Dortmund - Wickede - Asseln in alten Ansichten

Dortmund - Wickede - Asseln in alten Ansichten

Auteur
:   Werner Hartwig
Gemeente
:   Dortmund-Wickede-Asseln
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1906-1
Pagina's
:   120
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Dortmund - Wickede - Asseln in alten Ansichten'

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69. Hier sehen wir den Schützenkönig mit seinem Hofstaat, von links: Wilhelm Koch, Heinrich Stockhecker, Hanna Hinkelmann, Schützenkönigin Frau Bremme (Wirt), Schützenkönig Heinrich Bremme (Landwirt), Heinrich Kühnert, Else Bremrne, Ewald Meiland, Gustav Brune und ganz rechts Karl Dunker. Der Metzgermeister Gustav Brune, von den Einheimischen 'Katzoff Brune' genannt, hatte 1925 in Wiekede bei einem Jahrmarktaussteller einen für unbezwingbar gehaltenen schwarzen Ringer besiegt. Der Neger hatte 'den Katzoff' auf Grund dessen gewaltigen Körperumfangs, er soll 350 Pfund gewogen haben, nicht umfassen können. Für die Niederlage mußte der Aussteller 100 Reichsmark bezahlen, die von Gustav Brune und seinen Freunden sofort in Alkohol umgesetzt wurden.

70. Zugleich mit Inbetriebnahme der Eisenbahn eröffnete die Reichspost am 15. Mai 1876 im Bahnhofsgebäude eine 'Kaiserliche Postagentur', die von Anfang an Wickede-Asseln hieß und für beide Orte zuständig war. Erster Postagent war der Bahnhofsvorsteher Claes. Das Foto ist zugleich die älteste Aufnahme des Bahnhofs vor 1895 vor dem Umbau der beiden (!) Wartesäle. Früher gehörte Wiekede postalisch zu Unna. 1861 wurde im Holzwickeder Bahnhof eine Postexpedition Il. Klasse eingerichtet, zu deren Zustellbezirk auch Wiekede und Asseln gehören soliten. Den Wickedern war es recht, und so kam 15 Jahre lang der Landbriefträger von Holzwickede. Nicht einverstanden waren die Asselner, und sie erreichten eine Eingliederung in den Postamtsbezirk Aplerbeck.

Lindenhof. Theodor Lindemann, Wicked e-A,sse In'n, ~ah'2è.0fsallee,

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71. Hier sehen wir wieder den Gasthof 'Lindenhof' um 1910, Am IS. Oktober 1877 wurde der Wirt Wieseler, späterer Name Lindemann, mit der Postagentur betraut. Dort verblieb sie über IS Jahre bis zum 30. Juni 1892, als das erste 'Postamt Wickede-Asseln' eröffnet wurde. Der Postraum befand sich im Erdgeschoß unten rechts, dort wo jetzt die Gaststätte ist. Die Ansichtskarte entstand berelts nach dem Auszug der Post, und nur ein gußeiserner Briefkasten ist geblieben. Die Bahnhofstraße ist schon ausgebaut und bepflanzt. Oben rechts sehen wir das bereits abgerissene Fachwerkhaus der Gärtnerei Keller. Vor Lindemann waren der Bahnhofswirt Spiecker und der Bauunternehmer und Wirt Schaafhausen Postagenten gewesen.

72. Aus den oberen Fenstern des Bahnhofs entstand zum Hellweg hin dieses Foto. Es ist älter als die vorige Postkarte. Das Aufnahmedatum liegt zwischen 1892 und 1900. Die Bahnhofstraße ist noch ein Feldweg, und rechts liegen die großen Flächen der Gärtnerei. Im Hintergrund verläuft der Hellweg. Wir sehen links das Heilingsche Gebäude mit einem kleinen Anbau, in dem das erste kaiserliche Postamt lIL Klasse untergebracht war. Neben der Tür hängt das große Postschild und davor steht eine gelbe Postkarre für Transporte zwischen Post und Bahnhof. Der Post-An- und -Abtransport erfolgte damals ausschließlich über Bahnposten.

73. Als der Ehrenamtmann Svbrecht für Asseln eine eigene Postagentur beantragte, um den Asselner Bürgern den weiten Weg bis zum Postamt am Bahnhof zu ersparen, beschloß die sparsame Postbehörde, in der Mitte zwischen den beiden Ortszentren Wiekedes und Asselns ein neues Postamt einzurichten. Es wurde 1900 bezogen und zugleich in ein solches Il. Klasse umgewandelt. In diesem Gebäude, Asselner Hellweg 207, verblieb die Post 71 Jahre lang.

