Dorfen in alten Ansichten Band 2

Dorfen in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Joe A. Schmöger
Gemeente
:   Dorfen
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6550-1
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Dorfen in alten Ansichten Band 2'

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49 Eine unmittelbare Bahnverbindung, auf die wir bildlich zurückgreifen könnten, hat es von Dorfen nach Isen nicht gegeben. Aber von der Bahnstation Thann-Matzbach, der ersten auf der Fahrt in Richtung München, zweigte früher eine weitere Lokalbahnlinie ab, die über Isen nach Haag führte. Sie wurde schon vor [ahrzehnten aufgelassen. Der Markt Isen, bis zur Gebietsreform zum Landkreis Wasserburg gehörend, war Mittelpunkt der freisingi-

sc hen Herrschaft Burgrain (vgl. Bild Nr. 51) gewesen. Karte undatiert, etwa 19001910.

Jsen.

SO Die Kirche St. Zeno in Isen (ehemals Teil eines 748 gegründeten Stifts) ist ein Bau nach dem Vorbild des Domes zu Freising. In der gotischen Vorhalle ist noch das romanische Portal erhalten, das ein wenig an norditalienische Kirchenbauten, wie etwa St. Zeno in Verona, erinnert.

Die spätgotischen Fresken (über dem Portal: das Jüngste Gericht) wurden 1879 freigelegt.

Karte gestempelt 1901 (weiteres unleserlich).

Isen, Portal der Kirche

51 Wenige Kilometer südlich von Isen liegt Burgrain, das der hochstift-freisingisehen Herrschaft im Isengau den Namen gegeben hatte. Die Burg geht auf eine Anlage des 1 1. Iahrhunderts zurück; allerdings ist durch spätere Ein- und Umbauten, insbesondere im 19. [ahrhundert, nichts mehr in seiner ursprünglichen Form erhalten, außer einigen wenigen baulichen Resten in der Burgkapelle.

Karte undatiert, um 1900.

chlo 8 Bur gruiu.

52 Auch mit der nächsten Karte befinden wir uns, historisch gesehen, im Ausland: der Markt Buchbach war bis zu den territorialen Veränderungen der Napoleonischen Zeit im Besitz des Hochstifts Salzburg gewesen. Der Brunnen aus Rotmarmor zeigt wohl, wie seine Verwandten im salzburgischen Mühldorf, Wappen der Fürstbischöfe. Sicher ist das Auto das erste, das man in Buchbach gesehen hat, steht es doch eindeutig im Mittelpunkt der Karte, wenn auch nicht des allgemeinen Interesses; denn die Damen im Vordergrund wirken ebenso uninteressiert wie die Familie rechts im Sonntagsstaat. Nach der Kleidermode dürfen wir für die Datierung auf eine Zeit um die Jahrhundertwende tippen. Karte etwa 1900-1910.

13uchbach Murldp/atz

53 Aus einer Reihe von kleinsten Verwaltungseinheiten war im Nordosten des Landgerichts Erding 1808 eine Gemeinde geschaffen worden. In Eibach hatte eine Kirche bestanden, die in der Säkularisation in eine Schule umgewandelt worden war. Mit dieser einzigen Schule im Umland war Eibach zum Mittelpunkt geworden und hatte den Namen für die bis 1973 selbständige Gemeinde hergegeben. Auf der Karte ist eben dieser Gemeindemittelpunkt mit der Schule und der Gemischtwarenhandlung zu sehen, daneben das im Gemeindegebiet gelegene Kloster Algasing (siehe die folgenden Karten). Der Schreiber berichtet von seinem Urlaub in Pfaffing, einem Weiler in der Nähe von Algasing. Karte datiert 20. August 1932.

