Dortmund - Wickede - Asseln in alten Ansichten

Dortmund - Wickede - Asseln in alten Ansichten

Auteur
:   Werner Hartwig
Gemeente
:   Dortmund-Wickede-Asseln
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1906-1
Pagina's
:   120
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Dortmund - Wickede - Asseln in alten Ansichten'

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49. Im Jahre 1931 feierte das Depot Wiekede sein 25jähriges Bestehen mit einem Fest sowie einem Festzug mit großer Beteiligung der Bevölkerung. Auf dem Jubiläumsbild ist auch die große Musikkapelle der Straßenbahner abgebildet. 1923, während der Ruhrbesetzung durch die Franzosen, lag der Wiekeder Betriebshof als einziger der Dortmunder Straßenbahnen außerhalb der besetzten Zone und erhielt dadurch ungeahnte Bedeutung. So diente er unter anderem als Auffangstation für alle von den Franzosen ausgewiesenen Straßenbahner und es wird berichtet, daß mancher Bürger ohne Paß als Schaffner getarnt nach Dortmund gelangte. Am 6. September 1974 wurde das Depot geschlossen.

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50. Diese Postkarte dürfte um 1910 entstanden sein. Sie zeigt die beiden damaligen größten Arbeitgeber in Wickede, das Depot der Straßenbahn sowie die Zeche Massen I und Il, deren Schächte trotz ihres Namens auf Wiekeder Gebiet lagen. Man erkennt links unten die lange Wagenhalle und stellt fest, daß das Depot damals mitten ins freie Feld gesetzt wurde, denn ringsherum ist noch alles unbebaut. Der Fotograf der Zechenabbildung stand ungefähr in Höhe des Bahnübergangs auf der Straße 'Frische Luft' und blickte nach Osten. Das Zufahrtsgleis zum Bergwerk zweigte westlich der Bahnüberführung von der Strecke ab und führte nach Südosten. Der sichtbare Bahndamm bildet heute einen Teil des nördlichen Bürgersteigs der 'Frischen Luft'.

51. In den zwanziger Jahren entstand am gleichen Standpunkt dieses Foto, und die Gleise sind bereits mit Gras überwuchert. 1853 war die Gewerkschaft 'Massener Gesellschaft für Kohlebergbau' gegründet und anschließend mit der Niederbringung der Schächte I und II begonnen worden. 1859 wurde die Förderung aufgenommen. Die Zeche hatte noch 1880 zwei hölzerne Fördertürme, welche erst danach durch moderne Konstruktionen ersetzt wurden. Der vordere querstehende war der Wetterschacht und der hintere der Förderschacht. Die größte Schachttiefe betrug rund 560 Meter. Die Produktion begann 1859 mit 92 Bergleuten. Gefördert wurden 5 100 Tonnen. Bei ihrer Schließung arn 30. Juni 1925 förderte die Zeche bei ê 795 Mann Belegschaft 520 950 Tonnen mit 213 488 Tonnen Koks.

52. Diese wundervolle Panorama-Aufnahme entstand 1899. Der Fotograf stand südlich der Zeche im freien Feld, ungefähr in Höhe der heutigen Rüdigerstraße, und blickte nach Norden. Vor dem Zechengelände verläuft von links nach rechts die Straße 'Frische Luft'. In dem linken, südländisch anmutenden Gebäude, umgeben von einer weitläufigen Mauer, 'residiertc' damals Bergassessor Höh, der Leiter der Zeche. Den Hintergrund bildet der Wiekeder 'Tafelberg', die große Halde. Als nach dem Zweiten Weltkrieg die Autobahn Kamen-Unna gebaut wurde, trug man den größten Teil der Halde ab und verwendete das Material zum Dammbau. In der Mitte erkennt man eine Batterie Koksöfen. Der Massener Koks war für seine hervorragende Qualität bekannt und geschätzt.

