Dinklage in alten Ansichten

Dinklage in alten Ansichten

Auteur
:   Andreas Kathe
Gemeente
:   Dinklage
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6554-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Dinklage in alten Ansichten'

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49 Ein Blick in das Innere der Dinklager pfarrkirche St. Catharina: 1933 fand sich dieses Hölzen-Foto in den Heimatblättem der Oldenburgischen Volkszeitung. Der Blick richtet sich vom Chorraum her in RichtungTurm und Orgelboden. Links ist die Sandsteinkanzel zu sehen, die - wie so manches andere Einrichtungsteil- bei der grundlegenden Renovierung 1972 zerstört wurde. Die Dinklager Kirche wurde zwischen 1 873 und 1878 an der Stelle eines mittelalterlichen Vorgängerbaues errichtet, der zu klein und baufällig geworden war. Für die Kirchengemeinde war in der Zwischenzeit eine Notkirche in der Nähe des Krankenhauses errichtet worden. Von den 70 OOOTalem, die das neue Gebäude kostete, hatte der Graf von Galen al-

lein 10 000 beigesteuert. Den Rest brachte die Kirchengemeinde auf. Die neue Kirche konnte allerdings erst am 3 1 . Juli 1884 durch Bischof lohann Bernhard Brinkmann aus Münster eingeweiht werden. Brinkmann hatte zuvor während des Kulturkarnpfes jahrelang im Exil in Holland gelebt.

SO Ein Festtag für die ganze Kirchengemeinde war jeweils die Priesterweihe und Primiz eines neuen Geistlichen aus Dinklage. Bei der Heimatprimiz in der pfarrkirche wurde der Vorplatz geschmückt. Mit einer Prozession ging es dann zum Festhochamt in die pfarrkirche. Unser Foto aus den Heimatblättern des [ahres 1932 zeigt die Primiz des Franziskanerpaters Vitalis (Wilhelm) Boklage am 6. März 1932. Pater Vitalis hatte bereits 193 1 die Priesterwei he in Brasilien erhalten; später wurde er Direktor des Ordensgymnasiums in Bardel. Auch sein Bruder Joseph trat in den Franziskanerorden ein (Pater Modestus) und wurde Missionar in Brasilien. Das Foto zeigt deutlich die Anteilnahme der Pfarrgemeinde an der Feierlichkeit. Die Prozes-

sion zur Kirche führt an den Häusern der Südseite des Kirchplatzes vorbei.

5 1 'Der Schreiner ward ein Priester dann - Gott war es, der ihn wog.' Den prächtigen Torbogen auf dem Kirchvorplatz errichteten die Mitglieder des Dinklager Gesellenvereins (Kolpingfamilie)

1933 für ihren Kollegen

Franz WesseIs. Der 1901 in Dinklage geborene spätere Schreinermeister trat anschließend in den Orden der Karmeliter ein und wurde als Pater Brocardus 1933 in Wien zum Priester geweiht. Die Errichtung solcher prächtiger Festbögen gehörte über lange [ahrzehnte zum Brauch unter anderem bei der Einführung neuer Geistlicher in der Gemeinde, bei Heimatprimizen und auch beim Besuch des Bischofs in der Gemeinde. In Dinklage lebte dieser Brauch vor einigen [ahren anläßlich des großen Kolpingtages noch

einmal auf. Auf dem Foto sind im Hintergrund die Häuser Hönemann (später von der OLB gemietet) und rechts Dünnebacke zu sehen.

52 Empfang des aus Dinklage stammenden Münstersehen Bischofs Clemens August Graf van Galen am 25. November 1934 auf der Härst. Im Hintergrund sind die Giebel der Häuser Wulf und Tierarzt Dr. Meyer zu erkennen. Der 1933 zum Bischof ernannte von Galen besuchte erstmals offiziell seine Heimatgemeinde. Er wurde von einer Reiterstaffette an der Gemeindegrenze abgeholt und an der Ortsgrenze auf der Härst unter einem großen, kunstvollen Empfangsbogen von der Gemeinde um Dechant Joseph Rensehen (2. von links im Charmantel) begrüßt. Der Besuch Galens in Dinklage wurde zum Festtag für die gesamte Gemeinde. Der Bischof und spätere Kardinal wurde in der Folgezeit zum bekanntesten Gegner der Nationalsozialisten aus den Reihen der katholischen Bi-

schäfe Deutschlands. Berühmt gewarden sind seine Predigten des [ahres 1941 gegen die Euthanasie und die Terrormethoden des Regimes. In Dinklage gibt es zum Andenken an den Kardinal das

Denkmal var der pfarrkirche und die Von-Galen-Gedenkausstellung im Caritasgebäude hinter der Kirche.

