Dinkelsbühl in alten Ansichten

Dinkelsbühl in alten Ansichten

Auteur
:   Hartmut Schötz
Gemeente
:   Dinkelsbühl
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3280-0
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2 - 3 werkdagen (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Dinkelsbühl in alten Ansichten'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

19. Von besonderer Bedeutung ist der Ciborienaltar hinter dem Hochaltar. Er birgt ein tiefempfundenes Vesperbild um 1430, sein kunstvolles Schmiedeeisengitter ist 1724 datiert. Dieser einzige Ciboriënaltar des Bistums Augsburg stand circa 1490-1859 südlich am Chorbeginn, Niklaus Eseler d.A, schuf ihn 1460-1470 offenbar, um das verehrte Gnadenbild während der Bauzeit am alten Platz belassen zu können, Figürchen der Verkündigung und der Dreikönigsanbetung sind barock überholt und meist ergänzt,

20. Östlich vom Südportal der St-Georgs-Kirche finden wir den Dreifaltigkeitsaltar. Er wurde 1470 von den Dinkelsbühler Gerbern und Schuhmachern gestiftet und zeigt im Schrein die heiligen Kosmas und Darnian, Petrus und Quirin, als Flügelreliefs die heilige Ursu1a und Valentin (um 1470 entstanden), am Flügeläußern vier gemalte Szenen aus dem Leben der Schutzpatrone Crispin und Crispinian (Schuhe verschenkend, mit Keulen geschlagen, mit siedendem Öl begossen, die Peiniger durch Feuer getötet), von gleicher Hand (nürnbergisch um 1500) die vier Kirchenväter der Predella. Als Seitenfiguren sind ein Laurentius um 1470 und ein heiliger Sebastian (um 1510, zur Katharina des Kreuzaltars gehörig) aufgestellt.

21. Vor der St-Georgs-Kirche findet man das von M. Widmann modellierte und 1859 gegossene Denkmal des Jugenddichters Christoph von Schmid. Die Inschrift auf der im Bild nicht zu sehenden Vorderseite lautet: Dem Erzähler der Jugend, Christoph von Schmid, geb. 15. August 1768, gest. 3. September 1854. Schmid wurde als Sohn eines Deutschordensbeamten in Dinkelsbühl geboren und starb in Augsburg. Das Denkmal zeigt den würdigen Kinderfreund, wie er einem Buben und einem Mädchen eine seiner Geschichten erzählt. Bekannt sind noch heute seine Jugendbücher 'Rosa von Tannenburg', 'Heinrich von Eichenfels', 'Der Weihnachtsabend' und nicht zuletzt 'Die Ostereier', Die Bücher wurden in 24 Sprachen übersetzt. Das Eisenzäunchen um das Denkmal ist entfernt worden.

DinKeJsbüh1, ;!:lrktpbti

q; ? j~ ..?.

r I I .

?. ' ?

': ... -.7" -'

'.' ;0

:""~

",:', .!.. .c-,

~ zÓ,

22. Zum Marktplatz hin ist vor allem das an der Straßenkreuzung rechts im Bild stehende Waggebäude mit seinem Staffelgiebel und dem Türrnchen bemerkenswert. Im Jahr 1437 war es noch Privathaus und gehörte dem Meister Erhard, Dann erwarb es die Stadt und benutzte es als Ratstrinkstube. Von den Fenstern der Ratstrinkstube wurden die öffentlichen Erlasse und Verordnungen der unten harrenden Bürgerschaft bekanntgegeben. Auf dem Waggebäude, wie es auch heißt, wurde schon 1437 eine Uhr eingerichtet. Vor dem Gebäude stand bis 1804 der Pranger und bis 1777 das Wächterhäuslein und die sogenannte Fischbank, auf der die Brautleute nach der kirchlichen Trauung saßen und die Hochzeitsgeschenke entgegennahmen.

23. An der Längsseite des Waggebäudes, Segringer Straße 2, befindet sich die Kopie eines RenaissanceSandsteinportals. Rechts ein Stichbogenportal, flankiert von gestaffelten, korinthisierenden Pilastern rnit Schaftfelderung. Oben die Muschel irn Segrnentbogengiebel. Links daneben ist das ehemalige Einfahrtstor. Auch dessen Pilasterfiankierung ist erneuert, an der Gewändeschrägung befinden sich Rosetten. Das Verkehrsamt der Stadt vermittelt heute seine Informationen in diesem Gebäude. Am Gehweg ist eine 'Haltestelle' der mit Pferden bespannten Wagen zur Stadtrundfahrt für Touristen.

