Dorpat-Tartu in alten Ansichten

Dorpat-Tartu in alten Ansichten

Auteur
:   Erik Thomson
Gemeente
:   Dorpat-Tartu
Provincie
:   Estland
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1753-1
Pagina's
:   144
Prijs
:   EUR 19.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Dorpat-Tartu in alten Ansichten'

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19. Diese Neujahrskarte wurde am 30. Dezember 1898 in Dorpat abgestempelt. Sie zeigt in der oberen Reihe (von links nach rechts): das alte Bankgebäude als Hintergrund des Markttreibens auf dem Großen Markt, die Ritterstraße als eine der repräsentativsten Straßen des alten Dorpat, und die Neumarktstraße, an der die im Jahre 1842 gegründete Dampfbäckerei, Konditorei und Pfefferkuchenfabrik E.G. Boening lag. Ferner, auf der linken Seite der Karte, das mächtige Geviert des Kaufhofes und den Barclayplatz. 'Schrnückendes Beiwerk' sind die russische Kaiserkrone, die Wappen von Dorpat und Liv!and, sowie ein Soldat, der vor einer russischen Fahne steht.

ENGELSBRÜCi<E.

20. Einen Stempel vom 3. Mai 1898 trägt diese aus der Embachstadt Dorpat nach Schloß Borkholm, Station Tamsal in Estland, geschickte Grußkarte. Sie zeigt (von links nach rechts): die Schloßstraße mit der 'Engelsbrückc', die Ruine der Domkirche mit dem zur Universitätsbibliothek ausgebauten Chor, sowie eine Vorläuferin der heutigen 'Teufelsbrücke', von der wir nur dieses eine Bild vorlegen können. Wir werden allen drei Bauwerken noch auf anderen Bildern begegnen. Daß die Domruine immer mehr verfällt, erkennt man auf Bildern neueren Datums.

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21. Bei dieser alten Darstellung der Embachstadt ist nicht nur sie selbst bemerkenswert, wertvoll auch ihre Datierung '15./27. März 1858'. Das Bild zeigt uns den Embach mit einem der mächtigen Transportkähne des Peipussees irn Vordergrund, mit der Steinbrücke als Bildabschluß, daneben (links) die Türme der apostolisch-rechtgläubigen Uspenskikirche, den Turm der Johanniskirche, und, am linken Bildrand, die Kolonnaden des Kaufhofes. Zu dem Bild scheint uns der Text darunter nicht recht zu passen: Ihr seht, wie die Industrie in Dorpat sich zu heben ... (beginnt). Was mag damit gemeint gewesen sein? !

22. Diese aus dem Jahre 1918 stammende Luftaufnahme zeigt uns Stadtteile zu beiden Seiten des Embach, der sich malerisch durch die Stadt schlängelt, die während des Zweiten Weltkrieges weitgehend zerstört worden sind. Der Stadtkern und der Domberg sind nicht zu sehen; der Betrachter muß sie sich außerhalb des unteren Bildrandes denken. Nur die Steinbrücke im Vordergrund ist gut zu erkennen. Wer sie, von links kommend, überschritt, gelangte auf geradem Wege über den Großen Markt zum Rathaus.

23. Zu den schönsten Zeichnungen Rudolph Julius von zur Mühlens - auf die wir in unserer Bilderfolge einige Male zurückgreifen werden, da der Künstler mit außerordentlicher Treue im Detail fotografisch genau Szenen aus dem Leben der Stadt festgehalten hat - gehört sicherlich die hier dargestellte Partie am Embach mit der Steinbrücke sowie den Türmen der Uspenskikirche im Hintergrund. Lastkähne und die beschauliche Bootspartie einer Menschengruppe beleben das Bild in anmutigster Weise.

24. Und hier nun die Steinbrücke selbst, die wohl zu den schönsten und sicherlich auch am meisten fotografierten Bauwerken des alten Dorpat gehörte. Im Zuge des Wiederaufbaues von Dorpat nach der fast völligen Zerstörung der Stadt während des Nordischen Krieges und der Verschleppung der Einwohnerschaft in das Innere Rußlands, verdient die Errichtung der Steinbrücke über den Embach besondere Erwähnung. Sie wurde von der Kaiserin Katharina II. von Rußland angeordnet, die für den Bau der Brücke im Jahre 1783 6000 Rubel anweisen ließ.

25. Die Errichtung der Steinbrücke über den Embach fällt mit dem Baubeginn eines neuen Rathauses (1782) zusammen. Steinbrücke und Rathaus, gleich alt, stehen als Endpunkte und Blickfang an den beiden Enden des langgestreckten Großen Marktes. Aus machtigen Granitquadern gefügt, verband die Steinbrücke die Altstadt mit den emporblühenden Stadtteilen am Ostufer des Embach. Mit ihrem Bau wurde im Jahre 1781 begonnen; ihre Ferstigstellung erfolgte im Jahre 1784.

26. Nach ihrer Fertigstellung trug die Steinbrücke auf ehernen Tafeln folgende Inschrift in lateinischer und deutscher Sprache: 'Siste hic impetus flumen, Catharina Il. jubet, cuius munificentia haec moles in commodum publicum exstructa Livoniaque primo ponte lapideo adornata. MDCCLXXXIIl' - 'Strohm, zaehme hier deinen Lauf, Catharina Il. gebots. Ihre Freygebigkeit wirckte diesen Bau zum Nutzen des Lands und zierte Liefland mit seiner ersten steinernen Bruecke'. Ferner die Inschrift 'Unter Direkt. D.R. Obristl. und Rittm. von Schroeder wurde 1781 der erste Stein zu diesem Bau gelegt, 1784 geendiget. Joh, Ant, Zaklowski'.

27. Seit dem Jahre 1784 stellte die Steinbrücke mit ihren beiden Triumphbogen eine echte Zierde der Embachstadt dar. Sie verband das Ostufer mit dem Westufer, wie wir dies auf einer seltenen Luftaufnahme (aus dem Jahre 1922) sehen. Jenseits des zugefrorenen Flusses sehen wir den Großen Markt, der bei der Steinbrücke beginnt.

28. Neben der Steinbrücke, die auch auf diesem Bild im Mittelpunkt steht, sollte an dieser Stelle auch die apostolisch-rechtgläubige Uspenskikirche Erwähnung finden, deren Glockenturm rechts neben dem Mast des Lastkahnes zu sehen ist. Sie wurde in den Jahren 1776/1783 nach Entwürfen des Architekten P. Spekle errichtet und spater erweitert. Sie ist ein Kuppelbau mit einem großen und vier kleinen Türmen mit kuppelförmigen Helmen. Dem Gebäude schließt sich ein vierkantiger, stufenförmig, sich nadelscharf verengender Glockenturm an.

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