Dippoldiswalde in alten Ansichten

Dippoldiswalde in alten Ansichten

Auteur
:   Guntram König
Gemeente
:   Dippoldiswalde
Provincie
:   Sachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6569-3
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Dippoldiswalde in alten Ansichten'

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51IndenJahren1882183 erhielten die Orte im Tal der Roten Weißeritz, so auch Dippoldiswalde, Eisenbahnanschluß durch den Bau der Hainsberg-Kipsdorfer Secundärbahn. Diese Ansichtskarte zeigt den Bahnhof'Dippoldiswalde etwa 1930 mit nur einem kleinen Teil seiner umfangreichen Bahnanlagen. Im Einzelnen sieht man das große Empfangsgebäude (linksAnbau 1909) mit dem hölzernen Vorbau, der Fahrkartensperre, die um 1965 entfernt wurde. Ein Unikat ist die Bahnsteigüberdachung, eine Besonderheit auf sächsischen Schmalspurbahnen. Sie ist heute noch erhalten. Dippoldiswalde hat den größten Unterwegsbahnhof dieser

26,3 km langen, von der Deutschen Bahn AG betriebenen, schmalspurigen Strecke, beginnend umweit der sächsischen Landeshauptstadt Dresden van Freital-Hainsberg ins Osterzgebirge. Die

Dampfbetrieb auf 750 mm Spur und zugleich die dienstälteste öffentliche Schmalspurbahn Deutschlands.

Weißeritztalbahn, so ihr Name, macht also auch nach über 116 Iahren Station in Dippoldiswalde; und das täglich mit etlichen Zugpaaren. Sie ist eine absolute Iouristenattraktion durch ihren reinen

LY?PO diswalde - Gesamtansicht mit Bahnhof.

52 Die auf dieser Postkarte dargestellte Ansicht zeigt im Vordergrund eine Ortsverbindung zwischen Dippoldiswalde und Reichstädt, den Kalkofenweg. Dieser erhielt seinen Namen nach dem jetzt nur noch in Fragmenten sichtbaren Kalkoten. der sich etwa 200 Meter vor dem Ortseingang von Reichstädt befindet. Wiesen und Felder rechts und links desWeges sind in heutiger Zeit mit Ein- und Mehrfamilienhäusern besäumt. Die Stadtansicht zeigt Bürgerhäuser der Reichstädter Straße, dahinter die Strohhutfabrik Reichel. Auch die alte Schule ist gut erkennbar. Das rechts im Vordergrund sichtbare

große Dach gehört zu einer Scheune, die ursprünglich am Bahnhof stand. Diese mußte dem Bahnhofsgebäude weichen und wurde nach hier umgesetzt. Heute bewohnen zwei Familien das zum Wohn-

haus umgebaute Gebäude. Der Kalkofenweg verlor in den letzten [ahren vollkornmen seine Bedeutung, da größergewordene landwirtschaftliche Maschinen den Hohlweg nicht mehr passie-

ren können. Die Reichstädter Straße nimmt den gesamten Verkehr auf.

Dippoldiswalde I. Sa.

Totalansicht mil Bahnhof

53 Am 4. Oktober 1906

ging diese Karte von Dippoldiswalde nach Weimar auf die Reise. Sie stammt aus dem Ottc-Meier-Verlag und ihre Beschriftung berichtet von der Muttersorge über die Wäsche ihres Sohnes. Links im Bild sehen wir die Holzwarenfabrik von Max Böhme & Co. Später gehörte das Werk der Familie Blanke. Es wurden sanitäre sowie andere Industrieartikel hergestellt. Wie fast alle Betriebe in der damaligen sowjetischen Besatzungszone wurde auch diese Firma enteignet. Von der 'Sanar' wurde es in 'VEB Hydraulik' umgewandelt und in der DDR verließen hydraulische und pneumatische Erzeugnisse wie Wegeventile und Arbeitszylinder für große Maschinenanlagen das Werk. In der Mitte des Bildes sehen wir die Blanke-Villa. Durch den Flüchtlingsstrom nach 1945

kam auch ein Herr Pfarrer Preiß aus dem Sudetenland hierher. Das Haus diente neben der Nutzung als Wohnung nun noch als kathelisches Gotteshaus. Als Ende der fünfziger [ahre die neue

fer Straße, befanden sich die Beamtenwohnungen. Auf dieser Karte erkennt man die Straßen, zu beiden Seiten mit Bäumen bepflanzt, die leider im Lauf der jahre verschwanden.

katholische Kirche am Heideweg fertiggestellt war, diente die Villa wieder vollständig als Wohuraum. Im großen Doppelhaus rechts lebten Beschäftigte der Firma. Rechts oben, an der heutigen Wolframsdor-

54 Am südlichenAusgang der Stadt, unmittelbar an der Transitstraße, steht ein markanter Gebäudekomplex, die Hafermühle Dippoldiswalde, eine Fabrik für Hafernährmittel 'wie Hafermehl, -flocken, -mark und -grütze. Diese Luftaufnahme zeigt das Fabrikgelände von 1937. Es gab diese Mühle vermutlich schon im 16. [ahrhundert. Im 18. und 19. [ahrhundert diente sie als Erzpochwerk. 1892 wurde die Mühle von der Fa. Louis Schmidt gekauft. Das Unternehmen lief bestens, es belieferte ganz Deutschland mit seinen unter der Marke 'Pflug' hergestellten Naturerzeugnissen. Schon vor der jahrhundertwende gab es erste Auszeichnungen für die sehr gute

Qualität. Die Gebirgshaferprodukte waren wohlschmeckend und bekömmlich und somit leicht verdaulich sowie magenschonend. Sie eigneten sich bestens für den gesunden Menschen.

