Dortmund - Wickede - Asseln in alten Ansichten

Dortmund - Wickede - Asseln in alten Ansichten

Auteur
:   Werner Hartwig
Gemeente
:   Dortmund-Wickede-Asseln
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1906-1
Pagina's
:   120
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Dortmund - Wickede - Asseln in alten Ansichten'

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29. Dieses Foto wurde aus den oberen Räumen des Wibbelingschen Gebäudes nach Nordosten hin aufgenornrnen. Wir blieken auf die Einmündung der Wickeder Straße in den HeIl weg. Das schöne Fachwerkhaus gehört zum Kohlmannsehen Hof, und dahinter liegt die Schreinerei Reinecke. Das Foto entstand während des Festzuges anläßlich des 95jährigen Bestehens des Wiekeder Bürger-Schützenvereins am 6. Juli 1929. Dramatisch ging es an dieser Stelle am 11. April 1945 zu, als der Leiter des hiesigen Volkssturms, Heinrich Werthmann, mit seiner Dienstpistole bewaffnet, den einrückenden Amerikanern Widerstand leisten wollte. Er wurde von drei Scharfschützen niedergeschossen und starb elf Tage später im Krankenhaus in Aplerbeek.

30. Etwas östlicher, kurz vor der Einmündung des Bockumwegs, entstand um 1920 diese Aufnahme mit westlicher Blickrichtung. Ganz rechts liegt die Gaststätte Kohlmann, dahinter der Eingang zum Saal, heute Aldi, dann die Einfahrt zum Heuvelmannschen Hof, das Geschäft der Gebrüder Gottschalk (heute ein Schuhladen), die Schreinerei Reinecke und die Mauer zum Koh1mannschen Hof. Westlich der Wiekeder Straße erkennt man das inzwischen abgerissene alte Eckhaus (heute Mode Wendhack). Auf der linken Seite zeigt sich ein Teil des Refäuterschen Gebäudes, in das die Amerikaner 1945 eine Panzerfaust hineinschossen, wodurch es erheblich beschadigt wurde. Dahinter liegt wieder das bereits erwähnte Röchlingsche Gebäude.

31. Weiter östlich, aber ebenfalls mit Blickrichtung Westen, entstand zwischen Bockumweg und Binner Straße diese Aufnahme. Ganz rechts wohnte früher die Familie Steinweg und betrieb eine Mineralölhandlung und Tankstelle. 'Öltank Steinweg' wurde Bubi Steinweg von den Wickedern genannt. Das kleine Gebäude daneben gehörte ebenfalls den Steinwegs. Hier betrieb der hiesige Stützpunktleiter der NSDAP einen Zigarrenladen. Als nächstes folgt das Gebäude des Kötters Knuf und anschließend wieder Kohlmann. Das Fachwerk links gehört zum ehemaligen schönen Besitz Becker. Davor mündet der Bockumweg. Auf einer dreieckigen Straßeninsel steht ein Ehrenmal, und das Ganze schaut wie eine Idylle aus. Aber es war keine! Dazu ist noch einiges zu sagen!

32. Am 22. März 1928, also genau zehn Tage vor der Eingemeindung nach Dortmund am 1. April 1928, beschloß die sozialdemokratische Kommunalverwaltung in Wickede, mit öffentlichen Mitteln ein Ehrenmal für die Toten des Ersten Weltkrieges zu errichten. Nach neun (!) Tagen, am 31. März und somit einen Tag vor der Eingemeindung, erfolgte bereits die Einweihung. Das Foto zeigt die Festlichkeiten dazu. Es spricht gerade der spatere Dortmunder Oberbürgermeister Hansmann. Im Hintergrund erkennt man den Bockumweg, die Häuser rechts liegen an der Schlangenstraße. Dieser im Schnellverfahren durchgepeitschte Denkmalsban führte zu jahrzehntelangem Hader, der als 'Wickeder Denkmalsstreit' bekannt wurde.

