Dortmund - Wickede - Asseln in alten Ansichten

Dortmund - Wickede - Asseln in alten Ansichten

Auteur
:   Werner Hartwig
Gemeente
:   Dortmund-Wickede-Asseln
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1906-1
Pagina's
:   120
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Dortmund - Wickede - Asseln in alten Ansichten'

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79. Im Bahnhof war auch die Bahnmeisterei Nr. 115 stationiert. Das Foto zeigt deren Gleisrotte in den dreißiger Jahren. Links sehen wir mit Warnhorn ausgerüstet Herrn Münstermann, dann folgt mit Spitzhacke Herr Poth und rechts steht der Rottenmeister Wegmann senior. Im Jahre 1920 oder 1921 ereignete sich ein schwerer Unfall. Ein aus dem Nebengleis ausfahrender Rangiergüterzug überquerte gerade die Hauptgleise, als ein aus Brackel kommender Güterzug wegen des starken Gefälles ein Haltesignal überfuhr. Beide Züge stießen zusammen, wobei ein Bremser getötet wurde. Nach der Stillegung der Zeehen 'Massen' und 'Holstein' verlor der Bahnhof 'Dortrnund-Asseln' seine Bedeutung.

80. Im Jahre 1901 war ein Eisenbahnverein gegründet worden, der sich bei Schließung der Dienststelle wieder auflöste. Ihm gehörten Eisenbahner der Bahnhöfe 'Wickede-Asseln', 'Brackei' und 'DortmundScharnhorst' (später in 'Dortrnund-Flughafen' umbenannt) an. Um 1930 stellten sich die Vereinsmitglieder im Bahnhof Asseln dem Fotografen. Vorn in der Mitte sitzt der Vorsitzende und Bahnhofsvorsteher a.D. Bolke Boelsems mit Gattin und neben ihm der Nachfolger W. Landfester. Der fünfte von links in der zweiten Reihe ist E. Wegmann, der den Bahnhof in späterer Zeit leitete. Zum Fahrplanwechsel 1969/70 wurde der Bahnhof geschlossen und das Gebäude zum 100jährigen Streckenjubiläum im Dezember 1976 abgerissen.

81. Nun kommen wir zu den alten Ansichten von Asseln. Die erste Postkarte wurde 1904 abgestempelt und zeigt die 'Restauration von Joh. Etterich' Die gleiche Karte, nur vier Jahre später verschickt, trägt die Inschrift 'Restauration Holsteiner-Hof F. Ruscheweyh', Der Gasthof war zugleich Kantine der Zeche 'Holstein', welche ebenfalls abgebildet ist. Im Jahre 1904 hatte 'Holstein' erst einen Förderturm. Das Restaurant ist heute unter dem Namen 'Haus Suberg' bekannt und liegt an der Donnerstraße, Ecke Webershohl.

82. Um auf dem Brennstoffsektor von Dritten unabhängig zu sein, errichtete die Hermannshütte Hörde, der spätere 'Phönix', ein eigenes Bergwerk mit einem Doppelschacht auf dem Gelände zwischen Holzwickeder und Aplerbecker Straße. Der Name lautete 'Schleswig'. Die Förderung begarm 1859. Die Stillegung erfolgte am 15. Juli 1925. Die Bergehalde - zugleich Schlackenhalde des 'Phönix' - ist noch vorhanden. Die größte Schachttiefe betrug 540 Meter. Das Foto zeigt die Zeche 'Schleswig' im Jahre 1912. Als sich die Förderung auf 'Schleswig' nicht mehr steigern ließ, errichtete man 1874 einen neuen Schacht, der den Namen 'Holstein' erhielt. 'Schleswig' und 'Holstein' flrmierten unter dem Namen 'Hoerder Kohlenwerk'.

83. Die Zeche 'Holstein' lag auf dem Gelände zwischen den Straßen Webershoht-Briefsweg-Auf dem Bleek, Der Schacht erreichte eine Tiefe von 510 Metern und war auf der V. Sohle durch eine 1,8 Kilometer lange Richtstrecke mit 'Schleswig' verbunden. 1904 entstand auf 'Holstein' ein zweiter Schacht, welcher 1908 in Betrieb genommen wurde. Die Zeche 'Holstein' wurde am 1. August 1928 stillgelegt. Beide Bergwerke hatten 1908 zusammen eine Belegschaft von 2 160 Mann. Im Jahre 1912 betrug die Förderung 600000 Tonnen. Südlich von 'Holstein' entstand auf dem Gelände Brief'swegAuf dem Bleek die 'Kolonie Holstein', welche 1908 aus 37 Häusern mit 133 Wohnungen bestand. Das Foto stammt aus dem Jahre 1912.

