Dorpat-Tartu in alten Ansichten

Dorpat-Tartu in alten Ansichten

Auteur
:   Erik Thomson
Gemeente
:   Dorpat-Tartu
Provincie
:   Estland
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1753-1
Pagina's
:   144
Prijs
:   EUR 19.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Dorpat-Tartu in alten Ansichten'

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59. Mit diesem Bliek auf den Anlegeplatz der machtigen Frachtkähne ('Lodjen') auf dem Embach, nehmen wir zugleich auch Abschied vom Kaufhof, den wir links im Bilde sehen. Im Hintergrund ist der Turm der Johanniskirche zu sehen, zu seinen Füßen die Steinbrücke zu erkennen. Die Aufnahme stammt von dem, wie die Bildrückseite zeigt, mit zahlreichen Medaillen auch international anerkannten Dorpater Fotografen C. Schulz (Gartenstraße 3), der auch am Nicolai Boulevard in Riga eine 'Zweigstelle' hatte.

T ARTU. Maakonna valltsus. OORPAT. KreIsverwaltung.

60. In einigen Stadtteilen des alten Dorpat hatte nach den großen Bränden, die die Stadt heimsuchten, der klassizistische Baustil feste Wurzeln geschlagen. Wir konnten ihm auf Schritt und Tritt begenen, wie etwa auf dieser Karte aus dem Jahre 1926, auf der wir links eine Ecke des Kaufhofs sehen, davor einen Standplatz der Fuhrleute, und im Hintergrund das Haus der Kreisverwaltung mit der diesbezüglichen estnischen Aufschrift 'Tartu Maakonna Walitsus'. Auch dieses Gebäude trug unverkennbar klassizistische Züge.

61. Das Haus der Kreisverwaltung - wir sehen es auf dieser Aufnahme noch einmal aus der Nähe muß eine wechselvolle Geschichte gehabt haben. Auf Ansichtskarten aus den Jahre 1908 und 1913 nennt es sich 'Hotel London' beziehungsweise 'Stadt London', während es später, neben der Kreisverwaltung, ein 'Kaufhaus' beherbergt hat, dessen Inhaber auf dem Bild links Anton Heilmann, auf diesem Bild W. Hanson ist, während über dem Schaufenster rechts, dessen Auslage nicht näher erkennbar ist, der Besitzername W. Raudsepp steht.

62. Diese und die folgende Aufnahme stammen aus dem Jahre 1918. Sie zeigen ein Panorama der Stadt Dorpat, vom Domberg aus gesehen. Links, gut zu sehen, der Turm der Johanniskirche. Unter ihm eine Seitenansicht des Hauptgebäudes der Universität, den noch das GJockentürmchen aus der Russifizierungszeit 'ziert', (Es dürfte bald darauf entfernt worden sein.) In der Bildmitte ist die apostolisch-rechtgläubige Uspenskikirche zu sehen, schräg darüber der Turm der Petrikirche, rechts das Rathaus. Die Turmuhr zeigt 10.17 Uhr.

63. Wo das linke Bild aufhört, schließt sich diese Aufnahme an. So sehen wir folgerichtig am linken Bildrand das Rathaus und rechts von ihm, sich ihm anschließend, die den Großen Markt nach Norden hin begrenzende Häuserreihe mit ihren zum Teil im klassizistischen Stil erbauten Häusern. An ihrem Ende sind gerade noch die Brückentore der Steinbrücke über den Embach zu sehen, der sich in einer weiten Schleife, rechts im Bilde gut zu erkennen, durch die Stadt zieht. Den Bliek vorn Domberg auf die Stadt haben die beiden Aufnahmen gut eingefangen.

64. Beschaulich kleinstädtisch zeigt sich auf diesem Bilde die Jakobstraße, die später nach dem Universitätsgründer in Gustav-Adolf-Straße umbenannt worden ist. Das Haus NI. 20 im Vordergrund wird als 'Kossartsches Haus' bezeichnet. Die Karte wurde am 19. Dezember 1922 in Dorpat abgestempelt und war an die 'Baronin B. v. Ungern-Sternberg' in 'Furstenbruk bei München' (wohl Fürstenfeldbruck) gerichtet. Die Aufnahme stammt von Eugen Wittorf (Riga) aus der Reihe 'Dorpat und der Embach"; ihr entstammen noch mehrere weitere Fotos unserer nostalgischen Bilderreihe.

TARTU - F.mnjóe kallas DORPAT ? Embachufer

65. Den Markt am Embachufer zeigt diese alte Ansichtskarte. In der Bildmitte überragt ihn der Turm des Spritzenhauses der Feuerwehr. Rechts sind einige Säulen des Kaufhofes zu erkennen. Die ausgedehnten Holzstapel davor legen ein beredtes Zeugnis vom Holzreichtum des Hinterlandes der Embachstadt ab. Die 'Lodjen' am Hafenkai waren typische Beförderungsmittel jener Zeit auf dem Peipussee und dem Embach, der in den See mündete.

TARTU. Prilsimaja.

DORPAT. Spritze haus.

66. Der erste Aufruf zur Bildung einer Freiwilligen Feuerwehr an die Bevölkerung der Stadt Dorpat erging im Jahre 1863. Am 19. Dezember 1865 erhielt sie zu ihrer Verfügung ein steinernes Spritzenhaus. An den Löscharbeiten im Falle eines Brandes beteiligten sich auch Studenten mit der 'Burschenspritze'. Im Jahre 1912 wurde am Viktualienmarkt der Grundstein für ein neues Spritzenhaus gelegt, das unser Bild zeigt; es wurde am 20. Oktober 1913 feierlich eingeweiht. Daß die Freiwillige Feuerwehr bei einer Einwohnerzahl von 60000 im Jahre 1939 657 Mitglieder zählte, sei nur am Rande vermerkt.

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67. Es ist in erster Linie wohl die vor dem Rathaus auf dem Großen Markt anscheinend aus Anlaß der Verleihung von Auszeichnungen angetretene Feuerwehr in ihren schmucken Uniformen und mit den blanken Messinghelmen. die unsere Blicke auf sich lenkt. Sehen wir jedoch näher hin, gelingt es uns, auch einige Aufschriften an den Häusern zu entziffern. So ist auf diesern Bilde die 'Bank der Hausbesitzer' zu sehen, und, im großen Eckhaus, 'Reinhold's Kaufhaus' sowie die Samenhandlung von Joharm Daugull - vertraute Namen für alte Dorpatenser.

De pat.

I.

tr J ~

68. Diese Ansichtskarte, die vom Verlag H. Raag (Ritterstraße 13) in Dorpat herausgebracht worden ist, zeigt uns eine Idylle vom Embachufer aus längst entschwundenen Zeiten. als Urnwelt- und Wasserverschrnutzung noch unbekannte Begriffe waren. Das Bild wird links von der alten Holzbrücke begrenzt. Sehenswert in jeder Hinsicht ist das dem Wassertransport dienende Vehikel. Der Verfasser dieses Buches hat in seiner Jugend in seiner estländischen Heimat jahrelang gutes Wasser getrunken, das auf genau die gleiche Weise aus einem Fluß geschöpft und zu seinem großelterlichen Gutshans befördert worden ist.

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