Dinklage in alten Ansichten

Dinklage in alten Ansichten

Auteur
:   Andreas Kathe
Gemeente
:   Dinklage
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6554-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Dinklage in alten Ansichten'

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39 Ein markantes Gebäude der alten Dinklager Straße 'Am Markt' war rechts das Gasthaus von Heinrich Mertz. Die Karte aus der Zeit um 1920 zeigt den Haupteingang der Gaststätte. In dem Gebäude befand sich damals auf der rechten Seite das Lebensmit telgeschäft van Schemde (Konsumverein Dinklage ). Die Familie von Schemde wohnte in einem der ältesten Dinklager Häuser an der Ecke Marktplatz/Hauptstraße. Dies uralte Haus wurde Anfang der dreißiger [ahre abgebrochen und durch einen Neubau ersetzt. 1928 erwarb MeyerLamping das Gasthaus Mertz und benannte es um in 'Deursches Haus'. Neben Mertz stehen die Häuser von Maler Diekmann ('MaaIers') und Schumacher (1902 wurde hier der erste Dinklager Friseurbetrieb gegründet.) Auf der linken Seite ist neben dem

Gebäude von Bäcker Barlage/Nieberding das schon aufgestockte spätere Gasthaus Moritzer zu sehen. Friedrich Mertz hatte das Haus gekauft, das später dann von seiner Tochter Elisabeth und

Schwiegersohn Walter Moritzer als Gaststätte weitergeführt wurde.

40 Vermutlich um 1925 ist dieses Foto entstanden, das die spätere Gaststätte Mertz/Moritzer und das Geschäft Bienefeld an der Straße 'Am Markt' zeigt. Walter Moritzer gehörte zu den ersten Arbeitsdienstmännern, die in den dreißiger [ahren nach Dinklage kamen. Er heiratete Elisabeth Mertz und blieb auf Dauer im Ort - wie übrigens auch so manche anderen Arbeitsdienstmänner durch Einheirat zu Dinklager Einwohnern wurden. Das Geschäftsund Gasthaus Mertz präsentiert sich hier so, wie es - von einigen Umbauten abgesehen - heute noch zu sehen ist. Josef Bienefeld betrieb in dem relativ kleinen Geschäft eine Handlung für Öle, Wagenfette und kleinere Landmaschinen. Das zeigt auch das kleine handbetriebene Gerät, das vor

dem Schaufenster ausgestellt ist. Heute befindet sich in dem mittlerweile umgebauten Haus die Annahmestelle einer Reinigungsfirma.

41 Mit Pauken und Trompeten: Ausmarsch der SturmAbteilung (SA) der Nationalsozialisten in den dreißiger [ahren auf dem Marktplatz in Dinklage. Das Foto entstand möglicherweise bei einer Maifeier um 1935. Die Gebäude hatten dazu mit Hakenkreuzfahnen geschmückt zu sein. Im Hintergrund sind die Gebäude von Franz Weiss (Gaststätte, Uhrmacher, Optiker) und des 'Oldenburger Hofes' zu sehen. Die beiden markanten Häuser im Dinklager Ortskern waren 1932/33 neu errichtet worden, nachdem der alte 'Oldenburger Hof' 1932 bis auf die Grundmauern abgebrannt war. In dem Gebäude betrieb Heinrich Hölzen eine Gaststätte mit Hotel, Restaurant und Café. Außerdem befand sich hier der größte Saalbetrieb

des Ortes, in dem Feste, Kundgebungen und Kinovorführungen stattfanden.

