Dresden in alten Ansichten

Dresden in alten Ansichten

Auteur
:   Dr. Rudolf Förster
Gemeente
:   Dresden
Provincie
:   Sachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1846-0
Pagina's
:   120
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Dresden in alten Ansichten'

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9. Ein Platzkonzert der Militärmusiker auf dem Schloßplatze war schon eher nach dem Geschmack der Dresdner und loekte, wie hier zu sehen ist, die Spaziergänger an, zumal man dieses Vergnügen mit einem beschaulichen Gang über die Brühlsche Terrasse verbinden konnte. Auf dem Schloßplatz wurde diese jeden Sonntag - mit Ausnahme der Manövertage im August und September - um die Mittagszeit stattfindende Veranstaltung jedoch nur dann abgehalten, wenn Jahrmarkt war. Sonst gehörte ihr der Altrnarkt.

Dresden-It.

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10. Die sächsischen Truppen, die in der Garnison Dresden stationiert waren, lagen vor allem in den Kasernen im Norden der Stadt und wurden auf den Exerzierplätzen am Rande der Dresdner Heide ausgebildet. Die Uniform des königlichen Schützen erinnerte noch an Sachsens traditionelle Bindung an Österreich. In der königlichen Residenzstadt lagen neben den Grenadier-Regimenten Nr. IOD und 101 und dem Gardereiter-Regiment noch ein Füselier-Regiment, ein Infanterie-Regiment und ein Jäger-Bataîllon, zwei Feld-Artillerie-Regimenter und je ein Pionier- und Train-Bataillon in Garnisen.

Dresden.

Konigl. Z!JJinger.

11. Im Auftrage August des Starken schuf Matthaeus Daniel Pöppelmann in den Jahren zwischen 1711 und 1722 mit den Bauten des Zwingers eines der unvergänglichen Wahrzeichen Dresdens. Das Kronentorterhebt sich über dem Eingang vom Festungsgraben her. Die Krone auf dem Tor ist der der polnischen Könige nachgestaltet. Die einmalige Schönheit des Kronentores ist wie ein Gestalt gewordener Gedanke an Festlichkeiten, Frieden und Menschlichkeit, Als originelle Erinnerung an die in der Tat gar nicht so friedfertigen Verhältnisse zur Zeit seiner Entstehung mag die heute noch vorhandene Holzbrücke über den alten Festungsgraben vor dem Tor gelten; der Festungskommandant hatte sie seinem Kurfürsten abgefordert, damit sie vor anrückenden Feinden leicht abzubrechen wäre,

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12. Der Wallpavillon des Zwingers wird zu recht als eine der köstlichsten Architekturen des Barock gerühmt und setzt der Kunst Matthaeus.D, Pöppelmanns und Balthasar Permosers, deren gemeinsames Werk er in seiner Vollendung ist, das schönste Denkmal. Die kugelig geschnittenen Bäumchen, die auf unserem Bild den Zwingerhof schmücken, erinnern uns daran, daß die Bogengalerien ursprünglich als Häuser für die gleichermaßen beschnittenen Orangenbäumchen gebaut worden waren, die August der Starke als eine ganz besondere Rarität auf der Messe zu Leipzig erworben hatte.

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13. Die Romantik, die das Nymphenbad im Zwinger am Anfang unseres Jahrhunderts umgab, war leider auch Ausdruck seines allmählichen Verfalls, nachdem die Wasserspiele nach dem Schleifen der Festungswerke ein Jahrhundert zuvor versiegt waren. Dieser einzige Teil der Zwingerbauten, der im Februar 1945 nicht von Bomben zerstört wurde, ist heute mit dem ganzen Zwinger dank der verdienstvollen Arbeit des Baumeisters und Bildhauers Hubert Ermisch, der Stadtväter und zahlloser Bürger nach 1945 wieder die Freude der Dresdner und ihrer Gäste.

14. Ein Bild aus dem Jahre 1888 erinnert an den Beginn einer Reihe von Luther-Festspielen in Dresden bis in die ersten Jahre des 20. Jahrhunderts hinein. Angeregt von Pastor Kühn traten in den von Devrient geschriebenen Szenen neben bekarmten Berufsschauspielern zahlreiche Laien auf; das in Dresden schon weit entwickelte Theaterinteresse breiter Kreise der Bürgerschaft wurde dadurch noch gefördert. Das Luther-Jubiläum fand besonders in Dresden, wo von jeweils zehn Familien fast neun lutherischen Glaubens waren, besonderen Widerhall.

Dresden Königl. $Ghauspielhaus.

15. Neben anderen bedeutenden Schauspielern verbindet sich für viele Dresdner die Theatertradition mit dem Namen Paul Wiecke. 1895 begarm er seine Laufbahn am Dresdner Schauspielhaus, in den großen klassischen Rollen entwickelte sich sein Talent, das ihn schließlich bis 1928, die letzten zehn Jahre als Regisseur, einen Platz in der Theatergeschichte Dresdens sicherte. Nachdem er seine Stadt verlassen hatte und nach Berlin gegangen war, wurde es still um den alten Theatermann. Einer der ganz Großen in Dresden wurde in diesen Jahren Erich Ponto, der sich schließlich auch um die Wiederaufnahme des Spielbetriebes in der zerstörten Stadt nach ihrer Befreiung von der faschistischen Herrschaft 1945 bleibende Verdienste erwarb,

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16. Der Ruf des Dresdner Musiktheaters in der Zeit um die Jahrhundertwende ist mit dem Namen Ernst von Schuch ebenso unlösbar verbunden. wie mit den Uraufführungen von Richard Strauss' großen Opern 'Salome', 'Elektra' und 'Rosenkavalier', die er dirigierte. Als der Generalmusikdirektor bald nach seinern 40jährigen Dirigentenjubiläum den Stab niederlegen mußte, durch einen Schlaganfall bezwungen, war er ein Begriff für Europas Musikwelt geworden. Wenige Wochen nach seinem Tode am 10. Mai 1914 wurde seine bald berühmte Tochter Liesel von Schuch als Sängerin an der Dresdner Hofoper engagiert.

17. Dieses Bild der Clara Salbach mag Erinnerungen wecken an den Zeitgeschmack am Beginn unseres Jahrhunderts. Von 1889 an hat die Salbach 43 Jahre mit ihrer Kunst dem Dresdner Theaterpublikum gedient und ihm von der jugendlichen Liebenden bis zur Mütterrolle klassische und zeitgenössische Kunst nahegebracht. Sie galt als universales Talent und hat das von ihrern ersten Auftreten als Gretchen über die Luise Millerin, das Klärchen, die Desdemona, die Sappho, Prinzessin Eboli, Iphigenie und Adelheid bis zur Lady Milford und der Fürstin Isabella immer und immer wieder bestätigt. Als sie 1932 von der Bühne Abschied nahm, war sie selbst ein Stück Dresdner Theatergeschichte geworden.

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18. Das 'Grüne Gewölbe', damals im Westflügel des Schlosses, heute im Albertinum neu eingerichtet, erinnert an die Herkunft dieset einzigartigen Sammlung künstlerischer und kunsthandwerklicher Schmuck- und Repräsentationsgegenstände aus der Schatzkammer der wettinischen Fürsten Sachsens. Ob der ungewöhnliche Name von einer früheren grünen Dekoration herrührt, ist strittig; daß seine Kunstwerke von der Hand Johann Melchior Dinglingers heute wieder einen der wertvollsten Bestandteile der Staatlichen Kunstsammlungen Dresdens bilden, ist unbestritten.

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