Dinklage in alten Ansichten

Dinklage in alten Ansichten

Auteur
:   Andreas Kathe
Gemeente
:   Dinklage
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6554-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2-3 weken (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Dinklage in alten Ansichten'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  >  |  >>

9 Um 1905 entstand diese Postkarte, die auf dem Foto oben rechts den Dinklager Marktplatz mit Blick auf die katholische pfarrkirche zeigt. Rechts ist das Gasthaus Fangmann (van der Wal) zu sehen; daneben das Haus von Franz Weiss ('Gastwirtschaft und Handlung'). Die dritte Gaststätte in diesem 'Vcrbund' ist Wittrock (auf dem Foto links vor der Kirche). Die Familie Wittrock ('Engelbart' , Bauernschänke) betreibt hier seit 1825 eine Gaststätte; in letzter Zeit auch mit Hotel-Restaurant. Die Gastwirte früherer [ahre betrieben neben ihrer Wirtschaft - von der allein sie selten leben konnten noch einen Kolonialwarenladen, sie waren Landwirte (Ackerbürger) und - im Falle Wittrock - auch Viehhändler. Das Haus Wittrock war bis 1914 zugleich das Dinklager Gesellenhaus; erst 1914 kauf-

te der Gesellenverein das Gebäude an der Langenstraße. Zum Foto der Burg Dinklage (unten links) siehe die Ausführungen zu Nr. 6.

"

" ,

" .t' .? .:,1

10 Blick in die Wipperstraße, die heutige Burgstraße. Diese um 1904 entstandene Postkarte zeigt uns sehr schön die noch recht einheitliche, niedrige Bebauung der Straße. Auf dem Foto ist links das Haus Mäckel ('Fiskaols') zu sehen. ]ulius Mäckel- nach 1945 Landrat des Kreises Vechta - zog später um in den Neubau an der Bahnhofstraße. In dem Haus wohnten dann Diekstalls Tanten ('Goldschrnirts"). bevor hier das Gemeinderechnungsbüro einzog (Rechnungsführer Bemd Schulte). Weitere Inhaber /Bewohner waren Schneider Reinhold Gier, dann Friseur Meyke und schließlich Friseur Stolle. Auf der linken Seite folgen die Häuser von Schneider Diekmann, Ökonomierat Lohaus, die spätere Dinklager Vikarie (zuvor Steinmetz) und die damalige Gaststätte von Bahlmann ('TimpenAnno';

heute Eisdiele). Vom rechts steht das Haus Vamhorst (früher Voet), es folgen die Häuser van Beyer, Münzebrock, Wulf und Lünsmann.

1 1 Diese Postkarte dürfte 1904 entstanden sein; sie zeigt das gerade neu errichtete Haus des Dinklager Arztes Dr. Meyer. Diese Villa bringt mit ihren Erkern, Ausbauten und dem Türmchen den Geist der Zeit zum Ausdruck: Im Deutschen Kaiserreich boomt die Wirtschaft und zugleich haben die Menschen ein ausgeprägtes Selbstbewußtsein: 'Wir sind wer!' Das Arzthaus Meyer wurde nach dem Zweiten Weltkrieg zum Dinklager Rathaus; und es ist heute noch eines der schönsten und anheimelndsten Rathäuser der Region, auch wenn es den Bedürfnissen einer modernen Verwaltung allein längst nicht mehr genügt. Auf der anderen Straßenseite - dem Haus Dr. Meyer gegenüber -liegt das alte Geschäftshaus Bröring (Gaststätte, Kolonialwaren, Textilien, Landhandel) mit

den Stallungen im Hintergrund. Heinrich Bröring ('Gräskarnp') hatte das Geschäft 1891 gegründet, aus dem heute der große Landhandel Bröring (HBD) am Dinklager Bahnhof geworden

ist. Das 1928 neu gebaute Geschäftshaus Bröring hatte in den letzten [ahren Scheer (Textilien) gepachtet.

