Kirchenschiffes ein. Die Orgel ist mit 44 Registern und 2 600 Pfeifen die größte des Obereichsfeldes. Gestiftet wurde sie 1930 von dem damaligen Pfarrer Christoph Leineweber. Sie stammt aus der Orgelbauanstalt Anton Feith in Paderborn. Ursprünglich hatte der Pfarrer damit gerechnet, daB er die Orgel von der Gemeinde bezahlt bekommen würde, aber diese weigerte sich hierfür Geld auszugeben.

54. Im Jahre 1917 mußten auch in Dingelstädt die Glocken für den Bau von Kriegsmaterial abgeliefert werden. Bald nach Beendigung des Ersten Weltkrieges beschloß die Gemeinde ein neues Geläut zu kaufen. Es war jedoch wegen der großen Armut durch den Krieg nicht möglich das Geld dafür aufzubringen. Erst nachdem sich Spender gefunden hatten, konnten die neuen Glocken 1924 gekauft werden. Gegossen wurden sie in der Glockengießerei Apolda. Die Glocken hatten ein Gewicht von 60, 40 und 24 Zentnern. Um sie den Gläubigen zu zeigen, wurden sie provisorisch auf einem Gerüst vor der Kirche aufgehangen.

55. Ein beliebtes Einkehrlokal für die Reisenden und Dingelstädter ist das Hotel und Restaurant 'Deutsches Hans'. Hinter dem Haus wurde in den Sommermonaten ein Gartenlokal betrieben. Reisende konnten von dort mit der Postkutsche zum Silberhäuser Bahnhof fahren. Gleich neben dem Deutschen Haus befand sich das Rathaus der Stadt.

56. Im Jahre 1667 wurde wahrscheinlich die Schützengilde gegründet. Der Zweck dieser Vereinigung war im Falle der Not Haus und Gut gegen feindliche Angriffe zu verteidigen. Über das Scheibenschießen wird das erste Mal 1732 berichtet. Bis 1866 wurden die Schützenfeste auf dem Schweinsrasen abgehalten. Danach verlegte man den Schützenplatz an die Straße Hinter den Höfen.

57. Bis Ende der fünfziger Jahre wurden die Rinder, Schweine, Schafe und anderen Tiere in den Fleischereien geschlachtet. Es kam schon hin und wieder vor, daß sich ein Tier bei der Entladung loß riß und durch die Straßen der Stadt irrte. Von weit her kommen die Kunden um die gute Dingelstädter Wurst hier einzukaufen.

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58. In der Nähe des Bahnhofes, in Richtung zum Stadtwald, wurde das Restaurant und Kaffee 'Waldschlößchen' betrieben. Es war aber auch ein gutes Vereinslokal und Treffpunkt der Jugend, denn dort wurden viele Festlichkeiten und Tanzveranstaltungen durchgeführt. Das Waldschlößchen hatte einen größeren Tanzsaal, einen schattigen Biergarten und Fremdenzimmer. Bis Mitte des 20. Jahrhunderts besaßen fast alle Gaststätten Unterkunftsmöglichkeiten.

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