33. Wenden wir uns noch einmal zur Johanneskirche zurück. Wie bereits erwähnt, stand hier früher ein Ehrenmal für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges, welches der Krieger- und Landwehrverein in Eigenhilfe errichtet hatte, während die Kirchenverwaltung das Gelände zur Verfügung gestellt hatte. Von diesem Denkmal ist heute nur noch die Rückfront mit den Namen der Toten vorhanden. Davor stand auf einer hohen Säule ein bronzener Jüngling, von den Einheimischen 'Jung-Siegfried' genannt. Während des Zweiten Weltkrieges wurde die Bronze-Statue abgebaut und eingeschmolzen. Dieses Ehrenmal war bereits im Bau, als die Kommunalverwaltung im Schnellverfahren ihr eigenes Denkmal errichtete. Die Folge war, daß jeder irn Denkmal des anderen eine Konkurrenz sah.

34. Bereits am 25. April 1933 wurde das Ehrenmal der Kommunalgemeinde von den Nationalsozialisten entfernt und an gleicher Stelle eine 'Hitler-Eiche' gepflanzt, welche aber bald einging. Sie wurde spater durch einen namenlosen Baum ersetzt. Das Foto entstand im Oktober 1933 und zeigt die 'Hitler-Eiche' mit zwei Bürgern und zwei fremden SA-Männern. Ganz rechts steht der hiesige Stützpunktleiter der NSDAP, Wilhelm Koch. Im Hintergrund auf der nördlichen Hellwegseite liegen Hof und Scheune des Bauern Lenzmann. 1946 wurde das alte Kommunal-Ehrenrnal wiederaufgebaut, aber es mußte bald erneut weichen, diesmal dem Straßenausbau. Heute steht es friedlich in einer kleinen Grünanlage am Bockumweg.

35. An der Einmündung des Bockumwegs in den Hellweg lag früher auf der östlichen Ecke die Konditorei von Georg Funke. In der westlichen Gebäudehälfte (heute ein Malergeschäft) lag das dazugehörige 'CaféRestaurant'. Die Aufnahme entstand 1919. Vor dem Eingang stehen Georg Funke und Ehefrau Berta sowie in der Tür die Oma Etterich. Da Georg Funke in Berlin bei der Garde gedient hatte, trafen sich in seinem Café regelmäßig die alten Gardisten aus Wickede und Umgebung zu einem gemütlichen Beisammensein. Rechts sehen wir eine Ecke des ehemaligen Grubesehen Besitzes mit hoher Steinmauer. Nach Abriß entstand hier die Denkmalsinsel. Ganz früher soll hier am Kapellenufer die alte Notkapelle der lutherischen Gemeinde gestanden haben,

36. Folgt man dem Bockumweg aufwärts, so liegen links die Wiekeder Friedhöfe, der evangelische Gemeindefriedhof, der Kommunalfriedhof und der ehemalige Judenfriedhof. Der evangelische Friedhof war 1867 angelegt worden, nachdem die Gemeinde das Grundstück von Schorlemmer erworben hatte. 1858, also einige Jahre vorher, war der Wiekeder Historiker Pastor Zahn gestorben. Er wurde noch auf dem alten Dorffriedhof an der Kirche beerdigt und sein Grab soll dort liegen, wo heute die große Linde steht. Das Foto entstand in den dreißiger Jahren auf dem evangelischen Gemeindefriedhof nach dem Bau der neuen Friedhofskapelle.

37. In Wickede gab es früher kaum katholische Mitbürger. Um 1829 waren es nicht einmal ein Dutzend. Diese wurden im stillschweigenden Einverständnis durch den evangelischen Pastor beerdigt. Mit dem Bergbau und der Zuwanderung vieler Ostdeutscher und Polen, welche durchweg katholischen Glaubens waren, wuchs rasch ihre Anzahl. Spater wurden daher die katholischen Mitbürger auf dem katholischen Friedhof in Asseln beerdigt. 1924 errichtete die Kommunalgemeinde in Wiekede neben dem evangelischen Friedhof einen Kommunalfriedhof, der erstmals 1925 belegt wurde und allen Bürgern offensteht. Wir sehen die Trauerhalle des Kommunalfriedhofs auf einer alten Postkartenansicht.

38. Zu den ältesten Bauernhäusern Wiekedes gehörte der Hesselmannsche Hof. Er lag auf dem Gelände hinter dem Bauernhof Lenzmann an der Binnerstraße, Einmündung Düttelstraße. Das Gebäude wurde 1691 errichtet, später mehrmals umgebaut und im Jahre 1975 abgerissen. Das Foto entstand im Jahre 1910. Rechts erkennt man einen Teil des alten Backhauses. Links steht Diedrich Hesselmann.

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