(:.·:"(·l!iil r- hau s 11. Hrûring

./

0rufr aus Dinklage

Villa Dl'. ~r eyer

12 Hier handelt es sich um eine der weniger bekannten Karten aus der Dinklager Geschichte. Die Fotos dazu dürften um 191 0 entstanden sein. Unten links blickt man über den Mühlenteich auf die Dinklager Burgkapelle und die

alte Wassermühle der Grafen von Galen. Oben links geht der Blick aus Richtung Diekstall (heute 'Kork") die 'Hauptstraße' (Langestraße) hinunter. Rechts sind die beiden Häuser van Hönemann zu sehen; das Tor in der Mitte bezeichnet die heutige Durchfahrt zum Edeka-Neukauf-Markt. Es folgt das Gebäude Kathmann & Beimohr ('Kraun'). Das große Bild rechts zeigt recht eindrucksvoll die Häuserfront an der Langenstraße vor der Kirche. Das linke Gebäude ist das Haus Dünnebacke, das vor einigen [ahren abgerissen wurde. Es folgen 'Konsums'

(Diekmann), Holthaus- Wendeln, Schlachter Hönemann und Bahlmann ('Timpe'). Das Strankett mit den Ketten vor dem Kirchplatz wurde von den vielen Kindern der umliegenden Häuser gern als

Schaukel benutzt; sehr zum Ärger der Eltern, denn so manches Kleidungsstück hatte darunter zu leiden.

Haupls!r.lll .

1 3 Hier ist - in der Mitte des Fotos - das älteste heute noch existierende Dinklager Schulgebäude auf einer Aufnahme aus den dreißiger [ahren zu sehen. Das Gebäude wird etwaAnfang des 19. [ahrhunderts anstelle eines bereits aus dem 17. [ahrhundert stammenden Vorgängerbaus errichtet worden sein. Hier und teilweise auch in dem erst vor wenigen Monaten abgebrochenen Gebäude rechts daneben bestand die Dinklager Knabenschule, die 1632 erstmals als Lateinschule urkundlich erwähnt wird. Im Zuge der Gegenreformation war den katholischen Kirchspielen die Gründung von Schulen auferlegt worden. Die Dinklager Knabenschule entwickelt sich zu einer recht beachtlichen Größe, so daß die alten Gebäude zu klein wurden. 1836-1838 wurde deshalb eine neue Knabenschule er-

richtet. Die bisherigen Schulgebäude wurden zu Wohnungen umgenutzt.

Heute befindet sich in dem Fachwerkgebäude die VonGalen -Gedenkausstellung (Obergeschoß).

14 Die Dinklager Knabenschule, wie sie ältere Einwohner heute noch in Erinnerung haben. Das Gebäude wurde 1836-1838 errichtet (siehe auch Text zu Nr. 13) und diente als Ersatz für die zu klein gewordene Schule hinter der Kirche. Genutzt wurde dafür ein freier Platz neben dem Pastorat. Die Planungen für die 'neue Schule' dauerten immerhin rund sieben [ahre, denn schon 1829 hatte man die Enge in der alten Schule moniert. 1 15 [ahre hindurch wurden hier die Dinklager Jungs unterrichtet und - bei entsprechenden Fähigkeiten auf die weiterführenden Schulen vorbereitet. Nach der Errichtung der Kardinal-vonGalen-Schule 1952153

wurde das Gebäude frei und zum Kindergarten St. Theresia umgebaut. Das Bild aus den

dreißiger [ahren zeigt die Schule von der Rückseite mit dem angrenzenden Schulplatz.

