Dinklage in alten Ansichten

Dinklage in alten Ansichten

Auteur
:   Andreas Kathe
Gemeente
:   Dinklage
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6554-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Dinklage in alten Ansichten'

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19 Ein idyllischer Winkel am Rande des Dinklager Ortskerns war vor rund neunzig [ahren das Gebiet um das Krankenhaus. Die Postkarte wurde als Neujahrsgruß Anfang 1912 an Fräulein Theresia Johanning auf Schloß Braunfels bei Wetzlar gesandt. Im Vordergrund ist die Brücke über den Dinklager Mühlenbach zu sehen. Links davon befand sich für die Bewohner der Umgebung eine Waschstelle im Mühlenbach. Noch bis in die siebziger [ahre hinein führten hier Stufen zum im Vergleich zu heute - viel breiteren und sauberen Mühlenbach hinunter. Hier führte auch die Dinklager Feuerwehr lange [ahre die Überprüfung ihrer Spritzen und Schläuche durch. Noch in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts hatte in unmittelbarer Nähe neben der Kaplanei das alte Spritzenhaus gestanden. Im

Hintergrund sind links hinter den Bäumen das Haus Dr. Aschern und dann der Nordflügel des Krankenhauses zu sehen.

Dinklage. Hörst und Krankenhaus.

20 Um 1900 dürfte diese wohl älteste Aufnahme des Dinklager Marktplatzes entstanden sein. Der Fotograf wird vom Dachgeschoß der Gaststätte Wittrock aus diese Situation aufgenommen haben, die typisch ist für das Leben in einem kleinen Ort dieser Zeit. Auf dem Platz selbst spielen Kinder (unten rechts), denn an 'Straßenverkehr' in modernem Sinn ist gar nicht zu denken; Fußgänger, Radfahrer und Kutschen (im Hintergrund ist undeutlich noch eine Postkutsche zu erkennen) bestimmten das Bild. Die Gebäude sind noch durchweg einstöckig. Rechts ist das heutige Geschäftshaus Lüpges ('Kooperschmidt') zu sehen, links das Gasthaus Fangmann. Das große Einfahrtstor rechts im Gebäude

Fangmann/van der Wal deutet darauf hin, daß der Gastwirt zugleich auch noch Landwirtschaft betrieb und Unterstellmöglichkeiten für die pferde der Gäste besaß. Ruhig und beschaulich geht

es auf dem Marktplatz zu, keine Hektik trübt dassicherlich nicht immer einfache - Alltagsleben.

21 Buchbinder Heinrich Krapp aus Dinklage gab 1904 diese Postkarte heraus, die an die Eröffnung der Kleinbahnlinie Dinklage-Lohne erinnert. Am 14. November 1904 erreichte der erste Personenzug die Station Dinklage, die damals noch über kein festes Bahnhofsgebäude verfügte. Der damalige Dinklager Vikar Bernhard Küstermeyer notierte dazu auf einer entsprechenden Eröffnungs-Postkarte: 'Soll man sich da nicht wundern .. .' In derTat hatten die modernen Verkehrs- und Transportzeiten nun auch Dinklage erreicht. Reisende konnten direkt vor Ort die schnelle Bahn besteigen, Firmen wie die Maschinenfabrik Holthaus mußten ihre Produkte nicht mehr langwierig mit Pferdetransportern zu den

Bahnstationen nach Lohne und Quakenbrück transportieren. Die Karte zeigt übrigens die Ankunft des ersten Personenzuges mit rund einhundert Ehrengästen am 14. November 1904 um

11.40 Uhr an der festlich geschmückten neuen Bahnstation.

22 Drei [ahre nach der Eröffnung der Bahnlinie DinklageLohne wurde das schmucke Dinklager Bahnhofsgebäude errichtet (siehe das Foto oben). Es konnte am 12. September 1907 in Betrieb gehen. Bis dahin waren die Bahngeschäfte in einem einfachen Schuppen abgewickelt worden. Das große Gebäude zeugt von der Wirtschaftskraft der damaligen Gemeinde Dinklage und vom Optimismus der Bewohner, die sich viel vom neuen Bahnanschluß und von der weiteren Entwicklung des Ortes versprachen. Der' Alte Bahnhof' gehört heute zu den schönsten des alten Oldenburger Landes. Er steht unter Denkmalschutz. Die Firma Bröring, die das Gebäude von der Stadt Dinklage erwarb, hat es mit großem Aufwand möglichst originalgetreu renovieren lassen. Das Foto unten zeigt den

Gasthof Heckmann (bekannt als 'Sarns Hanne") an der Sanderstraße. Das Haus - es stand gegenüber der Genossenschaftsverwaltung - wurde Mitte der siebziger [ahre abgerissen.

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23 Eines der markantesten Gebäude der Dinklager Geschichte war die Villa Holthaus an der Bahnhofstraße. Die Familie Holthaus, Besitzer der großen Maschinenfabrik, hatte das Gebäude vermutlich nach 1 9 1 9 - damals war das alte Holthaus- Wohnhaus abgebrannt - ganz im Stil der Zeit errichten lassen. Auf der im Original farbigen Postkarte aus der Zeit um 1920 ist das auffällige Gebäude, mit dem die Familie auch ihre herausragende Position im Ort betonte, sehr schön zu erkennen. Leider verfiel das Haus nach dem Auszug der letzten Eigentümer immer mehr, so daß es Ende der sechziger [ahre abgerissen werden mußte. Neben der Holthaus- Villa ist das ebenfalls auffällige Haus des Holthaus-Prokuristen Franz Evers zu sehen; Evers war in den zwanziger [ahren an führen-

der Stelle in der Maschinenfabrik tätig. Heute ist das Haus im Besitz der Familie Bahl-

mann.

