Donauwörth in alten Ansichten Band 2

Donauwörth in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Günther Liepert
Gemeente
:   Donauwörth
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6631-7
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Donauwörth in alten Ansichten Band 2'

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Einleitung

Liebe Leserin, lieber Leser,

vor Ihnen liegt Band 2 des Buches 'Donauwörth in alten Ansichten'. Vor acht Jahren erschien der erste Band, der vor allem ältere Ansichtskarten aus der Zeit um die Jahrhundertwende und danach zeigt.
Nunmehr sehen Sie Karten, die vorzugsweise aus dem Zeitraum von 1920 bis 1960 stammen. Donauwörth war damals eine sich erfreulich entwickelnde Kreisstadt Nordschwabens freundliche Mitte - und dies ist auch auf den Bildern nachvollziehbar.

In diesem Buch will ich neben den üblichen Ansichten der Stadt von verschiedenen Seiten vor allem auch versteckte Winkel und Gassen zeigen. Dies ist natürlich nicht so einfach, denn die Ansichtskartengestalter versuchen, gewohnte Motive auf den Karten zu zeigen, damit diese häufiger nachgefragt werden. Daneben möchte ich Ihnen auch Gaststätten näherbringen, die früher einmal so bedeutend waren, dass sie auf Ansichtskarten dokumentiert wurden. Aber auch die Stadtteile sollen in der Beschreibung nicht zu kurz kommen. Sind sie doch seit den Eingemeindungen in den siebziger Jahren ein wichtiger Bestandteil der Stadt Donauwörth geworden. Die nachfolgenden Karten sind Teil einer umfangreichen Ansichtskartensammlung, die in rund zwanzig Jahren auf Tauschbörsen und Flohmärkten zusammengetragen wurde. Damit Sie sich, lieber Leser, nicht nur die Bilder ansehen, sondern auch etwas über die Geschichte der Stadt erfahren, sollen ein paar Daten über das historische Donauwörth informieren:

Um 500 nach Christus war Donauwörth eine germanische Siedlung im heutigen Ried. Die Marktrechte erhielt es etwa um das Jahr 1000. Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes geht auf 1030 zurück. Von 1178 bis 12 8 8 ging es als Reichslehen an die Hohenstaufer. Als Schwäbisch werd erhielt es 1193 die Stadtrechte. Der Deutsche Orden ließ sich 1214 in der Stadt nieder. Um 123 0 wurde die erste Stadtmauer gebaut. Im Jahre 1266 wurde die Stadt an Bayern verpfändet. Das Jahr 1301 brachte die Reichsfreiheit.

Durch Kaiser Karl Verhielt die Stadt 1530 ihr Wappen, den Doppeladler. Im Jahre 1532 wurde sie Reichsmünzstätte. Ihren heutigen Namen erhielt die Stadt 1606, nachdem sie bayerischer Pfandbesitz wurde. Das Jahr 1632 brachte die Eroberung durch König Gustav Adolf von Schweden. Nur neun Jahre lang - von 1705 bis 1714war Donauwörth noch einmal reichsfrei, dann wurde es endgültig bayerisch. Während des Dritten Reiches verlor die Stadt Donauwörth 1940 ihre Kreisfreiheit, die sie nach zähem Ringen 1998 wieder erhielt. Erwähnenswert ist, dass Donauwörth 1 973 einen Partnerschaftsvertrag mit der bei Wien gelegenen Marktgemeinde Perchtoldsdorf abgeschlossen hat. Noch ein paar weitere Zahlen, die das Informationsbedürfnis des Lesers stillen sollen:

Donauwörth hat eine Gesamtfläche von 7687 ha und liegt am Bahnhof 403 m über dem Meeresspiegel. Die Entwicklung der Einwohnerzahlen gestaltete sich wie folgt: 1823: 2460; 1939: 5981; 1953: 8508; 1991: 17819; 2000: 18974 Einwohner.