S3 Mit demTitel 'Ein idyllischer Winkel' überschrieb der Vechtaer Fotograf Maurosehat diese Aufnahme, die in den Heimatblättern des [ahres

193 S abgebildet ist. Zu sehen ist die alte Dinklager Kaplanei am Dinklager Mühlenbach mit dem Fußweg in Richtung Kirche ('Kösters Gang'). Der Weg war die kürzeste Verbindung von der Hörst und den südlichen Bauerschaften Langwege und Schwege zur Dinklager Kirche. Er führte an den Gärten vorbei, die - rechts und links - von Familien aus dem Ort bewirtschaftet wurden. Der Kaplan war schon seit dem Mittelalter der zweite Geistliche an der Dinklager pfarrkirche. Er wohnte im Gebäude am Mühlenbach und bewirtschaftete von dort auch die zur Kaplanei gehörenden Ländereien. Das alte, Anfang des 19. Iahrhunderts errichtete Gebäude wurde 19 S S durch

einen Neubau ersetzt (heute Kindergarten St. Franziskus). Zum Ortsbild an dieser Stelle gehörte immer auch die markante Kastanie vor der Kaplanei.

54 Anfang der dreißiger [ahre dürfte diese Aufnahme der Dinklager Hauptstraße (Langestraße ) entstanden sein. Das Gasthaus Mäkel (links) ist bereits aufgestockt und das Geschäftshaus der Geschwister Wittrock (rechts) ist an der Stelle des alten Spritzenhauses errichtet. Das alte mäkelsche Doppelwohnhaus ist zu dieser Zeit bereits verschwunden, es folgen auf der linken Seite die Häuser von Schlachter Bahlmann und das später durch einen großen Neubau ersetzte Haus der Firma Kathmann & Beimohr. Rechts folgen auf das Haus Wittrock das damalige Postamt, die alte Küsterei, die zum Schluß vom lange amtierenden Küster Espelage bewohntwurde (1955/56 durch den Neubau der Sparund Darlehnskasse ersetzt)

und das Schuhhaus Evers. Zu dieser Zeit sind die früher entlang der Straße stehenden Bäume schon verschwunden. Vermutlich mußten sie bereits damals dem Straßenausbau und dem immer mehr zunehmenden Autoverkehr weichen.

SS Die Dinklager Hauptstraße (Langestraße) im ersten [ahrzehnt unseres [ahrhunderts mit Blick auf die Kirche. Rechts angeschnitten ist noch das damalige Geschäftshaus Nietfeld ('Flickers') zu sehen. Nach dem Brand der 'Doonporte' vor der Kirche im Iahr 1909 hatten Nietfelds, die vorher ein Geschäftshaus vor der Kirche betrieben, dieses Gebäude aus dem früheren Besitz der Familie Wulf übernommen. Es folgt auf der rechten Seite nach der Straßenabzweigung in Richtung Hörst/Holdorf das 'Hotel im Stern' (Grote). Auf der linken Seite zu sehen sind die Häuser der Putzmacherin Blömer (Hutladen; später Gaststätte van Willi Beiderhase - 'Póttken Willi'.) Das Haus wurde in den siebziger [ahren abgerissen und durch den Neubau

WeIdemann ersetzt. Die anschließenden Häuser sind Kreutzmann (heute: Café Schmidt) und Grote (heute Möbel Schewe). Die Bezeichnung 'Neustadt' auf der Postkarte bezieht sich auf den

Straßenverlauf von 'Flickers' in Richtung Friedhof - das war früher die Dinklager Neustadt.