24 Das Ehrenmal für die Gefallenen der Weltkriege vor dem Dinklager Bahnhofsgebäude wird heute noch genutzt; bei jedem Schützenfest findet hier die Ehrung der Gefallenen und der Opfer der Kriege und der Gewaltherrschaft statt. Vor Augen halten muß man sich dabei aber immer, daß es die örtlichen Nationalsozialisten waren, die Mitte der dreißiger [ahre diesen 'Ehrentempel' für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges errichten ließen. Diese Postkarte mit der nachgezeichneten Hakenkreuzfahne bringt dies eindringlich in Erinnerung. Mit dem Ehrenmal appellierten die Nazis an den 'Nationalstolz' der Einwohner und sie setzten ein Zeichen gegen den immer noch vorhandenen Widerstand in der Bevölkerung. Bezeichnend ist,

daß an der groß gefeierten 'Einweihung' des Ehrenmals die Vertreter der katholischen Kirche nicht teilnahmen.

25 Zurück in die dreißiger [ahre führt uns auch dieses Foto, das den Heimatblättern entnommen ist (18. Oktober 1935). Das Bild zeigt die Fahnenweihe des Turnvereins Dinklage von 1904 vor dem alten Eingang zum Iahnstadion an der Bahnlinie DinklageLohne. Auf dem Podium (Kutschwagen) stehen (von links) Caspar Arkenau, Albert Bröring und Werner Kevenhörster. Unten von links einige Mitbegründer des Turnvereins und die Fahnenträger:

Ernst Lüers, Aloys Tepe, Hans Dreßler, August Engelhardt, ?, und Ferdinand Blömer ('Saogemöller'). Im Hintergrund zu sehen ist das Eingangsund Umkleidegebäude mit der Büste des Turnvaters [ahn (sie existiert heute noch und wurde auf dem später errichteten neuen Kassenhäuschen

am Schützenweg wieder aufgestellt) und der 192 7 von Sebald Fiswick geschaffene Ehrentafel für die gefallenen Sportler des Ersten Weltkrieges. In den Heimatblättern hieß es zu dem Foto: 'Das Turnen hat in Dinklage seit jeher lebhafte Förderung erfahren und derTurnverein Dinklage hat stets tatkräftig im Geiste des Turnvaters [ahn gearbeitet.'

26 Bleiben wir beim Sport:

Zu den beliebtesten Sportarten in Dinklage gehörte jahrzehntelang das Faustballspiel. Noch bis in die siebziger [ahre hinein stellte der Turnverein Dinklage (TVD) sehr erfolgreiche Faustballmannschaften, die auf Turnieren so manchen Sieg erspielen konnten. Das Foto aus den Heimatblättern des [ahres 1934 zeigt unter dem Titel 'Mir dem Siegerkranz' den Kreismeister im Faustball des [ahres 1934. Die fünf jungen Männer gehörten zum DinklagerTurnverein (DT) - wie er damals genannt wurde. Es sind, von links: JosefSchumacher, Bernd Bahlmann, Josef Többen, Leo Bocklage und Emil Többen. Soweit sie nicht im Krieg gefallen sind, haben diese Sportler auch in der Nachkriegszeit die Sportart

Faustball in Dinklage mitbestimmt und viele junge Leute dafür begeistern können.

27 Und noch einmal ein Blick auf den Sport: Ende Juni 1933 fand in Dinklage das Verbandsturnfest des Turnverbandes SüdaIdenburg statt. Dazu führte am Sonntag ab 13.30 Uhr ein Festumzug mit über dreihundertTeilnehmern durch den Ort. Das Foto - erschienen in den Heimatblättern im Juli 1933 - zeigt die Teilnehmer auf der damaligen Hauptstraße vor (von links) der Schlachterei Bahlmann, dem Haus KathmannBeimohr ('Kraun') und dem Geschäftshaus Hönemann. Der Umzug, angeführt vom Reiterverein Dinklage mit den Standarten und dem Dinklager Musikverein, führte zum [ahnplatz, wo Albert Bröring als Vorsitzender des Dinklager Turnvereins die Teilnehmer begrüßte. In den unterschiedlichen Altersstufen gab es

dann die Turn- und Leichtathletik-Wettkämpfe, bei denen die Dinklager - hinter den offenbar besonders gut trainierten Cloppenburger Sportlern - sehr gut abschnitten.

28 Ein Blick auf die alte Hörst bei Dinklage. Der ursprünglich vom eigentlichen Ort Dinklage abgetrennte Ortsteil zwischen Barghopsbach im Süden und dem Mühlenbach (Dinkel) im Narden gehört heute mit seiner Besiedelung fest zur Stadt Dinklage. 'Auf der Hörst' - so heißt es heute noch - gehörten viele Grundstücke zum Gelände der Burg Dinklage, folglich wohnten hier auch manche Eigenhörige und Bedienstete der jeweiligen Burgherren. Unser Foto zeigt etwa um das [ahr 1920 das markante Gebäude der Bäckerei, Wirtschaft und Handlung von Caspar Wulf an der Straßenkreuzung der Holdarfer mit der Schweger Straße. Links ist noch ein Teil des ursprünglichen Geschäftshauses Wulf zu sehen. Das Gebäude wurde Anfang der achtziger [ahre abgebrochen. Im großen Gar-

ten des Anwesens entstand das Hörster Geschäftszentrum mit Supermarkt (Tengelmann/ dann K + K), Textilgeschäft Mann + Mode sowie mehreren anderen Geschäften/Praxen.

W'rlsmarl EJarnerel u. Hlndlulig van Caspar Wulf, Dmklage J. Oldenb.

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