Dorpat-Tartu in alten Ansichten

Dorpat-Tartu in alten Ansichten

Auteur
:   Erik Thomson
Gemeente
:   Dorpat-Tartu
Provincie
:   Estland
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1753-1
Pagina's
:   144
Prijs
:   EUR 19.95 Incl BTW *

Levertijd: 2-3 weken (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Dorpat-Tartu in alten Ansichten'

<<  |  <  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  9  |  10  |  11  |  >  |  >>

69. Die Häuser, die auf dem linken Bild im Hintergrund stehen, wurden hier dem Betrachter nähergerückt. Sie dürften heute wohl kaum noch stehen und ebenso wie die alte Holzbrücke, die wir hier noch einmal sehen, irgendwann ein Raub der Flammen geworden sein, die Dorpat im Laufe der Jahrhunderte oft schwere Schaden zugefügt haben. Die Aufnahme stammt aus der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg; Männer in russischen Uniformen sind auf der Brücke zu erkennen.

Dorpat, H~ zbrucke über den Err·bach.

70. Zu den von der 'Baltischen Illustrierten Zeitung' in Riga herausgegebenen 'Malerischen Bildern aus Baltischen Landen' gehörte, als zweite Folge, 'Dorpat und der Embach', nach Aufnahmen des Rigaer Fotografen Eugen Wittorf. Dieser Folge entstammt nicht nur diese Ansicht der alten Holzbrücke über den Embach, aus ihr wurden auch andere Aufnahmen Wittorfs entnommen. Die Holzbrücke, die abgebrannt ist, wurde nicht wieder erneuert. Man hat sie in den zwanziger Jahren durch einen stattlichen Neubau ersetzt, der den Namen 'Freiheitsbrücke' erhielt.

Dorpat Errbacnufer bei de" Pontonbrücke

71. Eine weitere Aufnahme von Eugen Wittorf zeigt hier die Pontonbrücke, weniger schön als die Steinbrücke, weniger bekannt als die Holzbrücke. Das stattliche Gebäude auf der linken Bildhälfte beherbergt ein Hotel. Sein Name läßt sich nach der Aufnahme nicht rekonstruieren. Holzstapel und Fischerboote weisen auf die Nähe des Hafens und des Marktes hin, den wir uns diesseits des Embach zu denken haben.

72. Bei O. Haidak in Narva erschien diese Ansichtskarte mit einer Abbildung des Museums für das Gesundheitswesen. Ob dieses Museum den Zweiten Weltkrieg überstanden und wie lange es bestanden hat, war nicht zu ermitteln. Es fehlt jedenfalls in einem in Estland erschienenen umfangreichen Band über die 'Museen der Estnischen SSR', aus dem Jahre 1961.

Dorpat.

73. Aus den Jahren vor dem Ersten Weltkrieg stammt diese undatierte Ansichtskarte vom Domberg, denn sie ist rückseitig in russischer Sprache beschriftet und zeigt links unten die Teufelsbrücke, bevor sie im Jahre 1913 ihre heutige Gestalt erhielt. Wir sehen ferner das 'Limonadenhäuschen', in dem an Sommertagen erfrischende Getränke feilgeboten wurden, die Domruine mit den sie umgebenden üppigen Grünanlagen, und das vergleichsweise doch noch sehr bescheidene Gebäude der alten Dorpater Augenklinik.

74. Zu den Kliniken, die in der Abgeschiedenheit und Stille des Domberges errichtet worden waren, gehörte auch die Frauenklinik, die unsere Abbildung zeigt. Sie stammt nicht, wie etwa das alte Anatomikum, aus den Gründerjahren der Universität, sondern ist, wie das in den Jahren 1887/88 nach Planen des Architekten Reinhold Guleke erbaute 'Neue' Anatomikum am Domabhang, wesentlich jüngeren Datums. Heute dienen die Kliniken auf dem Domberg vornehmlich Lehr- und Forschungszwecken.

75. Nicht nur auf dem Domberg standen in Dorpat die Kliniken. Sein begrenztes Areal hätte sie gar nicht aufzunehmen vermocht. So sind einige Kliniken, wie sie uns diese Abbildung zeigt, auf das ausgedehnte 'Marienhofsche Feld' abgewandert, wo die entsprechenden Gebäude in den letzten Jahren vor dem Ersten Weltkrieg errichtet wurden und 1915 bezogen werden konnten. Wir sehen hier die stattlichen Gebäude der Chirurgischen und der Nervenklinik. Zu den bedeutendsten Medizinern Dorpats in den dreißiger Jahren auf dem Gebiet der Neurochirurgie und Neuropathologie gehörte Professor Ludvig Puusepp, der durch seine Arbeiten 'Die Tumoren des Gehirns' und 'Chirurgische Neuropathologie' internationalen Ruf genoß.

76. Das Museum für Klassische Altertumskunde, in einem Seitenflügel des Hauptgebäudes der Universität untergebracht, ist das älteste Museum der Stadt. Es wurde 1803 auf Anregung des ersten Direktors der Universitätsbibliothek und Professors der Eloquenz und Ästhetik, Morgenstern, gegründet. Es nahm seinen Anfang als allgemeine Kunstsammlung und spezialisierte sich erst in der Folgezeit auf das Sammeln antiker Kunst. Bei der Evakuierung des Museums in das Innere Rußlands während des Ersten Weltkrieges (1917) ging der größte Teil der Originale und der wertvollen Münzensammlung verloren.

77. Diese Abbildung zeigt das erste Pharmakologische Laboratorium der Welt. Es wurde im Jahre 1847 begründet, als der aus Bautzen gebürtige Pharmakologe Rudolf Buchheim (1820-1879) nach Dorpat berufen wurde und das erste experimentelle Pharmakologische Institut ins Leben rief. 20 Jahre lang hat Buchheim in Dorpat gewirkt, und noch im Jahre 1865 wurde berichtet, daß die Universität in Wien mit ihrem Pharmakologischen Institut weit hinter Dorpat zurückstand, das auf diesem Gebiet in der gesamten medizinisch-wissenschaftlichen Welt eine führende Stellung innehatte.

78. Wenn wir dieses Bild einer winterlichen Straße im alten Dorpat mit ihren weiträumigen Gärten sehen, verstehen wir, warum man sie die 'Gartenstraße' genannt hat. Es war ein ruhiges Wohngebiet, in welches in den Jahren vor dem Ersten Weltkriege, also noch zu 'russischer' Zeit, ein riesiges Instirutsgebäude gesetzt wurde. Einen Teil dieses Universitätsgebäudes, es war das Haus in der Gartenstraße 46, sehen wir am rechten Bildrand.

<<  |  <  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  9  |  10  |  11  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Leveringsvoorwaarden | © 2009 - 2019 Uitgeverij Europese Bibliotheek