Günther Liepert, Arnstein, Oktober 2000

1 Ehe wir uns zu einem Spaziergang durch die Stadt entschließen, wollen wir einen kleinen Überblick gewinnen. Das Bild zeigt die Stadt von Osten mit der Reichsstraße in der Mitte, links die Wörnitz und oben die Ausläufer des Schwäbischen Juras. Die Reichsstraße hat ihren Namen von der schon früher wichtigen Verbindung der Reichsstädte Augsburg und Nürnberg. Heute ist sie Teil der Romantischen Straße von Würzburg nach Füssen, die 1 950 diesen werbewirksamen Namen erhielt.

2 Beginnen wollen wir die Stadtbesichtigung im Mittelpunkt der Stadt, dem Rathaus als Kern der Kommune. Es wurde 1236 von den Bürgern der Stadt erbaut und 1308 mit den Steinen der Burg Mangoldstein erweitert, die zu diesem Zeitpunkt abgetragen wurde. Vom Eingang des Gebäudes blicken wir auf die um 1400 errichtete Reichsstraße - der 'via triumphalis' - mit ihren schönen Geschäftsgebäuden.

3 Als erstes markantes Gebäude fällt uns links der bilderbuchwürdige Fachwerkbau, das 'Baudrexelhaus' ins Auge, der 1592 errichtet wurde. Besonders uns Kindern war der 'Baudrexel' ein Eldorado unserer Sehnsüchte. Was gab es dort für wunderschönes Spielzeug, und insbesondere vor Weihnachten drückten wir unsere Nasen oft stundenlang gegen die Fensterscheiben, um die ausgestellten Spielwaren zu bewundern, die wir uns vom Christkind gerne gewünscht hätten.

4 Ein paar Meter weiter nach links war in der Spitalgasse der schöne Bau aus der Jahrhundertwende, das Hotel Krone, zu sehen. Charakteristisch ist das Auf undAb des Hauses, dokumentiert durch die Hotelverzeichnisse: 1980 gab es im Hotel noch zwanzig Betten für 21 Mark je Bett, während es 1 974 keine Zimmer anbot. 1992 fiel der unter Denkmalschutz stehende Bau der Jahrhundertwende leider der Spitzhacke zum Opfer und heute verkauft K & L Ruppert dort seine modische Kleidung.

5 Auf der rechten Seite ein ähnlich markantes Gebäude, das Stadtzollhaus, in dem viele Jahre die Städtische Sparkasse untergebracht war. Das Haus wurde mit seinem gotischen Giebel 1418 erbaut. Der Stadtzoll war viele Jahre lang die wichtigste Einnahmequelle der Stadt, die neben dem Brückenauch den Pflasterzoll erhob.

6 Einige Meter die Reichsstraße hinauf, blicken wir kurz auf das Rathaus zurück. Es ist ein schöner Barockban und wirkt wie ein Wächter über das Geschehen und Treiben auf der wichtigsten Geschäftsstraße. Seine heutige Form hat es nach einer neugotischen Restaurierung im Jahre 1853 erhalten.

7 Das älteste urkundlich beglaubigte Gebäude der Stadt ist das Café Engel. Erbaut wurde es im Jahre 1297. Es war in früheren Jahrhunderten Sitz der Donauwörther Meistersinger.
Für mich hat das Café eine besondere Bedeutung. Zum einen besserte ich hier während meiner Studentenzeit mein Bafög ein wenig auf, indem ich die liebenswerte Familie Pätzold bei ihren Buchführungsarbeiten unterstützte. Zum zweiten sind angenehme Erinnerungen damit verbunden, dass im Café Engel an Heilig-Drei König der erste Faschingsball des Jahres stattfand, der uns junge Leute nach der tanzlosen Adventszeit immer wieder begeisterte.

8 Diese Postkarte von 1953 zeigt ganz links den Leuchtreklameausleger des Lebensmittelgeschäftes Gubi, des ersten Geschäftes dieser Firma in der Stadt. Anschließend kommt der Leder-Ruf, von dem ich
meinen ersten Schulranzen bezog. Rechts im Bild ist die Parfümerie Bäuerle, ein alt eingessenes Geschäft Donauwörths, das sich heute leider auch nicht mehr im Familienbesitz befindet.

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