Dortmund - Wickede - Asseln in alten Ansichten

Dortmund - Wickede - Asseln in alten Ansichten

Auteur
:   Werner Hartwig
Gemeente
:   Dortmund-Wickede-Asseln
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1906-1
Pagina's
:   120
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Dortmund - Wickede - Asseln in alten Ansichten'

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Gruss aus

Gasthaas zum Reichsadler, 0, Wen eer

39. Der Dollersweg, der früher Karner Straße hieß, mündet in spitzern Winkel in den Hellweg ein. Dort stand bis 1970 das Gebäude mit der Wenker-Kühnerschen Gastwirtschaft. Das Foto um 1910 trägt die Aufschrift 'Gasthaus zum Reichsadler, G. Wenker'. 1913 übernahm E. Kühner den Betrieb und nannte ihn nun Restaurant 'Zu den drei Linden'. Das Haus ging in seinem Ursprung bis auf 1678 zurück, als W.G. Bosselbender, genannt Wenker, nach Wiekede heiratete. Im Laufe der Jahrhunderte wurde das Gebäude mehrmals umgebaut. An der westlichen Gebäudeseite lag ein kleiner Anbau mit einern Saal. Während des Zweiten Weltkrieges waren hier erst polnische und dann französische Kriegsgefangene untergebracht.

Gastwirtschaft Gottlleb Y.enker

WICKEDE

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Hellweg

40. Als die deutsche Bewachungsmannschaft wegen einer Flohplage den Saal ausräuchern wollte, brannte er im September 1942 restlos ab. Oben links ist der später abgebrannte Saal noch gut zu erkennen.

Das untere Bild führt uns in das Zentrum zurück. Links sehen wir das bereits besprochene Heierfeldsche Gebäude und dahinter das backsteinerne Kommunalgemeindehaus. Hier befanden sich die Dienstwohnungen für Lehrer und Polizisten. Ferner gab es zwei Arrestzellen und später den Böckerschen Zigarrenladen. Im Eckhaus dahinter an der ehemaligen Husener Straße war das Lebensmittelgeschäft Gerling untergebracht. Im Hinterhof lag die Fahrradwerkstatt Römer, Inzwischen sind hier Neubauten entstanden.

41. Diese Postkarte zeigt eine Innenansicht des WenkerKühnerschen Lokals sowie des später abgebrannten Saales. In der Gaststätte war auch eine Kompanie des Bürger-Schützenvereins beheimatet. 1945 stand an der Einmündung des DolIerswegs ein amerikanischer Doppelposten auf Wache, als zwei Kinder, es waren Horst Wenker und Margot Jedamzik, je ein hölzernes Schützengewehr auf diese anlegten und: 'Hands up' riefen. Die GI's ließen die Waffen fallen und streekten die Arme in die Höhe, während eine andere Gruppe das Haus stürrnte, als die Kinder wegliefen. Zur Vergeltung sollte das Gebäude in die Luft gesprengt werden, was aber gottseidank nicht geschah.

42. Im Jahre 1915 wurde diese Postkarte abgestempelt. Sie trägt die Aufschrift 'Wickede-Kamerstraße' und zeigt den heutigen Dollersweg sowie die 'Alte Märsch'. Diese verläuft im Vordergrund und verbindet den Hellweg mit dem Dollersweg. Links sehen wir das Eckgebäude mit der Gaststätte Landfester und dahinter das Haus des Schuhmachers Neuhaus, Rechts von Landfester stehen auf der nördlichen Straßenseite die Gebäude von Suttrop mit einern kleinen Lebensmittelladen, Grauwinkel, Schulz, Kötitz und Rabelt. Das Haus auf der südlichen Straßenseite gehört dem Polizisten Suttrop. Damals war die 'Alte Märsch' nur ein Feldweg. Heute ist das ganze Gelände dicht bebaut.

