Dinklage in alten Ansichten

Dinklage in alten Ansichten

Auteur
:   Andreas Kathe
Gemeente
:   Dinklage
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6554-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Dinklage in alten Ansichten'

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59 'Neue Aktenschränke, passend für Haus, Laden und Cantor' pries die Firma Franz Schulte - Möbelfabrik mit Dampfbetrieb - in Dinklage um etwa 1925 mit dieser Postkarte an. Franz Schulte 'Schuiten Blitz' - versorgte von seinem Betrieb aus schon seit etwa 1902-1904 den Ort Dinklage mit Strom (daher auch wohl der Beiname). Er galt als Tüftler und Bastler, der gerne immer wieder etwas Neues anpackte und sich für moderne Maschinen begeisterte. Die Möbelfabrik Schulte, die an der Dinklager Sanderstraße arbeitete, wurde im [ahr 193 1 an Josef Diekmann verkauft, der vorher bereits eine größere Tischlereiwerk statt mit rund 25 Mitarbeitern am Kirchplatz betrieb. Diekmann konnte die Fabrik, die 1953 in Oldenburger Möbelwerkstätten umbenannt wurde - zu einem größeren

Unternehmen mit zeitweise über siebzig Mitarbeitern ausbauen. Die 'Oldenburger' produzieren heute hochwertige Möbel unter anderem für Geschäftseinrichtungen und für den Schiffsinnenausbau.

60 Fronleichnamsprozession am Altar auf dem Marktplatz in den dreißiger [ahren. Der Zelebrant ist leider nur undeutlich zu erkennen, es dürfte aber der damalige Dinklager pfarrer Renschen gewesen sein. Die Prozession, die durch den Ortskern führte, machte Station an mehreren Altären (so zum Beispiel vor dem Eingang des Krankenhauses). Der Hauptaltar aber stand mitten auf dem Marktplatz und war ganz besonders ausgeschmückt. Die große Christusfigur ist ein Werk des Dinklager Handwerkers Sebald Fiswick. Der gesamte Prozessionweg wurde von den Anliegern der Straßen mit zum Teil kunstvoll arrangierten Blumengebinden und kleinen Altären geschmückt. Die Prozession zum Fronleichnamsfest wird für Dink-

lage 1703 erstmals erwähnt. Die feierliche Ausprägung dieser Prozession setzte sich aber erst in der zweiten Hälfte des 19. Iahrhunderts durch.

61 Blick in einen scheinbar recht kuriosen Festsaal, in dem die Turngeräte von der Decke hängen. Hier handelt es sich um den alten Saal des Dinklager Kolpinghauses, der in den zwanziger [ahren errichtet worden war. Er stand praktisch im Garten des Kolpinghauses an der Langenstraße, das 1914 vom damaligen Dinklager Gesellenverein erworben worden war. Der Saal diente ganz verschiedenen Zweckbestimmungen. Zum einen war er natürlich Festsaal des Gesellenvereins, in dem kirchliche wie weltliche Feiern stattfanden. Daneben wurde er lange [ahre als Turnhalle der Deutschen Jugendkraft (DJK) Dinklage genutzt; dieser 'katholische' Sportverein wurde in der NSZeit von den Machthabern verboten. Schließlich - darauf

verweist auch das Podium am Ende des Saals - fanden hier Theateraufführungen statt. Die Türen links und rechts vom Podium führten in die Umkleideräume unter dem Podium und zum Souffleur-

Kasten. Der alte Kolpingsaal wurde in den achtziger [ahren abgerissen.

62 Der damalige Chefredakteur der Oldenburgischen Volkszeitung Hermann Thole besuchte im Herbst 1937 die Lager des Reichsarbeitsdienstes (RAD) im Kreis Vechta. Von ihm stammt auch das abgebildete Foto, das in

den Heimatblättern 1937 wiedergegeben ist. Männer der RAD-Abteilung Dinklage sind in Bünne mit Erdarbeiten arn Dinklager Mühlenbach beschäftigt. Das RAD-Lager Dinklage wurde Mitte der dreißiger [ahre eingerichtet. Die ersten Arbeitsdienstmänner wohnten noch im Ortskern, etwas später wurde das Barackenlager am [ahnstadion (etwa in Höhe der heutigen Parkplätze vor dem Stadion) errichtet. Die RAD-Männer zogen vom Lager aus jeweils in geordneter Formation zu ihren Arbeitsstätten; sie wurden rund um Dinklage hauptsächlich zu Entwässerungs-

und Regulierungsarbeiten eingesetzt. Dem NS-Regime diente der Reichsarbeitsdienst im Vorfeld des Krieges immer mehr als eine Art vormilitä

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