24. Im Verlag der alten Dinkelsbühler Buch- und Kunsthandlung von Paul Schön in der Segringer Straße erschien diese Ansichtskarte von der früheren Hauskapelle im katholischen Pfarrhof. Die zwei Leuchterengel auf dem Hausaltar sind in der Mitte des 18. Jahrhunderts entstanden. Vielen älteren Bürgern ist sicher noch der Hausvater des Pfarrhofes bekannt: Stadtpfarrer Dr. Dionysius Stiefenhofer. Er verfaßte 1924 das Buch 'Der Augsburger Weihbischof Frhr, v. Adelmann in und um Dinkelsbühl'. Nach dem Tod Stiefenhofers, der noch in diesem Raum aufgebahrt war, räumte das katholische Stadtpfarramt das Anwesen zur Vermietung. Heute befindet sich in diesem Raum die Weinstube von Herrn Leib. Das bewegliche alte Kapellenmobiliar befindet sich im 1956 neuerbauten katholischen Pfarrhaus, Kirchhöflein 7.

25. Am Kirchhöflein heißt der Platz hinter der St> Georgs-Kirche. Um die Kirche lag bis 1530 der Friedhof von Dinkelsbühl, der auch einen großen Teil des heutigen Marktplatzes einnahm. Das linke Haus des auf das Kirchhöflein mündenden vorderen Priestergäßchens beherbergt heute im Erdgeschoß die Weinstube 'Zur alten Nagelschmiede'. Der obere Teil des Giebels dieses Gebäudes ist nur aus Holz. Das Haus gegenüber auf der rechten Straßenseite wurde abgebroehen und wieder neu aufgebaut. Hier findet man heute das neue Pfarr- und Jugendheim mit einem großen Saal für verschiedene Veranstaltungen.

26. Wegen starker Verwitterung des weichen Sandsteins wurde das Original des Renaissanceportals der Alt-Ratstrinkstube (Segringer Straße 2) abgetragen und an eine Zwingerbefestigung des Stadtgrabens oberhalb der Kapuzinerkirche versetzt, Dort entstand um das Jahr 1915 diese Aufnahme mit der Privatierswitwe Margaretha Vogel (1865-1932) und ihren beiden Kindern, Marie (1893-1958) und Georg (1896-1980). Die Familie wohnte in der ersten Etage des Kaffeehauses Beyer und verzog im Jahr 1925 von Dinkelsbühl. Deutlich wird uns an der Damenbekleidung der Modestil um die Zeit des Ersten Weltkrieges.

27. Zwei Quergassen führen vom Marktplatz bzw. Ledermarkt durch die Altstadt auf die Anhöhe des 'Deutschen Hofes', wie das Deutschordensgebäude genannt wird, das auch öfters deutschen Kaisern als Quartier gedient hat, Die eine ist die sehr malerische Turmgasse, die an der Ecke des Hotels 'Zur goldenen Rose' ihren Anfang nimmt. Ihren Abschluß fand diese Gasse früher durch den Geldtunn, der in alten Zeiten den Zünften und Innungen als sicherer Aufbewahrungsort ihrer Laden und Kassen diente. Er war wie der untere Teil des Wörnitzturms aus Buckelquadern erbaut, mehrere Stockwerke hoch, mit einer seitlichen Stiege versehen und wurde 1815 abgebrochen. In der Mitte der Turmgasse liegt die alte Brauerei 'Zum braunen Hirschen' mit schönem Schild.

28. Im Patrizierhaus der Buchdruckerei Wilhelm Breitinger befinden sich im Hausgang zwei eingemauerte Grabdenkmäler von Vorbesitzern des Hauses: Benedikt Schad und Franciscus Schad mit Ehefrau Eva Marg. geborene Schroll. Die beiden Letztgenannten starben 1719 bzw. 1730 in Dinkelsbühl. Auch das Grabdenkmal des erwähnten Bauamtsverwesers Benedikt Schad befand sich früher in der Friedhofsmauer um das alte Siechenhaus bei St. Leonhard. Später wurden die beiden Platten im Keller des Hauses Breitinger aufbewahrt, von wo sie der Schwiegervater der jetzigen Seniorchefin Breitinger im Hausgang einmauern ließ. Die frühere Buchdruckerei Breitinger besteht heute nur noch als Papier- und Schreibwarenhandlung.

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Algemene voorwaarden | Algemene verkoopvoorwaarden | © 2009 - 2022 Uitgeverij Europese Bibliotheek