Dingelstädt an der Unstrut in alten Ansichten

Dingelstädt an der Unstrut in alten Ansichten

Auteur
:   Norbert Günther
Gemeente
:   Dingelstädt an der Unstrut
Provincie
:   Thüringen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5786-5
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Dingelstädt an der Unstrut in alten Ansichten'

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59. Mitte des 19. Jahrhunderts gab es in Dingelstädt neun größere Textilunternehmen mit 1 581 Beschäftigten. 1893 wurde die erste Strickwarenfabrik durch den Kaufmann Chr. Schellhaas ins Leben gerufen. 1910 baute diese Firma einen vierstöckigen Neubau in der Steinstraße. Unter dem Teerdach war die Hitze in den Sommermonaten unerträglich. Um das Raumklima zu verbessern wurde daher auf dem Holzfußboden Wasser ausgeschüttet.

60 Mit dem immer stärker werdenden Einfluß der Mode, aber auch durch die bewußte Unterdrückung von alten Traditionen in der DDR-Zeit, interessierte sich kaum noch jemand für die alten Trachten. Auf dem Bild ist eine typische Eichfelder Tracht zu erkennen, wie man sie in den vergangenen J ahrhunderten zu festlichen Anlässen anzog. Allgemein trugen die Frauen die spitze, schwarze Kopfhaube mit den langen Rock und Trachtenschürzen. Der Mann war bekleidet mit einer schwarzen Kniehose, Weste, weißen Kniestrümpfen und einem Zylinder.

61. Zahlreiche Dingelstädter Familien können auf eine jahrhundertlange handwerkliche Tradition zurückblicken. So auch die Familie Hartmann, bei denen das Barbierhandwerk nachweislich schon im 17. Jahrhundert ausgeübt worden ist. Wie in vielen Handwerksberufen, hat sich das Arbeitsbild verändert. Heute wird kein Friseurmeister mehr Schropfköpfe aufsetzten, zur Ader lassen oder Zähne ziehen!

62. Die fotografische Aufnahme zeigt eine Hausansicht in der mittleren Wilhelmstraße aus dem Jahre 1910. Diese Hausfassade aus dem 19. Jahrhundert zeugte in stilvoller und architektonisch ansprechender Weise von der damaligen heimisehen Handwerkskunst. Das Erdgeschoß bestand aus gestrichenem Vorblendmauerwerk mit seinen Butzscheibenfenstern, Fensterläden und dem Eingangstor. Das Haus gehörte dem Schreinermeister Keppler, im Volksmund auch 'Keppel-Schreiner' genannt.

63. Der Radfahrverein 'Möve' wurde 1909 gegründet und fand bald schon regen Zuspruch. Nach kurzer Zeit nahmen die Vereinsmitglieder an auswärtigen Ausscheidungen teil und errangen zahlreiche Pokale. Auf diesem Foto sind die Rennfahrer Heinrich Holbein, Josef Mrugalla und Bernhard Hamel zu sehen. Kurzzeitig wurde in Dingelstädt auch Radball gespielt. Unvergessen sind die großen Hainleiterennen an denen so bekannte Rennfahrer wie Täve Schur und Klaus Ampler teilnahmen.

64. Bereits wenige Jahre nach der Gründung des Fußbal1vereins 1911 Dingelstädt waren die Fußballer bei Vergleichskämpfen sehr erfolgreich. Die Öffentlichkeit sträubte sich anfangs den 'halbnackten' Spielern Beifall zu zollen. 1919 wurde der Fußballclub 'Teutonia' und zwei Jahre später der 'Verein für Rasenspiele' gegründet.

65. Im Jahre 1860 wurde der Gesellenverein ins Leben gerufen. Der erste Präsident war der Kaplan Gaßmann, der erste Senior der Schuhmachergeselle Sebastian Schröter, der sich für die Ideen Pater Kolpings begeistert hatte. Während des Kulturkampfes ging der Gesellenverein ein und wurde 1902 durch fünfzehnjunge Menschen wieder ins Leben gerufen.

66. Die Dingelstädter Rektoratschule genoß weithin einen guten Ruf. Sie war auf Initiative von einigen Bürgern 1895 gegründet und eröffnet worden. Sie hatte die Aufgabe den Söhnen weniger bemittelter Familien auch eine höhere Bildung zu ermöglichen. Als Rektor wurde immer ein katholischer Priester eingesetzt. Unser Bild zeigt eine Schulklasse 1909 mit ihrem Rektor Breitenstein und dem Lehrer Zehrt.

67. Diese Aufnahme zeigt eine Knabenklasse der Volksschule des Jahrgangs 1898 aus Anlaß ihrer Schulentlassung mit ihrem Lehrer Stolze. Bereits irn Jahre 1866 wurde Lehrer Stolze an der Dingelstädter Schule angestellt. Über Jahrzehnte war er als Lehrer tätig und hat viel für die Schulbildung der Kinder beigetragen.

68. Erst 1729 wurde für die Mädchen eine Schule errichtet. Der erste Lehrer war Johannes Kreiß. Die Lehrer an der Mädchenschule wurden wesentlich schlechter bezahlt als die an der Knabenschule. In der Mädchenschule wurde erst 1790 das Schreiben eingeführt. Bis dahin war es den Mädchen freigestellt das Schreiben zu erlernen. Daher konnten gerade Mitte des vorigen Jahrhunderts viele Großmütter nur gedrucktes lesen, aber nicht einmal ihren Namen schreiben.

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