Dinklage in alten Ansichten

Dinklage in alten Ansichten

Auteur
:   Andreas Kathe
Gemeente
:   Dinklage
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6554-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Dinklage in alten Ansichten'

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29 Das zweite größere Geschäftshaus auf der Hörst war früher die Wirtschaft und Kolonialwarenhandlung von Johann Willenborg (genannt 'Stüven"). Die Stüven-Stelle auf der Hörst gehört dabei mit zu den ältesten Ansiedlungen in diesem Ortsteil.

Die Aufnahme hier entstand etwa um 1920 und wurdeebenso wie das Foto Nr. 28 vom Dortmunder Verlag Paul Lukowski als Postkarte herausgegeben. Offenbar zählte Lukowski zu den herumreisenden Fotografen, die auch in kleineren Ortschaften für Geschäftsleute entsprechende Werbepostkarten herausbrachten. Dem Geschäftshaus Willenborg wurde später eine Schlachterei angegliedert, die unter anderem auch sehr gute Exportverbindungen (Schin ken etc.) in die USA hatte. Das Gebäude der Schlachterei wurde vor gut zehn [ahren

abgebrochen. Die Gaststätte wurde von der Familie Kaiser übernommen, die seit 1998 das Kolpinghaus führt. Im früheren Kolonialwarengeschäft unterhält die Bäckerei Heitmann eine Filiale.

Wlrlsd1afl und Colonialwarenhandlung

v. Joh. WIldenborg Wwe., DlOklage i. Oldenb.

30 Zurück in die heutige Burgstraße. An der damaligen Wipperstraße, darauf verweist auch der Name, wohnten in früheren Zeiten eigenständige Weber - ein Gewerbeverzeichnis von 1875 führt noch neun Leineweber für Dinklage auf - und auch Mitarbeiter der großen Weberei van der Wal. Die Postkarte aus der Zeit um 1910 zeigt links das Haus Tölke - 'Maschinenstrickerei Frau 1. T ölke' (heute Pund). Daneben steht der Stall von Mäckels ('Fiskaols '), dann folgt das Wohnhaus Mäckel; rechts das Anwesen von Briefträger Voet, heute Varnhorst. Die sehr gute Aufnahme zeigt den alten Zustand der Wipperstraße mit offenbar gut verlegtem Kopfsteinpflaster und damals schon vorhandenem Bürgersteig. Schon seit etwa 1902 verfügte Dinklage

über eine eigene Stromversorgung (siehe den Strommast rechts). Die Firma Schulte & Bruns (heute Oldenburger Möbelwerkstätten) hatte dazu einen entsprechenden Generator installiert.

31 Die Wipperstraße in anderer Richtung; auch diese Aufnahme ist um 191 0 entstanden. Sie zeigt uns den Straßenverlauf von Diekmanns ('Braukhus') Nußbaum (links) bis zu Hilgeforts ('Huhnken') Kreuz im Hintergrund. Rechts ist das Haus Bahns (heute Wieferig) zu sehen. Das Gebäude brannte um 1923 ab und wurde durch einen Neubau ersetzt. Das folgende Haus von Fiswick - er war als Nachtwächter tätig - steht heute noch; es ist der von Bahns genutzte kleine Laden. Es folgen die Häuser von Albermann, später Hutmacher, Bäckerei Meyer und Schumacher ('Stuten Marie"): das Haus wurde in den siebziger [ahren abgerissen. Maria Schumacher war ein Dinklager Original. Sie wußte ihr Leben als alleinstehende

Frau, die früh die Eltern verloren hatte, zu meistern. Lange [ahre zog sie mit dem Holzkarren und einem Weidenkorb voller frischer Stuten durch den Ort, um ihren Kundenstamm zu beliefern.

Später lieferte sie auch Milch aus. Auf dem Foto ist links noch Diekmanns Stall zu sehen.

Dinklage. w,pper.trasse.