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43. Neben dem Straßenbahndepot lag die Gaststatte 'Zum Hellweg' von August Vahlenkamp, genannt 'Pfiffig'. Die Ansichtskarte stammt von 1905. Oben links erkennt man hinter dem Büfett den 'Pfiffig' und davor, mit Pickelhaube, langem Säbel und Schäferhund, einen der hiesigen Polizisten, Auch eine Kegelbahn gehörte zur Gaststatte. Beim rechten Bild ist in der Mitte der Vahlenkampsche Neubau von 1901 abgebildet. Rechts vom Eingang lag das Lokal, links der Lebensmittelladen SchellewaId. Das kleinere Gebäude rechts daneben ist das alte Düddersche Haus, welches in den siebziger Jahren des vorigen Jahrhunderts errichtet wurde. Das Gebilde auf langer Stange im Vordergrund ist eine alte preußische Signalanlage der hier vorbeiführenden Eisenbahn,

GruB aus Wickede Gastwirtschaft Aug. Vahlenkamp

44. Einige Jahre später entstand diese Postkarte. Vor dem Vahlenkampschen Gebäude steht ein Triebwagen in der Ursprungsausflihrung der Landkreisbahn und rechts daneben, mitten auf der Straße, eine große Ölkanne. Der 'Pfiffig' hatte den großen Durst der Straßenbahner und Bergleute richtig eingeschätzt, und so waren in den Keller des Neubaues, noch bevor die Decken gezogen wurden, zwei riesige Fässer von 2 000 und 4 000 Litern Inhalt eingelassen worden, welche mit Schnaps gefüllt wurden. Links erkennt man einen Teil des Neuhaussehen Gebäudes, welches später an die Straßenbahn verkauft wurde. Heute ist es abgerissen. Hier befinden sichjetzt Parkplätze eines Supermarktes.

45. Neben dem Vahlenkampschen Restaurant lag das ehemalige Straßenbahndepot. Es war von den 'Elektrischen Strassenbahnen des Landkreises Dortmund' errichtet worden, welche am 26. August 1906 den Verkehr zwischen Wiekede und Cörne aufgenommen hatten. Dort mußte man anfangs in die Städtische Straßenbahn umsteigen. Am 26. November 1906 erfolgte die Inbetriebnahme der Strecke Wickede-Unna. Das Depot und die große Wagenhalle waren für die damalige Zeit sehr modern. 1914 wurde das Depot als 'Betriebshof 8' von der neugebildeten 'Dortmunder Straßenbahnen GmbH' übernommen. Das Foto zeigt die Wagenhalle kurz nach der Eröffnung im Jahre 1906.

46. So sahen die ersten Straßenbahnen aus, welche 1906 durch Wickede-Asseln fuhren. Das seitliche Richtungsschild lautete 'Dortmund-Wambel-Brakel-Asseln-Wickede-Niedermassen-Unna'. Brackel wurde damals noch ohne 'ek' geschrieben. Als Eigentumsmerkmal ist angeschrieben 'Elektrische Strassenbahnen des Landkreises Dortmund'. Der Wagenkasten war sehr fortschrittlich und hatte bereits allseitig geschlossene Plattformen. Allerdings waren bei der ersten Serie die Fahrgestelle zu schwach gewählt worden und die Wagen schaukelten derart, daß selbst das Personal manchmal seekrank wurde.

47. In der Anfangszeit, als der Hellweg noch nicht gepflastert war, mußte die Straßenbahn einen besonderen Sprengwagen einsetzen, denn bei schönem und trockenem Wetter folgte damals jeder Bahn bei der atemberaubenden Geschwindigkeit von 15 Kilometern pro Stunde eine große Staubwolke. Dieser Zustand führte zu andauernden Klagen der Anlieger, insbesondere des weiblichen Teils. Das Foto zeigt den Sprengwagen im Depot. Er bestand aus einem riesigen Wasserfaß, welches auf ein Fahrgestell gesetzt worden war. Es handelte sich bei dem Sprengwagen also um einen Motorwagen und keinen Anhänger.

48. Diese Straßenbahn rollte 1926 durch Wickede-Asseln. Von 1914 bis 1941 fuhr die Linie '12' vom Dortmunder Hauptbahnhof nach Unna. Ab 1941 war es die '9' und ab 1980 die '409'. Vor dem Zug steht der Fahrer O. Grandt sowie die Schaffner Beckmann, Müller und Greilich, alle vom Wiekeder Depot. Damals wurde gerade das Oberleitungsnetz umgebaut, und so zeigt das Foto einen Triebwagen mit zwei Stromabnehmern, einer 'Stange' und einem 'Lyra-Bügel'. Der lange Anhänger war aus zwei ehemaligen kurzen Anhängern der Landkreisbahn zusammengebaut worden.

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