42 Die wohl älteste bekannte Ansicht des Ortes Dinklage aus südlicher Richtung bietet diese Postkarte aus der Zeit der Jahrhundertwende; als Neujahrsgruß wurde sie

1903 an Gräfin WaldburgWolfegg geborene Gräfin von Galen gesandt. Der Fotograf wird die Aufnahme aber schon um die Jahrhundertwende ungefähr aus Richtung der damaligen Kaplanei (heute Kindergarten St. Franziskus) gemacht haben. Das neue, 1896 errichtete Postamt ist bereits zu sehen. Zu erkennen sind von links die Häuser Beckermann, das kleine Spritzenhaus, das Gebäude der Kaiserlichen Post und - undeutlich - die alte Küsterei, in der später auch Hauptlehrer Wilhelm Arens wohnte; Arens stammte aus Ramsloh und war van 1906 bis 1931 Rektor der Dinklager Knabenschule. Es folgt weiter rechts

das Haus von Schuster Evers ('ZaomeIs'). Die Gebäude ganz rechts gehören zu Beiderhase (Klempnerei- Werkstatt). Schon damals führte ein kleiner Weg von der Ortsmitte (Spritzenhaus) über die

noch völlig unbebaute Fläche und zwischen den Gärten hindurch in Richtung Kaplanei, Brücke über den Mühlenbach und Hörst.

43 Liese, Clemens und Laura Kock - drei Dinklager Originale aus der Anfangszeit unseres Jahrhunderts - vor ihrem Wohn- und Geschäftshaus an der Hauptstraße (Langestraße). Das Haus wurde später von Schewe aufgekauft und es wurde an dieser Stelle das Geschäftshaus Schewe errichtet. Die drei unverheirateten Geschwister Kock waren die Kinder des einst begüterten Dinklager Kaufmanns [ohann Heinrich Kock. Sie hatten leider nicht die kaufmännische Begabung der Eltern ererbt und schlugen sich sehr ärmlich und zum Teil auch bettelnd durch das Leben. In ihrer halbverfallenen Behausung verkauften sie nur sehr wenige Waren; erzählt wird, daß sie an die Schulkinder für ein paar Pfennige Walnüsse verkauften, die vom Baum vor dem Haus stammten. Clemens Kock (gestorben 1915)

betätigte sich als Hausierer, der mit Heiligenbildchen handelte, die er für ein paar Groschen an den Mann brachte. Den Erlös setzte er anschließend oft in den einen oder anderen 'Schluck' um.

44 Im ersten [ahrzehnt dieses Jahrhunderts dürfte diese Postkarte von Dinklage entstanden sein. links ist das Kaiserliche Postamt an der Hauptstraße (Langestraße) zu sehen, das Postmeister Friedrich Kreke 1896 hatte errichten lassen; die Familie Kreke nutzte das Haus zugleich als Wohngebäude. Postmeister Kreke leitete das damals noch eigenständige Dinklager Postamt bis zumjahr 1931. Rechts ist das alte FachwerkDoppelwohnhaus Mäkel zu sehen, das von den Familien Gilbers und Bockhorst bewohnt wurde. Es wurde Anfang der dreißiger [ahre abgerissen (heute Vorplatz/Biergarten der Gaststätte Suntken). Es folgt das Gebäude der Gaststätte und Bäckerei von Mäkel ('Haogedom', heute Suntken) , das 1 92 2/2 3 auf-

gestockt wurde. Im Haus Mäkel war seit 1888 die in diesem [ahr gegründete Sparund Darlehnskasse Dinklage untergebracht; erster Rendant war Franz Mäkel. Erst 1956 konnte die Bank ein eigenes

Bankgebäude auf der gegenüberliegenden Straßenseite beziehen.

45 Die Hauptstraße in der Zeit um 1930: An der Stelle des alten Spritzenhauses war Anfang der zwanziger [ahre neben dem Postamt (links) das Geschäftshaus Wittrock ('Schlüters') errichtet worden. Das Haus wurde erst kürzlich durch den Neubau Eveslage (China-Restaurant und Wohnungen) ersetzt. Es folgen die Häuser Beckermann, die Driversche Apotheke (verdeckt hinter dem Baum) und das 'Hotel im Stern' (Kaaps). Neben dem nun aufgestockten Haus Mäkel (rechts) ist noch der Giebel des Hauses von Schneidermeister Meyer ('Pöttkers Clemens und Mia") zu sehen. Es folgt das Haus Haverkamp (Drogerie, Wirtschaft und Lebensmittel). Die beiden Häuser Meyer und Haverkamp sind vor einigen

[ahren zusammengefaßt und für die Dinklager Volksbank umgebaut worden. Hier befindet sich unter anderem auch die Geschäftsstelle der Barmer Ersatzkasse.