Dinklag . Neu.t.dl ,"it Holel Grol.

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S6 Die 'Neustadt' in Dinklage um 191 0 mit dem Blick auf den Turm der pfarrkirche:

Die Bezeichnung Neustadt hat sich lange für die Häuser an der Hauptstraße/Langestraße zwischen 'Hotel im Stern' und dem Friedhof gehalten. Nach dem Krieg geriet sie zunächst in Vergessenheit. Heute trägt eine kleine Stichstraße am 'Schlaops Padd' diesen Namen. Auf dem Bild ist rechts das Haus Beiderhase (Klempnerladen) zu sehen; heute steht hier an der Ecke zur Clemens-August -Straße eine Spielothek. Daneben steht das Haus WulfiNietfeld, das später von Assmann übernommen wurde. Im Zuge der Straßenverbreiterung wurde das Haus in den siebziger [ahren abgerissen. Das kleine Fachwerkhaus links soll in früheren Zeiten ein Kornspei-

cher gewesen sein. Später hatte hier Schuster Arkenau Wohnung und Werkstatt. Das Haus wurde dann von Elisabeth Nietfeld (Tpi") gekauft, die hier lange [ahrzehnte wohnte. 'Ipi' führte im Haus

von Schlachter Hönemann gleich am Anfang der Langestraße einen Süßwaren- und Milchladen (heute Monika Rauf). Rechts neben dem Haus Nietfeld das Geschäftshaus Osterhoff ('Kapp Gerd').

j)inklage, f{auplslrasse,

57 Diese alte Hausansicht (etwa um 1920) stammt ebenfalls von der 'Neustadt': es ist das alte Dinklager Amtshaus, das später von der Familie Beimforde (Firma Kathmann & Beimohr) bewohnt wurde. Das Gebäude stand an der Langenstraße neben den Gewächshäusern der Gärtnerei Bahlmann. Es wurde im Zuge der Verbreiterung der Drostestraße etwa Ende der siebziger [ahre abgerissen. Das alte Amtshaus des Amtes Steinfeld mit Sitz in Dinklage stand zur Mitte des 19. [ahrhunderts am Weg von der Hörst zur Burg (heute Einfahrt zum Sonderkindergarten). 1851 schenkteGrafvon Galen das Gebäude der Kirchengemeinde für die Einrichtung des ersten Dinklager Krankenhauses. Das Amtshaus wurde verlegt in das Gebäude

des Försters Böckmann auf der Neustadt, das später von der Familie Beimohr/Beimfarde erworben wurde. Dem Amtshaus gegenüber lagen die Gaststätte 'Straoten Ornd' (Arnold Pille; heute 'Inter-

mezzo') und das Wohnhaus der Familie Gröne (abgerissen; heute Einmündung der Ostendorfstraße ).

58 Schüler der alten Rektorats-, Bürger- und späteren Realschule Dinklage vor dem alten Schulgebäude an der Sanderstraße in Dinklage im [ahr 1924 (mit LehrerThien, Vikar Hegemann und Lehrer Lahrmann). Die Gründung der Rektoratsschule geht auf das [ahr 1868 zurück, als 36

Dinklager Bürger diese Privatschule gründeten. Heinrich Burwinkel wurde der erste Lehrer. Im Iahr 1900 übernahm die Gemeinde Dinklage die Verantwortung für die Schule, die in den Folgejahren die Namen Bürgerschule, Mittelschule und (bis heute) Realschule trug. Das erste be-

kannte Schulgebäude der Rektoratsschule war von etwa 1890 bis 1894 das alte Amtshaus auf der Hörst, das vorher als Krankenhaus gedient hatte. Das Gebäude wurde dann abgebrochen. Die Schule zog um in einen Neubau an der Sanderstraße; hier war später auch die Landwirtschafts-

schule untergebracht. Das Foto zeigt das Schulgebäude noch einstöckig; es wurde später aufgestockt. Die Realschule zog 1953 in die frühere Mädchenschule um. Die alte Schule wurde später verkauft; die Firma Varelmann errichtete hier ein neues Wohnund Fabrikationsgebäude.

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