32 In Richtung Ortsmitte geht hier der Blick über die Wipperstraße (Burgstraße ). Die Postkarte mit dem 'Gruss aus Dinklage' wird um 1905 entstanden sein. Rechts ist ein Teil des damaligen Geschäftshauses Meyer (Textilien, Kolonialwaren) zu sehen. Es folgen die Häuser von Schuster Dunker (später abgerissen, heute Parkplatz des Textilhau ses Meyer), Thien (später Brinkmann) und Malermeister Diekmann ('Braukhus'). Franz Diekmann war van 1922 bis 1938 Gemeindevorsteher bzw. Bürgermeister von Dinklage. Das Gebäude wurde später von Bahns übernommen und zu einem Geschäftshaus erweitert. Die Häuser links gehörten damals: Clemens Niemann (Schmied bei Holthaus ), Vogts- Tinnermann (Tinner-

mann war ebenfalls HolthausMitarbeiter) und Gerhard Clemens Wegmann (Webmeister bei van der Wal); er ist der Vater von August Wegmann, dem späteren Zentrums- Reichstagsabgeordne-

ten und - nach dem Krieg Niedersächsischen Finanzminister. Es folgt das Haus von Schuster Niemann (früher Schuster Dunker).

33 Schon aus der Nachkriegszeit (um 1950) stammt dieses Bild der in Burgstraße umbenannten früheren Wipperstraße. Es zeigt links die Schlachterei Stromann, dann das Stallgebäude und Haus des Lohgerbers Kaspar Wittrock ('Schlüters'). Wittrock stellte in der eigenen Werkstatt unter anderem Leder (Sohlleder) und Maschinentreibriemen her. Lehrer Josef Seitz, später Konrektor der Von-Galen-Schule, heiratete die Tochter von Kaspar Wittrock; die Familie wohnte lange [ahre in dem Gebäude. Der kleine Weg zwischen Stromann und Wittrock-Seitz führt direkt zur Schule. Rechtsanwalt Josef Eveslage und seine Ehefrau Gisela geborene Seitz haben das Haus in neuerer Zeit liebevoll restauriert. Auf der linken Stra-

ßenseite folgen die Häuser Horn und Schneidermeister Niemann. Rechts ist neben dem alten Stallgebäude der Schlachterei Stromann das später abgebrochene Haus Varnhorn (früher Gaststätte)

zu sehen. Auf dem Gelände errichtete Gärtner Albermann später sein Geschäftshaus (heute Küchenstudio ).

34 Das 'Antoniushcim' am sogenannten Antoniuswald in Bockhorstermoor ist vielen älteren Dinklagern noch ein Begriff. Die aus Holz errichteten schmucken Gebäude (Aufenthaltsraum, Liegehalle, kleine Küche) standen etwa in Höhe der heutigen Siedlung 'Am Antoniuswald' in unmittelbarer Nähe zur Kleinbahnlinie Dinklage- Lohne. Das Foto zeigt eine große Kinderschar, die hier Ende der zwanziger [ahre von den Ordensschwestern des Krankenhauses und jungen Frauen aus dem Ort betreut wurde. Die in Dinklage unvergessene Schwester Hildebranda war von 1925 an auch als KinderFürsorgeschwester im Antoniuswald dabei. Die jüngeren Dinklager Kinder wurden von den Betreuerinnen jeweils in den Sommermonaten (Ferienzeit) zumAntoniusheim geführt. In dem eingezäunten

Areal durften sie spielen und wurden mittags mit Essen versorgt.

35 Der erste Dinklager Kindergarten, der von der Nationalsozialistischen Volkswohlfahrt (NSV) in den dreißiger [ahren eingerichtet wurde, stand - so die Erinnerung älterer Dinklager - an Kösters Gang (heute Neubau Beiderhase ). 1938 richtete die NSV in dem früheren Stallgebäude neben dem Haus Diekmann (heute Bahns) an der Burgstraße einen neuen Kindergarten ein. Bürgermeister Franz Diekmann war kurz zuvor verstorben; er wird das Gebäude noch zur Verfügung gestellt haben. Das Foto aus den Heimatblättern (Dezember 1938) zeigt die Kindergartenkinder in Diekmanns Garten, der als Spielplatz genutzt werden konnte. Leiterin des Kindergarten war damals 'Tante Mia' (Maria Bahlmann). Sie wurde unterstützt von den Helferinnen Fräulein Varnhorn und Fräulein Möl-

Iers. In dem umgebauten Gebäude befanden sich zwei Spielzimmer für die rund vierzig Kinder und ein Waschraum.

