Dortmund - Wickede - Asseln in alten Ansichten

Dortmund - Wickede - Asseln in alten Ansichten

Auteur
:   Werner Hartwig
Gemeente
:   Dortmund-Wickede-Asseln
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1906-1
Pagina's
:   120
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Dortmund - Wickede - Asseln in alten Ansichten'

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Wickede

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19. Wenn man von der Johanneskirche in östliche Richtung schaute, so bot sich dem Betrachter dieses Bild: rechts erkennt man eine hohe Steinmauer, welche früher das Gelände des evangelischen Pastorats zur Straße hin abgrenzte. Das Pastorat wurde im März 1982 abgerissen. Dahinter ist das hohe Dach eines Fachwerkgebäudes sichtbar, in dem der 'Jude Cohen' wohnte, wie die Einheimischen sagen, Auf der linken Seite liegt das ehemalige Kuster- und Organistenhaus und dahinter das große Geschäftshaus von Daniel Dülken, welches genau genommen aus zwei Gebäuden bestand. Die Postkarte wurde 1910 abgestempelt.

20. Die Aufnahme entstand ungefähr an gleicher Stelle wie die vorige, aber mit westlicher Bliekrichtung. Man erkennt im Hintergrund rechts die Kirche, davor das bereits abgerissene Fachwerkhaus, dann den Schulhof der ehemaligen Lutherschule, der mit einem Zaun zur Straße hin abgegrenzt ist, das alte Küsterhaus und ganz rechts an der Ecke Bremmenstraße wieder das Dülkensche Geschäftshaus, Links sehen wir das Fachwerkhaus von Levi Cohen. Es ist inzwischen abgerissen und seine Fläche wird heute als Parkplatz benutzt. Daneben mündet die Blitzstraße, die fruher Wu1fsstraße hieß, in den Hellweg. Links schaut ein Baum hervor. Dort befindet sich heute die freie Tankstelle. Früher standen hier zwei kleine Einwohnerhäuser des Bauern Wulf-Schorlemmer.

21. Das Bauernhaus Bremmenstraße 28 wurde 1840 in Wiekede errichtet. Wegen Aufgabe der Landwirtschaft wurde es 1970 abgerissen und durch Neubauten ersetzt. Das Gebäude hatte vordem in Lünen gestanden. Dort wurde es abgerissen, die Materialien nach Wiekede geschafft und 1840 wiederaufgebaut.

22. Der Fotograf dieser Ansichtskarte stand mit östlicher Blickrichtung zwischen den Einmündungen der Bremmenstraße links und der Blitzstraße rechts. Man erkennt links die Gaststätte Ellerkmann/Ortmann, jetzt Haase. Rechts liegt die Metzgerei Brune(Bornemann. Im nächsten Gebäude hatte der Friseur Grewe seinen Salon, und anschließend folgte das Feinkostgeschäft von Heinrich Funke, kurz 'Käse-Funke' genannt. In diesem Gebäude wohnte auch der berittene Gendarm Grebitus. Im Hof hatte er seinen Pferdestall. Dahinter kam das Anwesen des Bauern Buschmann, wo inzwischen das CoopZentrum errichtet wurde. Dann erkennt man das alte Gebäude der Bäckerei Neuhaus sowie die hohe Giebelwand Wibbelings.

23. Wo heute am Hellweg das Kaufhaus Röling liegt, stand bis 1967 der alte Wiekeder Bauernhof Gösmann, Das Foto stammt aus den dreißiger Jahren und zeigt das Gebäude von der Straßenseite her. Der Bauernhof war in dieser Gestalt nach einem Brand im Jahre 1849 wiederaufgebaut worden. Seit dem Dreißigjährigen Krieg, rnöglicherweise noch länger, hat der Gösmannsche Hof an gleicher Stelle gestanden. Erstmalig taucht der Hofname in den Jahren 1240-1250 in den Heberegistern des Klosters Herford auf. Die älteste Schreibweise lautete damals 'Gocinc', die sich im Laufe der Jahrhunderte über 'Gossynck' und 'Goissing' zum letzlich gebräuchlichen 'Gösmann' wandelte.