Hafer ist ein uraltes, menschlichcs Nahrungsmittel. Mit der Wiedervereinigung mußte auch dieser Betrieb gleich 1990 seine Produktion einstellen. Auf dem Foto sieht man unter anderem neben

dem Produktionsgebäude rechts den großen unter Denkmalschutz stehenden Fachwerkschuppen; davor das Anschlußgleis der Eisenbahn.

55 Eine sehr lebensfrohe Ansichtskarte nach der [ahrhundertwende - die schönste Iahreszeit, in der alles grünt und blüht. Das Restaurant 'Zum Huthaus' war bis zuletzt immer eine volkstümliche Gaststätte. Der Name Huthaus erinnert an die Zeit, als in Dippoldiswalde und Umgebung der Bergbau als wichtigster Erwerbszweig berrieben wurde. Es ist ein schöner Anblick, Jung und Alt im fröhlichen Beisammensein am Wochenende feiern zu sehen. links unten sehen wir den Vereinsraum, der gelegentlich als Tanzfläche genutzt wurde. Zum Tanz saßen meist nur die Damen im Raum, die Herren verweilten im anschließenden Garten und hol-

ten von dort ihre Partnerinnen zum Tanz. Auch die Arbeiter der Fa. Blanke tranken dort nach Beendigung der zweiten Schicht ihr Bier. Das Huthaus bot einen beliebten Treff für die Dippoldiswalder

Skatspieler. So mancher kehrte erst a:m frühen Morgen in sein Zuhause zurück. Ein gern gesehener Gast war Herr Heinrich Blanke. ehemaliger Fabrikbesitzer - er hatte nur ein paar Schritte zu gehen,

um sein Bier genießen zu können. In den siebziger Iahren kochte dort die bekannte Köchin Frau Papajewski - ihre herzhaften Rostbrär'l sind nicht nur den Stammkunden noch in guter Erinnerung.

Gruss ans Dippoldiswalde. Huthaus.

.5 6 Das Foto zeigt das Hansund Gartenrestaurant des ehemaligen Gasthofes 'Hafenschánke'. Der für das Landstädtchen Dippoldiswalde eigentlich recht kuriose Begriff 'Haferi' ist verrnutlich durch mehrere große Fischteiche entstanden. die sich im Mittelalter zwischen dem Ort und der Roten Weißeritz hefanden und von denen heutzutage nur noch der Rölligteich und das Stadtbad erhalten blieben, Oder ob der Name 'Hafenschànke' auf die nach dem Erstausbau der Talsperre Malter 1 9 1 3/ 14 eröffnete Schiffahrtslinie mit ihrer südlichen Anlegestelle in Stadtnähe von Dipps zurückzuführen ist, kann leider nicht mehr eindeutig ermittelt werden. Das ovale Bild läßt beide varianten zu, denn Bootsfahren zum Vergnügen war sowohl auf den Teichen als auch auf der Talsperre möglich. Die

'Hafenschänke' war durch ihre volkstümlichen Preise und dem Angebot an Fischgerichten beliebt. Nach dem Zweiten Weltkrieg verlor sie an Bedeutung und ging Anfang der fünfziger Iahre ähnlich wie der Großteil der einstmals 28 Dippser Gaststuben ein.

57 AlsA.nsichtskarte in schwarz-weiß wurde diese vom Fotograf Otto Meier, Dippoldiswalde, verlegt. Die Karte zeigt uns die StadtkapelIe mit ihrem Musikdirektor Herrn Adolf jahn. Seine Villa steht in der Kurve nach Seifersdorf schräg gegenüber der Gaststätte 'Strandperle' . Im Volksmund wird sie noch heute '[ahn-Villa' genannt. Gleichzeitig besaß er ein Internat mit Musikschule auf der Freiberger Straße 12. Die Karte stammt aus den zwanziger Iahren. Die Kapelle erfreute sich im ganzen Kreis großer Beliebtheit. Sie spielte zu Feiern, besonderen Anlässen wie Erntedankfest, Tanz- und Faschingsveranstaltungen. Die Blasmusik machte jeden

Frühschopppen zu einem fröhlichen Erlebnis, ebenso wurde die Streichmusik von begeisterten Dippoldiswalder Einwohnern sehr geschätzt.

j)ippoloiswatoe, der

58 Die jüngste Ansichtskarte in diesern Buch ist die Ansicht vom Dippoldiswalder Krankenhaus in seiner Gestaltung von 1950. Es entstand aus dem früheren 'Wettinstift' und stellt den wohl wichtigsten Neubau nach 1945 in der Kreisstadt dar. Das 'WettInstift' hieß im Volksmund auch Siechenhaus. Den Kindern war dieses Haus mit seinem düsteren Aussehen, von einem hohen Zaun umgeben, stets ein unheimlicher Anbliek. Mit dem neuen Krankenhaus änderte sich dieses. Das Gebäude besaß nun einen hellen, freundlichen Anstrich. Die Ärzte und Krankenschwestern leisreten in der Zeit fast Unglaubliches, es mußte improvisiert werden, da vieles

nach dem Krieg lmapp

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