Dorfen in alten Ansichten Band 2

Dorfen in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Joe A. Schmöger
Gemeente
:   Dorfen
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6550-1
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Dorfen in alten Ansichten Band 2'

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39 Weiter ortsauswärts mündet in die ]ahnstraße der Bahnweg, der auf den Beschauer zuführt.DerText auf der Karte erinnert an die Gründung des Arbeiter-Kranken-Unterstützungs- Vereins, der sich zum Ziel gesetzt hatte: 'Unterstützung erkrankter Mitglieder; Förderung des sittlichen Gemeinsinns; Fernhaltung von jeder politischen Tendenz' (Statuten von 1914, § 1). Mit einem Monatsbeitrag von 25 Pfennig für ordentliche und SO Pfennig für außerordentliche Mitglieder konnte der Anspruch auf eine tägliche Unterstützung von SO Pfennig auf die Dauer von 90Tagen erworben werden. Datum (Gründungsfeier) 20., 21. und 22. August 1904. (Vgl. Band J, 66.)

25jähriges Jubelfest mit fahnenweihe des Arbeiter-Krank.·lJnterst.·Vereins Dorfen 20., 21. und 22. August 1904.

40 Früher wollte der Empfänger einer Ansichtskarte möglichst viele 'Sehenswûrdigkeiten' abgebildet finden, also Bauwerke, Brunnen und Standbilder, die Natur allenfalls in Form von Grünanlagen und Stadtparks. Landschaftsdarstellungen sind deshalb auf alten Ansichtskarten recht selten. Auf dieser aber ist der Gebäudebestand eher der Rahmen für den Blick über das Isental. Damals haben sich offenbar am südlichen Hang Teichanlagen befunden, vielleicht ist es aber auch der Hausmehringer Bach, der Hochwasser führte. Karte datiert 193 S.

41 Von den Flußläufen einmal abgesehen, die noch großenteils naturbelassen und unbegradigt sind, zeigt sich das Land weitgehend als Kulturlandschaft: Wiesen und Felder, die durch einige Wege erschlossen werden. Halblinks in der Mitte ist die Sebastianskapelle erkennbar; darunter befinden sich, dem Rande zu, die Gebäude an der Straße nach Haag, links vorne der Bahnhof und die Bahnhofs-

restauration.

Karte undatiert, etwa 19001910.

(Vgl. Band 1,39.)

42 Hier ist der Ort mit seinen Gebäuden ein bunter Farbtupfer im sommerlichen Grün-Gelb der Wiesen und Felder. Auf dem Feld in der Mitte sind Heumandl aufgestellt. Die Bahnlinie zieht sich, nahezu parallel zur Bildunterkante, an dem Haus in der Mitte vorbei. Schräg dazu verläuft vom Markt her der Weg, der später Birkenallee heißen wird. Hinter der pfarrkirche ist ein weiterer Kirchturm erkennbar, vermutlich die neugotische Spitze (1896) der Nikolauskirche van Staffing. Karte um 1900.

Dorfen, lTohle I

43 Wenn dem Sammler Postkarten aus Dorfen angeboten werden, möchte er oft wünschen, daß der Ort überall so eingehend bildlich dokumentiert wäre wie entlang der Bahnstrecke. Die Bahnanlagen stellen nämlich auf zahllosen Abbildungen, wie hier, ein beliebtes Bildmotiv dar. Die Gebäude auf dieser Karte lassen sich mit Hilfe der Doppelkarte (Bild Nr. 4/5) leicht identifizieren. Der Absender berichtet seiner Schwester von den ersten Kriegstagen: von einem Marsch von 31/4 Stunden nach Dorfen, wo die Soldaten in der Nacht angekommen seien und um 12.48 mittags verladen werden sollen.

Karte datiert 21. September 1914.

(Vgl. Band 1,37 und 38.)

Dorfen.

44 Zu Beginn unseres [ahrhunderts wirkt das Gelände an der Bahnlinie noch wie eine Baustelle. Entlang der Schienen sind Holzstapel zu sehen: möglicherweise Bohlen für den Schienenbau, vielleicht bestimmt für den Bau (1897/98) der Lokalbahnlinie nach Velden.

Karte datiert 1901.

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45 Diese Ansicht zeigt wiederum das Motiv der Bahnanlagen, verbindet es aber mit einer Darstellung von Pfarrkirche und Priesterhaus, und erspart mit dem vorgedruckten 'Cruß' dem Schreiber ein wenig Arbeit. Auffallend sind die Pappelreihen, die die Straßen säumen.

Karte datiert 16.August 1899. (Vgl.Bandl, 1 und37.)

46 Von der Lokalbahnlinie Dorfen-Velden war schon im Band 1 die Rede gewesen. Anders als in der Abbildung dort ist hier die Endstation, Velden an der Vils, hervorgehoben. Auf der Dorfener Ansicht ist der Rathausplatz mit Springbrunnen (vgl. Bild Nr. 32) dargestellt; aus Taufkirchen wird das Schloß gezeigt. Auf dem Bild von Moosen sehen wir im Hintergrund die Kirche von MaiseIsberg. Die Bahnlinie ist keine hundert [ahre alt geworden. Längst nur noch selten - von Güterzügen und ausnahmsweise zu Sonderfahrten - benutzt, wurden 1994/95 dieAnschlußgleise im Dorfener Bahnhof und in der Folgezeit die Gleise der ganzen Strecke

entfernt. Ein Radweg auf der Bahntrasse ist im Gespräch. Karte datiert 17. Oktober 1909.

(Vgl. Band J, 40.)

Die Bahnlinie Dorfen - Velden aus der logelschau.

47 Einige Kilometer flußaufwärts liegt im Isental der Ortsteil Watzling, bis zur Gebietsreform eine selbständige Gemeinde. Der Ort wurde bereits im 10. [ahrhundert erstmals urkundlich erwähnt.

Die erste Kirche stammt von 1 3 1 S, der heutige Bau aus dem 18. Jahrhundert (Weihe 1713). In der südlichen Vorhalle der Kirche befindet sich ein bemerkenswertes Grabdenkmal: eine Grabplatte aus

Kalkstein, die den Leutpriester Nikolaus Pfäffinger abbildet und an seine Angehörigen (unter anderen Ulrich, t1319) erinnert, Angehörige des Edelgeschlechts, das sich nach dem nahegelegenen Pfaffing

benannte, aber bereits im 14. Jahrhundert nach Isen (siehe Bild Nr. 49 und SO) übersiedelte.

Karte undatiert, etwa 19001910.

48 Oberdorfen (nicht Oberndorf, wie es auf der Karte heißt) war die namengebende Erstsiedlung und bis zuBeginndes 19.Jahrhunderts Pfarrort auch für den Markt Dorfen. Gasthaus, Gemischtwarenhandlung und die dem Heiligen Georg geweihte gotische Kirche (um 1500) sind auf der Karte traulich vereint. Der Text im freien Feld der Ansichtsseite drückt diese Dreieinigkeit in einem, auch heute noch verwendeten Verserl aus: 'Wenn's bayerisch Bier regnet / und Bratwürstl schneit, / dann bitten wir den Herrgott, / daß die Witterung so bleibt.'

Karte gestempelt 26. (Monat unleserlich) 191 1.

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