36 Blick auf die Mädchenschule und die Kirche in der Zeit um 191 O. Das Gebäude im Vordergrund ist die kurz nach 1905 errichtete Mädchenschule. Sie ersetzte das alte Schulgebäude am Kirchplatz, das 1905 abgebrannt war. Links von der Schule sind die alten Werkstattgebäude der Firma Beiderhase zu erkennen, rechts unter den Bäumen ist noch der Südgiebel des Pastorats zu sehen. Bis zur Bebauung in den siebziger [ahren erstreckten sich von der Mädchen- und späteren Realschule bis zum Dinklager Mühlenbach Wiesen und Ackerf1ächen. Außerdem gab es eine Reihe von Gärten, die hauptsächlich von den Bewohner des Kirchplatzes und der näheren Umgebung bewirtschaftet wurden. Ein schmaler Fußweg führte von

der Mädchenschule hinter dem Gelände der 19521 53 errichteten Kardinal-von-Galen-Schule zum Burgesch. In dem alten Gebäude der Mädchenschule ist heute die Jugendmusikschule Romberg

untergebracht. Im Anschluß an den Altbau entstand in den siebziger [ahren das Dinklager Schulzentrum.

Dinklage ~ Oldbg.

Bliek auf Mädchenschule und Kirche:

,

37 Diese Ansicht der Straße am Markt und des Marktplatzes mit der Kirche im Hintergrund zeigt noch einmal sehr anschaulich, wie die Bebauung des Dinklager Ortskerns vor rund neunzig [ahren ausgesehen hat. Die Aufschrift 'Bahnhofstraße' weist darauf hin, daß das Postkartenfoto erst nach 1904 entstanden sein kann. Die Häuser sind durchwegs noch einstöckig, mitten auf der pflastersteinstraße spielt sich das Leben ab; Kinder spielen, die Geschäftsleute und Bediensteten sind für das Foto vor die Türen getreten, auf dem Bürgersteig (siehe links) werden die Waren präsentiert, im Hintergrund steht ein pferdewagen - vermutlich mit Wasserfaß. Die Häuser von rechts:

Friseur Schumacher, Tischlerei und später Fahrradhandel

Oer, Schneidermeister Arlinghaus. Im Hintergrund ist die Gaststätte Wittrock zu erkennen. Im rechten Teil des Gebäudes befand sich damals noch der Stall für die Landwirtschaft. Links das Haus Lüpges ('Kooperschmidt').

Sahnhofstrasse.

38 Etwa um 1910 dürfte diese Aufnahme entstanden sein. Sie zeigt die heutige Straßenkreuzung Am Markt/Bahnhofstraße mit der Arztvilla Dr. Meyer. [ohann Friedrich Meyer hatte 1903 Bernhardine Holthaus, die Tochter des Fabrikanten Holthaus geheiratet, und kurz darauf das neue Wohnhaus am Ortsausgang in Richtung Bahnhof errichtet. Die Gemeinde Dinklage kaufte das Haus 1954 an; seit dem 1. Januar 1955 befindet sich hier das Dinklager Rathaus. Neben der Villa ist die alte Wagenremise zu sehen, die in der Nachkriegszeit noch als Geschäftshaus diente (Imbiß Böhmker, Radio Hölscher). Es folgt die Gastwirtschaft von Heinrich Mertz (später 'Deursches Haus'). Links ist noch der Giebel des Hauses Bröring zu sehen; es folgen die damals niedrigen Fachwerkgebäude

der Gaststätte Bahlmann/Berelsmann und von Bäcker Barlage/Nieberding.

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