54 Der letzte Eigentümer des Anwesens zuAlgasing, Kaspar Algasinger, dessen Ehe kinderlos war, überließ 1859 seinen Hof dem Pfarrer Schmitter von Dorfen zu einem wohltätigen Zweck. 1861 wurde diesem die Genehmigung für eine private Volksschule erteilt. Von ihm erwarb 1863 der Orden der Barmherzigen Brüder das Anwesen und richtete ein 'Knaben-Erziehungs-Institut' ein. Heute ist es unter Leitung des Ordens ein Pflegeheim für Behinderte, dessen Werkstätten für die Qualität und die Schönheit der dort hergestellten Erzeugnisse weithin bekannt sind. Alljährlich im Advent werden die Arbeiten ausgestellt und verkauft, eine Veranstaltung, die sich steigenden Zulaufs erfreut.

Karte gestempelt 1. Mai 1902. (V gl. Band I, 71.)

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ErziehungsI' Inslilul ALCASJNG

55 Die Kapelle des Klosters in Algasing wies eine einheitliehe neuromanisehe Ausstat tung (1875) auf, von der nur noch Reste vorhanden sind (Neugestaltung 1967). Die Bilder der Seitenaltäre zeigen die Darstellungen 'Herz [csu' und 'Herz Mariac': auf dem Hochaltarblatt (von August HeB, München) sind unter der thronenden Madonna zwei Heilige dargestellt: rechts 'Johannes van Con.'. Gründer und Patron des Ordens. Dieser hatte schon 1540 in einem Krankenhaus in Granada geistig Kranke gepflegt und durch gütige Zuwendung körperliche und seelische Heilung angestrebt. Die linke Heiligenfigur könnte St. Joseph, den Pflegevater Jesu, darstellen. Die Glasfenster stammen aus der Hofkunstanstalt Fr. X. Zettler in München. Karte undatiert, um 1900.

S6 Eine Kartenserie (vielleicht als Werbematerial gedacht) zeigt neben einer Gesamtansicht eine Reihe von Gemeinschaftsräumen in AIgasing: den Speisesaal der 7. und 8. Klassen, einen Schulsaal und den Turnsaal, der hier abgebildet wird. Er soll, wie den Unterlagen zu entnehmen, 1928 gebaut worden sein; die Serie muß jedoch, nach einer Datierung zu schließen, schon 1921 verfügbar gewesen sein. Die Turnhalle diente auch als Festsaal und als Theatersaal.

Karte um 1921 (?).

57 So lustig, wie es nach dem Bild von 'Jung-Algasing auf dem Spielplatz' den Anschein hat, wird es in der Erziehungsanstalt nicht zugegangen sein. Zwei Buben berichten auf dieser Karte ihrer Mutter, daß es ihnen gut gehe, ' ... aber in der ersten Zeit haben wir ein bißchen Heimweh gehabt'. Übernächsten Sonntag, wenn sie auf Besuch komme, wollten die beiden mehr erzählen. Ob sie den Besuch bekommen haben? Eine energische Hand hat auf der Bildseite vermerkt: 'Besuch vor 3 -4 Wochen nicht erwûnscht!'

Karte gestempelt 16. August 1910.

(Vgl. Band 1,71.)

58 Frater Hermenegild Mundi, wie er mit seinem Ordensnamen hieß, geboren 1837, trat 1857 in den Orden der Barmherzigen Brüder ein und war von 1872 bis 1922 Lehrer in Algasing. Zu seinem 60jähriges Profeß-Jubiläum, das er in festlichem Rahmen, in Gegenwart zahlreicher geistlicher und weltlicher Honoratioren 1917 feiern konnte, wurde diese Karte aufgelegt. Frater Hermenegild trägt hier die Ordenstracht und die Silberne Verdienstmedaille des Ordens der Bayerischen Krone, die ihm zu seinemJubiläum verliehen worden war. Trotz seines hohen Alters führte Frater Hermenegild den Unterricht für den 1. und 2. Schülerjahrgang weiter, bis

er 192 2, nach fünfzig [ahren im Dienst der Schule, plötzlich starb. Datum (Profeßjubiläum) 1917.

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