15 Noch einmal Schulgebäude: 'Die neue Mädchenschule' steht als Unterschrift unter diesem Bild aus den dreißiger [ahren. Das Gebäude selbst war zu dieser Zeit schon fast dreißig [ahre alt, denn es wurde neu errichtet, nachdem die alte Mädchenschule am Kirchplatz - sie stand etwa dort, wo sich heute das Haus Boklage befindet - im [ahr 1905 abbrannte. Die alte Mädchenschule war in den [ahren 1 81 7/1 8 auch schon als Nachfolgebau für die erste Dinklager Mädchenschule errichtet worden. In der Zeit nach 1905 entstand nun ein modernes, großes Schulgebäude, in dem neben den Mädchenklassen teilweise auch Jungs Unterricht hatten, da die alte Knabenschule doch sehr beengt war. Nach dem Neubau der Von-Galen-

Schule 1952153 bezogdie Realschule Dinklage die Gebäude der Mädchenschule. Heute ist in einem Großteil der Schulgebäude die Jugendmusikschule Romberg untergebracht.

16 Um 1910 herum dürfte diese Aufnahme der 'Haupt straße' (Langestraße) entstanden sein. Interessant ist, daß die Postkarte aus dem Verlag von]osefSchumacher, Dinklage, arn 22. Mai 191 2 von Dinklage nach Antwerpen in Belgien gesandt wurde. Der Absender schrieb seine Notizen auf der Karte in französisch. Die Häuser auf der linken Straßenseite: Zimmermeister Ostendorf (Rudolf Ostendorf war von 1890 bis 1919 Dinklager Gemeindevorsteher; das Haus Ostendorf- Wehry brannte 1956 ab und wurde neu errichtet), dann der große Bau von Kemme, das Haus Lüske daneben wurde offenbar gerade neu errichtet, dann das kleine Fachwerkhaus von Schuster Arkenau (später 'Ipi' - Elisabeth Nietfeld) und das Haus

Osterhoff; rechts die Häuser von Weiss, dann das spätere Gesellenhaus, Beiderhase und Nietfeld (später Assmann).

17 Als Feldpostkarte im Ersten Weltkrieg wurde diese Ansicht der Dinklager Maschinenfabrik Holthaus AG im September 1916 an den Gefreiten Schumacher beim Landsturm Infanterie Regiment 77 der 1 2. Infanterie

Division an die Westfront gesandt. Der Absender nutzte dabei eine ältere Karte (um 191 0) aus dem Verlag von Bernd Schumacher (Bahnhofstraße 44) in Dinklage, die in idealisierter Form die damals größte Maschinenfabrik

für Landmaschinen im Deutsehen Nordwesten darstellt. Der Familienbetrieb Holthaus war 1903 in eine Aktiengesellschaft umgewandelt worden, um mehr Kapital verfügbar zu haben. Die Intensivierung der Landwirtschaft gera-

de auch im Südoldenburger Raum ließ die Produktion immer mehr anwachsen. Während des Ersten Weltkrieges wurde ein Teil der Produktionskapazitäten auf die Herstellung von Granaten für das Heer umgestellt.

18 Zurück zu den Anfängen:

Der Windmüller und Tischler Bernhard Holthaus (geboren 1821) hatte seine Firma 1850 zunächst als Tischlerwerkstatt neben der auch von ihm betriebenen Windmühle des Grafen van Galen gegründet. Aus kleinen Anfängen mit wenigen Mitarbeitern (um 1860 rund zwanzig Personen) entwickelte sich zur [ahrhundertwende die große Landmaschinenfabrik Holthaus. Sie überstand alle Kriege und Krisen bis in die Mitte der fünfziger [ahre: 1955 mußte sie Konkurs anmelden, weil sie mit den modernen Produktionsbedingungen nicht mehr Schritt halten konnte. Das Foto aus den Heimatblättern des [ahres 1937 ist die älteste Darstellung des Betriebes; es dürfte schon um 1885 entstanden sein. Die Windmühle rechts war die Kraftzentrale des Betriebes, bevor

die erste Dampfmaschine installiert wurde. Auf dem Bild sind links die Tischler und rechts die Schlosser und Schmiede der Firma zu sehen. Vermutlich ist der Mann in der Mitte (mit Krawatte) der

damalige Firmeninhaber Bernhard Holthaus jun. ('Winnemöllers Holland').

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Algemene voorwaarden | Algemene verkoopvoorwaarden | © 2009 - 2022 Uitgeverij Europese Bibliotheek