84. Hier sehen wir die Zeche 'Holstein' Anfang der zwanziger Jahre. Der Fotograf stand südlich der Einmündung der Straße 'An den Rühlen' in den Briefsweg und blickte nach Norden. Links erkennt man als einzigen Bezugspunkt zu heute das Gebäude mit der ehemaligen Gaststätte Schüttelkorb. Ansonsten ist das Gelande nicht wiederzuerkennen! Im Vordergrund verläuft links die Buddinkstraße mit der Zechenbahn nach 'Schleswig'. Bereits 1859 war die Zeche 'Schleswig' mit der Hermannshütte in Hörde durch eine schmalspurige Eisenbahn verbunden worden und es hatte anfangs teilweise sogar noch Pferdebetrieb gegeben. 1877 wurde die Strecke in eine normalspurige Eisenbahn umgewandelt und zugleich ein Anschluß an die Staatsbahn in Wickede-Asseln hergestellt.

85. Westlich der Straße Werswand, Ecke Bebelstraße, befand sich früher ein weiteres Wahrzeichen Asselns, die alte Windmühle, auch 'Kraacksche Mühle' genannt. Das Foto entstand ungefähr 1930 und läßt die ursprüngliche Gestalt als Windmühle deutlich erkennen. Um 1910, als ihr einige hohe Häuser in der Umgebung den Wind aus den Flügeln nahmen, wurde die Windmühle auf elektrischen Betrieb umgestellt. Der Abbruch erfolgte am 24. Juni 1961. Die Mühle sol! ungefähr 300 Jahre alt gewesen sein. Es handelte sich um eine achteckige 'holländische' Windmühle aus 31 Zentimeter dieken Eichenbalken und drehbarer Haube. Als Fundament diente ein Bruchsteinsockel. Neben der Mühle, auf dem Foto nicht sichtbar, stand ein kleines, weißes Gebäude, welches 'Mehlhaus' genannt wurde.

Restaurant zur Linde Fritz Wilrns, Dortrnund-Asseln T.1. 5305;1

86. Wir sind wieder zum Hellweg zurückgekehrt. An der Ecke Asselner Hellweg/Am Hagedorn liegt das altbekannte Gasthaus von Gustav Neuhaus 'Zur alten Herberge'. Zwischenzeitlich war der Betrieb mehrmals verpachtet.

Die obere Ansicht zeigt das Lokal als 'Restaurant zur Linde' von Fritz Wilms. Vor der Tür ist auf dem Bürgersteig die namensgebende Linde zu sehen. Daneben steht eine ShellTanksäule. Im Hintergrund rechts liegt der Neuhaussche Saal. Heute befindet sich hier das Tanzcafé 'Americano'. Während der Ruhrbesetzung durch die Franzosen im Jahre 1923 hatte die Reichspost darin eine Paketumschlagstelle eingerichtet. Die untere Aufnahme zeigt die Gaststätte von innen.

87. Wenn man vom Turm der evangelischen Lutherkirche in Asseln über den Hellweg ostwärts in Richtung Wickede schaute, erblickte man links unten die Neuhaussche Gaststätte. Rechts, am Eek Hellweg/Petersheck, lag der Bauernhof Schnier, früher Ruhrmann. 1969 erwarb die Stadt Dortmund das Gelände und ließ den Hof im Januar 1971 abreißen. Auf der östlichen Ecke des Petershecks lag das inzwischen ebenfalls abgerissene Gebäude mit der Gaststätte Schween, früher Friederichs. Außer dem Gasthof betrieb Friederichs damals auch eine Bäckerei. Dahinter folgt der bäuerliche Besitz Lueg und anschließend das Gemeindehaus.

88. Blickte man vom Kirchturm in die westliche Richtung nach Brackei, so sah man unten rechts das Dach des Bauernhofes Sybrecht, Dahinter folgten Weweler, Ostermann und Dr. Böhmann. Links lag das Kino 'Schauburg' im Gebäude des Café-Restaurants Stichs, dann Kriegel, früher Behrens, anschließend die Bäckerei Wilms, jetzt Apotheke, und die Wirtschaft Theilke. Etwas zurückliegend folgte der Bauernhof Keine und dann Haarmann (inzwischen abgerissen.jetzt Rewe). Im Hintergrund liegt rechts die katholische Kirche und links die große Halde mit den Schornsteinen der Zeche 'Schleswig'. Das Gelände am Pröbstingkamp zwischen Bahn und Hellweg war noch unbebaut. Das einzelne weiße Haus an der Aplerbecker Straße gehörte dem Bierverleger Reckermann.

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