74. Dieses Foto von Oktober 1914 zeigt unsere 'Kaiserlichen Postler'. Links steht 'Postrneister' Kopperschläger - so nannten sich damals die Amtsvorsteher eines Postamts IJ. Klasse -, der siebte ist der spätere Amtsleiter Dellwig und die neunte Fräulein Heiling, Das Postamt beschäftigte damals bereits fünf weibliche Personen. Ursache war die große TelegrafenanstaIt mit Fernsprechbetrieb, welche schon am 1. Juni 1884 eröffnet worden war, also noch in der alten Postagentur bei Lindemann. Diese Abteilung war nicht nur für Wiekede-Assela zuständig, sondern auch für die umliegenden Gemeinden, zeitweise für Brackel und Holzwickede und vor 1929 sogar für Sölde.

75. Im Jahre 1923 entstand dieses Foto unserer Postler. Inzwischen war man nicht mehr 'kaiserlich', Wir sehen von links wieder Postmeister Kopperschläger, dann Gerdes, einen Unbekannten, Fräulein Stracke, Böhle, Dellwig, Heiner, Kalle, Deppe, Junkering und Weber. Waren vor 1896 die Postverwalter (so nannten sich die damaligen Dienststellenleiter eines Postamts Ill, Klasse) Kruschke und nach 1896 Röpenack Amtsvorsteher gewesen, so folgten nach Postmeister Kopperschläger die Herren Pütter, Dellwig, Walter und Schwarz.

76. Am 15. Mai 1876 eröffnete die Königlich Westfälische Eisenbahn, eine preußische Staatsbahn, ihre Strecke von Welver über Unna/Königsborn und Wickede-Asseln nach Dortmund/Rheinisch-Westfälischer Bahnhof, später Dortmund-Süd genannt. Alle Bahnhofsgebäude wurden durch den Wickeder Wirt und Bauunternehmer Stiepelmann errichtet. Das Foto zeigt den Bahnhof im Jahre 1914. Links steht mit der Abfahrtskelle H. Korte. Wickede-Asseln hatte als einziger Bahnhof der ganzen Strecke eine Viehverladerampe, was auf einen großen Viehauftrieb hinweist. Der erste Bahnhofsvorsteher hieß Claes, Ab 1915 folgten die Herren Boelserns, Landfester, Wiemers und Wegmann. Der Bahnhof besaß fünf Gleise sowie zwei Stellwerke, 'Ot' im Osten und 'Wt' im Westen.

77. Das ist die Straßenseite unseres Bahnhofs aus späterer Zeit. Die Bezeichnung lautet bereits 'Dortmund-Asseln'. Obwohl er auf Wiekeder Gebiet lag, hatte die Bahn diesen Namen gewählt, um Verwechslungen mit Wickede/Ruhr zu vermeiden. Große Bedeutung erhielt der Bahnhof durch die Kohlenabfuhr. Die nächstliegenden Zeehen 'Massen' und 'Holstein' wurden von hier bedient, und es waren durchschnittlich 100, in der Spitze bis 160 Waggons Kohlen, die täglich in vier Güterzügen, zwei in Richtung Westen und zwei in Richtung Osten, abgefahren wurden. Der Personenverkehr war unbedeutend. Lediglich an Markttagen fuhren viele Bäuerinnen nach Dortmund, um frisches Obst und Gemüse aus eigener Ernte anzubieten.

78. Im Jahre 1923, während der Ruhrbesetzung durch die Franzosen, erhielt unser Bahnhof überregionale Bedeutung. Er wurde deutscher Grenzbahnhof, während Brackel als französischer Grenzbahnhof mit Paß- und Zollkontrolle herhalten mußte. Viele Reisende aus östlicher Richtung mußten im Wiekeder Wartesaaloft Stunden, manchmal sogar Tage warten, denn in Brackel wurde niemand ohne Paß eingelassen, Wer es dennoch versuchte, wurde eingesperrt und wieder ausgewiesen. Sobald die Franzosen Wagenannahmen verweigerten. stauten sich bis zu 80 Stückgutwagen. Die Gleise waren derart verstopft, daß der Wagenzulauf aus dem Reich genehmigungspflichtig wurde. Aus dieser hektischen Zeit stammt das Foto. Vor der Lok steht ein Teil der Belegschaft und dahinter die Rangierkolonne.

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