46 Das alte Geschäftshaus der Firma Kathmann & Beimohr (K & B) an der Hauptstraße im [ahr 1910: 2. Person von links (im Fenster) ist Bernhard Beimohr, rechts steht sein Bruder Ferdinand, links eine Schwester. Die Kinder sind Maria Bahlmann und Bernhard Beimforde (späterer Firmenchef). Die Firma K & B geht bis auf das [ahr 1837 zurück, als in Bünne an der Landeskrone (daher auch der Beiname 'Kraun") ein [ohannWerner Kathmann einen schwunghaften Handel in Richtung Holland betrieb. Bernhardine Kathmann heiratete 1864 Bernhard Beimohr. Eine Tochter aus dieser Ehe (Elisabeth) wiederum heiratete 1908 Heinrich Beimforde. In dem oben abgebildeten Gebäude existierte bereits seit 1906 eine eigene Kaffeerösterei. Noch bis in die achtziger [ahre konnte die Familie

Beimforde die Großhandelsfirma K & B aufrechterhalten; dann wurde sie verkauft.

47 Die Hauptstraße (Langestraße) in Dinklage im Bereich vor der pfarrkirche St. Catharina etwa um 1940; der Platz vor der Kirche blieb frei, nachdem bei einem großen Brand im Iahr 1909 die dichte Bebauung vor der Kirche ('Doonporte') vernichtet wurde. Die Gebäude von Holthaus/Wendeln

('Flickers '), Finke sowie die 'Doonporte' (Totenpforte) selbst - der Durchgang zur Kirche hin - wurden nicht wieder aufgebaut. Neu errichtet wurden die Häuser von Schade/Schumacher (früher Böckmann; rechts die Hausecke), Diekstall (später Drogerie Gier, heute 'Kork") und Gerdesmeyer. Die Familie Diekstall war seit dem 18. Jahrhundert als Wassermüller auf der Burg Dinklage tätig. Mitte des 19. [ahrhunderts begann Clemens August Diekstall seine Arbeit als Gold-

schmied in Dinklage. Sein Sohn Franz und der Enkel Clemens führten das Geschäft in Dinklage vor der Kirche weiter. Das Haus ging später in den Besitz der Familie Mäkel über.

48 Noch einmal der 'Kirchvorplatz': Rechts ist das alte Gebäude von Schumachermeister Evers ('ZaomeIs') zu sehen. Die Familie trug auch den Beinamen 'Rheinberger' , weil hier als Hauptmarke Rheinberger Schuhe verkauft wurden. Im rechten Gebäudeteil war lange [ahre das Fotogeschäft van Peter Hölzen untergebracht. Das Gebäude wurde später an Gärtner Bahlmann verkauft und abgerissen. Hier entstand Anfang der siebziger [ahre ein großes Wohn- und Geschäftshaus (Blumen-Bahlmann). Nach dem großen Brand von 1909 wurde das Geschäftshaus Schumacher /Schade neu errichtet, das sich heute fast unverändert präsentiert. Uhrmachermeister Joseph Schumacher ('Ürker') eröffnete hier seinen Laden, in dem auch

Bücher und Schreibwaren verkauft wurden (heute Optiker und Uhrmacher). Im linken Gebäudeteil verkaufte Schade ('Hüsken') Tabakwaren und Hüte. Nachdem Ludwig Wilke hier 1913 einhei-

ratete, hieß das Geschäft im Volksmund 'Schawidi' - Schade- Wilke- Dinklage.

Heute befindet sich hier der 'City-Kiosk' (Schwermann).

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