Dorpat-Tartu in alten Ansichten

Dorpat-Tartu in alten Ansichten

Auteur
:   Erik Thomson
Gemeente
:   Dorpat-Tartu
Provincie
:   Estland
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1753-1
Pagina's
:   144
Prijs
:   EUR 19.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Dorpat-Tartu in alten Ansichten'

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49. Auf den Barclayplatz führt uns dieses winterliche Bild. Zu Füßen der Büste des Feldherrn Fürst Michael Barclay de Tolly, der stolz und streng von seinem hohen Sockel herabsieht, sind Jung und Alt rnit Hund und Schlitten dabei, sich den Freuden eines Wintertages mit viel Schnee und Rauhreif hinzugeben, wie sie in jenen Breiten nicht selten waren, selten jedoch so schön zur Darstellung gebracht worden sind, wie auf dieser Zeichnung von Rudolph Julius von zur Mühlen, dessen Dorpater Skizzenmappe sie entnommen ist.

50. Wohl zu den schönsten Denkmälern der in dieser Hinsicht nicht gerade armen Stadt gehört die Monumentalskulptur zum Gedenken an Fürst Michael Barclay de Tolly (1761-1818; begraben auf dem Gute Beekhof in Livland), der in den Jahren 1812/13 Oberbefehlshaber russischer Armeen und der russischpreußischen Truppen war und 1814 nach der Einnahme von Paris zum Generalfeldmarschall ernannt worden war. Der Schöpfer der Porträtskulptur war der Künstler W. Demut-Malinowski (1779-1840), der sie in den Jahren 1836/37 entworfen hat. Die Enthüllung des Denkmals für den großen Feldherrn fand im November 1849 statt.

51. Den Barclayplatz, auf dem sich das Denkmal des Feldherrn befindet, zeigen wir hier auf einer winterlichen Luftaufnahme aus dem Jahre 1922. Wir verdanken diese und mehrere andere Ansichten von Dorpat aus der Vogelschau Aleksander Raukas (Stockholm), der sie als Flieger des estnischen Heeres vom Flugzeug aus aufgenommen hat. Diese Fotos sind Bilder von hohem dokumentarischem Wert, denn vieles von dem, was hier festgehalten wurde, ist den Zerstörungen während des Zweiten Weltkrieges zum Opfer gefallen, wie beispielsweise der Kaufhof, der den unteren, auf dem Bilde nicht sichtbaren Abschluß des Platzes bildet.

52. Zu den reizvollsten Baudenkmälern im Bereich des Dorpater Domberges gehören zwei Brücken, die 'Engels'- und die 'Teufelsbrücke'. Die Engelsbrücke ist dem ersten Rektor der im Jahre 1802 wiedereröffneten Universität, Georg Friedrich von Parrot (1767-1852) gewidmet. Sie wurde nach einem Entwurf des Professors der Baukunst M.H. Jacobi in klassizistischer Manier in den Jahren 1836/1838 erbaut. Auf der einen Seite trägt sie ein Relief Parrots und den Text: '1802-1813. G.F. Parrot. Primo Reetori Universitatis Dorpatensis', auf der anderen Seite die Worte 'Otium reficit vires'. Das Relief aus dem Jahre 1913 ist ein Werk der Bildhauerin Constanze von Wetter-Rosenthal (1872-1948).

53. Die Teufelsbrücke verbindet die Abhänge des Domberges hinter den Kliniken. Sie wurde vom Architekten A. Eichhorn aus Anlaß des 300jährigen Jubiläums des russischen Kaiserhauses Romanow im Jahre 1913 geschaffen und aus Eisenbeton errichtet. Sie trägt die Jahreszahlen 1613-1913 sowie ein Bronzerelief Alexander 1. von Rußland, der im Jahre 1802 die Wiedereröffnung der Universität in Dorpat veranlaßt hatte, sowie die Worte 'Alexandro Primo'. Auch das Relief Alexander I. stammt, wie jenes von Parrot an der Engelsbrücke, von Constanze von Wetter-Rosenthal.

DO RPAT. TARTU.

Kaufhof.

Kaubahoow.

54. Zu den eigenartigsten Bauten des alten Dorpat, die den Zweiten Weltkrieg nicht überstanden haben, gehört zweifellos der Kaufhof oder die 'Russischen Buden', ein für die auswärtigen russischen Kaufleute errichteter Basar. Die Fertigstellung dieses Bauwerks, dessen Ausmaße auf diesem Bild besonders eindrucksvoll zur Geltung kommen, erfolgte im Jahre 1821. Als Architekten zeichneten Geist und Kranhals.

de", Kaufhaus in Oorpat.

55. Die Bauzeit des Kaufhofes betrug fünf Jahre. Als typisohes Beispiel der klassizistischen Architektur wurde er in den Jahren 1816/1821 errichtet. Wegen seiner Größe - er beherbergte imrnerhin nicht weniger als 40 Läden! - und seiner eigenartigen Bauweise war er eine Sehenswürdigkeit Dorpats von besonderem Reiz. Ein Fuhrmann für Personen- und ein Kastenwagen für Lastenbeförderung beleben das Bild in charakteristischer Weise. Unter 'Fuhrmann' verstand man in Estland nicht nur den Mann, der auf dem Kutschbock saß, sondern alles zusammen: Wagen, Pferd(e) und Rosselenker. Wollte man schneller als zu Fuß ein Ziel erreichen, 'stieg man in den Fuhrrnann' ...

56. Wesentlich lebhafter als auf unserem vengen Bild geht es hier rings um den Kaufhof zu, Es ist sicherlich Markttag, und bäuerliche Fuhrwerke aus der Umgebung der Stadt scharen sich in unübersehbarer Zahl um den Kaufhof. Unsere Aufnahme stammt aus dem Jahre 1918, als Dorpat seine erste deutsche Besatzungszeit in unserem Jahrhundert erlebte, die vom 24. Februar bis in den November hinein dauerte, während die Zeit der zweiten deutschen Herrschaft im Lande 1941 begarm und 1944 ihr Ende fand.

57. Einen - man ist versucht zu sagen - farbigen Eindruck vom Leben und Treiben im alten Dorpat vermittelt diese Zeichnung von Rudolph Julius von zur Mühlen (1845-1913) in der Mappe seiner 'Dorpater Skizzen', die auch an anderen Stellen in unsere Bilderfolge aufgenommen wurden. Die Zeichnungen schuf der Künstler, der in Dorpat als Porträtmaler und Zeichenlehrer gearbeitet hat, in den Jahren 1883-1885. In der Volksszene, die uns dieses Bild zeigt, hat er das bunte Treiben rund um den Kaufhof in lebendiger und überaus realistischer Weise festgehalten.

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58. Bei genauerem Hinsehen erkennen wir auf dieser Abbildung gleich mehrere markante Bauwerke des alten Dorpat. Da ist links das barocke Türmchen des Rathauses zu sehen, genau in der Bildmitte, über den auf dem Barclayplatz wartenden Gespannen, der Turm der im Jahre 1944 zerstörten und nicht wieder restaurierten Johanniskirche, während rechts einige Säulen des Kaufhofes in das Bild hineinragen. Die Aufschrift auf dem in wohlproportionierten klassizistischen Formen errichteten Hause unter dem Rathausturrn weist darauf hin, daß sich hier die Apotheke H. Sturm befand.

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