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53. Um die Jahrhundertwende entstand diese Postkarte. Sie zeigt die nördliche Zechenseite zum Hellweg hin mit dem Eingang. Das große Gebaude mit spitzem Giebeldach beherbergte die alte Waschkaue und Büroräume. 1912 entstand ein neues Pförtnerhaus mit anliegender moderner Waschkaue. Rechts erkennen wir wieder den Wetterschacht, in der Mitte den Förderschacht und links den Aufzug zur Halde, welche unsichtbar bleibt. Auf dem rechten Bild sehen wir eine Ansicht nördlich des Heilwegs gegenüber dem Zecheneingang. Hier lag die Gaststatte von Bernhard Hellmann. Wie zu erkennen ist, war damals das Gelände zwischen Hellmann und der Gudrunstraße im Hintergrund noch unbebaut.

54. Hier eine Aufnahme des Gasthauses Hellmann in den zwanziger Jahren. Zu diesem Zeitpunkt wurde es von Maria Traphan bewirtschaftet. Die Gaststätte war ein echtes Bergarbeiterlokal und wurde von diesen 'Brothaus' genannt. Hier wurde nach getaner schwerer Arbeit der Kohlenstaub in den Kehlen heruntergespült. Vor einigen Jahren war in diesem Gebäude die griechische Gaststätte 'Kreta' untergebracht. Interessant ist, daß früher der ganze Bergarbeiterteil in Wiekede von den Einheimischen ebenfalls 'Kreta' genannt wurde.

SS. Ein weiteres Foto von der Straße 'Frische Luft' mit der Zeche im Hintergrund. Die Aufnahme entstand 1917. Wir sehen Karl Stenney, der in Wickede eine Fuhrunternehmung sowie ein Milchgeschäft betrieb, mit einem Pferdewagen voller Milchkannen. Neben Karl Stenney sitzen seine Schwester Anna und Herr Kalle. Dieses Foto zeigt, wie gemütlich damals Transporte mit einem PS ausgeführt wurden. Hast und Unrast waren noch unbekannt.

56. In Wickede gab es auch einen Knappenverein, der am 14. Juni 1896 sein 25jähriges Jubiläum feierte. Das Gründungsjahr war demzufolge 1871. Das Jubi1áum wurde im Gasthof Wenker gefeiert. Nicht bekannt ist, ob die links sichtbare Knappenkapelle ebenfalls aus Wiekede stammte. Damals konnte sich die Festgesellschaft noch mitten auf dem Hellweg plazieren. Autos gab es noch nicht und selbst die Straßenbahn kam erst zehn Jahre spater. Deutlich ist zu sehen, wie schmal der Hellweg damals war: das Wirtshaus steht auf der Nordseite, die Festgesellschaft mitten auf der Straße, und das Grün im Vordergrund gehörte bereits zum Gelande südlich des Hellwegs.

57. Als die Zeche Massen 1925 schloß, wurden dit Bergleute auf andere Zeehen verteilt, sofern sie sich nicht selbst irgendwo Arbeit suchten. Das Foto stammt von 1929 und zeigt einen offenen LKW mit Anhanger der Firma Stiebeling Massen, die hiermit den Bergarbeitertransport durchführte. Die Fahrt ging damals von Wiekede zur Zeche 'Fürst Hardenberg' in Lindenhorst. Auch die Straßenbahn setzte kurzzeitig durchlaufende Züge zwischen Wiekede und Eving/Lindenhorst ein, welche bald den Namen 'Schlafwagen' erhielten, weil die Bergleute nach schwerer Arbeit während der Heimfahrt sofort in einen tiefen Schlaf verfielen.

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58. Diese Aufnahme führt uns zur Wiekeder Chaussee im Süden Wickedes an der alten BI, wo die nördliche Bebauung noch zu Wickede, die südliche dagegen schon zu Ho1zwickede gehört. Nördlich der Chaussee auf Wickeder Gebiet lag östlich des Bockumwegs die alte 'Chaussee-Schule', die berelts abgerissen ist. Das Foto zeigt sie zusammen mit Lehrer Schocke, der hier von 1908 bis 1932 unterrichtete, sowie dessen Ehefrau Catharina und Sohn Willi. Die Schule hatte im Erdgeschoß nur einen einzigen großen Raum, während im Obergeschoß die Lehrerswohnung lag.

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