24. Zwischen Bremmenstraße und Wiekeder Straße liegt heute ein Gebäude mit den Geschäften Brockmann (Uhrmacher) und Münster/Schüttelkorb, Es wurde 1911 von Brenscheidt erbaut. Davor befand sich an gleicher Stelle ein Altwiekeder Fachwerkhaus mit der 'Colonial- und ManufacturwarenHandlung' von Frau Witwe Carl Heierfeld. Das Geschaft ist als Vorläufer unserer heutigen Supermärkte anzusehen, denn man konnte dort schon damals alles kaufen, was zum täglichen Leben benötigt wurde. Die Aufnahme entstand zwischen 1906 und 1911. Für den Fotografen haben sich unten rechts die alte Frau Heierfeld und oben ihre Tochter (verheiratete Brenscheidt) aufgestellt. Rechts daneben erkennt man einen Teil des alten Kornmunal-Gerneindehauses.

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25. Eine weitere alteingesessene Wickeder Firma ist die Bäckerei Neuhaus. Die Aufnahme um 1910 zeigt das ursprüngliche Neuhaussche Gebäude mit der 'Bäckerei und Kolonialwaren-Handlung' von Wilhelm Neuhaus. Dieser präsentiert sich mit seiner ganzen Familie auf den Emgangsstufen, rechts der Senior Wilhelm, dann Kar! Neuhaus, links der Junior Wilhelm und aus dem Fenster schaut Frau Johanna. Das Gebäude und die Bäckerei wurden 1864 errichtet und 1930 erstmals umgebaut. Das rechte sogenannte Althofsche Haus gehörte ebenfalls zum Neuhausschen Besitz, Hier wohnte der Bergrnann G. Tonkel, der am 11. April 1945 auf offener Straße durch amerikanische Tiefflieger erschossen wurde. Links neben Neuhaus liegt die Kammsche Schmiede.

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Ausweiche Röchling Hellweg Partie

26. Wir sind im Zentrum Wickedes an der Einrnündung der Husener Straße (heute Wiekeder Straße) angelangt. In dem Fachwerkhaus rechts war die Kammsche Schmiede untergebracht. Dahinter erkennt man das hohe Giebeldach des Bauernhofs Hugo und anschließend das Röchlingsche Gebäude mit der ältesten Gaststätte Wiekedes. Pastor Zahn berichtet um 1830, daß hier die einzige Gastschenke gewesen sei. Davor kreuzen sich zwei Straßenbahnen der Landkreisbahn. Die geschaftstüchtige Wirtin, Frau Witwe Röchling, hat auf der Ansichtskarte die 'Weiche Wickede', wie sie offiziell hieß, in 'Ausweiche Röchling' umbenannt. Die Postkarte entstand kurz nach der Eröffnung der Straßenbahn im Jahre 1906.

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27. Diese Ansichtskarte trägt die Aufschriften 'Gruss aus dem Restaurant zur frischen Quelle WickedeAsseln, Besitzer Witwe Röchling'. Die Abstempelung erfolgte 1909. Mit der frischen Quelle war keine 'Bierquelle' gemeint, sondern eine Wasserquelle, welche als 'Spring' an die Oberfläche trat und den danebenliegenden Teich speiste, der wiederum die freiwillige Feuerwehr mit Löschwasser versorgte. Quelle und Teich sind heute verschwunden. Wir befinden uns hier nach der Johanneskirche am zweiten geschichtstrachtigsten Ort Wickedes. Rektor Küpperrnann schreibt 1935 dazu: Hier befanden sicb in alten Zeiten der Gerichtsbaum und Gerichtsteich zum Aufhdngen und Ersäufen von Übeltätern, so erzählt es jedenfalls die Lokalsage.

28. Küppermann schreibt weiter: Hier stießen die beiden Dorfhdlften Osten- und Westendorfzusammen; hier lagen die großen Hünensteine, die ganz das Aussehen von Siegesmalen aus grauer Vorzeit hatten. Diese sollen beim Ausbau des Hellwegs eingegraben worden sein. Das jetzige Röchlingsche Gebaude wurde 1899 erbaut. Die Ansichtskarte stammt von 1930 und zeigt die damalige Gaststätte Ernst Strathmeier. Im Gartenrestaurant gab es eine offene Kegelbahn und bis 1939 sonntags Tanz. 1945 wurde das Gebäude amerikanische artskommandantur. Links neben dem Eingang hatte fruher der Friseur Nöhring seinen Salon. Daneben liegt das Refäutersche Fachwerkhaus mit der Gärtnerei und dem Friseursalon der Brüder Fritz und Otto Refäuter.

Das untere Bild zeigt die Gaststatte von innen.

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